Unter dem Cruncher hat sich im Laufe der vergangenen Jahre ein vier Zentimeter tiefes Loch in den Estrich gefressen. Natürlich vor allem wohl in Kombination mit der mechanischen Beanspruchung durch die Rollen des Containers, den wir mehrmals pro Tag rein und raus geschoben haben – aber dennoch ein eindrucksvoller Beweis für die Wirkung von Säuren. (Mir fallen da spontan mindestens diverse Fruchtsäuren und Phosphorsäure aus den Cola-Resten ein.)
Eine Frau war mit ihrem Sohn hier und hat nach einem Praktikumsplatz für ihn gefragt. Nach unserer Erklärung, dass wir aufgrund vielfacher negativer Erfahrungen grundsätzlich gar keine Praktikanten mehr nehmen, erwiderte sie: "Toll, weil sich andere hier schlecht benommen haben, muss es mein Sohn jetzt ausbaden."
Ich finde, das ist eine blöde Formulierung. Als wenn wir ihn persönlich für die Ablehnung auserwählt hätten…
Eine Firma bietet mir eine Möglichkeit an, mit der ich im Laufe der nächsten 18 Jahre rund 8000€ bei den Zahlungen für meine private Rentenversicherung garantiert einsparen können soll.
Diese Einsparung bekomme ich aber nur, wenn ich vorher eine Art Mitgliedschaft bei denen abschließe, die mich 50€ im Monat kostet. Rechnen dürft ihr selber.
Gestern Abend habe ich übrigens noch die zugesagten Informationen bekommen. Das gesamte System lässt sich wohl am besten mit einer mitgelieferten Grafik beschreiben, aus der folgende Informationen hervorgehen:
Kunde kauft beim Händler ein, bezahlt dort zunächst 100%.
Der Händler gewährt einen offenbar frei wählbaren Rabatt.
Von diesem Rabatt bekommt der Kunde 50% als Cashback.
Die andere Hälfte wird aufgeteilt: 40% bekommt Firma Flex und die verbliebenen 60% werden nach einem nicht näher erläuterten Schlüssel wieder an die Händler ausgeschüttet.
Wie soll man da jetzt als Händler langfristig profitieren, außer man heißt FlexCom und hat seine 20% sicher?
Und was habe ich davon außer dem direkt durch den Rabatt/Cashback verringerten Gewinn? "Kundenbindung" ist übrigens nicht das ultimative Argument, mit dem man Firmeninhaber zu jedem Quark überreden kann – auch wenn es immer wieder versucht wird.
Ich bedankte mich noch freundlich für die Mühe, lehnte aber dennoch jede weitere Zusammenarbeit ab.
Eine Vertreterin der Firma FlexCom war eben hier und wollte mir ihr Kundenbindungsprogramm "FlexCard" vorstellen.
Kann mir einer erklären, wie das funktionieren soll? Aus der Website werde ich zumindest nicht nennenswert schlauer. Für den Kunden scheint der einzig nennenswerte Vorteil zu sein, dass man günstiger telefonieren kann. Im Zeitalter von Flatrates für ein paar Euro Fünfzig ist das nicht wirklich der Bringer. Im Web findet man ja ein paar Dinge über FlexCom. Von "menschenverachtendes MLM / Schneeballsystem" bis zu Lobhudeleien in den höchsten Tönen. Ich bin auf jeden Fall skeptisch und werde mich ganz sicher nicht auf irgendwelchen Schmarrn einlassen, aber solange mich das alles nichts kostet, kann ich mir es ja mal anhören.
Sie will mir ausführliche Unterlagen per E-Mail schicken und vielleicht weiß ich dann ja mehr. Bis jetzt habe ich so viel verstanden:
Die Kunden bekommen beim Händler (also bei mir) Rabatt. (Aber woher kommt das Geld dafür, bzw. welche Gegenleistung erwartet mich als Ausgleich? Eine Antwort darauf werde iich hoffentlich in den Infos finden.)
Ich soll als Händler angeblich auch davon profitieren, wenn Kunden woanders Umsatz generieren. Meine Frage, wo dann die anderen Händler ihr Geld herbekommen, wurde mit "von Ihnen" beantwortet. Nur Geld hin und her zu schieben scheint aber eher witzlos als nützlich zu sein. Darauf hat mir die nette Dame auch nicht antworten können und auf die versprochenen Infomaterialien verwiesen. Ich bin gespannt und werde natürlich hier detailliert berichten!
Beim Durchgucken der Karten vom Colaflaschen-Gewinnspiel sind auch diese Kärtchen aufgetaucht. Warum machen Leute sich überhaupt die Mühe, sowas da reinzuwerfen? Glauben die, dass sich die Coca-Cola-Company in irgendeiner Form beeindruckt zeigen würde? Abgesehen davon war die ganze Aktion ja sowieso nur hier im kleinen Kreis. Also was soll's…
Mit der Tagespost habe ich Werbung für einen Etikettendrucker bekommen. Als "Robuste Preisschilder" werden die kleinen Kunststoffkarten beworben, die offenbar für den Einmalgebrauch bestimmt sind. Man könnte die Karten bei z.B. Preisänderungen natürlich aufbewahren und bei Bedarf wieder raussuchen, das gibt aber auf Dauer ein ziemlich muddeliges Archiv.
Sehen ja ganz nett aus, aber nachhaltig ist das nicht:
BILD: Hier mal ein Argument von mir gegen die Gegenargumente:
Es wird der BILD immer wieder vorgeworfen, dass Datenschutz und Persönlichkeitsrechte regelrecht ignoriert würden. Ja, und? Wenn das offizielle Rechtsverstöße sind, warum macht da keiner etwas dagegen?
Mich hat mal hier im Laden der hiesige Landesdatenschutzbeauftragte angerufen, um mich unter Androhung von "rechtlichen Schritten" davon zu überzeugen, das (ohnehin schon verpixelte) Foto eines Ladendiebes aus dem Blog zu nehmen, da man anhand der Jacke, Frisur, Haarfarbe und Haltung die Person trotzdem erkennen könnte.
Ich vermisse da gerade die Relation!
Wenn es möglich ist, einem kleinen Blogger ans Bein zu pissen, sollte man von amtlicher Stelle aus auch die BILD in ihre Schranken weisen können. […] (Polemischer abschließender Satz gelöscht. Ich lasse es jetzt gut sein. Wenn ich mich noch weiter aufrege, verpasse ich der BILD aus Protest noch eine Zweitplatzierung an der Kasse.)
Während der Ostertage hatte hier ein Typ im Umkreis des Ladens einige Plakate geklebt, auf denen über eine Hausbesetzung informiert wurde. Eines der Plakate hatte er auch mitten auf meine Eingangstür gepappt – natürlich mit Gewebeband, soll ja auch halten.
"Quid pro quo", dachte ich mir, hatte mich wutentbrannt an meinen Rechner gesetzt und mir vorgenommen, meine Antwort ebenfalls bei denen an die Eingangstür zu pappen.
Habe dann aber das Gebäude nicht gefunden und bin unverrichteter Dinge nach Hause gefahren und fand die Aktion später aber auch so kindisch, dass ich die Ausdrucke entsorgt habe. Aber die Gesichter hätte ich trotzdem zu gerne gesehen.
Französische Fernsehjournalisten von CANAL+ boten dem Monsanto-Lobbyisten Dr. Patrick Moore bei einer Dokumentation über Monsantos Breitbandherbizid "Roundup", das den Stoff Glyphosphat enthält, ein Glas Wasser an, das mit dem angeblich völlig ungefährlichen Herbizid versetzt war, von dem man ohne Schaden zu nehmen ein großes Glas trinken könne. Und es sei Unsinn, dass durch diesen Stoff in Argentinien Krebs ausgelöst würde, bzw. die Krebsrate gestiegen sei. Er würde sich sogar freuen, davon zu trinken. Bis zu dem Zeitpunkt, als es ihm tatsächlich angeboten wurde.
Er lehnte strikt ab, auch nur einen Schluck davon zu nehmen.