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Pumpstation in den Keller

Das bislang und buchstäblich größte Problem bei den Umbauplanungen ist die sogenannte Pumpstation, mit der die Abwärme aus den zukünftigen Kühlregalen in den Rückkühler draußen am Haus geleitet wird. Rückkühler… Ich kenne die Dinger als "Verflüssiger", so hieß es immer bei gasgefüllten Anlagen. Bei uns wird dort Wasser den Job erledigen, das natürlich nicht verflüssigt, sondern einfach nur weiter abgekühlt werden muss. Dieser Rückkühler wird draußen an der Gebäuderückwand befestigt werden, so wie jetzt auch schon die alten Verflüssiger.

Aber die Pumpe dafür, die braucht auch einen Platz. Das komplette Modul ist etwa 2,00x0,90x1,40m groß und wiegt knapp 400kg und muss so aufgestellt werden, dass zwar ein Techniker daran arbeiten kann, aber keine Unbefugten daran herumfummeln können. Das Modul ist nicht durch die beiden Türen in den alten Maschinenraum zu bekommen, so dass der Raum, so ideal er wäre (trocken, abschließbar, Stromversorgung in unmittelbarer Nähe, kurze Wege für die Rohre) beim besten Willen nicht in Frage kommt. Bislang war daher die favorisierte Lösung eine knapp zehn Quadratmeter große Bühne aus Stahl, die auf eigenen Stützen hinter dem Haus montiert wird. Kostet zwar viel Geld und hat auch noch viele andere Nachteile – aber irgendwo muss die Technik ja hin.

Nun stand ich da vor der Außenwand und überlegte, ob das Gerät nicht durch die Wand passt, wenn man die beiden Lüftungsgitter entfernt und noch etwas Material aus der Wand herausstemmt. Statisch ist das überhaupt kein Ding und auch wenn das ganze Pumpenmodul groß und schwer ist – mit ein paar starken Männern lässt sich das Teil schon in den Keller manövrieren. Danach wird die gesamte Öffnung wieder zugemauert, denn die Lüftungsgitter sind heute überhaupt nicht mehr notwendig.

Wenn da nichts mehr zwischen kommt, wird es so passieren.

War toll gedacht, aber leider nicht weit genug. Über den Gittern sind (ist ja irgendwie auch logisch) massive Stürze eingebaut, die wir besser nicht rausstemmen sollten. Ich will dieses Modul aber in den Keller haben und mir schwebt auch bereits eine neue Lösung vor. Die wird noch ausgearbeitet und dann gibt es hier auch das entsprechende Foto.


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Kommentare

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Ups am :

Mit der Statik solltest Du evtl. einen Fachmann fragen (keinen Architekten).
Die Stütze zwischen den Gittern ist wohl mit das Wichtigste, um die Lasten aus der Decke in das Fundament zu bekommen.
Über den Öffnungen liegt entweder ein Sturz oder eine Platte, welche die Öffnungen überspannt und einen großen Teil der Last in die Stütze einleitet. Entfernen des Wandteils zwischen den Öffnungen wird mit einer Wahrscheinlichkeit von mind. 95% zu Rissen oder vollständigem Versagen führen.

Rene am :

Falls das Fenster 90 breit und innen genug Platz sein sollte: Rechtes Fenster tiefer stemmen, Geländer weg und gerade über ne Stahlplatte rein?

Onkel Hotte am :

Ich würde da auch erst einen Statiker konsultieren.

Es gibt auch wirklich ausgesprochen fähige, auf das Bewegen von unhandlichen und/oder schweren Dingen unter widrigen Umständen spezialisierte Unternehmen in Bremen. Die bekommen auch einen Safe durch einen Briefkastenschlitz, ohne, dass man hinterher Schrammen sieht ;-)

Aber ja, ich weiss schon, kostet Geld. Wäre aber gut investiert.

Btw: das fragliche Modul lässt sich nicht so weit zerlegen, dass es durch irgendeine der Öffnungen passt?

Carlos am :

Wenn ihr sowieso schon am reißen und hämmern seid, warum stützt ihr nicht die Decke mit ein paar Stützen ab und ersetzt die alten Stürze durch einen neuen der über die geammte Breite geht falls dieser nicht schon vorhanden ist, was ja überprüft werden kann.
Ist auch nicht viel mehr Arbeit als du eh schon vor hattest und die Öffnung könnte dauerhaft mit einer Verkleidung oder provisorischen Tür verschlossen werden. Und das Loch ist für eventuelle Rep. und Pumpenaustausch-Arbeiten immer noch vorhanden.

Bernd am :

Kann man das Modul nicht zerlegen, reintragen und wieder zusammenbauen?

Auch wenn das 10 Stunden dauert, wäre das doch die billigere Lösung als draußen eine Plattform zu bauen.

Bas am :

Wenn der Raum unter dem Lager ist - wär es vielleicht möglich da ein Loch in die Decke zu schneiden und eine Klappe einzusetzen? Ist möglicherweise billiger als die Außenwand umzubauen.

Simon. am :

Kann man nicht zwei kleinere Pumpen nehmen, statt einer großen? Bekäme man leichter in den Keller und wäre eventuell sogar Ausfallsicherer.

bfs am :

Eine 2 kW Pumpe liefert gut 20 m³/h bei 2 bar Wasserdruck. Das reicht aus einen 225 kW Kühlturm zu betreiben und ist mit Schieber usw. deutlich kleiner als diese Monsterpumpe.

Wie Simon schreibt:
Bei der Größe nimm nicht eine Pumpe, sondern mehrere. Bei kalter Witterung kannst du nicht nur die Lüfterdrehzahl des Rückkühlers runter fahren, sondern auch Pumpen wegschalten (Strom sparen). Um nimm keine Norm/Block-Pumpen, sondern Inlinepumpen. Die kleckern seltener als Blockpumpen, sind kompakter, lassen sich sogar an die Wand tackern (auf ne kleine Konsole stellen).

Nur mal schnell bei Grundfos geguckt. Ne TPD 65-250/2 hat BHT von 600x700x400 und haut dir bei 1,5 bar 60 m³/h um die Ohren.

Für den Fall, dass mehrere Pumpen auf dem Modul vorinstalliert sind... lass die Pumpenstation von nem Heizungsmonteur im Keller aus den Einzelteilen zusammenbauen.

Guck im Angebot, was du an Durchsatz und Druck brauchst und red mit deinem Installateuer oder nem Pumpenhändler. Wenn du nicht gerade ein Hochhaus mit Wasser versorgen willst, ist deine Station zu groß!

Marvin am :

Wenn man die Pumpenleistung beider Pumpen braucht, steigt die Ausfallwahrscheinlichkeit dadurch aber leider erheblich.
Angenommen, eine Maschine hat eine Ausfallwahrscheinlichkeit von 5%/Jahr. Zwei Maschinen würden dann schon mit einer Wahrscheinlichkeit von 9,75% ausfallen.

Theo am :

diese Teile können auseinander gebaut werden
(das haben wir früher auch immer gemacht)
dann kann man zumindest ein Fenster nach unten hin vergrößern (das hält die Statik aus) dann das Geländer weg und mit einem kleinen Kran oder Bagger (eher nicht)das Teil reinschieben
Gruß
Theo

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