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Schnösel

Über Praktikanten kann man mitunter echt nur noch den Kopf schütteln. Ich habe ja im Laufe der Jahre schon die merkwürdigsten Dinge erlebt - aber dieser Kandidat, der uns von einer Maßnahme für Jugendliche geschickt worden ist, hat so ziemlich alles getoppt...

Natürlich kann man von einem Neuling nicht allzuviel Wissen und selbständiges Arbeiten erwarten - alles ist neu und aufregend, man kennt sich nicht und auch nicht aus und hat noch so gar keine Erfahrungen in der Berufswelt. Den Rest in Stichworten:
· Zu einem Kollegen, über die restlichen Mitarbeiterinnen: "Wie viele Weiber haste schon hier klargemacht?" - Mit "Weiber" waren in erster Linie die weiblichen Angestellten gemeint, über deren Vielzahl er sich schon ausführlich informiert hatte:

· Sämtliche Beschriftungen der Schränke hatte er in kürzester Zeit inspiziert und wußte genau, wie groß die Anzahl der KollegINNEN hier in der Firma ist.

· Während er zwei Mitarbeitern bei der Arbeit zusehen sollte, wandte er sich heimlich ab und warf ohne zu fragen einen Blick hinter eine Tür, die ihn gar nichts an ging. Dummerweise war es mein Büro. Hätte er wenigstens noch irgendwas gesagt oder sich entschuldigt. Nein: Tür auf, Kopf rein, Kopf raus, Tür zu.

· Nach einer Stunde fing er an zu jammern, wie lange er denn überhaupt noch arbeiten müsse. Ja, eine Stunde lustlos zugucken macht schon müde, vor allem, wenn diese Zeit inklusive (von mir gesponsortem) Frühstück gerechnet wird...

· Er sollte einer älteren Dame mit Rollator helfen - Herr Praktikant stand nur stieselig daneben und hat die Kundin alleine gewähren lassen...

· Zwischendurch wollte er immer wieder von sämtlichen Kollegen wissen, ob hier viele hübsche Frauen arbeiten würden und ob man die "klarmachen" könnte. Mit Freund oder ohne wäre ihm, als cooler Macho, auch völlig egal.

· Desweiteren wollte er auch immer wieder von sämtlichen Kollegen wissen, ob hier viele hübsche Kundinnen kommen würden und ob man die "klarmachen" könnte. Mit Freund oder ohne wäre ihm, als cooler Macho, auch völlig egal.

· Nach einiger Zeit erwähnte er ziemlich deutlich, dass er zwar, bedingt durch die Maßnahme, zu dem Praktikum gehen muß, aber aufgrund der Entfernung keine Lust dazu hat.

· Außerdem wollte er drei Tage pro Woche frei bekommen. Weil er ja fit für sein Fußballtraining sein müsse...

· Letztendlich wollte er noch wissen, ob hier viel geklaut wird.
Mit allzu neugierigen Praktikanten habe ich erhebliche persönliche Probleme. Damit meine ich nicht Fragen zur Arbeit, sonder genau solche Hintergrunddetails wie z.B. die Fragen nach Diebstählen und besonders wertvollen Waren. Vor allem dann, wenn der Praktikant von allen Anwesenden spontan als "windig" empfunden wird.
Knapp drei Stunden später sprach der Praktikant einen Kollegen an und wollte wissen, wie lange er denn überhaupt bleiben müsse, da er ja eigentlich nur eine Stunde arbeiten sollte.

Ich freute mich: "Dann hast du ja längst Feierabend."

Tzja - und tschüss... :-)

Nachtrag:
Wegen der vielen Nachfragen: Das war sein erster und letzter Tag hier in der Firma. Ich bin nicht gewillt, so eine Person auch nur eine weitere Sekunde zu meinem Team zählen zu müssen.

Trackbacks

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Kommentare

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Lino am :

Muss er wiederkommen?
Wollt ihr das wirklich?
Wird er es auch tun?

Dies und viel mehr in der nächsten Episode von...

[2ERV - 2 extrem rücksichtslose Versager]

Shopbloggerswife am :

NEIN!
...und das Schlimmste: Es ging darum, sich mit dem Praktikum für einen Ausbildungsplatz 2007 zu qualifizieren.
Bei dem absolut genialen Team hier wäre das echt eine Chance gewesen, die man nicht wegwerfen sollte.
Er wollte Verkäufer im Einzelhandel werden und hat bereits zu Schulzeiten entsprechende Praktika abgeleistet.
Aber naja, das vorherige Praktikum lief in einem Elektrofachgeschäft mit Handys und so, das war natürlich cooler als so'n oller Krämerladen. :-(

Andy am :

Also ganz ehrlich, hätte ich sone Chance, und dann noch in nem Laden mit einem anscheinend tollem Arbeitsklime (ich denke doch das habt ihr, oder ? ;-) ) würde ich die Nutzen.
Abgesehen davon dass ich ein solches Verhalten (egal wers nun ist) absolut nicht abkann.
Aber wer Fernsehen guckt weis wie sich heutzutage einige Leute aufführen müssen... :-(

Isidor am :

Schade, dass Du ihn gefeuert hast. Der hätte das Zeug zu einem Fortsetzungsroman in Deinem Blog gehabt!

Bettina von Mottenburg am :

Gib ihm Zeit, sein letztes Praktikum fand in einem Swingerclub statt.

Schimpfmeister am :

Ist doch gut wenn sich angehende Ladendiebe schonmal vorab persönlich bei Dir vorstellen. Erspart man sich die anschliessende Personalienaufnahme... ;-)

AndiBerlin am :

Ich finde es immer wieder schade wie solche Menschen die dargereichte Chance einfach wegwerfen, und wenn sie es nur tun indem sie sich so daneben benehmen.
Glauben die in der Zukunft bekommen die alles von einem geschenkt?

Erik am :

dito, genau meine Meinung. Ich mein nen anderer hat deswegen kein Praktikum bekommen.

Viel schlimmer find ich allerdings dass wenn er keinen Job finden-werden-wird, jeder der täglich 8 h arbeiten geht sein ehrlich verdientes Geld mit ihm teilen "darf".

Ich erinner mich diesbezüglich an ne fabelhafte Karikatur ausm Focus oder Spiegel: Man sieht 2 Schüler hintereinander sitzen. Der eine lernt und der andere bewirft ihn dabei mit Papierkügelchen und sagt bei: "Lern nur weiter früher oder später musst du auch mein Geld verdienen" *oder so ähnlich*

hmm... naja was will man machen

Erik am :

oder noch was passendes, das kam mal @ ZDF zum thema 1-€uro Job.

Nachdem die beiden verheiraten Arbeitslosen per zwangsmaßnahme, wegen ablehens eine 1€ Jobs, schon nen Teil des Arbeitslosengeldes "eingebüßt" hatten, meinten sie gleich am 1. Tag : "morgen hol ich mir vom Arzt ne bescheinigung. Ich lass mich hier doch net Ausbeuten und für 1€ Arbeiten". Dazu sag ich nur noch *omg*. Ihre aufgabe wars mit solchen Papierhebestöcken nen Gehweg zu reinigen.

bbr am :

aber auch solche Arbeiten sollten einigermaßen vernünftig bezahlt werden !

Erik am :

ja, im prinzip schon. Es ist doch aber nicht verkehrt das man für das Geld was die Allgemeinheit zahlt 2-3 Stunden z.B. Fußgängerzone oder Park saubermacht. Der 1€ ist eher nen Symbolisches Zeichen.

ebayblogger.de am :

O Mann , wieso mußt du denn solche Leute beschäftigen ?

Sabine am :

Süß ... >>>Mit "Weiber" waren in erster Linie die weiblichen Angestellten gemeint ...

Alexander Gruel am :

Hey Björn, das find ich aber mal asso unkorrekt von dir, dassu ihm nich gesacht hast wie er am einfachsten deine Kundinnen klarmachen kann..ey alter, wie soll der sonst mal wieder ordentlich was zum schniggeln haben ey? Du bis voll unsozialer Scheff..

Also mal Butter bei de Fische: wenn ich sowas Lese, dann mache ich mir ernsthaft Gedanken um die Zukunft unseres Landes.. ich meine ich bin grade mal Jahrgang 83 und kriege fast schon Heulkrämpfe, wenn ich sowas sehe/höre/lese .. zu meiner Zeit (ja, vorm Krieg und so wie Omma immer sagt) häts das nicht gegeben..

Volker Schepker am :

Das hab ich mir auch gedacht, und ich bin mit Jahrgang 82 auch nicht so viel älter als du. Passt irgendwie auch zu dem Beitrag hier:
http://aci.blogg.de/eintrag.php?id=261

Deneriel am :

Da muß ich mich auch mal als 83er outen.
Aber wenn ich so einige sprachliche Anwandlungen dieser Art wie oben beschrieben mitbekomme oder mitbekomme wie sich manche, gar nicht so viel, Jüngere benehmen fühle ich mir irgendwie alt. 8-(

4KLMR - 4 Kleine Luschen machen Rabatz

Dani S. am :

Bin auch Jahrgang 83, aber ich fand das Benehmen der Jüngeren schon in der Schule schrecklich...nach dem Motto: als wir in der 5. Klasse waren, haben wir an den "Großen" fast schon bewundernd hochgeguckt und als ich in der Oberstufe war, ham uns die "Kleinen" statt dessen angespuckt und uns das Bein gestellt...
irgendwie deprimierend, das...

und ich find es erschreckend, wie egal manchen Leuten ihre Zukunft ist...bzw. damit auch die Zukunft vom Staat, weil der lebt davon, dass jeder seinen Teil leistet...argh, ich krieg Anfälle...

Volker Schepker am :

Genau daran musste ich auch denken. Die "Großen" waren irgendwie.... unerreichbar?
Und als wir die "Großen" waren, warn wir die "uncoolen Spacken" .... ;-)

isidor am :

Auch mir ging es so, dass wir als Schüler immer zu den älteren aufblickten. Als wir dann Abitur machten, provizierten uns die kleinen nur.

Komisch nur, dass ich Jahrgang 1970 bin. Die oben erwähnten kleinen also maximal Jahrgang 79 sein konnten. (Irgendwas stimmt da nicht ;-)))))

A-K am :

Mir ergings ganz genau so! Mit dem Unterschied, dass ich Jahrgang 1977 bin *ggg*
"Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten soll. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer." (Sokrates, 470-399 v.Chr.)

marcc am :

Moment, *wir* haben zu den Oberstüflern bewundernd aufgesehen. Und bei uns haben die Fünft- und Sechsklässler genau gewusst, dass wir ihnen nichts tun dürfen und waren rotzfrech. Und ich hatte 1989 Abi gemacht.
:-)

Matze am :

Hast du ihm auch verraten, dass du einen Blog führst?
Wenn nicht, lass doch morgen mal "zufälligerweise" die ausgedruckte Seite des obigen Beitrags irgendwo herumliegen...

StevieMC am :

Solche Vollidioten haben in keinem Betrieb was zu suchen - egal ob als Praktikant, Kunde oder Lieferant. Nein danke, auf solche Spinner kann die Branche verzichten!!!
Der Betreffende macht mehr Arbeit als er zu leisten bereit ist, weil ihm dauernd jemand auf die Finger schauen muß. Von den blödsinnigen Kommentaren mal abgtesehen...
Traurig, wie sich die Welt entwickelt hat - kann man den Typen nicht wieder zurückschicken (wg. obiger Verhaltensweisen)??? Arschtritt und ab dafür!! Hoffe, die Sache klärt sich zeitnah...

Werderaner am :

Interessant, wie sich die Erfahrungen mit Praktikanten so decken ;-)

Rinderteufel am :

Vielleicht sollt ihm mal Jemand "klar machen" wie es so in
der Welt wirklich läuft.... Ich kenne da aber auch so einen Kandidaten. Der Typ hieß nicht zufällig Mustafa? :-)
Wohl nicht, der is wohl zu alt, aber Weiber klarmachen ist genau sein slang....

Ich weiß auch nicht wie ich-bezogen man sein muss um so
durch die Welt zu laufen. Diese Typen denken sie sind der Mittelpunkt der Welt. Leider stehen sie aber nur im Abseits.
Wär die Welt ne Scheibe würden die alle im All schweben. ;-)
(Oder auf dem Rücken einer Schildkröte vergeblich versuchen Weiber klar zu machen. *g*)

Es ist aber schon traurig das solchen Leuten kein anständiges
Weltbild und echte Werte vermittelt wurden. Stattdessen gibt es US Rapvideos auf MTV, mit vielen leicht bekleideten Weibern.

StevieMC am :

@ Rinderteufel: das Problem dieser Burschen liegt in der falschen Erziehung. Wenn man Dir durch deine Eltern und Dein Umfeld klarmacht, daß Jungs die Herren sind, Frauen nichts zu sagen haben und sich sowieso alles nur um die Herren der Schöpfung dreht, würdest Du es auch irgendwann glauben...oder?? Hier liegt eine völlig andere Wertvorstellung einer "Parallelgesellschaft" vor, die mit denen unserer Gesellschaft nur sehr wenige Berührpunkte hat.

Die Rapvideos scheinst Du ja gesehen zu haben - sicher als Negativbeispiel, oder ;-) ???

Rinderteufel am :

Ja, diese Nelly, 50 Cent dummbrotrapper sind für mich negativbeispiele.
Mit diesem Amigepose kann ich nicht viel anfangen.

Diese US "Pimps & Playas" genau wie hier Sido, Savasch, Eco etc,
sind doch nur oberflächliche dumme selbstdarstellerprolls.

Da bleibe ich lieber bei Fiva MC, Spax, City Nord etc.
Oder wenn schon US Rap dann von welchen die was auf dem Kasten haben, und auch ohne diese Blingbling Weiber Goldketten Limosinen Videos Erfolg haben/hatten/könnten
wie Eric B. & Rakim, Naughty By Nature, KRS One etc.
Aber vielleicht bin ich auch nur zu oldscool für diese Welt.... :-D

Sojo am :

Das mit dem "Vielleicht sollt ihm mal Jemand "klar machen" wie es so in
der Welt wirklich läuft.... " ist so eine Sache. Zu meiner Lehrzeit wurde man für solche "Klarmach"-Lektionen von den Altgesellen hinter die Lagerhalle gezerrt und bekam derbe was auf die Fresse. Das kann's ja auch nicht sein.

Reden hilft allerdings auch nicht, da solche Leute normalerweise völlig Beratungsresistent sind. Also bleibt nichts. Sollen Sozialarbeiter weiter im Rahmen von "Projekten" auf ihn einreden. Sind die Sozialarbeiter wenigstens beschäftigt.

thomas am :

Vielleicht kann man ihn auch mit ein paar anderen "playaz" und 'nem Sozialarbeiter zusammen nach Südafrika schicken, zum Klettern und Campen nach Schweden, auf einen Abenteuerurlaub in den USA oder eine Kreuzfahrt mit einem Segelschiff.

Dabei lernt er bestimmt, wie man sich besser benimmt.

...und alle, die sich sowieso schon besser benehmen, schon immer mal nach Südafrika, zum Klettern und Campen nach Schweden, auf einen Abenteuerurlaub in den USA oder eine Kreuzfahrt mit einem Segelschiff fahren wollten, es sich aber nicht leisten können:
Nur nicht entmutigen lassen, irgendwann habt Ihr auch genug Geld für sowas...

Senderin am :

Solche Segelfahrten für Jugendliche sind zwar teuer und klingen traumhaft, sind aber in Wahrheit effektiv und anstrengend für die Jugendlichen. Wenn sich der junge Mann nämlich für Monate auf einem Schiff befindet, ist nix mehr mit Weiber klarmachen und Fußball. Dann muss er sich mit sich und den anderen auseinandersetzen und kann sich Gedanken machen, wie es in Zukunft mit ihm weitergehen soll. Außerdem ist er mal eine Zeit von seinem Elternhaus weg. Früher Feierabend machen oder weglaufen ist da nicht.

Observer am :

Soll er doch die Ladendiebe "klarmachen"...

Jam MC am :

Hey Leute, kriegt euch wieder ein. Für solche wie euch gibt es sogar ein Wort: PLAYA-HATA!

(http://www.urbandictionary.com/define.php?term=playa+hata)

Sojo am :

Ja, und für selbsternannte, sackkratzende eMCees gibt es in meiner Generation die Worte "dummer Junge" und "Pfeife". Noch Fragen?

1963er am :

*gröhl* Yo, dem haste es gegeben. :-)
Greetz
1963er

Schwarzmaler am :

Also, stieselig rumstehen qualifiziert ihn schon ganz gut zum Fachverkäufer. C&A, Metro und Konsorten werden ihn dankend ein- und hinstellen. Wenn er dann noch den genervten Blck erlernt, falls es jemand wagt, ihn anzusprechen...

Magoo am :

Tja die Unternehmen sorgen selber dafür, dass Verkäufer nicht gerade ein Traumjob für Qualifizierte ist...

Lilofee am :

Ihr habt natürlich alle recht. Ich möchte allerdings darauf hinweisen, dass solche Persönlichkeiten meistens einem erzieherischen Umfeld entstammen, dem es an liebevoller Zuwendung, Respekt und überhaupt fast allem fehlt, was Kinder für eine gesunde Entwicklung brauchen. Um denen, die vielleicht dennoch das Zeug haben, sich an ihren eigenen Haaren aus dem Sumpf zu ziehen, eine Chance zu geben, gibt es solche Projekte. Björns Kandidat ist zweifellos noch nicht so weit, diese Chance zu ergreifen.

StevieMC am :

...naja, nach allen seinen Äußerungen wird der besagte Kandidat in seinem ganzem Leben dise Chance nicht ergreifen. Die Resozialisierung solcher Kids ist zwar eine gute Sache, aber sicherlich nur bruchteilhaft von Erfolg gekrönt- leider.

Jam MC am :

Was heisst schon Erfolg? Ich würde wetten, dass die Wahrscheinlichkeit, dass er sich öfter vermehrt oder bereits vermehrt hat als du, für relativ hoch ein. Damit ist er also ziemlich erfolgreich. Evolutionär gesehen.

Playa-Hata #xx am :

Wenn er so schlecht Deutsch spricht wie du wird er aber keinem seiner Nachkommen jemals einen Brief schreiben koennen, ueber den sie sich freuen koennten. Bleibt zu hoffen, dass wenigstens die gut und ohne ihn erzogen werden und ordentliche Bildung geniessen.

Henrik am :

Rein evolutionstheoretisch betrachtet hat er recht. Die Biologische Fitness (gemäß Darwins "Survival of the fittest" bzw. genauer "Survival of the fittest by the means of natural selection") eines Lebewesens ergibt sich aus der Zahl der Nachfahren, die selbst Nachfahren zeugen. Und Menschen mit einem geringeren Bildungsstand vermehren sich in der Regel häufiger als solche der gehobenen Bildungsschichten.

Ja, ich bin ein (unfreiwilliger) Bio-LK-Streber gewesen. ;-)

zazzel am :

Seine "biologische Fitness" ist aber nur deswegen besser, weil wir ein ausuferndes Sozialstaatswesen haben, dass ihn von den negativen Auswirkungen seines Fehlverhaltens befreit. Sonst würde er a) kaum Geld für eine eigene Familie haben und b) seine Nachfahren mit der Hypothek der minderen Bildung der "Ausbeutung" durch die besser Gebildeten preisgeben. Wenn man die korrekte Anwendung des Meritokratischen Prinzips unbedingt als "Ausbeutung" definieren möchte.

Hife am :

Und das gleich am ersten Tag, da würd ich mich ja gerade anstrengen um einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen. Menschen gibts...

StevieMC am :

Wie gesagt: Falsches Umfeld. Da geht's anscheinend nicht um den guten ersten Eindruck, den wir alle gelernt haben.

Matthias am :

Hey, er hat sich doch angestrengt das klar zu machen ...

anonmer mitleser am :

hmtha, mich würde jetzt aber auch mal interessieren, wieviele kolleginnen und kunden man bei euch klarmachen kann *gg*

Dirk am :

Richtig so!

Anstatt so einen, -sorry- Idioten, aushalten zu müssen, könntest du besser einen Praktikanten nehmen, der interesse am Beruf des Groß- und Einzelhandels-Kaufmanns (heißt doch immernoch so, oder?) hat.

StevieMC am :

Die korrekte Berufsbezeichnung lautet "Kaufmann im Einzelhandel", was Du meinst ist der "Kaufmann im Groß- und Außenhandel". Ersterer verkauft im Inland Waren an Endverbraucher z.B. Kunden im Supermarkt, zweiter verkauft nicht an den direkten Endverbraucher, sondern an Wiederverkäufer im Inland (Großhandel wie z.B. Metro/Mios) oder ins Ausland (Außenhandel/Export).
Habe selber G&A Kaufmann gelernt...da gibt's meist auch die humaneren Arbeitszeiten (nicht bis 20:00, Freitags meist nur bis 14:00). Bin aber leider raus aus der Branche.

Katharina am :

Also ich bin ein 87 Jahergang und ich find so ein Benehmen auch inakzeptabel. Ich mein, ich bin froh, wenn ich ein Praktikum im Sommer bekommen und bin sicher auch gewillt zu arbeiten! Und einen Job neben den Studium ist auch nicht zu verachten, man will sich ja nciht sein ganzes Leben von Menschen aushalten lassen müssen.

Blog am :

Na ja, dann kann ich mich ja nicht beschwehren.
Die Praktikanten, welche uns von einer Maßnahme geschickt werden, kommen erst garnicht zur Arbeit oder sind am 2ten Tag krank bis zum Ende :-D

matthze am :

Vielleicht einfach ne klare Ansage und dann ab zum Flaschensortieren schicken?

thomas am :

Björn, wie wär's, 'ne Runde in den Keller, Kohlen putzen...

eco am :

Der kann gleich bei uns anfangen. Wird lustig wenn er versucht die "Weiber" hier "klar zu machen". In einer Uniklinik gibt es viele tolle Möglichkeiten. Also Möglichkeiten unserer Schwestern seinem Schwellkörperproblem Abhilfe zu schaffen. Und zwar ziemlich final :-)

Klaus Hintze am :

Ich (43) hoffe mein Sohn (13) wird sich später mal nicht so aufführen!

Twin am :

Leider ist das heute Standard. Die machen ein Praktikum, weil sie müssen. Sobald Arbeit ansteht, sind sie krank. Stehen lustlos rum und labern dummes Zeug. Von 20 Praktikanten sind 18 ein absolutes Spiegelbild von dem, was Björn hier beschreibt. Trauriges Bild unserer Jugend.

Alfred am :

Was du da verbreitest, ist eine sog. Sch...hausparole, nämlich erfunden. (woher hast du denn diese Zahlen?).

Ich arbeite in einer "Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme", wo Förderschüler oder abgebrochene Hauptschüler teilnehmen, also ein recht schwieriger Personenkreis.

So, und jetzt die Zahlen, wenn wir mal 20 als Grundwert nehmen: Von diesen 20 machen 4 ernsthafte Probleme im Praktikum, der Rest hält's durch, von diesem Rest die Hälfte sogar mit ausdrücklichem LOB! So sieht's aus.

Aber man kann ja mit Stammtischparolen alles schlechtreden.

(Übrigens finde ich auch, dass Björns Praktikant ein absolutes Ekel ist, der's bei uns auch nicht lange ausgehalten hätte. Die gibt's immer wieder, aber kein Grund, die ganze Jugend in den Dreck zu ziehen.)

Twin am :

Das sind Erfahrungswerte meinerseits. Wir haben in einem Handwerksbetrieb ca. 40 - 50 Praktikanten pro Jahr gehabt. Und davon konnte man max. 10 Leute vernünftig einsetzen. Der Rest war desinteressiert oder kam nach 3 Tage nicht mehr. Soviel zu "deinen" Schei....hausparolen!!

Revas am :

Ich habe beruflich ebenfalls mit BvB-Teilnehmern zu tun. Meine Erfahrungen sind natürlich auch nicht repräsentativ; gehen aber deutlich stärker in Richtung des Erlebten von Alfred. Je niederschwelliger eine BvB-Maßnahme ist umso größer wird der Anteil derer, die zu der Beschreibung vom Shopblogger passen (nicht weiter verwunderlich und auch kein Vorwurf gegen den Träger, schließlich wurden die entsprechenden Maßnahmen so ausgeschrieben - gibt ja leider mehr Bedarf als einem lieb sein kann).

Eine zeitlang dachte ich: man sollte solche Maßnahmen nicht direkt nach der Zeit des Pflichschulbesuches anbieten, das ist Perlen vor die Säue werfen (Nachholen des hauptschulabschlusses, Maßnahmen zur Erlangung von Ausbildungsreife - alles witzlos). Wenn dieser Personenkreis ca. 20-25 Jahre alt ist nehmen sie solche Angebote vielleicht als Chance wahr und nutzen diese auch.

Das denke ich mittlerweile nicht mehr. Was die ARGEn mittlerweile in überbetriebliche Ausbildungen "prügelt" unterscheidet sich nicht wirklich großartig von den Jüngeren.

Irgendwas "muss man machen", klar - aber ich habe nicht ansatzweise eine Idee wie man das bisher verwendete Geld sinnvoller einsetzen könnte...

Klugscheisser am :

der umgang formt den menschen. da muss der kandidat ja eine eintöniges elternhaus und schule gehabt haben. für sein leben und die zukunft hat er nichts mitbekommen. nichteinmal die zwischenmenschliche konversation beherscht er. solche menschen haben deutsche schulen besucht, kaum zu glauben.

Rinderteufel am :

Naja, ob sie immer brav die Schule besucht haben
sei mal dahingestellt.....
Außerdem machen die doch im Unterricht eh was sie wollen,
und die Birkenstock Pedagogen betteln das sie doch bitte
nach vorne schauen mögen, und doch bitte den MP3 Player
aus dem Ohr nehmen, und das SMS schreiben sein lassen sollen,
sonnst... sonnst... äh.. darf er nach hause gehen! Jawohl!
1:0 für den Schüler, er darf nach Hause. Tolle Erziehungswirkung.
Das ist wie wenn ich meinem Hund jedesmal nen Leckerli gebe
wenn der bei mir auf den Teppich kackt, und immer sage och, das war jetzt aber böööse....

d am :

Tja, von wegen Soft-Pädagogik. Leider wird uns dieser sanfte Umgang mit Schülern vom Gesetz vorgeschrieben. Wir dürfen die Herrschaften nicht einfach der Schule verweisen etc, selbst wenn sie handgreiflich werden. Was meinst du, wie mir manchmal die Hand juckt, wenn man sich von so einem Assotypen als Schlampe bezeichnen lassen muss? Aber die Strafe würde ich kriegen, der Schüler bekommt höchstens ne schriftliche Abmahnung. So sieht's aus.
Wobei ich körperliche Strafen schon ablehne. Allerdings wünschte ich mir, man könnte den Kerlen (und den Familien, denn nur das würde helfen) härter an den Karren fahren, zB Hartz 4 streichen, wenn der Bengel ständig schwänzt.

Magoo am :

Die 68er Softi-Pädagogik hat gewonnen, das ist nur das Resultat. ...

Playa-Hata #xx+1 am :

Ich stelle jetzt einfach mal die Vermutung auf, dass der hier debattierte "Schnoesel" oder zumindest dessen Eltern einer Nation entstammen, die von dieser "68er Softi-Paedagogik" rein gar nichts mitbekommen haben. Wie gesagt, rein intuitive Annahme, fuer die mein einziger Grund eigene Erfahrung ist.

Heidi am :

Ich denke, das Problem in Deutschland ist, dass man auch ohne jeglichen Leistungswillen, immer noch recht gut ueberleben kann.
ES wird nach wie vor auf sehr hohem Niveau gejammert und sorry, nein, ich habe null und gar kein Verstaendnis den - wie auch immer gearteten- sozialen Hintergrund dieses Ekelpaketes.
Ich wuerd die alle mal gerne fuer schlaffe 6 Monate in einem anderen Land in Europa, in einem anderen Sozialsystem (sofern vorhanden...) leben lassen, die wuerden sich die Finger lecken nach den in Deutschland angebotenen beruflichen Massnahmen.
Nach mittlerweile 2 Jahren im Ausland kotzt mich diese "Ich werd schon irgendwie versorgt"-Mentalitaet in DE sowas von an, ich kanns nicht mehr hoeren.

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