Hier im Stadtteil liefern wir Ware ja auch aus. Viele ältere Kunden und auch ein paar lichtscheue Nerds nutzen diesen Service. Bislang hat unser Bote immer seine private Handynummer rausgegeben. Er sagt zwar immer, dass es ihn nicht gestört hat, aber irgendwie war da doch so ein komischer Beigeschmack. Wer weiß, auf was für Ideen die Leute so kommen..?
Jetzt habe ich ihm so ein billiges PrePaid-Handy gekauft. Für 12,95 Euro inklusive 10 Euro Startguthaben. Das kann er dann nachts und am Wochenende ausschalten. Falls es jemanden der mitlesenden Kunden interessiert: Die Nummer lautet 0163-4672858.
Seit etwa zweihundertjahren gibt es diese Geräte. In fast jedem Haushalt findet man eine, in eigentlich allen Büros sowieso. Es gibt sie von schlicht und billig bis zum luxeriösen Modell voller Mikroelektronik.
Die meisten Vertreter und sonstigen gewerblichen Besucher wundern sich immer wieder, dass ich ihnen einen kleinen besonderen Getränkewunsch nicht erfüllen kann. Aber das wäre auch tatsächlich beinahe der einzige Grund, so ein Gerät anzuschaffen. Wir haben hier zwar ein paar wenige Kolleginnen, die sich ihr Heißgetränk in einer Thermosflasche mitbringen (und das ist auch noch meistens Tee), aber ansonsten besteht im Kollegenkreis offenbar eher kein Bedarf. Wir hatten früher auch mal so ein Gerät, sogar verschiedene Modelle nacheinander. Es scheiterte aber meistens am mangelnden pfleglichen Umgang: Entweder wurden die Zubehörteile beschädigt oder das Innenleben wurde bis zum Überschreiten der Ekelgrenze vergammeln lassen. Dann eben nicht, dachte ich mir und bringe damit immer wieder Leute zum staunen.
Die unterschiedlichen Container für die gecrunchten Einweggebinde (also PET-Flaschen und Dosen) aus meinem Leergutautomaten haben es ja nun schon häufiger hier ins Blog geschafft.
Es dauert etwa vier Wochen, bis so ein 20-Kubik-Quader voll ist. Dann reicht normalerweise ein Anruf oder eine E-Mail beim Entsorgungsunternehmen und dann ist spätestens nach zwei Tagen das Ding leer.
Diesmal ist's etwas komplizierter: Am Wochenende hatte ich eine E-Mail geschrieben. Dienstag war wohl ein LKW da, konnte aber aufgrund der zugeparkten Einfahrt nicht hier auf den Hof kommen. Gestern das gleiche Spiel.
Nach einem Anruf dann erfahren, dass jetzt erst am Freitag wieder ein Fahrzeug frei sei. Ich hoffe, der LKW hat stabile Netze dabei, die er über die Ladung spannen kann. Es türmt sich nämlich bereits deutlich sichtbar...
Vor ein paar Tagen ist mir erst aufgefallen, dass ich zusammen mit meinem Vertrag mit dem Kreditkartenabrechnungsunternehmen auch einen Stapel Kreditkartenakzeptanzaufkleber bekommen habe.
Hab mal die entsprechenden hier an die Eingangstür gepappt. Hat man ja auch nicht in jedem Supermarkt...
Anfang des Jahres hatte ich die Premium-Colains Sortiment aufgenommen. Damals war mir aufgefallen, dass die Flaschen mit 15 Cent bepfandet sind, obwohl es sich dabei um gewöhnliche weiße 0,33l-Longneck-Flaschen handelt, wie sie viele Softdrink-Hersteller und auch Brauereien verwenden – und die haben eigentlich nur 8 Cent Pfand.
Auf der Premium-Website ist relativ genau erklärt, warum das so gehandhabt wird. Für alle, die den Text nicht lesen mögen, hier noch einmal die kurze Zusammenfassung:
Leere Kisten kosten zwischen 3 und 4,50 Euro in der Produktion, haben aber nur 1,50 Euro Pfandwert. Der Hersteller verliert also mit jeder Kiste Geld. (Was ganz klar ein Grund dafür sein kann, dass ich und andere Supermärkte mitunter nur sehr schwer an leere Kisten kommen um lose Flaschen zu entsorgen...)
Bierflaschen kosten zwischen 7 und 15 Cent in der Produktion. Gebrauchte Flaschen von diesem Typ bekommt man in der Regel für 8 Cent, was dem Pfandwert entspricht.
Premium gibt die Flaschen für 15 Cent in den Kreislauf ab, um den oben genannten Verlust bei den Kisten wieder auszugleichem.
Diese Vorgehensweise ist also für einen relativ kleinen Betrieb sehr verständlich. Problematisch wird's auf der anderen Seite: Leergutautomaten können nicht erkennen, dass es sich um eine Flasche mit "Premium"-Etikett handelt (vor allem nicht, solange Premium noch keinen EAN aufdruckt) und würde sie folglich nur mit 8 Cent berechnen. Das würde zu unnötigem Ärger bei den Kunden führen.
Nun hatte ich vor ein paar Tagen mal die Idee, mal Lutz Paare, den Geschäftsführer von "Pearl Drinks", anzuschreiben und mich nach dem Stand der Dinge zu erkundigen:
Kam eigentlich das Fass an, das einer meiner Blogleser nach langer Zeit des Rumstehens netterweise nach Hamburg mitnehmen wollte?
Gestern Abend war es endlich so weit: Die neue Donut-Backstraße sollte zu ihrem ersten testweisen Einsatz antreten.
Also: 18kg Erdnussfett erhitzen, parallel dazu die Backmischung anrühren und schon konnte es losgehen:
Die ersten Versuche waren noch etwas sehr unförmig, da wir die Konsistenz des Donut-Teigs mangels einer geeigneten Waage nicht richtig eingestellt hatten. So sahen die ersten Gebäckstücke weniger wie Donuts aus und erinnerten eher an zu flach geradene Berliner:
Geschmeckt haben sie aber trotzdem sehr gut. Und nicht nur meinen Mitarbeitern und mir, sondern auch allen Kunden, die ich (natürlich kostenlos) probieren ließ. Davon ausgehend, dass niemand geflunkert hat, war das Feedback durchgängig positiv!
Im Laufe des Abends haben wir dann doch noch eine ordentliche Waage auftreiben können und haben mal eine Schüssel Teig exakt nach der Vorgabe angerührt. Wieder erfolglos: Die Dinger hatten alle ein Loch in der Mitte.
Fazit: Test bestanden. Jetzt muss die Maschine mitsamt Zubehör nur noch besser organisiert untergebracht werden und dann könnten wir uns eigentlich mal daran wagen, hier zum Wochenende offiziell zu backen. Die Möglichkeiten mit der Backstraße sind jedoch geradezu grenzenlos und werden bestimmt noch für die eine oder andere Überraschung sorgen.
Wie in den Kommentaren zum letzten Beitrag schon richtig erraten wurde, handelt es sich bei meiner Neuanschaffung um eine vollautomagische Donut-Backstraße. Sowas wollte ich schon immer haben, aber der Neupreis hat mich doch etwas abgeschreckt. Nun habe ich sie zu einem akzeptablen Kurs bekommen und gestern Abend noch abgeholt.
Jetzt haben wir erstmal alles saubergemacht und zusammengebaut und morgen werden wir dann mal einen Teig anrühren und kleine Brötchen Donuts backen. Ich freu' mich.
In wenigen Wochen findet mal wieder der Freimarkt und mittendrin der obligatorische Festumzug statt. Nachdem wir uns in den letzten Jahren mit nichts bis zum notdürftigen Getränkeverkauf beim Umzug, der hier immerhin unmittelbar vor der Tür entlangläuft, eher spärlich präsentiert haben, wird es diesmal endlich wieder richtig etwas geben.
Gestern habe ich einen Glücksgriff bei Ebay gemacht und ein gut erhaltenes Gerät, das normalerweise über 10.000 Euro kostet, gebraucht als einziger Bieter zum Startpreis bekommen.
"Typisch, immer sind diese scheiß Automaten kaputt. Kennt man ja...", lästerten zwei Kundinnen vor dem Leergutautomaten, dessen rote Lampe signalisierte, dass er keine weitere Flaschen annehmen möchte.
Hätte die Kundin die Flaschen etwas deutlich weniger schnell hintereinander in das Gerät gestopft, wäre es übrigens gar nicht zu der "Panne" gekommen...
Der 31. Oktober ist dieses Jahr ein Sonntag und leider bekommen wir dafür keine Sondergenehmigung, um den Laden öffnen zu können. Ich möchte auch keine Strafe riskieren und so fällt der Tag diesmal einfach weg.
Auch Konstruktionen wie rein- oder rausfeiern haben nichts. Und auch eine ähnliche Veranstaltung außerhalb von Halloween halte ich für nicht angebracht.
Also erfreut euch noch einmal an den Bildern aus 2009 und wartet einfach noch das eine Jahr ab. Jetzt habe ich über ein Jahr Zeit, alles vorzubereiten und ich denke, es wird gut.
Anruf bei der Hotline einer meiner ec-Cash-Anbieter. Die Ansage der Navigation verrät mir, dass ich bei technischen Problemen die Taste "1" drücken soll, bei Fragen zu meinem Vertrag die "2" und mit "3" erreiche ich jemanden, der mir bei buchhalterischen Fragen weiterhelfen kann. So weit, so gut.
Nur die Ansagestimme finde ich eine Beleidigung für den Anrufer. Eine weibliche Stimme, computergeneriert und mit dem typischen "Blubbern", dass diese synthetische Sprache oft mit sich führt. Die paar Zeilen Text hätte doch auch eine echte, freundlich klingende Mitarbeiterin in die Telefonanlage hauchen können.
Das macht dann 23,93 Euro, bitte. Ist doch eindeutig:
Ein Neustart der Kasse behob das Problem schließlich. Die Ursache für das Zeichenwirrwar bleibt unbekannt. Möglicherweise durch eine statische Aufladung, aber erfahren wird's wohl keiner.