Unser Müllcontainer hat in seinem Deckel noch eine kleinere Klappe, durch die, wenn der Behälter verschlossen ist, dennoch kleine Mengen eingeworfen werden können. Diese Klappe ist vor ein paar Tagen mal aus einem mir unbekannten Grund abgefallen und stand zunächst neben dem Container.
Zur Müllabfuhr hatte ein Kollege die Klappe wieder festgeklemmt, damit der schwarze Großmüllbehälter zumindest halbwegs geschlossen an der Straße steht. Nach der Leerung haben wir ihn ohne diese Klappe wiederbekommen, die dürfte wohl mit dem Großteil des Inhalts des Behälters (Wieso ist der nicht ganz leer? Und wieso liegen da immer noch Teile von dem alten Schrank drin?) in den Müllwagen gefallen sein…
Was würdet ihr eigentlich in einen Präsentkorb tun?
Viele Lebensmittel-Präsentkörbe sind mit 0815-Standardprodukten gefüllt. Auch in meinem Ausbildungsbetrieb wurden Präsentkörbe erstellt. Da gab es dann immer Ware einmal quer durch das normale Lebensmittelsortiment. Jacobs-Kaffee, Schwartau-Konfitüre, Löwensenf, Erasco Kartoffelsuppe usw.
Ich bin dagegen ein großer Freund davon, in einen Präsentkorb Waren zu packen, die man sich eben ausdrücklich nicht unbedingt mal zwischendurch gönnen würde. Entweder aus Kostengründen oder weil es Spezialitäten sind, an die man sich unter normalen Bedingungen nicht herantrauen würde. Bei letzteren muss man aber ein bisschen vorsichtig sein, wenn der Korb für ältere Leute sein soll. Nicht jede 90-Jährige freut sich über ausgefallene Lebensmittel vom anderen Ende der Erde.
Ansonsten, um mal die vier Beispiele von oben aufzugreifen, mal variieren: Den authentischen Bio-und-Fairtrade-Kaffee aus Bremen, Weingelee, Senf "Provence" mit Paprikas und Kräutern und statt der Kartoffel- vielleicht eine Hummercremesuppe.
Planmäßig sollen hier im Laden fünf kurze und zwei lange Regalgondeln entstehen, auf denen wir die reinen Lebensmittel (ohne Getränke, Süßwaren und Chips) platzieren wollen. Da das Layout ganz anders sein wird als momentan noch, wird auch die Zusammenstellung der Warengruppen eine neue werden müssen. Um die Arbeit zu erleichtern, habe ich mir die leeren Regale mit allen einzelnen Segmenten ausgedruckt und genau passend dazu eine Anzahl an Karten, auf denen sich sämtliche zu berücksichtigen Bereiche (z. B. Brot, Gewürze, Brotaufstrich, Kekse) befinden.
Erst mal alles ausdrucken und ausschneiden:
Dann ging die Bastelei los. Es fühlte sich an wie eine Mischung aus einem Puzzle und Memory. Es gibt natürliche einige Dinge zu berücksichtigen: Kaffee sollte nicht versteckt stehen, "Frühstück" sollte im vorderen Bereich bleiben. bestimmte Warengruppen wollte ich zwingend an Kopfregalen stehen haben, sowas wie Fairtrade-Produkte sollten aufgrund des besonderen Sortimentes wiederum an exponierter Stelle stehen. Dazu war mir aber wichtig, dass die Bereiche auch noch thematisch wenigstens halbwegs zueinander passten. Also nicht gerade Fischkonserven unmittelbar neben den Keksen. Das klingt in der Theorie alles leichter, als es letztendlich ist: Rund 1,5 Stunden haben wir hier im Büro getüftelt und immer wieder die Kärtchen verschoben und neu gelegt.
Et voilà !
Ihr müsst das nicht lesen können. Ich will ja nicht zu viel verraten. Das Kopfregal vorne ganz links heißt übrigens "BREMEN REGIONAL", da habe ich was vor, das es in der Form hier bislang noch nicht gab. Der Name sagt hoffentlich schon alles.
Im Lager hatte ich noch einen Karton mit hunderten durchsichtigen Müllsäcken gefunden. Die benutzen wir jetzt hier intern für sämtliche Müllbehälter und auch als Müllsack vor dem Leergutautomaten. Interessant, was die Leute hier so alles anschleppen.
Ein Mitarbeiter eines Küchenfachhändlers guckt sich in den nächsten Tagen mal unsere Küchenzeile im Aufenthaltsraum an. Die Frage ich nämlich, ob sich der eine Schrank (mit der geöffneten Tür) ausbauen lässt und stattdessen Spülmaschine und Kühlschrank parallel unterzubringen sind.
(Ein Hinderungsgrund ist nämlich akut die fehlende Trennwand zwischen den Geräten, an der diese nämlich befestigt würden.)
Mit dem Termin am Dienstag hatte es ja dann doch noch geklappt. Da ich ohnehin hier im Markt war, war mir die Verspätung egal und zugegebenermaßen bin ich mir nicht mal mehr sicher, ob wir wirklich 9:30 Uhr festgehalten hatten. Momentan verteile ich so viele Termine, dass da schon mal was durchgerutscht sein könnte.
Letztendlich würden wir bei jedem Kassentisch-Hersteller auf die selben Grundgegebenheiten treffen, die berücksichtigt werden müssen: Die unverrückbaren Pfeiler hier im Laden, den notwendigen Platz für den Zigarettenautomaten (unter den Förderbändern, die also eine Mindestlänge haben müssen), die Durchgangsbreite links und rechts (Hauptsächlich natürlich für Einkaufswagen, aber vor allem auch Kinderwagen und Rollstühle) und dann natürlich auch den Platz innerhalb des Tisches für die Mitarbeiter. Da gibt es nämlich Mindestanforderungen der Berufsgenossenschaft, so dass auch an dem Raum nicht gedreht werden kann.
Im Katalog war ein Tisch in den Farben Anthrazit und Grau abgebildet, dazu ein paar beleuchtete Dekoelemente am Korpus. Ich gebe zu, dass das beinahe schon Liebe auf den ersten Blick war und auch alle gefragten Mitarbeiter und Familienmitglieder waren begeistert. Zeichnung und Angebot folgen.
Jetzt muss der hier nur noch reinpassen. Drückt die Daumen.
Nachdem unser Nusslieferant zum 31. Dezember 2016 seine Geschäftstätigkeit eingestellt hatte, haben wir das Regal noch ein paar Wochen in Ruhe gelassen, um die Bestände abzuverkaufen. Was dann noch an Resten vorhanden war, haben wir reduziert auf den Restetisch geworfen.
Wir haben das leere Regal dann vor knapp zwei Wochen komplett mit Produkten aus dem Hause Seeberger bestückt. Die Artikel sind nicht ganz billig, aber dafür qualitativ auch sehr gut. Vorhin kam eine Kollegin mit diesen drei Regaletiketten zu mir ins Büro. (Ihr seht das Datum, wir haben die Artikel am 10.02.17 im Regal platziert!)
Ihre Bitte war, da doch mal was zu überprüfen.
Das war dann meine Meldung dazu via WhatsApp an meine Liebste:
…und damit wisst auch ihr da draußen jetzt, welche drei Produkte es ab sofort hier schon nicht mehr zu kaufen gibt. Jedenfalls nicht in der hochwertigen Ausführung. Das ist Ware im Gesamtverkaufswert von 134,88€, die da ganz offensichtlich gestohlen wurde.
Es ist echt zum kotzen. Möge der Dieb an einer Nuss ersticken.
Mitten im Laden jaulte ein Hund. Mit fast hundertprozentiger Sicherheit hätte ich vom Büro aus darauf getippt, dass das kleine Kerlchen Schmerzen hatte oder sein Herrchen vermissen würde. Aber wieso ist da überhaupt ein Hund im Laden und warum sagt keiner was. Ich ging raus, um nachzusehen.
War ein Kleinkind, das im Kinderwagen vor sich hin greinte.
Der Fußbodenabschleiffachmann war gerade hier und es gab ein paar schöne Erkenntnisse für mich:
– Es müssten deutlich weniger Platten getauscht werden, als ich dachte. Denn: Kleine Schäden (abgeplatzte Kanten, Bohrlöcher, Risse) können mit einem speziellen Kleber verkittet werden. (Auch mit der in den alten Betonwerksteinen vorhandenen Körnung, so dass das hinterher fast nicht mehr davon zu sehen ist.
– Wirklich auswechseln müssten wir nur die Platten mit den großen Schäden.
– Der Preis liegt etwa bei der Hälfte eines neuen Fußbodens. Wenn man bedenkt, dass das Ergebnis einem neuwertigen Fußboden entspricht, ist das eine ernstzunehmende Alternative!
– Die Schleiferei kann häppchenweise gemacht werden. Natürlich nicht hier mal 5 Quadratmeter, da mal 10 Quadratmeter - aber wenn man den ganzen Markt in 50-100qm-Stücke zerlegt, ist das schon mal ein guter Anfang. Da lohnt sich die Anfahrt und das Einrichten der Baustelle dann wenigstens.
– Der genannte Quadratmeterpreis relativiert sich natürlich wieder, wenn wir die Arbeiten am Wochenende (Sonntag) machen lassen. Dafür wäre es weniger Stress für die Kunden.
Er macht mir jetzt ein offizielles Angebot fertig und will demnächst mal herkommen, damit wir ein kleines Probestück schleifen können. Dann habe ich eine noch bessere Vorstellung davon, wie das hier irgendwann aussehen könnte.
Eine Kundin fragte nach einer kleinen Menge Blumenerde, eben ausreichend, um eine Blume ein- oder umzupflanzen.
Nun haben wir schon aufgrund der städtischen Lage die eher kleinen 10l-Säcke hier im Angebot. 1,29€ finde ich dafür auch nicht zu teuer. Es gibt wohl auch regulär 5-Liter-Beutel, aber die haben wir hier nicht. Dürften auch nur noch kaum billiger werden, da der Aufwand für Verpackung und Logistik nicht mehr nennenswert kleiner werden. Aber noch kleinere Einheiten, quasi "Portionspackungen" Blumenerde? Soll es angeblich in anderen Läden geben. Welche Erfahrungen habt ihr da so gemacht?
Eine Kundin beschwerte sich darüber, dass der Leergutautomat voll sei. Sie hätte nur zwei Flaschen abgeben können und schon wäre die Fehlermeldung im Display aufgetaucht.
Tzja… Der Flaschentisch war relativ leer, lediglich eine Plastik-Colaflasche lag auf dem Transportband und blockierte die "voll"-Lichtschranke.
Lag, wohlgemerkt. Stehen konnte die Flasche mit dem zusammengedrückten Unterteil ja auch nicht mehr. Eigentlich wäre die somit direkt ein Fall für den Müll gewesen.
Auf jeden Fall war nicht der Automat das Problem. Das stand nämlich davor und hat schrottiges Leergut abgegeben.
Irgendwie auch keine neuen Erkenntnisse, sogar noch ein schlechteres Angebot als vor rund zwei Jahren:
Einmalige Spot-Produktion: 300€
Anzahl Spots: 30 Stück pro Monat: 395€
Das ganze aber 12 Monate lang, so dass letztendlich 5040€ (zzgl. MwSt) dabei rauskommen würden. Ich habe das Angebot erst mal in mein zweitwichtigstes Ablagefach gelegt. Habe versprochen, noch einmal darüber nachzudenken, wenn hier Renovierung und Umbenennung erfolgreich gelaufen sind. Im JETZTIGEN Zustand mach ich für den Laden erst mal keine weitere Werbung, schon gar nicht in dem Umfang.