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Lobkarte vom 3.5.2004

Diese "Lobkarte" haben wir vor vielen Jahren mal von einer Kundin bekommen. Hatte uns damals natürlich unendlich gefreut:



Der Text lautet:
"Ihre "Einkaufsinsel" ist einfach klasse. In allen Bereichen! Da möchte ich als Kundin mal Danke sagen. Großes Lob an alle im Team, die mit Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit überzeugen. Prima Klima, weiter so."
Auch, wenn das nun schon über dreizehn Jahre her ist, freue ich mich immer wieder über die Karte. Solche Momente sind im Lebensmitteleinzelhandel (klassischer Supermarkt) doch eher selten, da man ja meistens keine allzu starke Beziehung zu seinen Kunden aufbaut.


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Comments

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Michael K. on :

Ich würde ja auch so gerne eine Lobkarte loswerden. Ich würde sogar deutlich mehr für ordentliche Randbedingungen im Markt ausgeben, ich könnte aber aktuell leider nur Arschkarten an die hiesigen Läden verteilen.

Gibt es wirklich viele Menschen, die mit Freude in einem REWE bzw. "Oder-was-auch-immer-Markt" gehen und den verkaufspsychologisch wohldurchdachten Markt mit einem schönen Einkaufserlebnis verbinden?

Ich lasse mir das nicht anmerken, aber ich finde das mittlerweile einfach nur lästig Lebensmittel einzukaufen und meine Kundenerfahrung ist da leider eine Andere. Ich bekomme selbst als Stammkunde einen Misstrauensvorschuss wie am ersten Tag und einen Hauch von latenter Gleichgültigkeit/Kaltschnäuzigkeit/Scheißegaleinstellung der augenscheinlich unqualifizierten Mitarbeiter geboten. Letztere arbeiten dort oft nur, weil sie mangels Berufsausbildung und Sprachniveau schwer vermittelbar sind, eigentlich möchte dieser Menschenschlag dort auch gar nicht arbeiten und wird nicht müde dies im Beisein von Kunden zu Kollegen zu kommunizieren. Wohlgemerkt: Nicht in einem Billig-Discounter, die REWE-Märkte sind eher hochpreisig.

Spätestens beim Schlangestehen zum Bezahlen, dem unnötigen Vermischen der gekauften Ware mit der meines Nachfolgers, begleitet von ein paar flotten Sprüchen, weiß ich, dass ich nur deswegen zum örtlichen REWE gehe, weil es der nächst gelegene ist. Der Parkplatz von unserem REWE (Löwenstraße in Offenbach) wird von Park & Control bewirtschaftet. Man wird nach dem Einkauf dort mit einem privaten Strafzettel über 30 € bedacht, wenn einem ein Lapsus passiert und man die Parkscheibe vergessen hat rauszulegen. Dabei ist es auch egal, ob man 1 Minute oder 1 Stunde dort geparkt hat, da nützt auch kein Kassenbon als Nachweis etwas. Die Marktleitung hat das nach extern verpachtet und hält sich da völlig raus.

Björn ist da ganz sicher eine löbliche Ausnahme, davon bin ich fest überzeugt.

Aber ich sehe nach diesen beinahe täglichen Erfahrungen keine goldenen Zeiten für den stationären Lebensmitteleinzelhandel in seiner jetzigen Form. Ich komme im Schnitt auf 500 €, die ich monatlich beim REWE lasse, wahrscheinlich ist es sogar noch mehr, da ich kein Haushaltsbuch führe. Für mich ist klar: Sobald es ernsthafte und funktionierende Online-Alternativen gibt, werde ich diese verstärkt nutzen - dabei spielen die Kosten eine untergeordnete Rolle. Dass diese Online-Alternative nicht von REWE oder den üblichen Versagern sein wird, ist nach dem Lesen dieser Forenbeiträge klar:

https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Rewe-Chef-will-Amazon-und-den-Discountern-die-Stirn-bieten/Rewe-liefert-mit-DHL-aus-Seitdem-Katastrophe/thread-5442554/

oder

https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Lebensmittelhandel-fuerchtet-Dammbruch-durch-Amazon/erfahrungen-mit-rewe-lieferservice/posting-28935718/show/

Hugo on :

Meine volle Zustimmung. Als langjähriger Kunde hat schon gewisse Vorteile, nämlich dass man von den Mitarbeitern die schon so lange dort arbeiten freundlich gegrüßt wird.

Ansonsten geht es eher abwärts mit der Zufriedenheit:
- Lidl lohnt sich, ließt man immer. Es lohnt sich scheinbar aber nur für Lidl, da sich die Kassiererin oft zu meinem Nachteil beim Wechselgeld verzählt oder sie bei Backwaren teure eintippt als ich habe. Ansonsten aber alles in Ordnung.
- Rewe: Überall zu finden, preislich aber teuer und irgendwie schmecken die Eigenmarken von Jahr zu Jahr schlechter.
- Netto hat die fleißigsten Mitarbeiter, die es gibt. Zumindest Samstags werden Backwaren bereits um 18:30 Uhr entsorgt und keine neuen nachgelegt. Wer kein Problem damit hat, dass die Backwaren mit schmutzigen Handschuhen (Ofenhandschuhe oder Handschuhe, die zum einräumen der Ware getragen werden) angefasst werden oder dass die Backwaren für den Rest des Tages (bis 21 Uhr) offen rumliegen (jeder kann sie anfassen oder reinnießen) kann die Backwaren aus den gelben Kisten rauskramen.

Bronko on :

Könnte es eventuell sein, dass die krude Wahrnehmung von Michael & Hugo einfach ganz realtätsfremd ist? Vielleicht sind die beiden ja selber das Problem.

Michael K. on :

Dass der Kunde für manch Einzelhändler ein Problem darstellt, ist nicht von der Hand zu weisen.

Nur müsstest du bitte ein wenig ins Detail gehen. Was an meiner Darstellung ist denn aus deiner Sicht konkret realitätsfremd und deckt sich so gar nicht mit deinem Einkaufserlebnis? Ich habe ja durchaus in meinem nicht ganz kurzen Text verschiedene Aspekte angesprochen.

DerBanker on :

Kann auch einfach die Summe aller Klagen sein, die jemandem zu hoch erscheint.

Schakaline on :

Das sind halt eher so Mitmenschen aus der Kategorie "morgens erstmal die Flunsch ziehen, wird schon scheiße werden" - wer eine negative Grundeinstellung hat, sieht natürlich überall nur Schlechtes. :-D

at on :

Dann sollte man eben keinen Supermarkt betreiben oder dort arbeiten.

DerBanker on :

...oder dort auch nur als Kunde rumlaufen.

Raoul on :

Nö, sie scheinen einfach nur schlechte Supermärkte in der Umgebung zu haben. Das gibt's - ich kenne selbst zwei aus dieser Kategorie und einer davon existiert noch immer.

Glücklicherweise sind bei uns aber auch noch ein Edeka, ein Penny und ein Hit in der Nähe und die haben äußerst gutes Personal (mit ab und an recht schrulligen Eigenschaften allerdings - zum Beispiel ein Fleischer, der bei nach meiner Bestellung immer äußerst verwundert dreinblickt, als würde er gerade denken "Was? DAS wollen Sie?"; das Fleisch ist aber von guter Qualität.).

Johannes on :

Troll?

500eur im monat?
Für wieviele musst du einkaufen?

Hier im Süden ist der Aldi Süd schon sehr gut. Sauber, günstig, gut sortiert, es wird von den Mitarbeitern viel verlangt, aber die kriegen auch gutes Geld.

Michael K. on :

Ich kaufe für zwei Erwachsene und zwei Kinder ein. Da ich in einer Stadt wohne und mehrere REWE fußläufig erreichbar sind, kaufe ich den täglichen Bedarf spontan ohne große Wochenplanung ein.

Ich bin daher fast täglich ein einem Supermarkt. Letzteren mit einem Kassenbon für unter 20 Euro zu verlassen kommt selten vor, wobei REWE auch eher zu den hochpreisigen Anbietern gehört. Die Kunden in der Schlange sind bekannte Gesichter, die liegen in Summe deutlich höher als ich.

Kurzum: 500 €/Monat in Verbrauchermärkten zu lassen klingt zunächst viel, wenn man aber mal konsequent nachverfolgt, wie viel Geld man pro Tag in diesen Märkten lässt, kommt man locker auf mehr als 20 €/Tag, bei sechs Tagen die Woche 480 €/Monat. Da ist natürlich auch viel Zeug dabei, dass keinen 7-%-Mehrwertsteuersatz hat und ganz bestimmt nicht zur gesunden Ernährung beiträgt.

Wo liegt ihr denn so?

Sergej on :

Björn setzt sehr viel auf Kundenservice, dass muss er auch damit er neben einem Discounter und großer Konkurrenz in der Nachbarschaft bestehen kann. Er ist mit voll Blut Kaufmann.
Aber man darf nicht vergessen das die großen ketten und vor allem die Discounter extrem die preise untereinander drücken, vor allem die Discounter und das bekommen die Mitarbeiter extrem zu spüren, dass zu bewältigende Pensum ist enorm und Personal was damit zurechtkommt findet man immer schwieriger.

Das viele Discounter zum Teil scheisse aussehen ist dem geschuldet das es zum Teil nicht besser geht.

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