Die Plakate für unsere Wochenwerbung bekommen wir nicht mehr direkt über die Edeka, sondern über die Plattform eines externen Dienstleisters. Daran, dass sich da immer wieder Fehler in Form von falschen Artikelbildern einschleichen, werde ich mich wohl nie gewöhnen.
In diesem Fall war das Bild zwar grundsätzlich richtig, nur etwas winzig geraten. Irgendwie verloren sich die abgebildeten Käsetwister etwas auf dem großen Plakat.
(Rennt damit jetzt in die Läden, das ist nicht die aktuelle Werbung!)
Vor ein paar Tagen war ein Student der Polizeischule Bremen bei uns und hat ganz vorsichtig angefragt, ob sie bei uns wohl in der nächsten Woche mal ein paar Stunden lang in einer realen Umgebung Ladendieb-Trainings durchführen dürften.
Klar dürfen sie, bei der Zusammenarbeit mit der Polizei helfe ich gerne mit. Wir haben ihm schon in Aussicht gestellt, gar keine so schlechte Chance auf einen echten Ladendieb zu haben.
Eine solche Flasche in leer hatte ich
an dieser Stelle hier vor ein paar Jahren schon einmal im Blog. Jetzt habe ich sie sogar selber (Neuware, also in voll) in einem Asia-Shop in den Niederlanden entdeckt.
Gekauft habe ich sie aber dennoch nicht, so dringend war mein Verlangen nach Sojasauce nicht, zumal wir ja selber etliche Sorten hier im eigenen Laden anbieten.
Eine Frau rief bei uns im Laden an und wollte ein paar Waren nach Hause geliefert bekommen. Ich erklärte ihr wahrheitsgemäß, dass wir seit Jahren schon keinen Lieferdienst mehr hätten und wir zwar durchaus mal zwischendurch Ware in die unmittelbare Nachbarschaft bringen, aber diese nicht mehrere hundert Meter bis zu einer der nächsten Querstraßen liefern können. Vor allem deshalb nicht, weil wir das Personal dafür nicht übrig haben und nicht mal eben jemanden eine halbe bis ganze Stunde (mit zusammensuchen des Einkaufs) dafür abkommandieren könnten. Außerdem handelte es sich um Vogelfutter für Wildvögel – man soll zwar an seine gefiederten Freunde denken (bitte macht das!), aber als so dringend, dass ich nun alle Hebel dafür in Bewegung setzen würde, schien mir der Wunsch nicht zu sein.
Sie druckste herum und wirkte sehr unglücklich. Am nächsten Packtag rennen hier wieder ein Dutzend Mitarbeiter herum und so sagte ich ihr, dass wir das Freitag Vormittag schaffen müssten. Ich bin jedenfalls optimistisch, dass dann zwischendurch mal jemand die Zeit für eine Lieferung übrig haben sollte.
"Oh, das ist mir zu spät. ich dachte, sie können heute noch liefern oder morgen früh gleich", sprach die Anruferin und wirkte sehr enttäuscht dabei mit einer kleinen vorwurfsvollen Note. Zumindest bildete ich mir ein, diese rausgehört zu haben. Dabei hatte ich doch extra schon ganz am Anfang des Gesprächs erzählt, dass wir ausdrücklich keine Lieferungen mehr machen können, schon gar nicht spontan.
So kamen wir jedenfalls nicht zusammen und sie wollte dann doch spontan eine Nachbarin zu uns schicken. Auch gut.
Mal abgesehen davon, dass wir hier generell alle Produkte aus den Umkartons auspacken, wenn es irgendwie möglich ist (und bei DIESEN in Pappe eingepackten Thunfischdosen
IST es problemlos möglich), sollte einem schon der gesunde Menschenverstand sagen (und vielleicht auch das eigene Endkunden-Herz), dass man die Ware mit der Vorderseite nach VORNE in die Regale stelle sollten.
Aber letzteres konnte man natürlich wegen des Kartons nicht sehen.
Seit MONATEN (!) haben wir versucht,
den Auftrag mit den drei Wasserhähnen an den Sanitär-Fachbetrieb abzugeben, mit dem wir in der Vergangenheit schon sehr viel gemacht haben.
Handwerksbetriebe haben viel zu tun (Luxusproblem) und wenig Zeit und weil ich das auch so im Kopf hatte, habe ich nicht alle paar Tage gedrängelt. Wir haben in Wochen gedacht. Nachdem kein Angebot kam, haben wir irgendwann mal nachgefragt, nach einer Weile kam ein Angebot, aber das war falsch / unvollständig. Dann hatte ich per E-Mail geantwortet, keine Reaktion, dann haben wir angerufen, dann kam irgendwann ein neues Angebot, das aber auch noch nicht korrekt war. Der mühsame Prozess, da auf einen Nenner zu kommen, zog sich Woche für Woche und inzwischen Monat für Monat in die Länge. Seitdem läuft auch das Rinnsal aus dem Wasserhahn im Damenklo.
Fresse voll: Ich habe mir jetzt die Fachhandels-Produkte von Vigour selber besorgt. Insgesamt drei automatische Waschtischarmaturen mit IR-Sensor, eine mit Batterie, zwei mit Netzteil, eine für den Anschluss an die Hochdruckleitung, zwei für den Betrieb an drucklosen Untertisch-Speichern.
Der Anbau ist für mich grundsätzlich eine unkomplizierte Kleinigkeit, aber dauert natürlich auch ein paar Momente und ist nicht mal eben zwischendurch zu erledigen. Heute werde ich es wohl nicht mehr schaffen, aber das alles kommt nun auch einen oder zwei Tage auch nicht mehr an.
Nach Absprache mit unserem Datenschutzbeauftragten der Edeka ist nichts dagegen einzuwenden, dass wir mit unserer neuen Hof-Kamera das Grundstück und Gebäude der Moschee mit deren Einverständnis ebenfalls überwachen.
Zur Absicherung soll ich mir dieses Einverständnis aber noch schriftlich bestätigen lassen, aber das wird wohl kein Problem sein, denke ich.
(Also keine Panik in den Kommentaren, hier sind DS-Geschichten immer akkurat.)
Eine junge Frau hatte sich Schokolade von Gepa eingesteckt und wollte damit den Laden verlassen, ohne diese zu bezahlen. An der Kasse lösten die an der Ware angebrachten Sicherungsetiketten zwar den Alarm der Warensicherungsanlage aus, aber dass sie etwas bei sich trug, das nicht ihr gehörte, wollte die Frau nicht zugeben. Stattdessen stand sie schulterzuckend herum und öffnete die verschiedensten Taschen und den Rucksack und gab sich kooperativ und tat so, als wüsste sie überhaupt nicht, was los sei.
Da die Anlage a) nicht grundlos auslöst und die Dame b) auch nicht besonders vertrauenerweckend wirkte, baten die Kolleginnen und Kollegen sie, ihnen ins Lager zu folgen. Dort müsste sie dann warten, bis die Polizei da ist, denn diese würden dann noch einmal gründlich nachsehen.
Es tauchten dann ganz überraschend, freiwillig und bevor die Polizei informiert wurde, fünf Tafeln Schokolade auf, die sie sich vor dem Regal hockend unauffällig in den Bund ihrer Hose gefriemelt hatte …
Vor knapp sechs Jahren hatte ich für die interne Kommunikation ein schnurgebundenes Telefon gekauft, das fest beim Kassentisch installiert ist. Durch (vermutlich) häufiges Herunterfallen war das
Gehäuse des Hörers irgendwann gebrochen, was sich jedoch mit etwas Sekundenkleber reparieren ließ. Grundsätzlich funktionierte das Gerät ja schließlich noch.
Ich vermute, dass der Telefonhörer schlichtweg etliche Male heruntergefallen war oder dass im Allgemeinen recht lieblos mit dem Telefon umgegangen wurde. Knapp drei weitere Jahre später hält die einst von mir geklebte Stelle zwar immer noch bombenfest, aber Kommunikation ist quasi nicht mehr möglich. Irgendwas klappert ganz wild im Hörer und man hört nur noch mit starken Störgeräuschen, was der Angerufene einem sagt.
Nun habe ich kurzerhand ein gebrauchtes DL580 bei Ebay erstanden und habe nun nur den Telefonhörer mitsamt Kabel ausgetauscht. Dass nun alles wieder problemlos funktioniert, brauche ich vermutlich nicht extra zu erwähnen.
(Wenn ich im Frühjahr 2029 noch mal mit Sekundenkleber ran muss und das reparierte Teil dann bis 2032 hält, ist alles in Ordnung, damit kann ich leben …)
Dieses Foto hat mir Blogleser Carsten geschickt, der es in einem Edeka-Markt in der Nähe von Rostock aufgenommen hat. 30% Rabatt gab es dort sogar schon in den Tagen vor Ostern auf die Süßwaren, nach Ostern wurden die Artikel auf 50% reduziert – und dennoch stehen die teuren Produkte von Lindt und Niederegger wie Blei herum.
Und dabei ist es gar nicht so, dass die Leute kein Geld mehr haben. Urlaube, Silvesterfeuerwerk, Gastronomie, es wird viel Geld ausgegeben – nur sehen viele es einfach nicht mehr ein, für etwas Schokolade teilweise schon zweistellige Beträge auf den Tisch legen zu müssen. Es ist nicht das sich nicht leisten können, es ist das sich nicht mehr leisten wollen. Ein Faktor, der bei uns privat auch häufiger mal durchschlägt.
Auf dem Joghurt der Globus-Eigenmarke hat Honza diesen Strichcode gefunden, der wohl entweder die Mütze eines Schlumpfes darstellt oder einen Klecks Joghurt symbolisieren soll. Vermutlich ist es aber wohl eher der Joghurt.
Vielen Dank auch für dieses Bild.
Marcel hat mir eine E-Mail geschrieben:
Hallo Björn,
der letzte Blogeintrag zu SB-Kassen hat mich an eine Frage erinnert die mir schon monatelang im Kopf schwirrt:
[…]
Bei SB-Kassen wird ja mindestens zusätzliche Arbeit dem Kunden aufgebürdet. Wie sieht es jedoch mit der Verantwortung für ungescannte / falsch gescannte Artikel aus?
Hast Du Erfahrungswerte von Kollegen aus dem LEH oder gibt es Regelwerke z. B. der EDEKA wie zu verfahren ist wenn der Kunde durch Fehlbedienung / Unachtsamkeit / Vergesslichkeit z. B. einen Joghurt nicht scannt?
Marcel
Eigene Erfahrungen habe ich natürlich nicht, da wir keine SB-Kassen haben und wir auch nie welche bekommen werden. Ich bin kein Anwalt und weiß auch nicht, ob das geltendes Recht oder irgendeine Grauzone ist – aber auf jeden Fall wird in der Praxis normalerweise oder zumindest oft so vorgegangen: Hat der Kunde an einer SB-Kasse Artikel nicht bezahlt, wird das im Regelfall knallhart wie Diebstahl behandelt. "Nicht bezahlt" bedeutet dabei gleichermaßen entweder gar nicht erfasst oder eine zu geringe Menge eingegeben.
Bei falsch gescannten Artikeln, z. B. weil man mit der Artikelnummer oder den Bildern bei Gemüse oder Backwaren durcheinandergekommen ist, sollte man mit Augenmaß abwägen. Wie entscheidet man zwischen Mutwillen und einem Versehen? Wenn eine 90-Jährige Kundin mit schlechten Augen den falschen Artikel mit einem ähnlichen Produktbild gedrückt hat, wird man wohl nicht mit aller Härte durchgreifen.
Meine Meinung ist aber vermutlich tendenziell eher negativ. Ich finde SB-Kassen nicht gut, zumal sie sowieso oft genug wegen Personalmangel nicht geöffnet sind, was eigentlich schon eine Ironie sondergleichen ist. Ist vielleicht auch nur hier in Bremen und Umgebung so und in anderen Gegenden ist man da viel mutiger, ich weiß es nicht.
Ganz persönlicher Nachtrag zum Thema SB-Kassen, der jedoch nichts mit der Frage von Marcel zu tun hat: Wenn in einem Geschäft
nur SB-Kassen angeboten werden, es also keine Möglichkeit gibt, von einem Mitarbeiter abkassiert zu werden, und ich dennoch mit Kontrollen und Bonscanner-Schranke nicht als vertrauenswürdig behandelt werde, hat mich der Laden zum letzten Mal gesehen.
Jeden Monat bekommt unser Steuerbüro nach wie vor einen etwa 20 cm dicken Stapel Papier zur Bearbeitung. Wenn es passt, fahre ich mit dem Fahrrad hin und nutze oft den Rückweg noch für eine Radtour nach Hause.
"Können Sie mal wieder mit dem Auto kommen?", fragte mich meine Sachbearbeiterin hoffnungsvoll und erklärte, dass sich schon wieder einiges angesammelt hätte, was abgeholt werden möchte. Klar, kein Problem. Zwei schwere Kartons und zwei Tüten haben so den Weg in die Halle gefunden. Dort werde ich die Sachen demnächst mal in Bananenkartons umfüllen und sie mit einem Datum versehen, dass zehn Jahre in der Zukunft liegt.
Es ist übrigens so weit: Die ersten Packungen vom
"MAMA"-Aufsteller liegen nun mit überschrittenem MHD zum Supersonderpreis bei uns auf dem Restetisch. Die anderen Sorten halten noch ein paar Monate, aber die sehe ich im Geiste auch schon allesamt mit roten Aufklebern.
Synonym zum Ausspruch "Save early, save often" aus den alte "
Larry"-Spielen sollte man rechtzeitig Artikel reduzieren, um die Möglichkeit eines Totalverlusts zu reduzieren. Andererseits will man natürlich den eigentlichen Verkaufspreis so lange wie möglich mitnehmen – eine Gratwanderung, die einen immer wieder einholt.
Gedankenspiel: Würden wir die Produkte wirklich besser verkaufen, wenn wir sie zwar noch auf dem Aufsteller belassen, aber sie jetzt schon beispielsweise auf 50 Cent pro Packung reduzieren, also die Hälfte des ursprünglichen Verkaufspreises? Ich sage, dass das nicht so ist.