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Wand ohne Regal

Letzter Stand hier im Laden: Das Regal ist weg, die Fläche ist gereinigt und die rot-weiße Zierleiste oben an der Decke ist weg.

Jetzt gucken wir auf irgendwelche uralten und inzwischen total spröden Plastikfliesen, die wir auch nicht entfernen werden. Vielleicht streichen wir sie mit der grünen Farbe über, aber auch das ist eigentlich Zeit- und Materialverschwendung, denn den Bereich wird man auch zukünftig nicht mehr sehen.

Heute kommen keine weiteren Meldungen von mir, ich habe einen privaten Termin und bin mal raus. Mit der Wand geht's morgen weiter.


Personenbeschreibung

Bei einem der hier regelmäßig stattfindenden Testkäufe hat der Testkäufer einen meiner Mitarbeiter wie folgt beschrieben:



Ich wundere mich zwar, dass da nicht einfach nur ein Name stand, denn eigentlich tragen wir alle Westen und Kittel mit aufgesticktem Namen, aber über diese anscheinend sehr detaillierte Personenbeschreibung wundere ich mich zugegebenermaßen noch viel mehr.

An dem Abend waren drei Mitarbeiter hier. "Männlich" passt also auf jeden Fall – aber die restlichen Informationen in der Beschreibung lassen sich beim besten Willen keiner Person so richtig zuordnen.

Nummer eins:
32 Jahre alt, das könnte passen. Er ist aber weder blond noch auch nur annähernd 1,90m groß. Der kann es nicht sein.

Nummer zwei:
Die Größe passt zwar, aber das Alter definitiv nicht. Der gute Mann ist ja schon kurz vorm Rentenalter. ;-)

Nummer drei:
Auch 32 Jahre alt und auch nicht ganz klein – aber für "halblange Haare" reicht seine Frisur nach meinem Verständnis eigentlich nicht. (Wobei ich ja nun auch kein Maßstab für Haarlängen bin…)


Aber immerhin war die Bewertung positiv, da will ich nicht zu hart sein. ;-)

Kugelschreiber mit Werbeaufdruck

Von einer Firma, die Werbegeschenke produziert, habe ich diesen Kugelschreiber mit individuellem Werbeaufdruck als Muster bekommen. Der Kuli ist toll, der Preis augenscheinlich auch fair. Aber "jetzt schnell bestellen" werde ich die Stifte mit dem Aufdruck bestimmt nicht. Denn auch, wenn meine Firma offiziell "Neustädter Frischmarkt e.K." heißt, wäre es die reinste Geldverschwendung, diese Kulis als Werbemittel breit zu streuen …

Dann lieber "SPAR-Markt Björn Harste", aber auch das ist momentan fast schon sinnlos, da die Umflaggung auf Edeka bevorsteht. Zwar noch nicht in den nächsten Wochen, aber es wird kommen.


Das leere Regal

So sieht das alte Regal jetzt aus. Inzwischen auch schon wieder nicht mehr, da mein Azubi mit Akkuschrauber bewaffnet die ganzen Holz-Zierleisten abgebaut hat. Die sind abgängig und werden entsorgt. Der Rest vom wird planmäßig zur Halle kommen, idealerweise noch heute.

Die ersten besorgten Kunden haben gestern Abend schon gefragt, ob wir schließen. Nein, natürlich nicht! Im Gegenteil: Wir nehmen Anlauf für ein paar großartige Veränderungen! :-)


Provisorisch platzierte Länderspezialitäten

Die Platzierung der Länderspezialitäten und Cornflakes haben meine Mitarbeiter gestern noch beendet. Dafür, dass das erst mal nur ein Provisorium sein soll, ist die Anordnung der Produkte relativ gut geworden. Endlich ist mal wieder alles thematisch zusammengefasst und blockweise untergebracht. Könnte fast so bleiben, aber langfristig sollen die Artikel planmäßig auf den Regalen oberhalb der neuen Tiefkühltruhen stehen. (Bis auf die Cornflakes natürlich!)

Das in den Kommentaren schon angesprochene Risiko, dass Ware an den Ecken heruntergerissen werden könnte, besteht natürlich. Ich bleibe mal optimistisch und hoffe, dass alles klappt. Notfalls stellen wir an die Enden der beiden kleinen Gondeln einfach jeweils einen Aufsteller als Abstandhalter. Das hat sich bei den beiden anderen frei stehenden Gondeln, die seit rund zwölf Jahren hier schon fest zum Laden gehören, auch bewährt.


Platziert: Asien

Die asiatischen Produkte sind schon mal komplett neu in der provisorischen Rollgondel untergebracht. Nun noch die Schilder ran und ein weiteres Viertel der Arbeit ist erledigt. :-)


Es leert sich das Rila-Regal

Wir sind dabei, alles umzuräumen – aber es sind wirklich viele Artikel in dem Regal. Vor allem sehr viel Kleinkram in Form von Speisezutaten, Gewürzen und Saucen, weshalb die Arbeiten nur langsam voranschreiten.

Wir schaffen das! [tm]


Kuchen

Dieser Moment, in dem man selbstgemachten Apfelkuchen von jemandem geschenkt bekommt, der Körperhygiene nur aus Filmen kennt … :-(

Die beiden (noch) leeren Gondeln

Da stehen sie und das wird für mindestens die nächsten zwei Wochen auch so bleiben. Nun werden wir anfangen und die Ware aus dem großen Regal, an dessen Stelle dereinst mal die Gemüseabteilung stehen soll, in den kleinen Gondeln zu platzieren. Wir haben zwar mehr Regalmeter, aber dafür sind die Gondeln nicht so tief. Bei den Cornflakes, die teilweise, vor allem bei den Eigenmarken, in sehr großen Kartons geliefert werden, könnte das wirklich noch problematisch werden. Aber gut, da müssen wir durch.

Wenn das alte Regal leer ist, kommt es erst mal in die Halle als Lagerregal. Dort steht nämlich unglaublich viel Geraffel, was sich dort durch die Maßnahmen hier im Laden im Laufe der letzten zwei Jahre angesammelt hat und teilweise einfach so auf dem Boden steht. (Der RTL2-Trödeltrupp würde daraus vermutlich eine eigene Sondersendung machen … Aber darum kümmere ich mich, wenn hier in der Firma wieder etwas Ruhe eingekehrt ist.)


Mitzi Blue und Lookolook

Der Mitzi-Blue-Aufsteller und das Lookolook-Regal haben eben ein paar neue Plätze bekommen. Beide werden planmäßig sowieso rausfliegen, denn das inzwischen neun Jahre alte Zotter-Gestell aus Hartpappe oder was das für ein Zeugs ist, sieht inzwischen recht desolat aus und Lookolook war eigentlich nur als Übergangslösung für einen freien Platz gedacht. Obwohl ich mir Lookolook inzwischen sogar dauerhaft im Sortiment vorstellen könnte, denn die Artikel laufen nach wie vor überraschend gut.

Jetzt werden wir die beiden vernünftig säubern und auf die gewonnene Freifläche im Laden stellen und dann können wir anfangen, das Regal mit den Länderspezialitäten und Cornflakes / Frühstücksceralien auszuräumen und die Ware in den beiden kleinen Gondeln temporär unterzubringen.


Flaschentisch

Zack! Über eine der davor stehenden leeren Kisten ist unsere Kleine auf den Flaschentisch des Leergutautomaten geklettert und bewundert nun, wie sich die ankommenden Flaschen im "Karussell" des sogenannten Aufrichters drehen. Kurz darauf entdeckte sie noch, dass es Spaß macht, auf dem Förderband mitzufahren.

Kinder entdecken die Welt. :-D


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Na, denn: Prost! ;-)


8 psychologische Tricks von Supermärkten […]

Bilderserie bei Heimgourmet: 8 psychologische Tricks von Supermärkten, mit denen sie uns dazu bringen wollen, mehr auszugeben

Ich kann natürlich nur für mich sprechen, denke aber, dass andere Einzelhändler mit einem bis ein paar Märkten es ähnlich handhaben dürften.

Die fruchtige Begrüßung
Der erste Eindruck macht's, das wissen wir alle. Supermärkte wissen das allerdings auch. Deshalb werdet ihr in der Regel, sobald ihr das Geschäft betretet, von einer bunten Vielfalt an Obst und Gemüse begrüßt. […]
Das Gemüse steht bei uns tatsächlich ganz vorne im Markt, ebenso wie bei vielen anderen kleineren Märkten. Dass das zwingend aufgrund psychologischer Erkenntnisse begründet ist, würde ich jedoch abstreiten, denn viele große Warenhäuser (real, Globus) haben das Gemüse irgendwo weit hinten und auch einige Discounter (ALDI schon, so lange ich zurückdenken kann) haben das Gemüse nicht am Anfang stehen.

Appetit anregen
Viele Supermärkte haben ihre eigenen Bäckereien, die in der Regel in der Nähe der Eingangstüren befindlich sind. Sobald ihr also zur Türe hereinkommt, kommt euch der Duft von frisch gebackenen Brötchen entgegen.
"Eigene Bäckereien" haben die Märkte meistens schon mal gar nicht. In der Vorkassenzone sind meistens Bäckereifilialen als Konzessionäre angesiedelt. Da geht es aber nicht darum, den Appetit anzuregen, sondern neben der Mieteinnahme noch einen Synergieeffekt zu schaffen.
Die von den Supermärkten betriebenen Bake-Off-Stationen innerhalb der Verkaufsfläche liegen meistens ebenfalls nicht unmittelbar in der Nähe des Eingangs, so dass auch hier das Argument ungültig ist.

Sie spielen mit der Perspektive
Einkaufswagen sind natürlich da, um uns den Einkauf zu vereinfachen, doch auch sie sind so konzipiert, dass sie uns beeinflussen. In der Regel sind sie nämlich größer als der durchschnittliche Wocheneinkauf einer Familie, was uns dazu anregt, ihn mehr zu befüllen und somit mehr zu kaufen, als wir eigentlich brauchen.
Das ist uneingeschränkt richtig. In einen großen Wagen kann man mehr Ware legen und die darin vorhandene Ware sieht weniger aus.
Als privater Betreiber guckt man sich natürlich auch an, wie teuer die Wagen sein dürfen und was die Ladenfläche an Platz hergibt. Wenn man zu seinen Kunden nett ist, mutet man ihnen nicht die unhandlichen XXXXXXL-Karren zu, die Lidl benutzt. :-)

Sie beeinflussen unsere Stimmung
Viele Supermärkte passen ihre Musik auf ihre Kunden an. Eine beliebte Strategie ist es, ruhige Musik laufen zu lassen. Nicht weil Aldi und Co. so sehr auf Chopin stehen, sondern weil uns Musik mit Takten, die langsamer sind, als unser Herzschlag, dazu anregt, langsamer zu laufen.
In welchem Laden läuft denn Chopin? (Antworten bitte in die Kommentare.)
Wir haben hier POS-Radio laufen, ein privater Sender, der auf Ladenbeschallung spezialisiert ist. Das ist tatsächlich ein auf das durchschnittliche Einkaufsverhalten optimiertes Radioprogramm. Das muss nicht negativ sein, auch wenn einem immer wieder Leute erzählen wollen, dass das "Gedüdel" hier Psychoterror sei. In unzähligen Büros und auf unzähligen Baustellen spielen Radios, und in einem Supermarkt soll das schlimm sein? Nee, ganz bestimmt nicht. Es macht die Arbeit angenehmer und bei mir ist das Radio (in dem durchaus auch immer sehr aktuelle Titel laufen) übrigens frei von jeglicher Werbung oder sonstigen gesprochenen Anteilen.
Ob das mit der Herzfrequenz so richtig ist, kann ich nicht sagen. Aber einen psychologischen Aspekt kann ich euch nennen, der nicht im oben verlinkten Artikel genannt ist: Ohne Musik ist es im Laden so leise, dass man sich, gerade zu ruhigeren Zeiten, als Kunde immer sehr auffällig fühlt. Die Beschallung verschleiert etwas die eigene Geräuschkulisse, was das Einkaufen entspannter macht.

Sie kalkulieren unsere GrößeDie teuersten Produkte, meistens Marken, befinden sich in der Regel auf Augenhöhe eines Erwachsenen, dort, wo wir als ersten hinsehen. Wenn es dann mal schnell gehen muss, greifen wir sofort zu dem Produkt, ohne nach weiteren, günstigeren Optionen zu suchen. Letztere befinden sich meist ganz unten im Regal, wo man sie schnell übersieht.
Frei nach Radio Eriwan: Im Prinzip schon, aber …

Die "teuersten" Produkte würde ich gar nicht zwingend in Augen-/Greifhöhe unterbringen, sondern diejenigen mit der besten Marge. Das können durchaus auch mal die günstigeren Produkte sein, denn gerade viele Premium-Artikel sind durch den ständigen Preiskampf und sich wöchentlich unterbietende Angebote fast nur noch ein durchlaufender Posten.

Die billigsten Produkte stehen oft übrigens aus einem einzigen Grund ganz unten: Die reine Masse! Die Discount-Artikel sind oft in so großen Mengen vorrätig, dass es einfach nicht möglich ist, sie irgendwo oben in die Regale zu stapeln.

Sie benutzen Farbsignale
Wie ihr wahrscheinlich schon bemerkt habt, ist die Farbe rot in so ziemlich allen Supermärkten die universelle Farbe für "Sonderangebot" oder "reduziert". Das macht auch Sinn, denn keine andere Farbe zieht unsere Aufmerksamkeit so sehr auf sich wie rot.
Echt jetzt? Ein roter Hinweis für Sonderpreise und Angebote? Krass.
(Mehr fällt mir jetzt dazu auch nicht ein. Ist wahr, aber keine weltbewegend neue Erkenntnis und nicht nur eine Eigenart von Supermärkten.)

Sie ändern die Paketgrößen
Sagen wir das Paket eures Lieblings-Softdrinks wurde neulich verändert. Statt 6 Flaschen oder Dosen befinden sich nun 12 in einer Packung. Die Wahrscheinlichkeit, dass ihr dann die größere Packung kauft, ist dann in jedem Falle groß, was dem Supermarkt natürlich genau in die Hände spielt.Das machen SIE (außer vielleicht bei den Eigenmarken, bei denen ich das aber eher nicht beobachten kann) schon mal überhaupt nicht. Sondern, um bei dem Beispiel zu bleiben, die Softdrink-Hersteller, denen das in die Hände spielt.
Meistens ist es ja andersherum: 30% weniger Inhalt, 20% weniger Preis. Das machen aber auch die Hersteller und nicht die Händler.

Sie ändern die Anordnung in der Produkte in den RegalenDie meisten von uns kommen alle paar Tage in den Supermarkt, um in der Regel jedes Mal die selben Lebensmittel zu kaufen. Den Joghurt der Hausmarke, die Pasta von Barilla, das Müsli ohne Zuckerzusatz. Damit wir nicht auf Autopilot umschalten und an allem außer den Produkten, die wir suchen, vorbei gehen, ändern die Supermärkte die Anordnung in den Regalen oder sogar der Gänge.
Das ist Aufwand für die Läden und Ärgernis für Kunden. Einfach nur des Umstellens wegen wird das meiner Meinung nach kein Laden machen.
Im Laufe der Zeit verschwurbelt sich der Inhalt eines einmal platzierten Regals immer mehr. Neue Artikel kommen hinzu, alte fliegen raus. Der eine ist etwas breiter, der andere etwas höher und so weiter. Das geht eine Weile gut und irgendwann kommt dann der Moment, an dem man einfach mal eine grundsätzlich neue Anordnung mit Sinn und Verstand ins Regal bringen muss. Das zieht sich natürlich durch den ganzen Laden. Wenn dann noch Umbauten und komplette Sortimentsänderungen dazukommen, kann das für den Kunden schon zu einer gefühlten Wahrheit werden, dass "ständig alles umgebaut wird".

Doch bei einer Sachen tricksen sie tatsächlich nicht…
Oft ist es so, dass Milch ganz am Ende eines Supermarktes eingeräumt wurde, sodass man durch den ganzen Laden laufen muss. Man könnte denken, dass die Supermärkte das so handhaben, damit man auf seinem Weg noch einmal durch alle Regale durchlaufen muss und sich nochmals alle Produkte anschauen darf. Dies ist allerdings nicht der Fall.
Und es liegt auch nicht daran, dass der LKW hinten anliefert, wie im Text angegeben.
Dass die Kühlanlagen und auch Bedienungstheken (Fleisch, Wurst, Fisch, Käse) meistens ganz hinten sind, hat ganz praktische Gründe. Dort ist die Fläche für Kühlräume und Vorbereitungsräume, und die Wege für die Kühlanlagen-Infrastruktur (Leitungen, Rohre) sind kurz.