Im Kühlregal zwischen dem Käse fiel einer Kollegin diese leere Schale Krautsalat auf. Das Produkt verkaufen wir hier auch, wie genau die leere Verpackung ins Kühlregal gekommen war, ließ sich leider auch nicht mit Hilfe der Videoanlage nachvollziehen. Weder das Produkt im Regal noch der Ablageort der leeren Schale ist in einer der Kameras zu sehen. Also bleibt nur Spekulation.
Möglichkeit 1: Jemand hat die leere Verpackung als Muster mitgenommen, um genau den richtigen Krautsalat neu kaufen zu können.
Möglichkeit 2, deutlich wahrscheinlicher, immerhin sind wir in Bremen: Jemand hat die Packung im Laden geöffnet und den Inhalt entweder vor Ort gegessen oder in einen mitgebrachten Behälter oder alternativ direkt in die Jackentasche gekippt. Rechnen muss man ja mit allem …
Einen etwas schrägen Kunden, der durch ein etwas sonderliches Verhalten aufgefallen war, kommentierte ich hinterher laut vor mich hinsprechend mit "OMG."
Eine Kollegin stutzte bei diesen Worten, guckte mich irritiert an und sagte zu mir: "Was war das denn? OMG? Das sagen doch nur junge Leute."
Ich weiß zugegebenermaßen auch nicht, woran das liegt, dass die anderen Leute in meinem Alter allesamt deutlich älter sind.
Eine Mutter mit einem kleinen Mädchen im frühen Kindergartenalter kaufte ein. Die Kleine steuerte Kühlregal direkt auf die süßen Snacks und Pudding zu und wollte einen Becher
Paula haben. "Nein, die kaufen wir nicht, da ist Zucker drin."
Dann wollte das Kind Nudeln haben. "Nein, die kaufen wir nicht, da ist Zucker drin."
Die beiden Becher Mousse au Chocolat ließen die Augen des Mädchens erstrahlen, der Glanz verschwand jedoch gleich wieder, als die Frau erklärte, dass ein Becher für sie selber und einer "für Papa" wäre.
Die Frau verteufelte pauschal noch mehr Produkte, überall sei Zucker drin.
Jungejungejunge … Das Kind tat einem schon Leid. Kann natürlich sein, dass die Kleine eine Form von Diabetes oder eine andere Erkrankung hat, das können wir nicht beurteilen. Da die Mutter aber alternativlos alles abgetan hat, wirkte das auf uns für ihre Tochter eher wie ein aufgezwungenes "gesundes" Leben.
Wir haben so ein Mädchen auch im Umfeld. Als ich eine 1200g-Dose Maoam-Kracher heimlich mit auf das "Öko-Buffet" (vollkorn, glutenfrei und natürlich vegan) des Sommersfestes geschmuggelt hatte, die übrigens von allem Mitgebrachtem zuerst leer war, hatte das Mädchen, dem von ihren Eltern alles "Ungesunde" vorenthalten wird (Philosophie, nicht medizinisch begründet), sich davon außerhalb der Sicht ihrer Eltern händeweise einverleibt.
Kaffee (Eines der Top-Klaugüter) sicherten wir schon immer. Die klassischen
Klebeetiketten waren bislang immer ganz hilfreich, da wir inzwischen einige Techniken entwickelt haben, sie relativ unsichtbar anzubringen. Das klappt jedoch nicht bei jedem Artikel.
Die Kaffeetüten von der
Union Rösterei hier aus Bremen sind für die Klebeetiketten beispielsweise nicht so gut geeignet. Zum einen gibt es keine Versteckmöglichkeiten in Form von umgeklebten Laschen, andererseits ist das Papier relativ rau, so dass der Kleber aufgrund der vielen Papierfasern nur schlecht hält und die Etiketten daher relativ leicht entfernbar sind. Aber es gibt ja noch Alternativen, zum Beispiel Sicherungsetiketten mit sehr viel größeren Klebeflächen, die man sehr viel schwerer und schon gar nichts rückstandsfrei entfernen kann, damit sichern wir diesen Kaffee seit einer Weile konsequent.
Wie jemand auf die Idee kam, die Sicherung auf das Etikett mit den Infos zu Röstung und Aroma zu kleben, weiß ich auch nicht. Ist nicht lebenswichtig, aber merkt man das denn nicht? Kopfkratzend …
Wieder mal eines dieser Fundstücke wo man im ersten Moment "WTF?!" denkt und sich dann wünscht, die Geschichte dahinter zu erfahren. Oder vielleicht lieber auch nicht.
Zwischen den Tüten mit Knorr-Saucen lag dieser kleine Deckel einer Konservendose. Nicht die ganze Dose, auch nicht der Inhalt, noch nicht einmal das Etikett. Einfach nur der abgerissene Deckel. Er "lag" da jedoch nicht nur, er klebte an der Tüte dran, offenbar hatte ihn also jemand mit noch vorhandenen Produktanhaftungen dort hingelegt oder -geworfen. Farbe und Geruch lassen vermuten, dass in der zu dem Deckel gehörenden Dose einst ein Produkt mit Tomaten war. Tomatensuppe oder passierte Tomaten. Irgendwie sowas.
Bei mir bleiben viele Fragezeichen. Die interessanteste Frage ist, woher der Deckel stammt. Hat jemand eine volle Dose bei uns im Laden geöffnet und den Inhalt in die Jackentasche oder in eine Tupperdose oder Trinkflasche umgefüllt? Wo ist dann die Dose hin? Steht die noch irgendwo im Laden und gammelt langsam vor sich hin? Hat jemand den Deckel mitgebracht, aus welchen Gründen auch immer? Gegen diese Theorie spricht jedoch, dass er offenbar noch mit frischen Produktresten auf die Knorr-Tüte gelegt wurde.
(Eine weitere Möglichkeit wäre natürlich, dass eine Dose sich aufgrund eines unachtsamen Kunden erschrocken und den Deckel wie ein Gecko seinen Schwanz einfach abgeworfen hat. Aber die ist vermutlich eher auszuschließen.)
Ich habe zu all dem keine Ideen. Aber eines weiß ich: Wenn man lange genug einen Supermarkt betreibt (oder vermutlich im Allgemeinen mit fremden Menschen zu tun hat), hört man irgendwann auf, sich über solche Funde zu wundern. Für mich war das nun einfach ein weiteres BE, ein
Blogbares
Ereignis.
Und was sind eure Ideen, wie der Deckel dort hingekommen sein könnte?
Da landen sie also, die gelben Säcke … Transportmittel für Einwegleergut, das nach der einmaligen Verwendung im Restmüll landet, nämlich in Mülleimer vor unserem Leergutautomaten.
Mich stört diese Zweckentfremdung gewaltig. Die Säcke werden kostenlos herausgegeben und so sind sie bekanntlich seit vielen Jahren schon sehr beliebt, um als kostenlose Müll- und Transportsäcke verwendet zu werden. Aber gedacht sind sie dafür natürlich nicht – und die Mehrkosten trägt natürlich wie so oft die Allgemeinheit …
Obwohl die Firma Trautwein und ich seit der Installation unseres
ersten Leergutautomaten im Oktober 2007 bis zum Ende des zweiten Geräts, konkret bis zum
Einzug der Maschine von Sielaff 14 Jahre später eine bewegte Zeit miteinander hatten, war deren Insolvenz gänzlich an mir vorbeigegangen.
Hätten mich nicht ein paar von euch darauf hingewiesen, wüsste ich es vermutlich bis heute nicht. Aber:
Partner Tech Europe und Anker übernehmen Rechte an Trautwein Rücknahme-Systemen.
Die Patente und Technologien hat Anker von Trautwein übernommen, Mitarbeiter und Gebäude blieben zurück. Will man die Website
https://trautwein-sb.de/ aufrufen, wird man neuerdings direkt auf
https://www.anker.net/ weitergeleitet.
Damit dürfte Trautwein wohl Geschichte sein.
In einer E-Mail erklärte mir ein Mann, dass er sich mit mehreren Leuten zusammentun und jemandem zu einem hohen, runden Geburtstag einen Präsentkorb im Wert von 400-450 Euro verschenken wollte.
450 Euro in einem Präsentkorb ist schon 'ne Ansage, zumindest mit Produkten aus unserem Sortiment. Selbst mit einem guten Cognac,
weißem Thunfisch, ein paar Tafeln Zotter-Schokolade und einigen anderen höherwertigen Lebensmitteln könnten wir mit den Artikeln bei uns aus dem Laden kaum einen durchschnittlich großen Korb füllen, um auf diese Summe zu kommen.
Das hatte ich dann auch so geantwortet, aber nie eine Antwort bekommen.
Wenn man durch den plötzlichen Nikotinschub nach dem Rauchen einen solchen Tatterich bekommt, dass man mit der ausgedrückten Kippe nicht einmal mehr den in unserer Raucherecke bereitgestellten Behälter trifft, dann sieht es eben nach einer Weile so hier aus.
Wie ein Teenager-Zimmer – es stört niemanden der Verursacher …
Die Preise gehen rauf und runter. Da gerade auch immer die Discountpreise (gut&günstig) an das Niveau der Harddiscounter (Aldi und Lidl) angepasst werden, ist da ständig Bewegung drin. Andere Artikel gehe auch mal runter, alles wird immer wieder teurer, ein ewiges Hin und Her.
Teilweise steht man schon kopfschüttelnd da, wenn man ein Preisschild stecken muss, wo sich der Preis von beispielsweise 2,99 € auf 2,95 € verändert. Manchmal noch gekrönt von der Tatsache, dass dann drei Tage später der Preis wieder in die andere Richtung rutscht.
Bei anderen Preisänderungen steht man auch staunend vor dem Regal (resp. in diesem Fall vor der Tiefkühltruhe) und traut sich kaum, das neue Preisschild in die Schiene zu stecken. So wie hier Mitte Juni.