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Fliegende Flyer

Auf unserer Elepfandspendenbox stehen dauerplatziert einige Flyer vom REA e.V., die Interessierte mitnehmen können. Diese Flyer werden mit einem Gummiband zu einem kleinen Stapel zusammengehalten.

Warum die Flyer auf dem Boden lagen und wieso das Gummiband fehlte, wussten wir nach Betrachtung der Videoaufzeichnung der Kamera über dem Leergutautomaten. Niemand hatte unmittelbar zuvor die Flyer angefasst, das Gummiband ist wohl einfach durch Altersschwäche gerissen.

Gewundert hätte mich jedoch nichts. Wir erleben ja immer wieder, dass Leute in böser Absicht an der Spendenbox herumfummeln …


Lustige Strichcodes – 487

Fundstück von Honza auf den To-Go-Kaffeebechern der Globus-Eigenmarke "Fresh'N'Go" in Tschechien: Ein Strichcode in Form eines To-Go-Kaffeebechers. Na, sowas. :-)


Passiert und im Karton

Ein Kollege und ich standen gerade in der Getränkeabteilung und machten uns Gedanken bezüglich der Platzierung einiger neuer Produkte.
Ein kleiner Junge, vielleicht sechs Jahre alt, kam zu uns und sprach uns an. Er suchte Paprika. Hätte ich ihm natürlich in der Gemüseabteilungen unkompliziert zeigen können, aber ich wollte ihn einfach mal ein bisschen herausfordern, ihn mal zum Nachdenken anregen und ihm zeigen, wie man selber so ein Problem lösen kann. So fragte ich ihn, ob er weiß, was Paprika überhaupt ist und wie Paprika aussieht. Er bejahte beides und ich machte mich gerade bereit, ihm zu sagen, dass er Gemüse immer bei anderem frischem Obst und Gemüse in der Abteilung im vorderen Bereich des Ladens findet. Selbstverständlich hätte ich ihn nicht einfach hilflos umherirren lassen und ihn begleitet und ihm geholfen.

So weit kam es aber gar nicht mehr. Stolz zeigte der Junge mir auf seinem Smartphone ein Foto von dem Produkt, das er mitbringen sollte.

Abgebildet war eine Packung passierte Tomaten.

Frostiges Vogelfutter

Ein Thema, über das niemand gerne spricht, das aber in eigentlichen jedem Lebensmittelgeschäft früher oder später mal akut wird: Schädlinge. In der Regel sind das Küchenschaben (Kakerlaken), Motten oder Mäuse bzw. Ratten. Wir haben bei uns, toi, toi, toi, meistens keine Probleme. Das ist wohl auch dem umfangreichen Monitoring-Programm zu verdanken, das hier über ein großes Schädlingsbekämpfungsunternehmen läuft. Kontrollfallen stehen hier überall im Markt für die oben genannten üblichen Verdächtigen. Als hier in den ersten beiden Jahren unseres Bestehens noch die Filiale einer Bäckerei mit ansässig war, hatten wir tatsächlich mal ein vermehrtes Aufkommen an Schaben. Die sind mit dem Betrieb einer Bäckerei offenbar untrennbar verbunden. Im alten Leergutautomaten hatte sich auch mal eine kleine Schaben-Kolonie eingenistet (warm, feucht, lecker), aber das war ein lokaler Befall, der sich mit dem gezieltem Einsatz des Schädlingsbekämpfers in kurzer Zeit vollständig in den Griff bekommen ließ. Das ist inzwischen bestimmt schon fünf Jahre her (oder war das sogar noch mit dem ganz alten Leergutautomaten?) und seitdem habe ich nicht mehr auch nur eine einzige Kakerlake hier bei uns zu sehen bekommen. Schaben sind zwar wuselig und dadurch ekelig, aber man kann ihnen ziemlich leicht das Leben schwer machen. Ich gehe nicht leichtfertig mit der Thematik um, aber vor Schaben habe ich keine große Sorge.

Vor Lebensmittelmotten habe ich dagegen deutlich mehr Angst! Eine intensive Erfahrung mit diesen Viechern hatte ich zu meiner Zeit als Angestellter in dem Regiemarkt, in dem ich einige Monate tätig war. Seitdem bin ich da richtig empfindlich. Schaben sind ja fast schon anspruchsvoll hinsichtlich ihres Lebensraums, Motten dagegen fressen sich durch so ziemlich alles hindurch. Cornflakes, Müsli, Mehl, Nährmittel, Getreide, ganz allgemein Getreideprodukte und auch trockene Tiernahrung wie Brekkies und ähnliche Artikel – und natürlich speziell auch Vogelfutter. Immer wieder mal fliegen hier einzelne Mehlmotten durch den Laden und bei jeder von ihnen bekomme ich Sorge, dass hier irgendwas als Brutstätte dient. Vor einer Weile kam mir der Gedanke, dass wir uns diese Motten ganz sicher mit Wildvogelfutter einschleppen. Fettfutter, Meisenknödel, Sonnenblumenkerne – eben alles, was es so gibt. Inzwischen bin ich mir sogar ganz sicher, dass diese Produkte leicht mal befallen sind. Ganz aus dem Sortiment werfen möchte ich sie jedoch nicht. Was tun?

Nun, die Lösung ist einfach: Wir stellen die Ware ab sofort immer mindestens zwei Tage ins Tiefkühlhaus. Danach sollte nichts mehr darin leben. Was haltet ihr davon? :-)


Mein Berichtsheft in Echtzeit (Teil 59)

Die Wochen vergingen zumindest im Hinblick auf meine Berichtshefteinträge sehr unspektakulär. Die vielen kleinen Details, die man vielleicht in einem Blog wie diesem hätte festhalten können, sind da leider untergegangen.

In dieser Woche war "Gondelköpfe umgestalten" der Höhepunkt. Die Gondelköpfe sind die Stirnseiten der Regalreihen. Wir haben hier aus Platzgründen dort Ware fest platziert, zum Beispiel die Backmischungen. Woanders und auch dort, wo ich damals gelernt habe, ist es üblich, dass dort Werbungs- und Aktionsware steht. Daher wurden die Stirnseite der Regale immer wieder mal umgestaltet. Einer der wenigen Momente, in dem man noch seiner Kreativität halbwegs freien Lauf lassen konnte …

Gerade gesehen: Gondelköpfe haben sogar ihren eigenen Wikipedia-Eintrag.



Morgens habe ich beim Obst- und Gemüse-Packen mitgeholfen. Anschließend habe ich die Kisten nach draußen gebracht und die Pappkisten in unserer Presse vernichtet.
Ware angenommen und in den Laden gefahren. Ware packen (Marmelade, Margarine, Knabberartikel)
"Trinks" angenommen, verglichen und auch gepackt.
Einweg-Getränkebestellung durchgeführt und selber gepackt. Leergut annehmen, Ausleeren der Ballenpresse.
Abends habe ich die Tiefkühltruhen abgedeckt.
Gondelköpfe umgestalten.



Industrielle Verarbeitung von Kartoffeln

In einer solchen Anlage werden Kartoffeln für die industrielle Verarbeitung vorbereitet. Sie werden gewaschen und geschält. Dies geschieht einfach mit Dampf und Bürsten, die die Schale von den Kartoffeln abschrappen.
Industriell gefertigte Produkte können sein: Kartoffelknödel, Püree, Puffer, Bratkartoffeln, Pommes Frites, Chips, Mehl, Klöße und anderes.
Kartoffeln sind ein sehr wichtiges Nahrungsmittel.

3 x Gin, alkfrei

Kunden hatten in letzter Zeit vermehrt nach alkoholfreiem "Gin" gefragt. Wenn zwei Kollegen unabhängig voneinander bestellen, kommt dann unter Umständen sowas heraus: Nun haben sogar gleich drei Artikel dieser Produktkategorie hier im Regal stehen.

Sobald sich da eine Tendenz bei den Abverkäufen herauskristallisiert, werden wir das Sortiment wieder etwas eindampfen. Ich denke, ein derartiger Artikel reicht aus. Welcher das sein wird, ist schwer zu sagen. Eventuell der Gordon's, da am günstigsten. Vielleicht auch einer der anderen beiden Artikel, da Geschmack oder Image den höheren Preis in den Hintergrund stellen. Werden wir ja sehen …


Anzeige wegen – ja, was denn eigentlich?

Ein Mann stand vor der Ladentür und verlangte, mich zu sprechen. Ich ging mit gemischten Gefühlen nach vorne, denn solche Anfragen enden niemals damit, dass mir jemand ein Präsent mit netten Worten überreichen möchte.

Ich stellte mich vor ihn und er ratterte sofort einen Monolog herunter: Er hat hier Hausverbot, aber das wäre illegal, denn das Verfahren wurde offiziell nach Paragraph xyz des Strafgesetzbuchs eingestellt worden. Deshalb wird er jetzt den EDEKA-Markt, genauer gesagt den Inhaber des EDEKA-Marktes anzeigen und verklagen, das hat ihm auch sein Anwalt geraten. Und überhaupt wüsste er auch gar nicht, was man ihm vorwerfen würde und wenn es eine Videoaufzeichnung gäbe, hätte er ein Recht darauf diese zu sehen und ansonsten könnte man ihm überhaupt nichts …

Mit einem nahtlos angehängten "Auf Wiedersehen" drehte er sich um und ging. Über meinem Kopf ploppte ein Fragezeichen auf, dass von Sekunde zu Sekunde größer wurde.

Etwas später beruhigte mich eine Kollegin: "Ach, der ist sowieso komisch. Das hat der schon so oft erzählt. Immer wenn der auf Drogen ist, kommt der her und erzählt irgendjemandem diese Geschichte."

Ich konnte mich an den Typen zwar überhaupt nicht erinnern (ich und Gesichter …), aber wenn der hier Hausverbot hat, ist das auch begründet. Und nur, dass ein Strafverfahren eingestellt wurde, heißt ja nicht, dass die Vertrauensbasis für weitere Besuche hier im Geschäft ebenfalls weiterhin gegeben ist.

Mein Berichtsheft in Echtzeit (Teil 58)

Mein Freund, die Papppresse. Warum ich die Pappe wegpressen musste? Nun: Zeitweise war es so, dass ich die einzige Person war, die die Presse ausleeren konnte. So staute sich manchmal die Pappe bergeweise im Lager, bis ich endlich da war und Abhilfe schaffen konnte.

Woran ich mich überhaupt nicht mehr erinnern kann, sind die wöchentlichen Leergutinventuren, die seit ein paar Wochen hier im Berichtsheft erwähnt werden. Warum das gemacht wurde, kann ich nur vermuten – wahrscheinlich gab es da einige Differenzen, deren Grund man suchen wollte.



Pappe wegpressen und Ballenpresse ausleeren.
Am Dienstag habe ich zuerst die Ware angenommen (sowohl vom Tentrallager als auch von "Trinks" / Essmann-Getränke), verglichen und ins Lager gefahren, als auch Getränke gepackt und die Einweg-Getränke-Bestellung gemacht.
Auf dem Hof habe ich die Paletten und Rollis zusammengestellt und abends ins Lager gefahren.
Leergut annehmen und das Leergutlager aufräumen.
Preise gesucht, wenn Artikel nicht ausgezeichnet waren.
Am Samstag habe ich das Leergut gezählt.



Erläuterungen zur Warengutschrift

Eine solche Gutschrift stellen wir aus, wenn wir vom Zentrallager falsche oder verdorbene Ware bekommen haben.

Kunden-Nummer: Hier steht die interner Nummer unserer Kostenstelle. (Also unserem Markt)

Artikelbezeichnung: Hier steht eine kurze, genaue Bezeichnung des oder der Artikel.

Vorg.-Nr.: Die Vorgangsnummer / siehe Lieferschein

Etik.-Nr.: Die Nummer, die auf dem Klebeetikett auf der Ware steht.

Lieferdatum: siehe Lieferschein

Symbol: Hier wird der Grund eingetragen, weshalb die Ware zurückgeschickt wird. Also, ob es sich z. B. um einen Fehlartikel handelte oder ob die Ware beschädigt / verdorben war.

Menge: Die Anzahl der Teile

LVP: Der Verkaufspreis pro Stück

Klemmen für die Steckdose

Ein Kunde stand gestern etwas etwas ratlos vor unserem Werkzeugregal und sprach schließlich einen vorbeilaufenden Kollegen an. Ob wir auch Wago-Klemmen hätten, wollte er wissen. Im Regal lägen nur die klassischen Lüsterklemmen mit Klemmschrauben. Da der Kollege auch nicht helfen konnte, holte er mich.

Der Kunde schilderte sein Anliegen, ich nickte und sagte mit verstellt heiserer Stimme: "Den guten Stoff gibt's bei uns nur unter der Ladentheke."

Nachdem er mir geschildert hatte, dass er eine Steckdose stilllegen und die Kabelenden damit isolieren wollte, holte ich ihm drei kleine Verbindungsklemmen (für zwei Leiter) aus meinem eigenen Vorrat und schenkte sie ihm schließlich. Ist doch schön zu sehen, wie sich jemand darüber so richtig freuen kann. :-)

Paywall-Artikel in den Linksammlungen

Kleine Anmerkung aufgrund immer wieder auftretender Kritik oder auch der Bitte nach Kennzeichnung derartiger Links: Wenn in den Linksammlungen Artikel hinter Bezahlschranken versteckt sind, nehme ich sie nicht auf. Jeder Artikel, den ich hier verlinke, ist aus meinem Standpunkt öffentlich lesbar.

Wenn bei euch eine Bezahlschranke angezeigt wird, wurde diese entweder nachträglich eingefügt oder es gibt irgendeinen anderen Grund dafür, dass der Artikel nicht mehr oder zumindest für euch nicht mehr frei zu lesen ist.

z.B. 21/05/1970

Als ich meinen Onlineshop vor inzwischen 16 Jahren gestartet habe, lief er auch zunächst mit osCommerce. Das System hat(te) so manche Kinderkrankheit und so hatte ich schließlich noch ein anderes Shopsystem getestet, bis wir schließlich in einer zweijährigen Entwicklungszeit ein eigenes Shopsystem konstruiert haben. Das hatte mich damals einen wirklich großen Haufen Geld gekostet und ist / war ein richtig geniales System, das so unglaublich viel kann / konnte. Aber so eine Webanwendung kann man einfach nicht "einmal programmieren" und dann funktioniert sie so für alle Zeiten. Die Technik und gerade serverseitige Software entwickelt sich ständig weiter. Unser Shopsystem ist somit schneller veraltet, als es hätte passieren sollen – aber jahrelang hier einen Informatiker, der mit Bestnoten die Uni abgeschlossen hat und auch gerne auf Dauer ein entsprechendes Gehalt dafür haben wollte, zu beschäftigen, wäre mir finanziell auch nicht möglich gewesen. So ist das ganze Projekt Onlineshop komplett gestorben.

Nun hatte ich privat etwas in einem kleinen Onlineshop eines kleinen Lädchens (aber keinem wunderbaren aus Frankfurt am Main) bestellt und stieß beim Bezahlvorgang auf einige Hürden, die mich an früher erinnert haben. Da war ja zum Beispiel dieses dämliche Pflichtfeld beim Geburtsdatum und auch der Zwang, ein Kundenkonto anzulegen. Als Bezahlmöglichkeit wurde nur Vorkasse angeboten, auch das kam mir bekannt vor. Da der Versandhandel nicht nur eine Briefkastenklitsche ist, sondern es den dazugehörigen Laden tatsächlich gibt, hatte ich mit der Vorkasse keine Schmerzen. Aber so ganz zeitgemäß war das alles nicht.

osCommerce … Dass es das Ding noch gibt.


Das wird auch jedes Jahr …

[ ] früher
[ ] später
[ ] mehr
[ ] teurer
[ ] aufgebaut
[ ] süßer
[ ] gesünder
[ ] leckerer
[ ] gegessen
[ ] verbloggt
[ ] …

Sucht euch was aus. Auf jeden Fall stehen die ersten weihnachtlichen Süßwaren seit gestern hier im Laden und wie jedes Jahr fehlt nach einem Tag schon erstaunlich viel davon. Den paar Kunden, die notorisch jedes Jahr eine immer frühere Anlieferung diagnostizieren, stehen definitiv mehr begeisterte Kunden gegenüber. Hey, jetzt sind die Lebkuchen noch richtig lecker frisch und saftig. ;-)


Asiatische Elefantenkuh von Schleich

Gestern kam hier ein kleines Päckchen von Amazon in der Firma an. Adressiert war es an mich, aber bestellt hatte ich nichts. Der Inhalt: Eine Schleich-Figur, genauer gesagt die asiatische Elefantenkuh.

Ich gehe davon aus, dass jemand mir einfach eine kleine Überraschung machen wollte. Die ist geglückt, vielen Dank an den oder die Absender/in.


Links 577

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