Die total liebe Klau-Stammkundin
Eine junge Frau war nach eigener Aussage erst relativ frisch nach Bremen gezogen. Aber sie würde hier total gerne einkaufen, da unser Laden so schön wäre und die Mitarbeiter immer so nett sind. Das bekräftigte sie damit, indem sie immer das Gespräch (Smalltalk und noch etwas darüber hinaus) mit meinen Mitarbeitern suchte und vor allem auch immer Süßigkeiten ("Nervennahrung") an die Kassiererinnen und Kassierer verteilte.
Dass sie uns beklaut, hatten wir gar nicht auf dem Schirm. Auch ich habe nie Verdacht geschöpft – und dann hatte ich mir wegen eines anderen Ladendiebs einen Bereich unserer Videoaufzeichnung im Schnelldurchlauf angesehen. Plötzlich tauchte die neu hinzugezogene Kundin blitzschnell im Bild auf, breitete in Windeseile einige Waren und ihre Tasche auf der Ware eines Aufstellers aus, räumte im Zeitraffertempo alles irgendwie hin und her und rein und raus und war so schnell wieder aus dem Bild verschwunden, wie sie gekommen war.
"WAS WAR DAS DENN?"
Ich sah mir diese Sequenz später noch einmal genauer an, wobei sich herausstellte, dass sie tatsächlich die eingesteckten Dinge hatte unbezahlt mitgehen lassen.
Da die Frau im Grunde täglich kam und die Aufzeichnung drei Tage zurückreicht, guckten wir uns auch noch ihre vorhergehenden Besuche bei uns an. Sie war nicht nur eine Stammkundin, sondern auch noch eine Stammdiebin.
Um den Erfolg richtig zelebrieren zu können, griffen wir sie bei ihrem nächsten "Einkauf" nicht einfach ab, Beweismaterial hätten wir genügend gehabt, sondern ließen sie in Ruhe alles einpacken, Einkauf wie Einklauf, und fingen sie schließlich am Ausgang ab, nachdem sie noch Bonbons ans Kassenpersonal verteilt hatte. So schnell kommt man zu einem Hausverbot und in diesem Fall sogar gleich mehreren Anzeigen wegen mehrerer Ladendiebstähle …
Dass sie uns beklaut, hatten wir gar nicht auf dem Schirm. Auch ich habe nie Verdacht geschöpft – und dann hatte ich mir wegen eines anderen Ladendiebs einen Bereich unserer Videoaufzeichnung im Schnelldurchlauf angesehen. Plötzlich tauchte die neu hinzugezogene Kundin blitzschnell im Bild auf, breitete in Windeseile einige Waren und ihre Tasche auf der Ware eines Aufstellers aus, räumte im Zeitraffertempo alles irgendwie hin und her und rein und raus und war so schnell wieder aus dem Bild verschwunden, wie sie gekommen war.
"WAS WAR DAS DENN?"
Ich sah mir diese Sequenz später noch einmal genauer an, wobei sich herausstellte, dass sie tatsächlich die eingesteckten Dinge hatte unbezahlt mitgehen lassen.
Da die Frau im Grunde täglich kam und die Aufzeichnung drei Tage zurückreicht, guckten wir uns auch noch ihre vorhergehenden Besuche bei uns an. Sie war nicht nur eine Stammkundin, sondern auch noch eine Stammdiebin.
Um den Erfolg richtig zelebrieren zu können, griffen wir sie bei ihrem nächsten "Einkauf" nicht einfach ab, Beweismaterial hätten wir genügend gehabt, sondern ließen sie in Ruhe alles einpacken, Einkauf wie Einklauf, und fingen sie schließlich am Ausgang ab, nachdem sie noch Bonbons ans Kassenpersonal verteilt hatte. So schnell kommt man zu einem Hausverbot und in diesem Fall sogar gleich mehreren Anzeigen wegen mehrerer Ladendiebstähle …
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Wurm on :
Da gab es einige Stammkunden, die total nett waren, Smalltalk hielten, immer einen (positiven) Spruch auf den Lippen hatten usw. . Mehr als einmal stellte sich heraus, dass die sich regelmäßig die eigene Tasche vollmachten, ohne zu bezahlen.
Shoppingqueen24 on :
Dass sie sich gleichzeitig am Sortiment bedient hat, war dann vermutlich einfach ihr persönliches Bonusprogramm.
Ich bewerte den Auftritt der Dame auf der (hiermit neu eingeführten) Shithole-Klauskala mit soliden 7 von 10 möglichen Punkten.
Schade, dass es in den Fall keine Zugabe geben wird. /s
Shoppingqueen24 on :
Dass sie sich gleichzeitig am Sortiment bedient hat, war dann vermutlich einfach ihr persönliches Bonusprogramm.
Ich bewerte den Auftritt der Dame auf der (hiermit neu eingeführten) Shithole-Klauskala mit soliden 7 von 10 möglichen Punkten.
Schade, dass es in dem Fall keine Zugabe geben wird. /s
Anonym on :
bli on :
AM on :
Zeddi on :
Leider sind die - auch hier egal aus welcher Richtung - besonders beliebt weil man viel weniger mit Ambivalenzen auftreten muss.
Hans on :
Ich schon wieder on :
War der nicht schonmal hier in der wöchentlichen Linkliste vertreten?
Ich finds widerwärtig. Einmal die Selbstverständlichkeit, das Zurechtlügen, und weil man als ehrlicher Kunde das alles mitbezahlt.
Cliff on :
(Wer Zynismus oder Sarkasmus findet, darf's behalten. Oder auch klauen, ist egal, weil kostnix. Danke, gern geschehen.)
Filialkasper on :
In den letzten 10 Jahren habe ich so gut wie jeden „ungewöhnlich“ netten Stammkunden des Diebstahls überfuhren können. Daher bin ich extrem vorsichtig geworden.
Neo on :
.... und die Ermittlungen werden dann wieder wegen
- mangelndem öffentlichen Interesse
- Arbeitsüberlastung der Behörden
- schwerer Kindheit der asozialen Diebin
eingestellt.
Oder es gibt eine Belehrung vom Richter und 10 Sozialstunden.
snuggles1985 on :
hatten mal den Fall, dass wir einen Ladendetektiv beschäftigten.
Dieser hat fantastische Arbeit geleistet.
Allerdings bat mein Chef ihn, woanders tätig zu werden.
Warum?
Der Detektiv hatte so einige Stammkunden beim
5-Finger Discount erwischt.
Die Klauquote + Umsatzverlust waren einfach zu viel.
Einer dieser Diebe meinte noch, er hole sich nur das wieder, was die COOP ihm gestohlen hätte.
Warenverräumer on :
snuggles1985 on :
Es wurde vielen Stammkunden,
die auch Waren gekauft haben,
Hausverbot erteilt.
Wenn der Detektiv weiter gemacht hätte,
wären zwar viele Diebstähle angezeigt worden,
es wären aber viele Stammkunden dabei gewesen,
die auch Ware bezahlt hatten
und durch das obligatorische Hausverbot,
wären die auch so schnell nicht wiedergekommen.
Es war ein selbstständiger Kaufmann, der sich nicht gerne beklauen ließ und auf zahlende Kunden nicht verzichten konnte.