Eine Kollegin hat ihre Krankmeldung per Post hergeschickt. Da fragt man sich ja, was die Post mit dem Umschlag gemacht hat. Als hätte der in irgendeiner Pfütze gelegen und wäre anschließend wieder zum Trocknen aufgehängt worden. Selbst der gelbe Zettel im Inneren des Umschlags ist ganz knitterig geworden. Jetzt stelle man sich vor, das wäre mit einem wirklich wichtigen Dokument (wo es nicht auf ein paar Flecke ankommt) passiert …
In einem frisch gelieferten Karton mit Jelzin-Wodka befand sich neben fünf vollen auch eine fast leere Flasche, in der sich nur noch ein kleiner Rest befand. Offenbar war das ein Problem bei der Abfüllung, denn die Flasche war augenscheinlich nicht zerbrochen und der Deckel mitsamt Siegel war unversehrt. Ich stellte die Flasche zunächst auf meinen Schreibtisch und beschloss, am nächsten Tag Fotos von fürs Blog zu machen und vielleicht auch schon den entsprechenden Beitrag zu verfassen.
Am nächsten Morgen fiel mir auf, dass die Flasche hier auf dem Tisch in einer kleinen Pfütze stand. Offenbar hat sie tatsächlich ein Loch – nur wo?
Nun: Ich vermute mal, es handelt sich dabei um einen Transportschaden. Vermutlich ist der Karton mit irgendetwas anderem zusammengestoßen. Die Folge war nicht so dramatisch, es gab keine Scherben und der Karton weichte wohl auch nicht gänzlich auf. Aber auf jeden Fall hat dieser Schlag gereicht, um der Flasche ein paar winzige und nur mühsam erkennbare Haarrisse im unteren Bereich zu verpassen. Haarrisse, aus denen Flüssigkeit austreten kann, aber die so dünn sind, dass dieser Vorgang kaum bemerkbar langsam passiert.
Und so sah es eben im ersten (und sogar zweiten) Moment tatsächlich so aus, als hätte sie sich irgendwie vor der Abfüllung gedrückt. Dieser Schlingel.
Ich wollte eigentlich nur etwas auf der Videoaufzeichnung nachsehen, als mir eine Maus auffiel, die frech hinter einem Regal in der Getränkeabteilung hervorlugte.
"Wer klaut denn Klopapier?!", mag manch Außenstehender denken. Aber das Toilettenpapier und die Taschentücher und die Küchenrollen sind nicht das Problem. Nicht einmal die Kerzen, Müllsäcke und Putzlappen, die in diesem Gang zu finden sind. Durch seine anscheinende Unauffälligkeit scheint dieser Bereich Leute, die sich irgendwelche Waren aus dem Rest des Ladens in ihren Taschen stopfen wollen, irgendwie magisch anzuziehen.
Auch da haben wir jetzt ein Auge drauf. In Full-HD.
Drei Mädchen im späteren Teenie-Alter standen in der Getränkeabteilung und suchten sich offenbar Verpflegung für den Abend aus. Eine der drei ergriff eine Flasche Limo mit Beerengeschmack und hielt sie den anderen entgegen. In dem Moment lief ich gerade hinter dem Trio vorbei und hörte die mit der Flasche nur noch sagen: "Los, lasst uns die hier käufen." Kaufen mit Umlaut, ja. Ich habe die Hoffnung, dass dieser Ausdruck nur ein Scherz war, befürchte jedoch das Schlimmste.
Es ist vollbracht: Der Adventskranz hängt. So richtig glücklich bin ich irgendwie noch nicht, wenngleich ich nicht genau konkretisieren kann, woran das liegt. Es ist vermutlich, dass hier aufgrund der relativ geringen Deckenhöhe alles irgendwie viel zu gedrungen aussieht, aber das ließe sich nur mit einem deutlich kleineren Kranz verhindern, der sich hier im Laden wiederum verlieren würde.
Wir lassen es jetzt so wie es ist und vielleicht fällt uns für das nächste Jahr auch noch ein, was man daran verbessern oder gänzlich anders machen kann.
Eine Kundin sprach einen Kollegen darauf an, dass in unseren Bake-Off-Regal die Reste von zwei angefressenen Donuts liegen würden.
Die Recherche in der Videoaufzeichnung ergab, dass ein etwa zehnjähriger Junge sich während seines kleinen Einkaufs mal eben schnell den Bauch vollgeschlagen hatten. Idiot.
Meine Fresse, dann soll er die Sachen wenigstens ganz aufessen. Aber das angegrabbelte und angebissene Zeugs wieder zwischen die andere Ware zu werfen, ist ekelig.
Anruf einer Firma, deren Tätigkeit sie Anruferin als Parkraummanagement beschrieben hat. Knöllchen verteilen, Geld eintreiben, notfalls abschleppen – und ob das für unseren Parkplatz auch interessant wäre.
Ich erklärte, dass wir keinen Kundenparkplatz im eigentlichen Sinne haben, lehnte ab und beendete das Gespräch.
Aber jetzt mal bei genauerer Betrachtung: Warum eigentlich nicht? Vielleicht haben die ja sogar eine brauchbare Lösung, die Parkerei hier auf dem Hof in einen monetären Vorteil für mich zu verwandeln?
Heute gibt es im EDEKALENDER die Pakete vom ersten und zweiten Dezember zu gewinnen: Also entweder eine Kaffemaschine und eine Thermosflasche oder eine Küchenwaage mit Kurzzeitmesser und Messbecher.
Kommt zu uns oder zu einem anderen teilnehmenden EDEKA-Markt, füllt eine Karte aus und werft sie in die Box – und vielleicht habt ihr ja Glück.
Gestern Abend noch hatte mein Mitarbeiter den aufgebauten EDEKALENDER an seinen von uns dafür ausgesuchten Platz direkt am Eingang in der Gemüseabteilung gestellt. Bin mal gespannt, ob der große Papp-Aufsteller die ständigen Rempler mit Einkaufswagen und Rollbehältern bis zum 24. überlebt.
(Den Blogeintrag mit den beiden geöffneten Türchen, den ich fälschlicherweise auf heute Morgen datiert hatte, gibt es morgen früh erst wieder zu sehen.)
Ein nicht ungepflegt wirkender Mann mittleren Alters betrat den Laden. Zuerst nahm er sich einen Einkaufswagen, dann holte er aus der Tasche einen Notizzettel, auf dem er wohl eine Einkaufsliste notiert hatte. Er ging mehrmals im Laden hin und her, um alles zusammenzusuchen. Offenbar arbeitete er die Liste systematisch von oben nach unten ab.
Nach einer Weile, im Wagen lagen etwa zwei Dutzend Teile, ging er zur Kasse, stellte sich an die kürzere Schlange an und begann schließlich, alle Waren auf das Förderband zu legen. Als er an der Reihe war, wurden die Sachen nacheinander von meiner Mitarbeiterin an der Kasse erfasst, die er unmittelbar danach jeweils in einer seiner beiden mitgebrachten Leinen-Einkaufstaschen verstaute. Er zahlte bargeldlos mit Karte, wünschte noch einen schönen Tag und ging, nachdem er den leeren Wagen wieder zu den anderen Einkaufswagen gestellt hatte.
Dieser Beitrag ist einfach mal für alle, die sich daran stören, dass ich immer nur über merkwürdige Kunden berichte und mich deswegen mitunter schon derbe beschimpft und beleidigt haben. Die meisten Kunden sind natürlich vollkommen normal und lieb und nett – aber wer will sowas schon lesen?
So kommt es, wenn man den Rechner immer nur in den Energiesparmodus schaltet oder ihn sogar gleich durchlaufen lässt. Ich habe so oft gegen Feierabend noch offene Anwendungen, dass ich einfach keine Lust habe, die Maschine immer komplett herunterzufahren.
12 Tage ist da für meine Verhältnisse sogar noch kurz.