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Stellenausschreibung im Weser Kurier?

Eine Frau rief an und trug mir auch direkt ihr Anliegen vor: "Guten Tag, ich habe im Weser Kurier gelesen, dass Sie noch Aushilfen suchen. Lohnt es sich noch, sich da zu bewerben?"

Vor meinem geistigen Auge formte sich ein riesiges Fragezeichen: Weser Kurier? Stellenanzeige? Von mir? Ähh, wieso weiß ich davon nichts?

"Wo genau soll da was gestanden haben?", fragte ich die Anruferin.

"Na, da stand, dass EDEKA und REWE Personal zum Auffüllen der Regale suchen und darum frage ich nach."

Ach, so! Das war keine Stellenausschreibung im eigentlichen Sinne, sondern eine der Aussagen innerhalb eines Artikels des Weser Kuriers. Allgemein stimmt das wohl, auch wir suchen / suchten Verstärkung, wie ich gestern schon schrieb. Dennoch war so eine Einleitung in dem Gespräch zutiefst irritierend. :-)

(Mal gucken, ob eine Bewerbung von ihr kommt. Eine Aushilfe könnten wir noch gebrauchen.)

Längere Schlangen durch mehr Abstand

Es standen ja schon Überlegungen im Raum, Zugangsbeschränkungen zu Einzelhandelsgeschäften zu erlassen, bzw. die Läden dazu zu zwingen, Maßnahmen zur Einhaltung eines "Sicherheitsabstandes" zwischen den Kunden durchzuführen.

Augenscheinlich scheint das aber der gesunde Menschenverstand auch von alleine hinzubekommen. Unsere Kassenschlangen sind neuerdings länger, was aber nur daran liegt, dass die Kunden tatsächlich einen größeren Abstand zueinander einhalten. Vorhin zum Beispiel sah es (gemessen am Ende der Warteschlange) nach einer Zweite-Kasse-Situation aus, dabei standen da nur ein paar Leute mit jeweils wenigen Teilen in der Hand.

Super! Bin Stolz auf unsere Kunden. :-)

See & Pronounce

Wir haben neue Müsliriegel im Sortiment: BE-KIND. Probiert habe ich sie noch nicht, aber der Aufdruck auf der Umverpackung ist mir aufgefallen: Ingredients you can see & pronounce (Oha, der Text ist ja als Marke registriert …)

Aber irgendwie trotzdem cool. :-)


"Corona Extra"-Aufsteller

Da will einer die Welt brennen sehen: Alles um einen herum versinkt im Chaos und der Harste stellt ausgerechnet einen Aufsteller Corona in den Laden. (Zumindest bei uns läuft dieses Produkt aber momentan mindestens genauso gut wie vor ein paar Wochen noch.)

Zu meiner Entlastung muss ich aber sagen, dass ich diese Ware schon vor einigen Wochen bestellt hatte und zu dem Zeitpunkt die aktuelle Entwicklung bezüglich des neuartigen Coronavirus überhaupt nicht abzusehen war.


Spaghettigericht mit Rätselstunde

Es gibt zwar einige weiße Tomatensorten, aber die werden wohl kaum für die Sauce dieses Spaghettigerichts der REWE-Eigenmarke verwendet worden sein. :-)

Das Bild habe ich von Blogleser Kai bekommen. Dass da "Tomatensauce" steht, was im Widerspruch zum Foto ist, war mir auch erst nach einer Weile aufgefallen. Der Inhalt der Schachtel soll übrigens zum Bild gepasst haben, da war also nur der Aufdruck vermurkst. Mit Praxiserfahrung würde ich sagen, dass die Ware nach Bekanntwerden des Malheurs intern zurückgerufen wurde und Kai das Glück hatte, im richtigen Moment zuzugreifen und den Patzer auch noch zu bemerken.


Lustige Strichcodes – 256

Auf der Verpackung der "dicken Eier", weiße, eiförmige N Schokoküsse, prangt neben dem klassischen rechteckigen Strichcode auch noch einer, der wie ein Ei aussieht und ebenfalls funktionsfähig ist.

Entdeckt haben wir das Eigestrichel übrigens auf einer Packung bei uns zu Hause, die wir bei einem EDEKA-Kollegen gekauft hatten. Bei uns im Markt gibt es die "dicken Eier" nicht. Vorbestellbar waren sie nur als Aufsteller und da haben wir uns aufgrund der Menge in Kombination mit einem gewöhnlich eher knappen Haltbarkeitsdatum nicht herangetraut …


Gedanken zur aktuellen Situation

An der Kasse hat ein Kollege einen Stammkunden gefragt, warum er Produkt xyz nun gleich sechs Mal gekauft hat. Antwort: "Die kaufen alle wie verrückt, wer weiß, ob ich davon noch was bekomme, wenn ich es brauche."

Das wird zur selbsterfüllenden Prophezeiung. So denken alle / viele und dadurch entstehen genau diese Lücken, vor denen sich die Leute so fürchten.


Später habe ich mit einem anderen Stammkunden über die momentane Lage und den irren Andrang auf die (Lebensmittel-) Geschäfte geredet. Auch hier ist unglaublich viel los, die Regale sind zu großen Teilen leer und wir kommen mit dem Nachschub nicht hinterher. Die Situation hinterlässt bei mir als Einzelhändler sehr gemischte Gefühle.

Einerseits ist es unglaublich genial, diesen Trubel hier im Laden zu haben. Die Kasse klingelt und dass hier überhaupt so ein Potential in der Fläche steckt, macht einen schon glücklich. Der monetäre Ansatz ist klasse und das hat ja auch noch weitreichendere Folgen: Wir brauchen mehr Personal, ein paar mehr Leute haben dadurch also schon einen neuen Job.

Andererseits ist es irgendwie komisch. Siehe oben die selbsterfüllende Prophezeiung. Muss das sein, dass man sich mit Vorräten eindeckt, als gäbe es kein Morgen mehr? Muss man sich um Grundnahrungsmittel prügeln? Es ist ja nicht so, dass es nichts mehr gibt. Es wird momentan durch das Verhalten der Leute nur sehr sonderbar verteilt.

Lagerplatz auf der Getränkeabteilung

Es ist keine schöne Lösung, aber es ist eine Lösung und in Anbetracht der aktuellen Liefersituation bei Konserven, Nährmittel und Fertiggerichten auch sicherlich kein Faktor, an dem sich irgendjemand stören würde. Insgesamt waren heute fast 300 Artikel (!) nicht lieferbar und wir sind momentan dankbar für jeden Nachschub, der hier eintrudelt …


Früher bei PLUS?

Ein Kunde sprach mich an: "Sie waren doch früher mal bei PLUS, da hinten in der Kornstraße, oder? Das ist doch bestimmt schon zwanzig Jahre her..?"

Ja, es ist zwanzig Jahre her. Faszinierend, aber aus persönlicher Sicht auch unglaublich nett, dass sich nach all den Jahren überhaupt noch jemand daran erinnert. :-)

Bröseliges Fundstück im Keller

In einer Kiste im Maschinenraum lag noch eine alte Dreiersteckdose, deren Weichmacher sich wohl schon vor langer Zeit aus dem Plastikgehäuse verflüchtigt haben. Aufgrund vermurkster Kameraperspektive gibt es kein Video davon, wie das Teil buchstäblich unter meinen Fingern zu Staub zerfällt.

Frage an die zahlreichen ausgebildeten Elektrofachkräfte unter euch: Kann man da mit grün-gelbem Isolierband aus dem Werkzeugkasten noch was retten? :-)


Rückdatierte Facebook-Beiträge

Inzwischen wurde mir mehrfach über WhatsApp der Link zu einem Facebook-Beitrag von "2016" geschickt, in dem die Rede davon ist, dass ein neuartiger Virus entwickelt wird, der im Jahr 2020 die Menschheit dezimieren und das gesamte Leben weltweit beeinflussen wird. Beschrieben wird alles, was gerade passiert, so dass die scheinbare Wahrheit dieser Meldung nicht angezweifelt wird.

Wenn ihr den Text / Link bekommt: Ab in den Orkus damit. Man kann bei Facebook Beiträge zu jedem beliebigen Datum in die Timeline verschieben, aber es bleibt der Hinweis auf das Ursprungsdatum der Nachricht erhalten, die kleine Uhr neben dem Datum zeigt dies an. In diesem Fall war es der 14. März 2020 / 23:42 Uhr, so viel zu Glaubwürdigkeit der angeblichen Vorhersage, die aber wohl schon millionenmal geteilt wurde. (Mourad Yaseen hat 9,5 Millionen Abonnenten)