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Angriffsziel Elepfandspendenbox

Heute Vormittag haben im Abstand von nur zehn Minuten gleich zwei verschiedene Leute unsere Elepfandspendenbox als Ziel für merkwürdiges Verhalten auserwählt.

Der erste hat sich das ganze Paket mit den Flyern eingesteckt. Jetzt könnte man denken, er will die selber irgendwo verteilen, aber das glaube ich bei dieser (uns allen bekannten) Person nicht. Der Typ hat hier sogar schon Hausverbot, leider war er nur vorhin niemandem aufgefallen.



Der zweite Mann, es hat sich übrigens noch nie eine Frau an der Box vergriffen, wollte mal ausprobieren, wie gut man an die eingeworfenen Bons herankommt. Dem habe ich dann verbal mit einem Baseballschläger auf die Finger gehauen.


Kippe und Attest

Vor dem Laden noch schnell die letzten Züge rauchen und dann mit dem Verweis auf ein befreiendes Attest ohne Maske den Laden betreten wollen.

Loriot hätte es nicht besser schreiben können.

Blaues Haus auf Leinwand

Ein etwas kurioses Fundstück lag heute Morgen in unserem großen Müllcontainer: Ein etwa 50x40 cm großer Keilrahmen mit einer etwas schmuddeligen Leinwand, auf die jemand ein blaues Haus mit einem Ansatz von perspektivischer Darstellung gemalt hatte.

Vielleicht erkenne ich da den künstlerischen Wert nicht, aber für mich ist das eine Kinderzeichnung, zweites Schuljahr. Aber wieso Leinwand und Rahmen? Fragen über Fragen. :-D


Kondensmilchregal und Platzierungshinweis

Gestern haben wir endlich eine der Baustellen beseitigt, die mich schon lange gestört haben: Unser Regal(meter) mit Kondensmilch, der eigentlich für unsere Marktgröße viel zu viel dieses Sortiments beinhaltet, aber da passt (fast) nichts anderes mit dazu.

Nun hatte eine Kollegin gestern die Idee, dass man dort Kaffee-Sirup mit unterbringen könnte. Gute Idee, zumal wir unser Sirup-Sortiment in den nächsten Tagen mit den Produkten von Monin erheblich erweitern werden. Gesagt, getan. Außer dem Sirup, auf dem Foto sind die bislang vorhandenen Sorten erst mal nur breitgezogen, haben wir noch sechs andere Artikel bestellt, die wir im Rahmen des Neubaus des Regals mit untergebracht haben. Mit jetzt 30 Artikeln macht uns das Regal fast zum Kondensmilchfachgeschäft. :-P



Schmunzeln musste ich bei den beiden Sorten "Kännchen" von Südmilch. Da stand / steht eigentlich immer noch tatsächlich auf den Kartons, dass man sie bei Kaffeesahne platzieren soll. Ähnliche Hinweise gibt es ja öfter mal, für manche Produkte gäbe es ja durchaus mehrere Möglichkeiten für die Platzierung, aber in diesem Fall wirkt es irgendwie sonderbar. Ja, wo denn sonst, wenn nicht bei Kaffeesahne bzw. Kondensmilch? Andererseits hat jedes Schild seine Geschichte. Vielleicht standen die auch schon bei den Sauerkonserven, wer weiß das schon? :-)


Keinen „DirTea“

Zwei Mädels fragten nach „DirTea“ von Shirin David.

Kommentar einer Kollegin: "Hier im Laden haben wir Boomer das Sagen. Hier gibt es keinen Eistee von Influenzern."

Genau, hihi. :-)

Aber Shirin David ist als Person zumindest um Längen erträglicher als dieser unglaublich strunzige Capital Bra, nach dessen Eistee inzwischen hier übrigens niemand mehr fragt.

Drücken, wo?

An einer Kreuzung mit einer Ampel können Radfahrer und Fußgänger auch den Drücker betätigen. Was das genau bringt, habe ich noch gar nicht ausprobiert. Es ist eine normale Kreuzung, bei der sich die Ampelphasen in gewohnter Art und Weise abwechseln. Vielleicht verkürzt die Betätigung des Drückers die Wartezeit in die gewünschte Richtung, keine Ahnung. Die Ampelphasen haben eine akzeptable Länge und ich hatte daher bislang noch nie das Verlangen, da irgendwas beschleunigen zu müssen. Es ist jedenfalls keine "Bettelampel", die Radfahrer und Fußgänger bekommen auch ohne Knopfdruck Grün.

Etwas irritiert war ich nur mit der Anordnung der Drücker. Man stellt sich ja gewöhnlich in Fahrt- oder Laufrichtung neben den Ampelmast und würde so vermutlich (Mensch ist faul und nimmt den Weg des kleinsten Widerstandes, resp. den kürzesten Weg) auf den Drücker drücken, der genau neben einem hängt. Andererseits ist es aber so, dass die Drücker oft (aber eben nicht immer) in Fahrt- oder Laufrichtung hängen, so dass man auf den weiter entfernten drücken muss.

Wenn ich einfach nur so durch die Gegend fahren würde, hätte ich bestimmt mal Muße, anzuhalten und da mit der Stoppuhr ein paar Dinge auszuprobieren. Aber wenn ich auf dem Fahrrad sitze, möchte ich keine unnötigen Pausen machen, sondern meine Strecke durchziehen. Also muss diese Ampel ein Rätsel bleiben. :-P


Hennessy

Eine ältere Stammkundin kam in den Laden und erklärte meiner Mitarbeiterin an der Kasse, dass sie "vor einer halben Stunde" beim Einkauf wohl die Flasche Hennessy Cognac vergessen habe. Sie hätte die Flasche bezahlt, aber nicht mitgenommen. Da meine Mitarbeiterin von nichts wusste, was schon erstaunlich war, denn immerhin saß sie die ganze Zeit an der Kasse, guckten wir uns mal die Aufzeichnung der Videoanlage der vergangenen Stunde im Schnelldurchlauf an. Die Kundin war nirgends zu sehen, hätte aber auch in der schnellen Wiedergabe für einen zur Identifizierung ausreichend langen Moment auftauchen müssen.

Während wir suchten, wiederholte die alte Dame mehrfach, dass es ja auch egal wäre und sie besser hätte aufpassen müssen und dass sie den Verlust der 30 Euro schon verschmerzen würde. Genauso oft sagte ich ihr, dass sie erst einmal abwarten soll, bis die Sache geklärt ist. Eine Flasche verschwindet ja nicht einfach.

Auf dem Video tauchte die Kundin jedoch nicht auf. Aber dass Leute ein miserables Zeitgefühl bei sowas haben, und "vor zehn Minuten" auch durchaus über zwei Stunden waren, haben wir schon häufiger erlebt. Also dehnte ich die Suche noch um eine weitere Stunde aus – nichts.

Also versuchte ich es anders und suchte bei uns im Warenwirtschaftssystem, wann wir heute "Hennessy" verkauft hatten. Laut System exakt gar nicht. Ich erklärte dies der Kundin und wollte sie beruhigen. Denn wenn der nicht gebucht war, musste sie ihn auch nicht bezahlen und damit war, wenn sie ihn nicht mitgenommen hat, alles in Ordnung. Sie begann wieder damit, dass es jetzt ja auch egal wäre und sie den Verlust schon ertragen könne.

So nicht. Ich wollte das herausfinden und versuchte es über die restlichen Waren, die sie eingekauft haben wollte. Die Frau erinnerte sich an Mozzarella. Quer durch alle Sorten hatten wir bis dahin sechs Stück an diesem Tag verkauft. Aber keiner der dazugehörigen Bons passte zu der Kundin, die nur Mozzarella, Milch und Hennessy gekauft haben wollte. "Sind Sie sicher, dass sie vorhin hier bei uns waren?", versuchte ich es mal ganz direkt. Irgendwelche Zufälle gab es immer mal, aber jemanden nicht auf dem Video zu sehen und auch nicht den beschriebenen Einkauf in der Warenwirtschaft zu finden, ist schon ziemlich eindeutig. Auf meine Frage reagierte sie unfreundlich beleidigt. Natürlich war sie da und sie hatte extra den guten Cognac kaufen wollen, um ihn zu verschenken. Das müsste die Frau an der Kasse doch wissen, die hatte doch die Vitrine aufgeschlossen und die Flasche herausgegeben.

Ich löse auf: Wir haben seit zwei Jahren Hennessy gar nicht mehr im Sortiment. (Daran hatte ich im Eifer des Gefechts überhaupt nicht mehr gedacht. Ist ja nun auch kein Artikel, den man täglich in den Händen hat.)

Erbost verließ die Frau den Laden und grämte sich erneut darüber, 30 Euro verloren zu haben. Morgen wird sie davon vermutlich nicht mehr so viel wissen. :-(

U-Boot-Bunker Valentin

Der U-Boot-Bunker Valentin hier in Bremen Nord wurde vor ein paar Jahren zu einer Gedenkstätte mit Besucherzentrum umgebaut. Ich kannte dieses gigantische Gebäude bislang nur von außen, diese riesigen kalten Hallen von innen zu sehen, vor allem in Anbetracht seiner Geschichte, ist bedrückend.

Wir waren sehr spät und auch eher zufällig dort, so dass keine Zeit für eine ausführliche Besichtigung blieb. Aber selbst die paar Minuten wirkten schon gewaltig nach. :-O



Diese von der Decke herabhängenden Trümmer sind auch im oben verlinkten Wikipedia-Eintrag beschrieben: "Einschlagsloch einer der zwei britischen Bomben, die Valentin trafen":


Hohe Pfandbons in der Spendenbox

Wow! Wow!! Wow!!! Was für hohe Summen die Leute diesmal in die Spendenbox neben unseren Leergutautomaten gesteckt haben. Bis fünf Euro ist gar nicht mal so selten, aber Bons über sieben Euro gab es noch nicht so oft. In dieser Leerung waren es mal eben 20 Euro mit fünf eingeworfenen Pfandbons. Ich bin begeistert.


Mein Berichtsheft in Echtzeit (Teil 6)

Erstaunlich, wie oft die Tätigkeit "Gutschriften für Kunden ausgestellt" auftaucht. Das war damals, immerhin waren wir in einem straff organisierten Filialunternehmen, maximalbürokratisch gelöst. Brachte ein Kunde beschädigte Ware zurück, haben wir eine Gutschrift ausgefüllt (das entsprechende Formular werdet ihr im zweiten Ausbildungsjahr hier auch noch zu sehen bekommen), mit dem die Kunden sich dann an der Kasse Bargeld auszahlen oder den Betrag mit der neue Ware verrechnen lassen konnten.

Wenn wir heute bei uns die Ware nicht 1:1 tauschen können, lösen wir das zwar auch über eine Gutschrift an der Kasse, jedoch ohne die ganze Zettelwirtschaft.



Morgens beim Gemüsepacken geholfen.
Gutschriften für Kunden ausgestellt.
Leergut annehmen.
Trinks und Einweg-Getränke (Säfte und Getränkedosen) packen.
Abends die Ware, die draußen vor dem Laden steht, hereingefahren und beim Gemüseausräumen geholfen.



Mineralstoffe I

Der menschliche Körper benötigt nicht nur organische Nährstoffe (Eiweiß, Fett, Kohlehydrate), sondern auch anorganische – die Mineralstoffe. Sie sind in pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln in gelöster Form enthalten und sie liefern dem Körper keine Energie.
Mineralstoffe werden durch die vom menschlichen Körper benötigten Mengen in Mengenelemente und Spurenelemente unterschieden. Bei den Mengenelementen bewegt sich der Tagesbedarf zwischen einigen 100 und mehreren 1000 mg. Bei den Spurenelementen liegt der Tagesbedarf im Durchschnitt bei einigen Milligramm.
Bekommt man einen oder sogar mehrere Mineralstoffe über längere Zeit nicht, oder nur in ungenügender Menge, kann es zu Mangelerscheinungen kommen. So können zum Beispiel Bewegungs- und Stoffwechselstörungen, Schäden am Knochengewebe, Herzschwäche und Blutarmut auftreten.