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Kefir und Pfand in die Tonne

Als ich kurz draußen zum Frischluft tanken auf der Rampe zum Hof stand, fiel mein Blick wie üblich auch in den großen, schwarzen Müllbehälter.

Darin lag eine Flache Müller Kefir, die aus unterschiedlichen Gründen meine Aufmerksamkeit erregte: Zum Einen war die Flasche augenscheinlich ungeöffnet. Warum liegt die im Müll? Zum Anderen sind diese Flaschen seit über zweieinhalb Jahren bepfandet, so dass ungeachtet des Zustand des Inhalts der Flasche dort zumindest 25 Cent im Müll lagen.

Natürlich angelte ich die Flasche aus dem Container, auch wenn der Inhalt natürlich nicht mehr appetitlich war. Man wirft doch keine 25 Cent in den Abfall.

Nach kurzer Suche fand ich die Kollegin, welche die Flasche entsorgt hatte und mir ganz selbstsicher erklärte, dass sie die warm gewordene Flasche außerhalb des Kühlregals entdeckt und sofort erkannt hatte, dass diese nicht mehr verkaufsfähig ist. Daher flog sie ohne weitere Rückfragen in die Tonne.

Ein kurzes, aufklärendes Gespräch später wusste sie dann auch, dass nur weil ein Produkt nicht mehr verkauft werden darf, seine Verpackung noch lange kein Restmüll sein muss.

Treppenwitz: Es war Müller-Kefir. :-P

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Comments

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Nobody on :

Gehen die auch befüllt durch den cruncher?
}:-)
Oder wird da protestiert?

Ingo84 on :

Zumindest Tomra Automaten geben eigentlich eine Fehlermeldung aus wenn eine Flasche noch zu viel Inhalt hat.

Nobody on :

Ist die Frage ob es verschiedene Gebinde auch unterschiedliche Grenzwerte gibt… vermutlich… hoffentlich…

Bernd on :

So eine Ladung Kefir möchte ich nicht im Automaten haben. Das wird bestimmt interessant, wenn es ein paar Tage reifen durfte. *brrrr*

Filialkasper on :

Auch nicht schlimmer als die Flaschen mit Pisse oder Asche drinne.

Ich schon wieder on :

Sagen wir es mal so: Zumindest hat die Kollegin nichts unterschlagen oder anderswie das in sie gesetzte Vertrauen missbraucht.
Dass man von ihr erwartet, den Inhalt im Klo zu entsorgen und das Flaschenpfand dann ordnungsgemäß zu verbuchen, konnte sie ja nicht wissen.

bli on :

@Ich schon wieder: Sagen wir es mal so: die Mitarbeiterin hat betriebswirtschaftlich vernünftig gehandelt. Wenn ich fürs Entleeren, Grobreinigung und Verbuchung des Flaschenpfands bescheidene drei Minuten Arbeitszeit annehme, wären das auf die Stunde hochgerechnet 20 * 0,25 € = 4,50 €. Die Kosten einer Arbeitsstunde für den Arbeitgeber dürften ein Vielfaches davon betragen. Naja, Hauptsache 25 ¢ Pfand gerettet. ;-)

Und daß sie Lebensmittel in der Toilette entsorgt, wird hoffentlich nicht von ihr erwartet: https://www.bundesumweltministerium.de/themen/wasser-und-binnengewaesser/un-wasserdekade/toiletten-sind-keine-muellschlucker

Ich schon wieder on :

Ich bin bei dir, dass es betriebswirtschaftlich richtig war, Pfand samt Inhalt wegzuwerfen.
Aber
https://www.bundesumweltministerium.de/themen/wasser-und-binnengewaesser/un-wasserdekade/toiletten-sind-keine-muellschlucker
ist zu pauschal.
eine faulig gewordene klare Brühe ohne Einlage und auch sonst alles, was man trinken kann und nicht kauen muss, darf ins Klo.
es verdünnt sich im Wasser und die Ratten habe nichts mehr davon.
Der Kläranlage oder der Kanalisation schadet es nicht.
Ich kann aber verstehen, warum man da lieber pauschal kommuniziert, dass Lebensmittel nicht in die Toilette sollen.

nicht der andere on :

Pflanzenöle muss man nicht kauen, kann man trinken, setzen sich aber trotzdem in Abwasserrohren und Kanalisation ab.

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