Oh, wow, die Anzahl der Aufrufe unseres Filmchen "Ein Tag im Supermarkt" hat in den vergangenen Stunden die 20.000 überschritten. Okay, andere Videos haben da noch drei weitere Nullen dranhängen, aber ich find's trotzdem nett.
Fabian hat mir von einem Erlebnis in einem Supermarkt berichtet:
Hallo Björn,
ich hoffe, ich darf dich so vertraut ansprechen, dies ist schließlich meine erste mail an dich. dein blog lese ich schon seit einer ganzen weile und bin davon sehr begeistert. nun bin ich soweit, ich muss dich mal etwas fragen:
Ich hatte letzt ein supermarkterlebnis besonderer art. ich bin im rahmen eines schulprojekts mit zwei schülern in einen örtlichen supermarkt gegangen, dort sollten sie preise und mengenangaben von lebensmitteln notieren. die klasse macht ein projekt, bei dem gekocht wird, und muss davor auch noch einkaufen.
nun kam aber ein mitarbeiter zu uns und forderte mich auf, mit zum marktleiter zu kommen. der schnautzte mich gleich an und drohte - vom ersten moment an sehr unhöflich - mit hausverbot und im laufe des gesprächs mit einer anzeige wegen industriespionage! nachdem ich ihn, während er auf seinem thron vor den überwachungskameras saß, auf knien um eine offizielle erlaubnis gebeten hatte, lies er mich gerade nochmal so davon kommen
lange rede, kurzer sinn: ich weiß ja, dass ein (privater?) supermarktbesitzer nach eigenem ermessen hausverbote aussprechen kann, aber ist es gerechtfertig, gleich so zu reagieren? darf man sich im supermarkt nicht einfach so preise notieren?
anschlussfrage: wie oft hast du testkäufer oder sogar industriespione von wettbewerbern im haus? und erkennt man die so einfach?
Ganz vorweg: Das Verhalten des Marktleiters ist, egal ob selbstständig oder Angestellter, unter aller Sau. Falls er nicht sein eigener Herr war, würde ich einfach mal mögliche Vorgesetzte von ihm über das Verhalten in Kenntnis setzen.
Ich habe keine Ahnung, ob und wie oft sich "Spione" der Konkurrenz Marktbegleiter hier in meinem meinen Laden verirren. Wenn ich in irgendeinem Laden Informationen über Preise oder Sortiment einholen wollen würde, täte ich dies unauffällig und genauso dürften es die Mitbewerber machen.
Wenn ich mal sehe, dass jemand hier in meinem Geschäft die Verkaufspreise notiert (was nun wirklich nicht oft passiert), frage ich manchmal kurz, wofür das ist. Meistens handelt es sich um irgendwelche Kindergarten-, Schul- oder Studienprojekte und der Hintergedanke ist der selbe wie bei Florian: Preise der unterschiedlichen Bezgugsmöglichkeiten vergleichen.
Man kann sich natürlich darüber aufregen, wenn irgendjemand im Laden Notizen oder Fotos macht – aber wer offensichtlich an die Sache rangeht, hat meistens überhaupt keinen bösen Hintergedanken. Und wer wirklich "spionieren" will, kann das auch vollkommen unauffällig machen.
Diese Packung Goldbären hat den Namen aber auch gerade so verdient. Statt der lt. Aufdruck vorgesehenen 75 Gramm Gummibärchen befanden sich nämlich nur sage und schreibe zwei der viertatzigen Exemplare darin. Betrug!!!111EINSELFFF
Im Zusammenhang mit dieser Sache wurden zwei meiner Kollegen und ich von der Polizei zu einer Zeugenvernehmung geladen. Als langjähriger Lawblog-Leser weiß man, dass ein derartiger Termin bei der Polizei letztendlich nur freiwillig wahrgenommen zu werden braucht.
Beim Überfliegen liest sich die Fußnote unterhalb der Anschreiben zunächst einmal recht dramatisch:
Wir machen Sie darauf aufmerksam, dass Sie im Falle der Nichtbeachtung der polizeilichen Vorladung dann durch die Staatsanwaltschaft unter Androhung von Zwangsmitteln (polizeiliche Vorführung, Ordnungsgeld) zu einem Vernehmungstermin vorgeladen werden können.
Bei genauerer Betrachtung steht dort nur, dass man, sofern man den vorgeschlagenen Termin nicht einhält, eventuell eine offizielle Vorladung der Staatsanwaltschaft bekommen kann, der man dann natürlich auch Folge leisten sollte.
Unabhängig davon werden wir natürlich die Termine wahrnehmen. Mir liegt sehr viel daran, dem Täter das Leben so schwer wie möglich zu machen.
Uwe hat mal wieder ein Schild gebastelt. Dieser Zettel hängt am Leergutautomaten im unmittelbaren Sichtfeld der Kunden. So albern es auf den ersten Blick anmuten mag: Dieser "erweiterte Nutzungshinweis" verhinderte in den letzten Tagen schon einige Fehlalarme durch einen vermeintlich defekten Leergutautomaten.
Wenn das dauerhaft funktioniert, werde ich mal eine etwas ordentlichere Version davon ausdrucken.
Ein Kunde wollte eben mit seinem Leergut auch eine größere Menge leerer "Kalte Muschi"-Flaschen abgeben. Da es sich dabei um Einwegflaschen handelt, verweigerte der Automat die Annahme und der Kunde stellte nach und nach alle Flaschen vor sich auf den Boden.
Nach einer Weile beschloss ich, den inzwischen schon recht frustriert dreinschauenden Kunden zu erlösen und ihn über die Hintergründe der verweigerten Annahme aufzuklären. Vor sich hatte er bereits rund ein Dutzend Flaschen gestapelt und nachdem ich ihm sagte, dass er die Flaschen im nächsten Altglascontainer versenken kann, guckte er mich mit großen Augen an: "Wie, Einwegflaschen? In Osnabrück bekomme ich Pfand dafür!"
Da "Kalte Muschi" meines Wissens nach nur in Einwegflaschen verkauft wird, die allerdings tatsächlich den gewöhnlichen "Longneck"-Bierflaschen in Form und Größe sehr ähnlich sehen, scheint sich da irgendein Laden bezgl. der Leergutrücknahme selber zu beschubbsen.
Einkaufswagen scheinen eine magische Anziehungskraft für Experimente aller Art zu haben. Warum lernen die Leute einfach nicht, dass die Dinger einen geradezu beschissenen Schwerpunkt haben, vor allem wenn man in ihnen sitzt, hockt oder steht? Außerdem haben die Dinger keine Airbags. Außer bei dem Mädel bei Minute 2:31 im Video, aber das ist eine vollkommen andere Geschichte.
Eine Kundin reklamierte eine Packung geschnittenen Käse, die sie vor ein paar Tagen gekauft hatte. "Da ist Schimmel dran, den möchte ich umtauschen", erklärte sie. Zunächst erschien das wie eine vollkommen korrekte Forderung. Der Käse war zwar mit knappem Datum zum Sonderpreis aus der Restekiste verkauft worden, aber schimmeln sollte er trotzdem (noch) nicht.
Zwei Kolleginnen identifizierten den "Schimmel" als die Reste irgendeines Aufdrucks auf der Rinde des Käses. Während ich mir die Packung auch näher betrachtete (und zu der selben Erkenntnis kam), verließ die Kundin allerdings bereits den Laden. Was hatte sie erwartet? Dass ihr die erstbeste Mitarbeiterin einfach ungeprüft einen neuen Käse mitgibt?
Dass die Kundin den Laden verlassen hatte, erfuhr ich allerdings erst von meiner Kassiererin, als ich nur knapp zwei Minuten später an die Kasse kam, um die Gutschrift für den Kaufpreis des Käses zu erstellen. Ja, dann eben nicht…
Ein Foto eines SPAR-Marktes in Heilbronn und ein paar Sätze dazu hat mir Oliver geschickt. Vielen dank dafür.
Hallo Björn,
als das Wetter noch nicht so weiß war, war ich in Heilbronn. Nachdem ich meine HandyCam kaum nutze, ist das beiliegende Bild erst jetzt in den PC gewandert.
Eine Schönheit isses ebenfalls nicht, ich war auch drin, er kommt aber nicht an dein Sortiment heran.
Zu finden ist er in der Nähe des Landratsamtes.
Was ich erstaunlich fand, war die Beschriftung oberhalb der Schaufenster: Auf dem kleinen Bild nur zur erahnen ist, dass dort "Asien Lebensmittel" über jedem Fenster steht.
Ab sofort steht im Fußbereich auf meinen Kassenbons die folgende Zeile:
Datum = Liefer- und Rechnungsdatum
Damit sollte es dann auch für gewerbliche Kunden (von denen ich zwar nicht sehr viele habe, aber trotzdem…) kein Problem sein, eine eventuelle Steuerprüfung zu überstehen.
Dr.Oetker verlost derzeit 1111 Brillant-Ringe. 1000 Stück davon sind über in die Pizzaschachteln aufgedruckte Codes zu gewinnen.
Ich will's ja nicht hinaufbeschwören, aber zum Glück ist (bei mir hier) noch niemand auf die Idee gekommen, die Schachteln aufzureißen und nachzusehen…
Ich erschien pflichtbewusst pünktlich und wartete ein paar Minuten zusammen mit einem anderen Zeugen auf den Stühlen im Foyer vor dem Saal. Plötzlich ging die Tür auf, wir wurden hereingerufen und der Richter verkündete, dass die Aussagen der Zeugen nicht mehr benötigt würden und diese daher entlassen sind.
Immer wieder erreichen mich Anfragen für Sponsorings, meistens von Schulen, Kindergärten und Vereinen hier im Stadtteil. In einem gewissen Rahmen helfe ich dann auch gerne mal aus, immerhin ist das immer nur regional und die Schüler und Vereinsmitglieder sind teilweise auch Kunden von mir oder könnten es zumindest zukünftig noch werden.
Eine Anfrage eines Sportvereines aus dem Großraum Köln halte ich allerdings für duchaus ignorierenswert. Die Chance, dass dort potentielle Kunden durch das Sponsoring positiv beeinflusst werden, dürfte gegen Null gehen.