Eine Frau, die ich nicht persönlich kenne, aber doch immerhin um zwei Ecken herum (aber davon weiß sie nichts), hat sich hier auf gut Glück beworben.
Einer ihrer Freunde ist der Ex einer guten Bekannten von mir. Säufer und Mietnomade. Ihr eigener Ex kommt hin und wieder hier in den Laden - verlottert und versoffen.
Ich suche zwar momentan keine Mitarbeiter, so dass ich mir keine Gedanken darum zu machen brauche. Aber diesem Fall hätte ich doch einige Bedenken...
Ich staune immer und immer wieder über die Naivität mancher Zeitgenossen, die das Leben offenbar nur aus lebensfrohen Fernsehserien, Diskussionen im Heise-Forum oder vielleicht auch gar nicht kennen.
Da berichte ich über grottenschlechte Bewerbungen oder solche, die zwar sachlich und technisch korrekt sind, aber mit ihren Lehrbuch-Floskeln nichts über Persönlichkeit des Bewerbers ausdrücken und schon bin ich überheblich, wenn ich nicht alle möglichen und unmöglichen Bewerber zum Vorstellungsgespräch einlade oder sie gar einstelle. Hat schonmal jemand daran gedacht, wie es in anderen Unternehmen abgeht? Wo Bewerbungen wegen kleiner Formfehler schon aussortiert werden und die Persönlichkeit des Bewerbers erstmal gar keine große Rolle spielt?
Schön auch, dass es im Leben vieler Mitmenschen keinerlei Kriminalität gibt. Sie sind noch nie bestohlen oder beraubt worden und haben folglich keinerlei Verständnis dafür, dass andere ihr Eigentum sichern. Taxis, Busse und Straßenbahnen sind videoüberwacht. Videotheken, Kaufhäuser, Warenhäuser, Discotheken, öffentliche Plätze, etliche Supermärkte, Kinos, unzählige kleinere Einzelhandelsbetriebe, die Filialen von Conrad-Elektronik und unzählige Orte mehr - und alle nutzen diese Angebote ohne sich zu beschweren.
Aber wenn ein relativ kleiner Einzelhändler in einer relativ problematischen Gegend eine Videoanlage installiert, um sein Hab und Gut zu schützen, wird mit Begriffen wie "Überwachungswahnsinn", "verletzung der Persönlichkeitsrechte" und "Schäuble 2.0" um sich geworfen.
Nachdem ich das "Hundeshampoo", das Uli Stein am 22. Januar in seinem Notizbuch vorgestellt hatte hier in einem Blogeintrag erwähnte und gleichzeitig die Vergänglichkeit der Einträge in eben jenem Notizbuch bedauerte, bekam ich etwas später mit der Post von Uli diesen signierten Ausdruck des Shampoo-Bildes - inklusive tröstender Worte auf einem Post-It.
Ganz herzlichen Dank dafür. Ich habe mich sehr gefreut!
Merke: Wenn man mit einer Bekannten telefoniert, die gerade im Auto mit aktivierter Freisprecheinrichtung sitzt, sollte man es vermeiden, kohlensäurehaltige Getränke zu sich zu nehmen und anschließend am Telefon lautstark aufzustoßen.
Normalerweise ignoriere ich solche Anfragen ja, aber nachdem mich nun heute Morgen beinahe zeitgleich zwei drei Bekannte um einen Gefallen gebeten haben... Bitte sehr:
1. Ein Freund verkauft seinen mit viel Liebe selbst gebauten Schreibtisch bei Ebay und fürchtet, dass er in der Masse der angebotenen Tische untergehen könnte. Vielleicht hat ja einer von euch Interesse: Link zur Ebay-Auktion.
2. Die Frau eines Mitarbeiters möchte ein Karnevalskostüm aus Krawatten nähen. Wer also alte oder hässliche oder alte, hässliche Binder übrig hat und sich davon trennen möchte, möge sich bitte melden.
3. Und wenn wir schon dabei sind: Ein befreundetes Paar sucht eine Wohnung in Bremen (allerdings nicht in der Neustadt und in Gröpelingen) mit 3 Zimmern und mehr als 70m² und bis 600€ Warmmiete (+Wasser/Strom).
Bei einer Tour am Wochenende an der Nordsee entdeckt. Wo genau, weiß ich leider nicht mehr. Früher nannte man Discotheken wohl häufiger so. Aber die Bezeichnung "Musikschuppen" traf in diesem Fall voll ins Schwarze...
Ich bitte um Entschuldigung für den blogschwachen Start ins neue Jahr. Diese Woche dürfte nicht deutlich besser werden, da ich einige Termine vor mir habe. Da wäre zum einen (mal wieder) ein Termin vorm Arbeitsgericht. Ich sehe dem zwar ausgesprochen gelassen entgegen, aber trotzdem ist es ein Stressfaktor.
Neben anderen Kleinigkeiten liegt dann noch Samstag meine große Inventur an, die ebenfalls wieder Stress bedeutet. Der Flohzirkus an Helfern muss koordiniert und irgendwie dazu gebracht werden, alles ordentlich zu zählen. Ihr glaubt gar nicht, wie sehr "Zählen" mache Leute überfordern kann...
Sobald diese Woche vorrüber ist, werde ich micht entspannt zurücklehnen und mit einem genießerischen Lächeln auf das vergangene Geschäftsjahr zurückblicken.
Kleiner ICQ-Dialog mit einem Freund über Abflüsse und seine Frage danach, wie man sie sauber bekommt...
Hast du eigentlich irgendwelche Erfahrungen mit Abflussfrei-Produkten?
Ja
"Drano" *war* gut.
Dann kam die EU.
Seit dem hilft der gute alte Pömpel genauso.
Ich hab hier eben mit der Kombination von Pümpel und Drano Power-Gel so halbwegs was geschafft. Aber ich dachte, da wäre noch Raum für Verbesserung.
Das Drano-Pulver war immer das beste Mittel.
afaik war eine EU-Verordnung dafür verantwortlich, dass die Wirkung abgeschwächt werden musste. Das Zeugs hat HEFTIG reagiert und so ziemlich alles organische weggeätzt, was da irgendwie im Abfluss hing.
Inzwischen ist die Wirkung eher bescheiden, wie ich vor einiger Zeit schmerzlich feststellen musste.
Ich habe einen Tip für GANZ HARTE Fälle.
Aber der ist nur für Mutige.
Man nehme einen Hochdruckreiniger, führe die Lanze in den Abfluss ein und dann muss man das alles *seeeeehr gut* abdichten. Mit Lappen z.B.
Wenn man mutig ist, schaltet man den Hochdruckreiniger ein.
Und dann ist entweder der Abfluss frei oder der Raum fällig für eine Renovierung.
Ich denke, von derlei Maßnahmen sollte ich hier wohl lieber Abstand nehmen.
Wenn wirklich mal gar nichts mehr geht, muss die Gewoba halt mal einen Profi herschicken.
Den Tipp habe ich von einem befreundeten Geschäftsführer einer Gebäudereinigung bekommen.
Genau heute vor einem Jahr hatte mich eine zu dem Zeitpunkt erst seit wenigen Wochen hier beschäftigte Kollegin, aber vorher schon langjährige Kundin, nach einem bestimmten Schokoladenweihnachtsmann gefragt.
Seit dem ist viel in meinem Privatleben passiert. Die genauen Umstände gehören nicht hier her, aber Beziehungen scheitern nunmal leider immer wieder, andere Beziehungen entstehen neu und dieser Schokoweihnachtsmann war der Dreh- und Angelpunkt um viele Flirtereien mit der Frau, mit der ich inzwischen seit knapp einem Jahr ohne die kleinste Unterbrechung glücklich bin.
Anruf einer Firma "xyz-Marketinggesellschaft", die eine Umfrage machen würde und wissen möchte, ob ich privat oder gesetzlich krankenversichert bin.
""Keine Angst", lachte sie. "Ich will Ihnen nichts verkaufen!"
Ich antwortete ehrlich, dass ich privat versichert sei und, wer hätte das gedacht, es folgte die beinahe schon obligatorische Frage, ob ich Geld sparen möchte und ob man mir denn mal ein Vergleichsangebot schicken dürfe.
"Ich will Ihnen nichts verkaufen!", hatte sie gesagt.
Ich beendete das Gespräch freundlich aber knapp, da hier gerade die Arbeit drängte. Hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte ich mir den Spaß gegönnt, der Frau klarzumachen, dass sie mich angelogen hat und ich wohl kaum ruhigen Gewissens bei einer unehrlichen Krankenkasse versichert sein könnte.
Bestatter Tom berichtet von einem Herrn Emmerich Fidovon Plenken, der offensichtlich ein recht gesundes Selbstbewusstsein hat und unbedingt den Chef sprechen will.
Da wir hier eher selten derart intensiven, direkten Kontakt zu Kunden haben, kommen wir auch entsprechend selten in Konflikt mit ihnen. Hin und wieder meckert mal einer herum, weil es irgendein Problem mit der Ware gibt oder gab, aber derartig eskalierende Situationen, in denen jemand sich aufführt wie der letzte Adelige und unbedingt den Chef sprechen will, gibt es hier im Grunde nicht.
Natürlich provoziere ich solche Situationen auch nicht und wenn es mal brenzlig wird, versuche ich stets, den betroffenen Kunden oder die Kundin zu beruhigen oder ihm/ihr irgendwie entgegen zu kommen.
Insgeheim warte ich ja trotzdem noch seit über sieben Jahren auf genau so einen Menschen. Einen, der sich unbedingt ungerecht behandelt fühlen will und der die Telefonnummer meines Vorgesetzten haben möchte, um mich dort anzuschwärzen. Ich würde dann auf die Handynummer verweisen, die an der Eingangstür unter "Im Notfall anrufen:" steht und abwarten.
Er hat mir zwei Zeitungsausschnitte aufgeklebt und daneben notiert, dass das die tollen Aktien mit absoluter Gewinnchance sind, die er sich nun auch gkauft hat.