Kurze Frage - wie stehst bei dir mit Weihnachten, Ware schon da - Planungen abgeschlossen usw? Grund ist warum ich das wissen möchte ist, das eine Kundin bei mir im Markt mich gestern gefragt hatte, wann es denn endlich ("endlich" bitte betonen!) Spekulatius gibt. Da kam mir hinterher der Gedanke, wie es denn beim Björn aussieht...
Nun: Seit vorgestern haben wir auch wieder "Herbstgebäck" im Angebot und wie ich bereits gestern schrieb, haben sich einige Kunden sogar sehr erfreut darauf gestürzt.
Da das Thema mal wieder hochkommt und jedes Jahr kontrovers diskutiert wird, würde ich gerne von dir wissen, wie viel von dem ganzen Spekulatius, Dominosteinen etc ihr eigentlich im September und Oktober verkauft. Wird das viel gekauft sobald es da ist oder liegt es bis Dezember eher wie Blei in den Regalen? Ich selber mag die Sachen gern, würde wohl auch im Sommer Lebkuchen kaufen, bin ich da ne Minderheit?
Die Ware wird erstaunlich gut verkauft. Gerade natürlich bei solchen Wetter, wie wir es momentan haben: Kühl, dunkel, regnerisch. Vorhin erst habe ich gestaunt, wieviele Packungen in den letzten 1,5 Tagen hier schon von unserem Aufbau verschwunden sind.
Der große Ansturm auf diese Artikel wird natürlich erst ab der Adventszeit kommen. Aber, wie gesagt, es ist nicht so, dass die Lebkuchen und Spekulatius und Dominosteine und was wir sonst noch schon hier im Laden stehen haben, wie das sprichwörtliche Blei herumstehen.
Was mich persönlich betrifft, dürfte es diese ganzen Produkte aber auch gerne erst deutlich später geben. Aber ich bin wohl nicht der richtige Maßstab für die Süßwarenindustrie.
Das ist mal ein sehr auffälliger SPAR-Markt... Die Fotos dieses seltsam muschelförmigen Gebäudes hat mir meine Mutter zukommen lassen, die den Laden auf der Fahrt durch Österreich unmittelbar am Brenner im Ortsteil Stetz der Gemeinde Matrei (Genaue Koordinaten des Marktes: 47° 7'18.05"N 11°27'0.90"E) entdeckt hat.
Da kam ein Kunde an das Regal, nahm sich eine Tüte Chips und warf die Packung Mozzarella, die er ursprünglich mit sich trug, ins Regal, ließ sie dort liegen und ging.
"Wollten Sie den Mozzarella nicht mehr haben?", erkundigte sich meine Mitarbeiterin bei dem Mann.
"Nein."
"Der Käse muss aber gekühlt werden. Wäre schön, wenn Sie sowas, wenn Sie es nicht mehr haben wollen, wieder ins Kühlregal zurückstellen würden."
"Wieso? Das ist doch Ihre Arbeit. Warum soll ich das machen?", antwortete der Kunde in unfreundlichem und arrogantem Tonfall.
Die Frage "Hakt's irgendwie bei Ihnen?" blieb unbeantwortet und meine Kollegin trug den Käse schließlich wieder zurück in die Kühlung.
Auf solche Kunden kann ich dankend verzichten.
Wenn man etwas nicht mehr haben möchte und evtl. die Zeit wegläuft, kann man sowas einem Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin des Ladens in die Hand drücken. Es wird sich bestimmt niemand weigern, die Ware wegzubringen. Aber (gerade kühlpflichtige oder sogar tiefgefrorene) Produkte einfach irgendwo hinzuwerfen ist scheiße.
Ein junges Pärchen stand an der Kasse und löste den Alarm der Warensicherungsanlage aus. Ein älterer Mann versuchte nebenbei, sich in provokanter Art und Weise über die Anlage lächerlich zu machen – aber an so ein lächerliches Verhalten haben wir uns ja nun inzwischen schon gewöhnt.
Irgenwas löste den Alarm aus. Aber was? Abwechselnd schickten wir den jungen Mann und seine Begleiterin durch die Anlage. Nichts. Der mitgebrachte Einkaufskorb war leer, von einem kleinen Stofftuch und einer ebenfalls leeren und zusammengefalteten Plastiktüte mal abgesehen. In dem Moment fiel leider nichtmal mir auf, dass dieser unschuldig wirkende Korb, bzw. sein Inhalt für den Alarm verantwortlich war. Wir reichten ihn während der Überprüfung hin und her, ohne ihn als Ursache für das Piepen zu sehen. Mal löste der Alarm aus, dann wieder nicht. Was zum..?
Ich ließ die beiden schließlich gehen und nahm an, dass meiner Mitarbeiterin an der Kasse eventuell ein Sicherungsetikett auf den Boden gefallen war, das dort zu nahe an einer der Antennen lag.
Als wir im Kollegenkreis die Sache noch einmal besprachen, fiel uns auf, dass das harmlos wirkende Tuch im Korb eines der Hundehalstücher gewesen sein könnte. Diese sind nämlich mit einem Warensicherungsetikett versehen. Und tatsächlich fanden wir im Tiernahrungsregal eine leere Packung und auf der Videoaufzeichung war zu sehen, dass das Pärchen sich dort eine Weile aufgehalten hat.
Mist. Aber leider zu spät. Die beiden waren verschwunden. Und das nur, weil mir dieser blöde dreieckige Stofffetzen einfach nicht als solcher aufgefallen war.
Ich berichtete ja nun schon häufiger von Einkaufswagen, die ich hier im Stadtteil eingesammelt und zu meinem Laden zurückgebracht habe. Zuletzt am 17. August.
Jetzt stand schon wieder ein Wagen an besagter Straßenecke. Diesmal allerdings vom Discounter an der Ecke. Ob nun mein Wagen oder nicht – so ein Verhalten ist schlichtweg asozial.
Ich glaube, diesen Tag markiere ich mir rot auf dem Kalender.
Noch nicht ein Kunde hat rumgestöhnt, dass es doch jedes Jahr früher wird und ob das mit der Weihnachtsware denn jetzt schon sein müsse.
Im Gegenteil!
Gleich zwei Kunden haben mich mit mehreren Stunden Abstand gefragt, ob sie schon etwas von den Sachen kaufen könnten, die da noch eingepackt im Laden standen. Beid haben zugegeben, dass sie sich schon das ganze Jahr darauf freuen würden.
Anfang Juni berichtete ich von "Oma Anna", einer sehr alten Frau, die gefühlt mindestens zweimal täglich hier aufkreuzt und versucht, allen möglichen Leuten möglichst viel zu erzählen. Sie kommt aber nicht nur hierher, um zu reden. Sie kauft auch ein – und zwar bei jedem Besuch. Auffälligerweise kauft sie immer die selben Produkte und wir haben schon überlegt, wie es wohl bei ihr zu Hause aussehen mag. In Gedanken wohnt sie in einem Lager für eine Handvoll Produkte, die dort in einer riesigen Menge vorrätig sind.
So kauft sie z.B. immer ein kleines (250g) Paket Kaffee. Ich kann nicht sagen, in welchen Abständen sie den Kaffee mitnimmt, aber schon relativ häufig. Vielleicht einmal pro Woche, möglicherweise auch etwas häufiger oder seltener, aber so in etwa stimmt der Intervall.
Eben habe ich sie darauf angesprochen, dass sie mit dem 500-Gramm-Paket doch deutlich günstiger davonkommen würde.
Ich musste mich schon beherrschen, nicht loszulachen, als ich ihre Erklärung hörte. Das würde sich bei ihr nicht lohnen, da sie nunmal nur sehr selten Kaffee trinkt. Ab und zu mal am Morgen eine Tasse. Da würde sich das große Paket einfach nicht lohnen, der würde sein Aroma verlieren und darum nimmt sie lieber die kleinen Pakete und die würden bei ihr auch schon immer so lange reichen...
Ich bin bekanntermaßen ein Freund von den Google Doodles. Normalerweise kann man durch draufklicken erfahren, aus welchem Anlass es erstellt wurde. Das ist heute allerdings nicht möglich: Das Logo besteht aus farbigen Punkten, die vor dem Mauszeiger flüchten.
Wer jetzt an eine Flash-Anwendung denkt, täuscht. Das Logo ist mit html5 erstellt. Ein Zeichen!
Ich sagte es ja bereits im vorhergehenden Blogeintrag: Die Antwort auf die Frage nach den Weihnachtsartikeln wäre gestern noch "Nein!" gewesen. Gestern, wohlgemerkt.
Gestern wollte Thorsten wissen, ob wir denn schon die Lebkuchen und anderen Herbst-/Weihnachtsartikel bekommen haben.
Leider hatte ich es gestern nicht mehr geschafft, darauf zu reagieren. Die Antwort wäre "Nein!" gewesen. Wir sind bekanntermaßen immer später dran als die Discounter, aber immerhin habe ich auch schon seit mindestens letzter Woche mit der Lieferung gerechnet.
Von Andre habe ich dieses Bild aus einem Supermarkt bekommen, in dem der Notausgang auf diese Art und Weise häufiger verstellt wird. Solange nichts passiert oder man noch gesittet flüchten kann, ist ja alles okay. Aber wehe, es passiert etwas und die aufgebrachte Masse versucht, in Panik durch die Tür zu flüchten...