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Whaddaflex?

Eine Vertreterin der Firma FlexCom war eben hier und wollte mir ihr Kundenbindungsprogramm "FlexCard" vorstellen.

Kann mir einer erklären, wie das funktionieren soll? Aus der Website werde ich zumindest nicht nennenswert schlauer. Für den Kunden scheint der einzig nennenswerte Vorteil zu sein, dass man günstiger telefonieren kann. Im Zeitalter von Flatrates für ein paar Euro Fünfzig ist das nicht wirklich der Bringer. Im Web findet man ja ein paar Dinge über FlexCom. Von "menschenverachtendes MLM / Schneeballsystem" bis zu Lobhudeleien in den höchsten Tönen. Ich bin auf jeden Fall skeptisch und werde mich ganz sicher nicht auf irgendwelchen Schmarrn einlassen, aber solange mich das alles nichts kostet, kann ich mir es ja mal anhören.

Sie will mir ausführliche Unterlagen per E-Mail schicken und vielleicht weiß ich dann ja mehr. Bis jetzt habe ich so viel verstanden:

Die Kunden bekommen beim Händler (also bei mir) Rabatt. (Aber woher kommt das Geld dafür, bzw. welche Gegenleistung erwartet mich als Ausgleich? Eine Antwort darauf werde iich hoffentlich in den Infos finden.)

Ich soll als Händler angeblich auch davon profitieren, wenn Kunden woanders Umsatz generieren. Meine Frage, wo dann die anderen Händler ihr Geld herbekommen, wurde mit "von Ihnen" beantwortet. Nur Geld hin und her zu schieben scheint aber eher witzlos als nützlich zu sein. Darauf hat mir die nette Dame auch nicht antworten können und auf die versprochenen Infomaterialien verwiesen. Ich bin gespannt und werde natürlich hier detailliert berichten! :-)

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Kommentare

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Cliff am :

"Sie können Ihre gesammelten FlexMoneys zum Telefonieren mit FlexCall verwenden und schon bald ein besonderes Highlight für Ihr Vermögen nutzen."

Sind schon mal vier von fünf Punkten beim Bullshit-Bingo ...

Baba am :

.. und "Melanie, 31 Jahre aus Berlin", die jeden Monat mehrere Hundert Euro beim Einkaufen spart und deshalb freudig ihre Blanko-Magnetkarte hochhält, gibt es für Dreifuffzig bei http://www.shutterstock.com/pic-133540019/

der Lachende am :

:-D

Herrlich! Und dazu die trockene Formulierung...

YMMD!

0815 am :

Warum lässt man sich von Vertreterin, die ihre Produkte nicht erklären können überhaupt ein Mail senden?

War sie so hübsch? *fg*

Carom am :

Vertriebler kann man heutzutage sehr günstig mieten - kurze sogenannte "Schulung" (oft nur eine Mail mit dürftigem Material zum aktuellen Projekt), eine sehr harsche Provisionsregelung ("Kohle rennt"), und dann werden die oft blutjungen Vertriebs"asse" über irgendeiner unbekannten Stadt abgeworfen und müssen liefern (sonst Anschiss). Keine Ahnung, ob das hier auch so ist, aber so wurde mir von diesem Teil des Geschäfts mit Schnellschüssen aller Art berichtet.

Die Webseite des Anbieters liefert weiteren Stoff für Spekulationen, von der unklaren Lage bei den Preisen für die Telefonie ("Money" aufladen, um kostenlos zu telefonieren?) bis hin zum Impressum mit Schweizer (!!!) Adresse.

Bei Schweizer Adressen klingeln bei mir übrigens immer alle Alarmleuchten, spätestens seit der Sache mit der Abmahnwelle rund um "Redtube", da saßen einige Beteiligte ja auch juristisch schwer greifbar in der Schweiz - nach dem aus Redtube Gelernten stellt sich mir die Frage, ob der Umgang mit Geschäftspartnern in der Schweiz vorteilhaft oder überhaupt sinnvoll ist.

@Björn: Bitte weiter über diese Firma informieren, das könnte durchaus weiteren unterhaltsamen Blogcontent liefern. Ich vermute aber, dass dieses Konstrukt schneller von der Bildfläche verschwindet, als man "Ladendieb" sagen kann :-D

Franz am :

Diese Sorte Vertriebler muss nicht gemietet werden, sie bringt sogar Geld mit. Aber keine Sorge: Das Geld kommt selbstverständlich wieder rein, sobald sie erstmal weitere Vertriebler vom Konzept überzeugt haben ...

Die Firma kommt übrigens nicht aus der Schweiz, da hat sie nur ihre Dependance, sondern ursprünglich aus der Türkei.

Schneeball am :

Die Flexcard ist einfach der Hammer. Unglaublich, was man damit sparen kann.

Letzte Woche z.B. wollte ich mir beim Juwelier meines Vertrauens eine Rolex GMT-Master II kaufen. Als ich mangels Bargeld zum bezahlen meine Flexcard zückte, schüttelte der Verkäufer nur mit dem Kopf und erklärte mir, dass diese Karte gar keine Zahlungsfunktion besitzt.

Was soll ich sagen? Dank Flexcard habe ich ganze 6.850 Euro gespart. Und das in weniger als 10 Minuten!

Sowas lässt sich natürlich beliebig oft wiederholen und so wird man durch die ganze Sparerei mit Flexcard innerhalb kürzester Zeit zwangsläufig Millionär.

Und als wenn das noch nicht genug wäre, kann man als Flexcard-Kunde sogar telefonieren. Und zwar weltweit. Sofern man ein Telefon besitzt und die Rechnungen seiner Telefongesellschaft regelmässig und pünktlich bezahlt.

Wenn man angerufen wird, zahlt man sogar nichts, wenn der Anrufer aus dem gleichen Land anruft. EGAL aus welchem Netz. Quasi eine Incomming-Call-Flat für alle eingehenden Gespräche aus den heimischen Telefonnetzen. Das ist der absolute Hammer.

Flexcard - und Dein Leben beginnt

Martin am :

"Quasi eine Incomming-Call-Flat für alle eingehenden Gespräche aus den heimischen Telefonnetzen."

Im nordamerikanischen Raum könntest du damit sogar Leute gut ködern... Da ist es bei Mobiltelefonen Gang und Gäbe auch für eingehende Telefonate zu bezahlen...

Cliff am :

Im europäischen Raum ebenfalls. Fällt einem nur nicht so auf, wenn man das eigene Land nicht verlässt. Und die Abschaffung der Roaming-Gebühren wird wohl noch etwas auf sich warten lassen.

(Ich wohne grenznah nahe Tschechien, und "outgoing calls" von mir kosten bei meinem Anbieter dasselbe, egal wohin in die EU, bloß für "incoming calls" muss ich immer noch bezahlen, wenn ich mich mal aus Versehen der Grenze 5 Meter zu weit nähere und nicht darauf achte, welcher Sendemast gerade meint, mit meinem Handy reden zu wollen.)

MISANTHROP am :

Flex ist ein Betrugssystem: https://flexkomedyexposed.wordpress.com/

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