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Links CXVII

Nur beim Biofleisch können Kunden auf glückliche Kühe hoffen

EU-Parlament sagt Zuckerbomben den Kampf an

Das EU-Mitgliedsstaaten dürfen selbst entscheiden, ob sie den Anbau von Gentech-Pflanzen zulassen

EHEC: Importverbot für ägyptische Samen

BILD.de: Über Lebensmittelkennzeichnungen

bzw.: Strengere Regeln für Kennzeichnung von Lebensmitteln

Tierschutzsiegel "Tierwohl"

FAZ über die Kennzeichnung regionaler Produkte

Aigner will mehr Kontrollen von Sprossen

Und noch einen Bericht mit einem Aigner-Interview : "Absolute Kontrolle bei Lebensmitteln ist Illusion"

Der defekte Satelliten-Receiver

Technische Probleme am Wochenende, Teil 2: Seit ein paar Tagen läuft hier im Laden keine Musik mehr über POS-Radio, sondern ein regionaler Sender dudelt vor sich hin. Die Musikauswahl ist zwar gut, aber die ständigen moderierten Beiträge, Wetter, Nachrichten etc. finde ich auf Dauer schon lästig.

Die Ursache ist ein defekter Sat-Receiver, der aber hoffentlich in dieser Woche noch getauscht wird.


Kassentraining

…und wieder einen Bewerber im Kassentraining. Momentan haben wir aber auch einen Bedarf an Aushilfen, beinahe schon lästig. Das Dumme ist, dass man sich aufgrund des Aufwands auch bei erhöhtem Bedarf nur um einen Bewerber nach dem anderen kümmern kann und nicht um mehrere gleichzeitig. Wenn jemand nicht zum Vorstellungsgespräch erscheint oder während der "Ausbildung" an der Kasse merkt, dass der Job doch nichts für ihn/sie ist, muss der nächste angeschrieben werden. Wieder einen Termin ausmachen und den ganzen Sermon von vorne anfangen. Da kann es sich unter Umständen wochenlang hinziehen, auch nur einen brauchbaren neuen Mitarbeiter zu bekommen.

Besen schwingen auf dem Hof

Vorhin wurde mal wieder der große Container für die geplätteten Einweggebinde aus unserem Leergutautomaten getauscht. Zeit, mal wieder den Besen zu schwingen und den Bereich hinter dem Container / unter unserer Rampe zu fegen. So sieht's ja auch erstmal wirklich schlimm aus – aber andererseits sieht man den Bereich normalerweise ja auch gar nicht. :-)


Nonchalance

Eine ältere Frau rief an und erkundigte sich, ob wir inzwischen die Nonchalance-Seife wiederbekommen hätten. Sie hatte vor einer Weile bei uns das letzte Stück der Seife gekauft und bräuchte doch jetzt ein neues. Der Dialog fand etwa folgendermaßen statt:
Produkte von Nonchalance haben wir gar nicht im Sortiment. Das wüsste ich.

Doch, doch. Da waren auch noch ein paar andere Sachen und von der Seife hatte ich das letzte Stück mitgenommen. Das sind so große 150g-Stücke.
Ich guckte bei der Seife, sogar bei den Baby-Pflegeprodukten und wurde nicht fündig. Ich kenne meinen eigenen Laden zwar entsprechend gut, aber manchmal rutscht einem ja selber auch etwas durch. Irritiert rief ich zu Hause an und erkundigte mich sogar bei meiner Mutter, ob ihr dazu irgendetwas einfiele. Wie ich erwartet hatte, verneinte sie und ich wandte mich wieder der alten Anruferin zu.
Nein, die haben wir wirklich nicht im Sortiment.

Naja, Sie können ja auch nicht alles wissen.

Aber wir haben die nie gehabt. Mir sagt der Name nichts, meiner Mutter auch nicht. Und wenn irgendjemand diesen Laden hier kennt, dann wir beide!

Woanders kaufe ich aber nicht ein.

Vielleicht haben Sie die ja aber doch woanders gekauft. Oder sie haben die Seife mal irgendwann geschenkt bekommen oder jemand hat sie für Sie gekauft?

Doch, doch. Das war bei Ihnen. Die stehen ja gleich am Anfang. Wenn sie reinkommen gleich rechts in diesem Metallgestell. Da sind auch die anderen Nonchalance-Sachen und die Seife war leer. Und die Kassiererin sagte doch, dass ich ja Glück gehabt hätte, weil ich das letzte Stück erwischt habe.

Sehen Sie, das kann nicht bei uns gewesen sein. Wenn Sie hier reinkommen, stehen Sie direkt in der Gemüseabteilung. Und rechts ist ein langes Regal mit Feinkostartikeln und Cornflakes und dann kommt schon das Brotregal. Da steht mit Sicherheit keine Seife dazwischen.

Ich bin doch nur bei Ihnen. Wissen Sie, ich bin zwar schon 91 und manchmal etwas tüdelig. Aber das weiß ich ganz sicher, dass ich die bei Ihnen gekauft habe.
Das Gespräch ging noch etwas hin und her und schließlich verabschiedete sie sich freundlich und sagte mir, dass sie mir das Regal mit den Seifen und anderen Nonchalance-Produkten bei ihrem nächsten Einkauf hier mal zeigen wird.

Fast leer und versiegelt

In einem Chipskarton steckte eine Tüte "leichte" (wo, mal nicht "light") Kartoffelchips. Eine Tüte hat dem Aufdruck wortwörtlich genommen. Statt der aufgedruckten 95 Gramm befand sich gerade mal eine Handvoll der frittierten Kartoffelscheiben in der Packung.

Ein YouTube-Video vom Öffnen der Tüte mache ich diesmal aber nicht. Jeder zweite Kommentar dazu wäre sowieso "fake" – als wenn ich die Zeit und Lust hätte, so einen banalen Kram zu fälschen. :-)

SPAR-Markt in Budapest 2

Jan hat mir geschrieben und mir ein Foto eines SPAR-Marktes in Budapest geschickt. Dazu schrieb er:
Hallo Björn,

nach längerer Zeit habe ich mal wieder ein Foto von einem Spar-Markt für dich, diesmal mitten in der Innenstadt von Budapest an der Ecke Erzsébet körút - Wesselényi utca.
Ich war auch kurz drin, habe die moderne Einrichtung bewundert (leider gibt's kein Innenfoto) und ein bisschen Proviant für die Rückfahrt gekauft: unter anderem eine interessante Mischung aus Holunder-, Apfel- und Birnensaft. Sehr lecker, aber einen Tick zu süß :-).
Vielen Dank für das Foto.

Dies ist übrigens der selbe Markt wie schon in meinem Blogeintrag vom 24. Juni 2011. Diesmal ist aber doch schon "etwas mehr" von dem Gebäude zu erkennen. :-)


Gewinnspiel in Findorff

Am 20. Juli feiert mein Markt in der Münchener Straße im Stadtteil Findorff ein kleines Jubiläum: Vor 5 Jahren haben wir ihn eröffnet. Wie die Zeit vergeht…

Marktleitung Romy hatte eine nette Idee: Wir verlosen einen vollen Einkaufswagen.
Wer den Wert der Waren im Wagen genau errät (oder sich am dichtesten von allen Einsendungen genähert hat), bekommt den kompletten Inhalt des Wagens.

Bestechungsversuche funktionieren nicht: Auch ich kenne die genaue Summe nicht. :-)




Fast fertige Feuerwerksbestellung

Auch die Feuerwerksartikel für Silvester müssen relativ früh im Jahr bestellt werden. Gerade eben habe ich eine Mail an meinen Kundenbetreuer beim Lieferanten geschickt, in der ich alle Artikel mitsamt Mengen aufgeführt habe. Einen Auftrag wird er daraus aber noch nicht machen, sondern mir erstmal ein Angebot erstellen.

Ich fürchte nämlich, dass wir uns vor lauter Euphorie ob der vielen schönen Artikel viel zu sehr haben hinreißen lassen. Was übrigbleibt (mal mehr, mal weniger, manchmal fast gar nichts) nimmt zwar an meinem privaten Jahreswechsel teil, aber man muss es ja auch nicht gleich übertreiben. :-)

Roland zu den Kartoffeln aus Israel

Noch eine Frage von Roland:
Noch ein kleiner persönlicher Kommentar zu deiner Kartoffeln aus Israel Geschichte
Mich hat es etwas verwundert, dass du so was überhaupt im Laden hast. Ok, das Kunden deine Ware bekritzeln geht mal garnicht, aber Kartoffeln aus Israel gehen doch nun wirklich auch nicht, wenn die doch hier auch wachsen können. Einerseits ist dein Laden voll von Nachhaltigkeit, Bio und Fairtrade und andererseits hast du Kartoffeln aus Israel? Versteh ich nicht…
Das ist ganz einfach zu erklären: Man kann sich nicht um jeden einzelnen Artikel kümmern und so bestellen wir eben aus Einfachheit und/oder Kostengründen (Stichwort: Markttaugliche Preise) das, was uns über die Großhandlung angeboten wird. Wenn das (aus welchen Gründen auch immer) Kartoffeln aus Ägypten, Israel oder Timbuktu sind, dann ist es einfach mal so.