Ein Metallbohrer und zwei Schrauben – und schon ist der Schlüsselschrank wieder voll funktionsfähig. Da gucken jetzt zwar an der linken Seite die beiden Schraubenköpfe raus, aber einerseits sieht das ganz ordentlich aus, andererseits soll der Schrank ohnehin mit der linken Seite neben einer Wand hängen, wie
auf diesem Bild schon zu erahnen war.
Eine Kundin sprach eine Kollegin an und hatte ganz viele unterschiedliche Wünsche, die auf ganz vielen ausgeschnittenen Zettelchen zu finden waren, die sie in ihrer Tasche hatte. Unter anderem ging es um mehrere Artikel aus einer "2-für-1"-Aktion.
"Das haben wir nicht", sagte meine Mitarbeiterin.
"
Warum haben Sie das nicht? Das ist doch beworben!"
"Zeigen Sie mal bitte her."
Meine Kollegin betrachtete die Schnipsel und kommentierte die Zettelchen "Das ist aber alles aus der Werbung von REWE."
"
Ja, und? Das stand in der Zeitschrift xyz…"
"Da, sehen Sie, die Angebote gibt es in teilnehmenden REWE-Märkten."
"
Aber da steht doch, dass es das hier gibt."
"Wir sind aber kein REWE!", meine Kollegin wurde ungeduldig.
Die Frau stapfte dann beleidigt ab. Sie bezahlte zwar einige Dinge an der Kasse, aber auch da moserte sie noch über die nicht vorhandenen Artikel aus dem Angebot herum…
Etwas später fanden wir diesen, von der Frau im Nudelregal vergessenen, Coupon aus ihrer mitgebrachten Sammlung:
Der Händler hat mich eben angerufen und mir mitgeteilt, dass der Hersteller aufgrund der inzwischen vergangenen Zeit nicht gewillt ist,
den Schlüsselschrank zu ersetzen oder zu reparieren.
Wäre natürlich nett gewesen. Ich hätte das Ding damals auch einfach selber einmal auf Herz und Nieren checken können. In meiner Neugierde hatte ich den Schrank zwar ausgepackt und begutachtet, aber da war mir der Transportschaden dennoch nicht aufgefallen.
Ich reg mich doch nicht auf, zumal die Kiste ja nun auch kein Vermögen gekostet hat. Da schnappe ich mir gleich einen Metallbohrer und zwei (oder vier, mal gucken) kleine Schrauben und richte die Scharniere wieder selber.
Wäre ja schlimm, wenn das blogbare Material ausgehen würde.
Wie immer bieten wir auch dieses Jahr wieder hochwertiges Bio-Geflügel an. Die Preise sind teilweise gestiegen, teilweise gesunken, wobei die Gänse- und Ententeile und das Damwild in dieser Kalkulation fast schon "durchlaufender Posten" sind – die Artikel hätten eigentlich teilweise über 50 Euro
pro Kilo kosten müssen.
Aber das hätte ich nicht mehr ruhigen Gewissens anbieten können …
Dieser Moment, wenn ein nicht germanophoner Kunde ausdrücklich
Geflügelmozzarella haben möchte und sich ziemlich sicher ist, dass es nicht "Mortadella" ist, was er kaufen soll.
Ließ sich dann aber doch überzeugen.
Eine der ersten Rezensionen bei Google My Business (Ich finde die gar nicht mehr, ist die gelöscht worden seit dem vergangenen Jahr?), zumindest glaube ich, dass das bei Google war. Solche Texte laufen natürlich runter wie Öl. Schade natürlich, dass wir nun doch (zumindest optisch) den Touch vom "großen Konzern" bekommen werden, aber der Gedanke bleibt natürlich
Harste!
Unverändert aus den Vorjahren übernommen haben wir die beiden Lichterketten, die unsere Schaufenster einrahmen. Übrigens die einzige weihnachtliche Beleuchtung, die in diesem Jahr bei uns zu finden ist:
Dieses Jahr haben wir einfach nur die Tannengirlanden in fünf unterschiedlich langen Streifen im Laden aufgehängt und jeweils in den Scheitelpunkten noch die Kugeln oder sonstigen Dekoelemente befestigt.
Deutlich dezenter als im letzten Jahr, aber trotzdem erstaunlich dekorativ:
Wie immer am Totensonntag sind wir in der Firma und trimmen den Laden auch optisch etwas auf Weihnachtsstimmung. Diesmal etwas anders als in den vielen Jahren zuvor. Ob das "besser" oder "schlechter" ist, werden wir hinterher sehen …
47. KW 2017.
Nicht erledigt ist:
· Lieferung und Aufbau der neuen Mitarbeiterschränke (Link)
Wie befürchtet, habe ich diese Woche einen Hänger in meinem Umbau-Zeitplan. Aber das Ding ist bestellt und soll voraussichtlich in der nächsten Woche geliefert werden. Dann werden wir uns hier auch direkt daran begeben, die alten Spinde auszuräumen, abzubauen, zu verschrotten und die neuen hinzustellen und einzurichten.
Und dann geht es direkt mit meinem Büro weiter. Fenster, Fußboden, Tür, Umzug – und dann werden wir schon den alten Raum hier hinten in der Ecke vom Laden entkernen und für den Abbruch vorbereiten.
Finde ich ja immer wieder niedlich, wenn Kunden Produkte oder Serviceleistungen wollen, die es nicht mehr gibt oder auch noch nie gab, und sich dabei auf "
andere SPAR-Märkte" berufen.
Ich bin zwar mit der Tanne hier in Bremen nicht ganz alleine – aber ich kenne immerhin die Strukturen dahinter und weiß, dass es in den "anderen SPAR-Märkten" vom Sortiment her prinzipiell genauso aussieht, wie bei mir.
Freundlich nicken und zustimmen.
Diese "Lobkarte" haben wir vor vielen Jahren mal von einer Kundin bekommen. Hatte uns damals natürlich unendlich gefreut:
Der Text lautet:
"Ihre "Einkaufsinsel" ist einfach klasse. In allen Bereichen! Da möchte ich als Kundin mal Danke sagen. Großes Lob an alle im Team, die mit Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit überzeugen. Prima Klima, weiter so."
Auch, wenn das nun schon über dreizehn Jahre her ist, freue ich mich immer wieder über die Karte. Solche Momente sind im Lebensmitteleinzelhandel (klassischer Supermarkt) doch eher selten, da man ja meistens keine allzu starke Beziehung zu seinen Kunden aufbaut.
Seit wir unsere neuen Kassen und vor allem auch
diesen Aufsteller haben, drucken wir Guthabenkarten einfach direkt aus. Damit sie die alten Guthabenkarten obsolet geworden und weil wir sie vor allem auch nie mehr anfassen mussten, sind sie etwas in Vergessenheit geraten.
Für immerhin knapp 700 Euro (!) Warenwert habe ich noch solche Karten im Tresor liegen gehabt. Die habe ich nun aber zu der Firma zurückgeschickt, über die sämtliche Karten bei uns (off- und online) abgerechnet werden, damit ich darüber eine Gutschrift bekomme. Schon krass, wie viel Kohle in so einem kleinen Haufen steckt: