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Mein Berichtsheft in Echtzeit (Teil 55)

Inventur. Damals wie heute sind Inventuren in den Filialunternehmen ein Akt des Stresses für alle Beteiligten. Markleiter, sein Stellvertreter und alle in der Hierarchie über ihnen stehenden Leute (Bereichsleiter, Bezirksleiter, Gebietsleiter, Regionalleiter (wie auch immer sie gerade heißen mögen), dazu eventuell noch Spezialabteilungen für Inventur und Revision). Alle stehen unter Strom, es geht um viel Geld und auch eine rechtliche Verantwortung und jeder giftet jeden an. Ich war zu der Zeit nur für die Erfassung der Bestände da und hatte mit der Organisation nichts zu tun, aber selbst als Beobachter habe ich das damals schon immer unangenehm empfunden.

Überraschung: An dieser Stelle gab nun doch endlich mal eine Erwähnung der lästigen und jeden Samstag stattfindenden Preisänderungen der Webeartikel.



Am Dienstag Abend hatten wir Inventur. Ich habe mit einer Kollegin Obst + Gemüse und die Blumen gezählt.
Donnerstag habe ich viel Ware angenommen. Zuerst die Hauptlieferung, dann von diversen Speditionen und Paketdiensten.
Anschließend habe ich Getränke gepackt (Einweg).
Leergut annehmen, Kunden Auskünfte heben, Ausleeren der Ballenpresse. Am Abend habe ich noch ein paar Palletten Paletten im Laden umgestellt und aus dem Laden ins Lager gefahren.
Morgens habe ich mitgeholfen, die Gefriertruhen aufzudecken.
Am Samstag habe ich die alte und die neue Ware aus der Werbung umgezeichnet.



Batavia

Bataviasalat ist eine Kreuzung aus Kopf- und Eisbergsalat. Er ähnelt dem Eisbergsalat im Geschmack und seine weichen Blätter sind teilweise gerötet.

12. August: World Elephant Day

Heute ist übrigens der World Elephant Day.

Als Spezies sind uns Menschen die Elefanten zwar nicht besonders verwandt, doch zeigen Elefanten viele Eigenschaften, die wir Menschen von uns selbst kennen. Die Rüsseltiere führen ein intensives Sozialleben, pflegen innige Bindungen zu Mitgliedern der eigenen und verwandten Herden. Ihre gegenseitige Hilfsbereitschaft und ihr Zusammenhalt sind beeindruckend, Elefanten trauern um verstorbene Artgenossen, sie zeigen Gefühle wie Zuneigung, Freude, Trauer, Witz, Angst und Zorn. Sie gehören zu den intelligentesten und alleine schon wegen ihrer Erscheinung zu den beeindruckendsten Wesen auf diesem Planeten und sind jeden Preis wert, geschützt zu werden.

Wer an den REA e.V. spenden möchte, kann es hier via PayPal tun.


Spitze!

Gerade vor der Ladentür, als ich abschließen wollte. Ein paar Kunden standen dort und unterhielten sich, einer rief mir zu: "Schönen Feierabend! Ihr wart wie immer spitze!"

Genau. Schönen Feierabend. :-)

Kooperation mit einem Lieferservice

Gestern Nachmittag bekam ich einen Anruf von einem Mann, der mir erklärte, dass sie einen bundesweiten Lieferservice anbieten und dafür noch Kooperationspartner suchen würden. Ich bat darum, mir alle Informationen per E-Mail zukommen zu lassen und das tat er dann auch.

Der Lieferservice ist erstmal tatsächlich auf die reine Lieferung der Ware beschränkt. Der Kunde muss also noch selber in den Laden gehen, seine Sachen zusammensuchen und bekommt die Ware dann in einem zweiten Schritt nach Hause gebracht. Das ist zwar auch nicht unüblich, hilft natürlich niemandem weiter, der krankheitsbedingt zum Beispiel gar nicht aus dem Haus gehen kann oder darf. Aber gut, es wäre ein Anfang. Die vom Kunden zusammengestellten Waren werden dann vom Laden für die Abholung durch den Lieferdienst ordentlich bereitgestellt.

Auf die Kunden kämen folgende Kosten zu: Im Umkreis von 5 km pauschal 5 Euro, bis 10 km 7,50 €. In dem Preis sind drei Getränkekisten enthalten, jede weitere Kiste kostet 1,50 € zusätzlich und jeder weitere Kilometer 2,00 €. Das ist absolut okay, denke ich. Mehrwegleergut wird mitgenommen, dafür werden pro Kiste 50 Cent berechnet.

Nun stand in der E-Mail noch ein Hinweis:

Wir berechnen den Kunden die Liefergebühren wie auf der Werbung beschrieben (siehe Anhänge zu dieser Mail). Diese Liefergebühren verbleiben, als sogenannte Mischkalkulation, in unserem Unternehmen.
Ihrem Markt berechnen wir eine monatliche Pauschalvergütung in Höhe von 650,00 € zzgl. MwSt.
Die "wie auf der Werbung beschriebenen" Liefergebühren habe ich im letzten Absatz aufgelistet. Ich stutzte etwas: Ich soll jeden Monat 650 Euro netto BEZAHLEN für … ja, wofür denn eigentlich?

Ich rief den Mann an und fragte, was es mit dieser Pauschalvergütung auf sich haben soll. Er widerholte eigentlich nur, was auch schon der Mail stand: In dieser Vergütung enthalten sind drei Auslieferungstage und die für die Lieferungen notwendigen Betriebskosten, Personal, Fahrzeug, Versicherung, Werbung. Okay, der Händler bekommt ein paar tausend Flyer zur Verfügung gestellt, deren Druckkosten in einer durchschnittlichen Onlinedruckerei unter hundert Euro betragen, aber ansonsten? Wofür wird denn dann bitte die Liefergebühr erhoben, die ja ebenfalls der Lieferdienst und nicht der Händler bekommen soll?

"Müsste ich nicht das Geld bekommen, immerhin haben wir ja auch Arbeit damit?" Natürlich nicht, denn wir verdienen ja schon an der Ware und haben sonst keine Arbeit. Und dann folgte natürlich das Totschlagargument bei solchen Angeboten: Dass man mit so einem Lieferdienst die Attraktivität des Geschäfts erhöhen würde und mehr Kunden bekommt, durch die man ja wiederum mehr Geld verdient. Klar haben wir mit dem Verkauf der Ware schon etwas verdient. Aber die Arbeit und die Kosten haben wir bereits vor dem Verkauf und nicht erst durch den Verkauf. Der Lieferdienst erleichtert uns nichts, im Gegenteil sogar. Wir müssen ja sogar, wie bereits oben gesagt, alle eingekauften Waren zur Abholung bereitstellen (natürlich vereinbarungsgemäß in ordentlichen Kisten) und teilweise sogar im Kühlhaus lagern. Das macht also noch zusätzliche Arbeit. So viel mehr Kunden, dass wir damit 650 Euro mehr GEWINN im Monat erwirtschaften, wird dieser Lieferdienst uns sicherlich nicht bringen. Ganz sicher nicht. Sechshundertfünfzig Euro. Ich schüttle immer noch den Kopf.

Jeden Tag steht ein Dummer auf und es gibt genug Leute, die nach ihm suchen.

Fertig: Neues Geländer mit Pforte

Die Monteure waren schon vor ein paar Stunden fertig, aber überhaupt einen Blogeintrag hier zeitnah unterbringen zu können, erfüllt mich schon mit Freude. :-)

Das neue "Geländer mit Pforte", eigentlich sogar zwei Pforten, aber das seht ihr weiter unten, ist nun endlich fertig. Keine dünne Kette mehr mit potentieller Absturzgefahr. In den vergangenen 22 Jahren war zwar noch nie einer dort heruntergefallen, aber man muss sein Glück ja auch nicht unnötig herausfordern.

So sieht es geschlossen aus:



Eigentlich wollte ich nur eine große Tür haben, die nach außen aufgehen sollte, aber ich hatte mich auf den letzten Drücker doch noch für zwei kleinere entschieden. Eine etwas kürzere, die nach innen aufgeht und durch die man mal eben ein paar Sachen nach unten reichen kann:



Dann noch eine längere Pforte, die nach außen schwingt. Die braucht man nicht immer und es steht auch für gewöhnlich der schwarze Restmüllbehälter direkt da vor, aber wenn man da mal an die Rampe muss, zum Beispiel mit dem Anhänger, lässt sich das Tor auf voller Breite öffnen. Ich find's super so. Wieder eine Baustelle erledigt.


Links 573

Rewe: Prospekt sorgt für Aufschrei – Grünen-Politikerin hält Supermarkt Standpauke

Welche Umweltzerstörung Hersteller von Smartphones und E-Autos in Kauf nehmen

Lieferdienste wissen, was wir essen – warum das gefährlich sein könnte

Rotwein und Käse: Wenn Histamin zum Problem wird

Ärztekammer fordert Warnhinweis auf alkoholischen Getränken

Mehr Pflanzen auf den Teller / WWF: Weniger Fleisch hilft Artenvielfalt

Video: Creating illustrated barcodes using Affinity Designer for iPad

Ein weiterer Grund, warum ich Drucker (-Hersteller) hasse!

Marder verwüstet Getränkeabteilung

Mark Benecke über das Artensterben: "Wir sind mitten im Armageddon"

Neues Treppengeländer

Heute ist es endlich so weit: Das neue Geländer an unserer Rampe wird installiert.

Hier ist schonmal das kleine Stück an der Treppe zu sehen., das ursprünglich nicht erneuert werden sollte, aber der einheitlichen Optik wegen von mir nun ebenfalls mit in Auftrag gegeben wurde. Am Hauptteil (der mit der Pforte) arbeiten sie gerade noch zu zweit, da wollte ich nicht mit meiner Kamera reingrätschen. ;-)


Interessensbekundung eines jungen Fragendens

Folgende E-Mail bekam ich gestern Abend:

Hi Bjørn,

Ich hoffe dich in wohlem Zustand zu erreichen und hoffe inständig deiner aktuellen, stressigen Lage hiermit nicht zu viel hinzuzufügen.
Ich bin soeben auf deinen vorzüglichen Blog gestoßen. Dessen Existenz hat mich außerordentlich überrascht und erfreut. Als ich dann auf das Erstelldatum des Blogs aufmerksam wurde, da ward ich umschlungen von den Flammen feurigen Verlangens nach Antworten. Mein Herz dürstet nach Klarheit bezüglich der Fragen: Weshalb hast du den Blog damals begonnen? Und weshalb führst du den Blog weiterhin? Was hält dich bei der Stange? Von welchem Glücke kostet deine Seele beim Verfassen eines jeden deiner Einträge?
Ich bin erstaunt, sehe zu dir und der Langlebigkeit deines Blogs auf, wie der junge Platon zum weisen Sokrates, und zähle voller Erwartung die Stunden bis zu deiner Antwort.

Hochachtungsvoll
Ein wissensdurstiger Jüngling
Alleine der Text ist schon einen Blogeintrag wert, aber ich will den Absender dieser Botschaft ja nicht dumm ins Jenseits wandeln lassen und so gibt es hier ein paar Antworten:

Weshalb hast du den Blog damals begonnen?
Die Arbeit im Einzelhandel, besonders der Teil der Gleichung mit der größten Unbekannten, nämlich den Kunden, ist ein Quell für erstaunliche Geschichten. Das habe ich schon früh bemerkt und hatte schon während meiner Ausbildung und sogar den Jahren davor, zu meiner Zeit als Aushilfe, Faktotum und Mädchen-für-Alles, häufiger den Gedanken, dass man die vielen Erlebnisse irgendwie festhalten müsste.

Es gab aber nicht das richtige Medium dafür, für ein Buch war das alles irgendwie zu wenig. Auch mit einem eigenen Laden blieb die Problematik die selbe. Es gab die Geschichten, aber das war nach meinem damaligen Standpunkt nichts für ein Buch.

Dann war ich irgendwann 2004 auf das Lawblog, das Weblog von Udo Vetter, einem Fachanwalt für Strafrecht in Düsseldorf, gestolpert und hatte da bereits monatelang mitgelesen, als bei mir plötzlich im Januar 2005 buchstäblich über Nacht endlich der Groschen fiel: Ein Blog muss es sein!

Am nächsten Morgen, es war der 24. Januar, hatte ich die Domain über Manitu beantragt, am Nachmittag war bereits die Blogsoftware installiert und um 18:48 Uhr entstand der erste Beitrag hier auf shopblogger.de: Spirituosen im Mehrwegflasche


Und weshalb führst du den Blog weiterhin?
Vor allem wohl, weil der Nachschub an Geschichten niemals aufhört. Viele Sachen wiederholen sich irgendwo, der hunderttausendste Junkie klaut Kaffee zur Drogenbeschaffung und irgendwo verstaubt ein Aufsteller mit einem sich als Ladenhüter herauskristallisiertem Artikel. Und doch ist es immer irgendwie neu.


Was hält dich bei der Stange?
Die Beweggründe zum Schreiben dieser Beiträge haben sich im Laufe der inzwischen 17 Jahre mehrfach verändert. Anfangs wollte ich einfach nur ein paar Erlebnisse festhalten. "Für mich, für Freunde und vielleicht für ein paar Interessierte", hatte ich es immer bezeichnet.

Nun bitte ich ausdrücklich um Entschuldigung, denn das ist nichts Persönliches gegen jeden einzelnen, der das hier gerade liest. Mittlerweile ist mir das "wer" und sogar das "ob" gleichgültiger als früher. Natürlich freue ich mich immer über Feedback und viele Kommentare sind das sprichwörtliche Salz in der Suppe. Aber ich gebe zu, dass das Blog inzwischen mir vor allem der Funktion eines Tagebuchs dient. Es ist ein unglaublich wertvolles Archiv für mich, in dem ich immer und immer wieder Dinge nachschlagen kann. Und oftmals begleitet von einem "Oh, so lange ist das schon wieder her?" …


Von welchem Glücke kostet deine Seele beim Verfassen eines jeden deiner Einträge?
Beim Schreiben der Beiträge halten sich die kleinen Endorphinchen meistens zurück. Eher meldet sich das Adrenalin, wenn ich besonders aufregende und belastende Erlebnisse niederschreibe, also meistens besonders dreiste oder brutale Ladendiebe. Aber danach geht es meistens wieder.

Links 572

Landwirte klagen über Futtermangel

Der drohende Untergang des Abendbrots

So teuer ist der Stand-by-Modus

Sexistische Reklame: Werberat spricht mehr Rügen aus

Lebensmittel werden teurer: Ernstes Problem für Geringverdiener

Professorin findet heraus: Das ist das gesündeste Lebensmittel der Welt

30 Hilarious Comics That Illustrate The Differences Between Cultures and Languages

Jeder Zweite nimmt Nahrungsergänzungsmittel - Experten warnen

Mordstreifen

Werbung mit Zweifel an Fleischkonsum: Das neue Normal

Sommerruhe

Aloha! Möglicherweise ist dem einen oder anderen von euch in den letzten Wochen eine relative Funkstille hier im Blog aufgefallen. Das ist nicht der berühmte Anfang vom Ende und mir ist auch weder die Lust noch das blogbare Material ausgegangen – ich komme derzeit einfach nur zu nichts.

Wir sind zwar nicht im Sommerurlaub und saufen s(chw)itzen irgendwo an einer Strandbar, aber ich versuche derzeit, mich etwas aus dem Tagesgeschäft auszuklinken und die Zeit mit der Familie zu verbringen. Die Kleine hat Sommerferien und nebenbei kümmern wir uns noch um ein paar private Projekte, die in den letzten Jahren etwas zu kurz gekommen sind.

Die Berichtsheft-Beiträge hatte ich vor einer Weile mal vorgeschrieben, die laufen automatisch weiter. Akute Sachen, die Problematik mit unserer Eingangstür zum Beispiel, werden natürlich erledigt und finden dann auch den Weg hier ins Blog, aber alles andere muss warten. Auch mit dem Risiko, dass etwas der zeitliche Bezug verlorengeht. Ich habe derzeit eine dreistellige Zahl an Bildern und Notizen hier liegen, da wird also noch eine Menge kommen. In zwei Wochen wird es wieder regelmäßiger. ;-)

Mein Berichtsheft in Echtzeit (Teil 54)

Die 54. Woche meiner Berufsausbildung verlief wenig spektakulär, zumindest ist mein Berichtsheft dieser Meinung. Für die Pflichterfüllung hat das Berichtsheft so gereicht, aber aus heutiger Sicht wäre eine detailliertere Aufzeichnung schön gewesen. Naja, nicht zu ändern …

Raditschio liegt übrigens neben Zutschini und Gnotschi in Pinotschios Einkaufswagen. :-P



Tiefkühlkosten packen, Lager aufräumen.
Brot auszeichnen, packen und das Brotregal etwas umräumen.
Getränke (Einweg) packen.
Leergut annehmen.
Am Freitag habe ich die Trinks-Lieferung (Mehrweg-Getränke) angenommen und gepackt.



Radicchio

(italienisch, sprich "Radickjo")

Der Radicchio hat relativ kleine, feste und weinrote Köpfe und erinnert deshalb auch stark an Rotkohl.
Dieser Kohl ist eine italienische Züchtung, daher auch der Name. Sein leicht herber, herzhafter Geschmack stammt von den in ihm enthaltenen Bitterstoffen. Diese Bitterstoffe wirken sich günstig auf die Verdauung und die Blutgefäße aus.

DHL

Paketbote gibt bei uns im Laden eine Karte ab mit dem Hinweis, dass eine Adresse nicht gefunden wurde und die Sendung am nächsten Tag in einer Postfiliale hier im Stadtteil abgeholt werden kann. Läuft.

Nachtrag: Um mal eine Lanze für den Paketboten zu brechen: Das muss tatsächlich noch Zollgebühr bezahlt werden. Das war aber auf dem Foto, das mir mein Kollege geschickt hatte, nicht ersichtlich.


Türstress

Gestern Morgen um 6 Uhr kontaktierte mich mein Kollege aus der Frühschicht und teilte mir mit, dass sich unsere Ausgangstür nicht mehr öffnen lässt. Der Eingang schon, aber zur Warenannahme brauchen wir einerseits beide Türen, andererseits ist halbe Durchlassbreite da vorne auch für den sonstigen Geschäftsbetrieb blöd.

Die Ausgangstür wird über einen sogenannten Türkantriegel verrriegelt. Betätigt man den Hebel in der Mitte, fahren oben und unten jeweils eine Metallstange aus der Tür und greifen in ein passendes Loch im Boden, bzw. im oberen Bereich des Türelements:



Die Firma, die die Tür mal eingebaut hat, leidet unter dem selben Problem wie alle Handwerker: Keine Leute. "Ich kann Ihnen frühestens übernächste Woche jemanden herschicken!", bekam ich als Antwort. Das. War. Schlecht. Nachdem ich sogar eine halbe Stunde mit dem Hersteller des Riegels (Wicona) telefoniert hatte, war ich nicht viel weiter. Es gibt noch eine Firma hier im Umkreis, die sich mit dem Material auskennt, aber auch da ist personell gerade Ebbe. Kernaussage war aber: Die Tür muss dafür ausgebaut werden. Also theoretisch nichts, was man mal eben selber machen kann.

Egal, ich lass mir doch von einem Stück Alu nichts erzählen und so haben wir diesen gesamten Hebel kurzerhand ausgebaut. Sind ja nur zwei Schrauben. Die beiden Stangen sind von unten und oben jeweils in die Halterungen geschraubt, das ließ sich ebenfalls problemlos lösen. Die obere Stange hatten wir rausgezogen, die untere verblieb einfach im Kasten der Tür.



Was da nun aber genau kaputt ist, ließ sich so nicht erkennen. Das Gehäuse ist komplett geschlossen und die Abdeckung ist mit drei Niete befestigt. "Mal eben aufmachen" war also nicht.
Da Ding ohnehin schon kaputt war, haben wir kurz die Bohrmaschine bemüht und die Köpfe der Niete entfernt. Da drunter sah es wie folgt aus:



Mit dem Hebel bewegt man durch eine Drehbewegung die beiden Aufnahmen für die Stangen gegenläufig. Entweder bewegen sie sich gleichermaßen aus der Tür heraus oder wieder herein. In diesem Fall bewegte sich nur noch die obere Stange, denn der kleine Bolzen (in dem Langloch genau vor meinem Daumen richtig gut nicht zu erkennen) war abgebrochen und verschwunden. Entweder durch allgemeinen Verschleiß oder da hat mal jemand beim Schließen der Tür das Loch nicht getroffen und mit zu viel Kraft den Hebel betätigt. Werde ich wohl nie erfahren …

Der Bolzen steckte in einem 5 mm durchmessenden Loch, in das man praktischerweise ein 6 mm Gewinde schneiden konnte. Dann haben wir nur noch eine M6-Schraube etwas bearbeitet und schon …



… sah das Innenleben des Türkantriegels wieder fast wie neu aus. Links ist der alte noch vorhandene Bolzen, rechts ist auf dem folgenden Foto noch das Gewinde der umgebauten Schraube und entsprechend gekürzten zu sehen:

Den Deckel haben wir mit zwei M3-Schrauben wieder befestigt (Löcher durch die Reste der alten Vernietung gebohrt) und nachdem alles wieder eingebaut war, funktionierte die Tür wieder, als wäre nie etwas gewesen. War zwar Stress und hat mich insgesamt vier Stunden aufgehalten – aber irgendwie, dass muss ich ehrlich zugeben, hat die Bastelei in der kleinen Metallwerkstatt meines Schlüsseldienst-Nachbarn auch Spaß gemacht. :-)

(Auch wenn ein Provisorium bekanntlich immer am längsten hält, habe ich nun dennoch einen neuen Türkantriegel bestellt. Muss man ja noch nicht einbauen, aber falls es mal so weit ist, lässt sich das in einer Viertelstunde erledigen.)


Mein Berichtsheft in Echtzeit (Teil 53)

Der alte Trott im Markt, keine besonderen Aufgaben, die ihren Weg in mein Berichtsheft gefunden haben könnten.

Diese Art der Fachberichtgestaltung war übrigens prima: Ein schönes Bild (Arbeitsaufwand ein paar Mausklicks) und ein paar handschriftliche Sätze darunter. So war die Seite in wenigen Minuten gefüllt und alle waren zufrieden. :-)



Am Mittwoch habe ich erst die Reste vom Gemüse-Packen weggeräumt (Pappe in die Presse, Kisten draußen auf einem Rolli stapeln, Gemüsereste in die entsprechenden Tonnen).
Anschließend Tiefkühlkost packen. Draußen aufräumen, Reste-Rollis aus dem Lager im Laden verteilen.
Donnerstag Ware annehmen, ins Lager fahren und kontrollieren.
Getränke packen (Einweg).



Lollo bianco

(Lollo bionda)
Hat viele Gemeinsamkeiten mit Lollo rosso. Auch dieser Salat hat ziemlich krause Blätter und einen leicht herben Geschmack. Seine Blätter sind komplett gelb-grün und nicht an den Spitzen rot gefärbt.
Auch bei dem Lollo bionda handelt es sich um Pflücksalat.