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Chat-GPT über den Shopblogger (Wow!)

Im Gespräch mit meinem Mitarbeiter Gregor kamen wir irgendwie auf das Thema KI zu sprechen und dass man Ergebnissen, die Chat GPT und andere Systeme ausspucken, nicht glauben und sie schon gar nicht unreflektiert verwenden sollte. Ich führte mein beliebtes Beispiel an mit dem Schüler, der im Geschichtsunterricht eigentlich eine Niete ist, sich aber sein Referat über das alte Rom von einem LLM generieren lässt. Der kann doch gar nicht überprüfen, was davon wahr und was falsch ist, der Lehrer sollte es dagegen sofort bemerken. Peinlich, sehr peinlich, wäre das.

"Ich zeig dir das mal mit einem Beispiel, wo wir die Fakten sofort und absolut lückenlos bis ins Detail nachvollziehen können", sagte ich zu Gregor und tippte in die Eingabezeile von ChatGPT folgendes Propt ein: "Schreibe mir nach Internetrecherche einen kurzen Aufsatz über den Blogger shopblogger.de, 150-200 Wörter."

Ich rechnete mit wilden Halluzinationen und zusammengewürfelten Texten und natürlich der Erwähnung des Herrn Krautkrämers und anderen kruden Formulierungen. Entweder hat ChatGPT einen Glücktreffer gelandet oder inzwischen doch echt gewaltige Fortschritte gemacht. Ich muss zugeben, dass an diesem Text, nach obigem Prompt von ChatGPT erstellt und 1:1 hier hineinkopiert, absolut nichts auszusetzen ist:

Der Blog Shopblogger wird von Björn Harste betrieben und bietet seit über 20 Jahren Einblicke in den Alltag eines kleinen Supermarkts – spannend, unterhaltsam und unaufgeregt zugleich.

Harste schreibt aus erster Hand: Von kuriosen Etikettierungsfehlern über Begegnungen mit Kund:innen bis hin zu detaillierten Beobachtungen im Bereich „Leergut“ oder Lieferantenprozessen. Seine Texte wirken persönlich und lebendig, oft mit einem humorvollen, teils ironischen Ton („Kurioses und Firlefanz“ ist eine seiner Kategorien).

Nicht zuletzt wirkt Shopblogger wie ein digitales Archiv – über Jahre hinweg gehalten – in dem Harste Veränderungen, Ideen und Alltagsereignisse seines Einzelhandelsbetriebes dokumentiert. Er selbst schreibt: „Inzwischen sind unfassbare 20 Jahre vergangen … und hier haben sich mittlerweile fast 30.000 dieser belanglosen Schnipsel angesammelt.“

Für Leser:innen, die hinter die Kulissen des Supermarkts schauen möchten – mit echten Erlebnissen, nicht mit Marketing-Sprech – ist Shopblogger eine sehr empfehlenswerte Lektüre.
So muss ein Referat aussehen. :-)

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Comments

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Ryukia on :

Da hat einem Kunden das Edeka-Rot besser gefallen als das Rewe-Rot und hat seinen Kauf ausgetauscht ;-)

Ryukia on :

Das sollte eigentlich unter die Paprika *g*

Chris_aus_B on :

Wenn die "KI"s bei (fast) jeder Anfrage erkennbar halluziniereren würden, dann würde kaum einer damit Multi-Milliarden an Geld verschwenden.

TOMRA on :

Warte erstmal ab bis der Tesla da ist und alles mitbekommt.

bli on :

"So muss ein Referat aussehen."

Wirklich? "Kund:innen", "Leser:innen".

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