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Wandel

Meine Fresse. Jetzt beklauen einen nicht mehr die Junks und Ausländerbanden – seit neuestem erwischen wir immer mehr ältere Frauen, wie sie sich mitunter mehrmals täglich eine Flasche Bier oder (wie gerade eben) Wein klauen.

Was kommt als nächstes? :-O

Die unschlagbaren Argumente einer Ladendiebin

Immer und immer wieder muss man sich mit Ladedieben herumärgern. Vorhin hat sich eine Frau, die heute Morgen auch schon einmal den Laden einfach so verlassen hat, eine Flasche Bier eingesteckt. Außerhalb des Ladens konnten wir sie stellen.

Auf dem Video war sie zwar eindeutig zu erkennen, aber das hielt sie nicht davon ab, alles abzustreiten. Ein paar Beispiele:

1. Das bin ich gar nicht.

2. Ich bin hier fast nie, ich mag Ihren Laden nicht.

3. Ich trinke kein Bier.

4. Ich war heute noch gar nicht hier.

Man wird müde, ich will nicht mehr. :-(

Zweimal Spritklau am Samstag

Der Samstagabend verlief hier übrigens streckenweise recht kurzweilig. Ein Mann stopfte sich mehrere Waren in seine Jacke, unter anderem auch eine mit einem Warensicherungsetikett versehene Whiskeyflasche – und löste mit dieser den Alarm der Warensicherungsanlage aus. Er blieb ganz friedlich dabei und folgte meinen Mitarbeitern brav und machte überhaupt keine Probleme.

Während wir im Lager auf die Polizei warteten, betraten zwei andere Männer den Laden, packten sich zwei Sixpacks Bier und eine ebenfalls gesicherte Flasche Wodka in ihre Tasche und lösten mit dieser ebenfalls den Alarm der Sicherungsanlage aus. Leider konnten wir nicht schnell genug reagieren, so dass die beiden einen zu großen Vorsprung hatten. Nichtmal zwei Kunden, die mit Fahrrädern hinterherfuhren, hatten Erfolg.

Die Ware ist in solchen Fällen zwar weg, aber ich tröste mich bei sowas damit, dass wir die Typen auf jeden Fall mal gesehen haben und sie vermutlich und/oder hoffentlich nicht ein zweites Mal zuschlagen werden...

Eingesteckter Leergutbon

Ein Stammkunde teilte einem Kollegen sein Leid mit: Er hatte seinen Leergutbon am Automaten vergessen, aber noch gesehen, wie ihm eine Frau mit Leergut antgegenkam, als er gerade gehen wollte. So vermutete er, dass diese wohl seinen Bon eingesteckt hat.

Als er die Kundin direkt ansprach, sagte sie, dass sie den Bon nicht genommen hätte.

Zwei Kollegen, an die er sich schließlich wandte, erkundigten sich ebenfalls bei der Kundin nach dem Leergutbon. Sie blieb bei ihrer Aussage, dass sie ihn nicht genommen hätte.

Da es aber eigentlich keine andere Möglichkeit gab, sahen wir schließlich auf der Videoaufzeichnung vom Leergutraum nach und – wer hätte es gedacht – die Kundin hat sich den Bon genommen. Da sprach ich sie direkt selber an.

Zunächst verneinte sie und tat völlig empört. Nachdem ich ihr aber schilderte, dass auf der Videoaufzeichnung, die sich auch gerne selber ansehen dürfe, deutlich zu sehen ist, wie sie den fremden Bon nimmt, durchsuchte sie noch einmal demonstrativ ihre Taschen und zog ihn schließlich aus der Hosentasche.

Die wüsten Beschimpfungen des Eigentümers des Bons habe ich zwar gehört, aber sie gehören einfach nicht hier ins Blog. Ich bin ja schließlich anständig und hab's mit Fäkalcontent nicht so.

Pudding-LD

Dass ein ziemlich abgerisser Mann, Typ Junk, sich die Taschen mit Puddingpulver vollgestopft hat, ist ja kaum der Rede wert.

Aber hier mein Tipp für alle, die klauen wollen: Wer bei gefühlten 1000 Grad im Schatten mit einer relativ dicken Jacke einen Laden betritt, ist verdächtig. Ich jedenfalls beobachte Personen mit solchen Merkmalen etwas genauer.

Neues vom Lebensmittelkontrolleur

Ich habe eben mit einem Bekannten gesprochen, der als Marktleiter für eine größere Handelskette tätig ist und mit dem ich mich hin und wieder austausche. Dabei kam heraus, dass es sich bei diesem Lebensmittelkontrolleur definitiv um diesen Lebensmittelkontrolleur handelt.

Seine Masche: Die Mitarbeiter in den Einzelhandelsgeschäften, Lebensmittelproduzenten und Gastronomiebetrieben mit sofortigen hohen Strafandrohungen, teilweise für völlige Belanglosigkeiten, einschüchtern, um sich so den nötigen Respekt zu verschaffen. Ich gebe zu, dass das bei mir auch gewirkt hat.

Ich übergebe an die ZAKS, denen ich gleich mal eine E-Mail mit meinen Erlebnissen in dieser Sache zukommen lassen werde.

Langwieriger Damenrasiererklingenklau

Vor einiger Zeit haben wir im Regal eine Packung Ersatzklingen für Damenrasierer unserer Eigenmarke gefunden, die aufgerissen und einiger Klingen beraubt wurde.

Da niemand hier mit den restlichen Klingen etwas anzufangen wusste, sie aber zum wegwerfen zu schade waren, klebten wir die Packung zu und deponierten sie zum Sonderpreis und einem deutlich sichtbaren Hinweis auf die neue Füllmenge auf dem Restetisch.

Und nun? Finden wir die Packung dort plötzlich wieder aufgerissen und diesmal komplett entleert. Da hatte sich wohl jemand ein klares Ziel gesetzt.


Das Totschlagargument

Drei Herwanwachsende mit Migrationshintergrund (und wie sich später herausstellen sollte ohne nennenswerten Integrationswillen) betraten eben den Laden. Da mir die Gruppe nicht ganz harmlos schien, ging ich ins Büro. Plötzlich traf mich (noch im Laden) von hinten ein gebrauchtes, zusammengeknülltes Taschentuch am Kopf. Hinter mir waren nur die drei und auf der Videoaufzeichnung war schließlich auch eindeutig zu sehen, dass es einer von ihnen nach mir geworfen hatte.

Noch im Laden sprach ich sie darauf an und stand gleich drei "ganz mutigen" Typen gegenüber, die mit geschwollener Brust und Drohgebärden von sich gebend konterten. Schließlich brachte einer der drei mein Lieblingsargument: "Was soll so eine Beschuldigung? Nur, weil wir Ausländer sind, oder was?"

Ich wollte erst "Ja." sagen. :-(

Zum Glück (und wahrscheinlich auch, weil einige Kunden in der Nähe standen), verließen sie den Laden wieder zügig. Brrr...

3 x Big Box

Ein etwas heruntergekommener Mann, den ich aber durchaus schon häufiger hier im Laden gesehen habe, holte sich eine Dose Bier, ging zur Kasse und drückte dreimal auf eine der Wahltasten des Zigarettenautomaten.

Ich beobachtete die Szene über die Videoanlage, da ich zuvor von meiner Kassiererin auf den Kunden hingewiesen worden bin. Er sei ihr schon häufiger aufgefallen und sie hätte so ein seltsames Gefühl dabei.

Schachtel nummer eins pumpste auf das Förderband. Es folgten Nummer zwei und drei. Meine Mitarbeiterin war gerade dabei, mit einer älteren Kundin Kleingeld zu sortieren und – schwupps – verschwanden die drei Schachteln in der Innentasche der Jacke des Mannes.

Ich lief schnell nach vorne, um zu verhindern, dass der Mann mit den drei Schachteln verschwindet. Als er mich sah, ließ er schnell die Schachteln wieder auf das Kassenband fallen, sagte, dass die da schon gelegen hätten und bezahlte sein Bier – nicht, ohne sich lautstark darüber zu empören, dass wir ihn hier eines Diebstahls, bezichtigen würden. Ich hoffe, mein "wir sehen uns hier nicht wieder" ist durch die Flüche bis zu ihm durchgedrungen.

Respekt heute

Zwei angetrunkene, randalierende 17jährige.

Und vier Polizisten.

Und was passiert? Nein, die beiden Jungs haben nicht etwa Respekt und halten mal die Klappe. Die gehen doch tatsächlich auf die Beamten los und versuchen sich im Nahkampf mit bloßen Händen.

Und das bei mir im Lager.

Ohje, was man hier alles erlebt... :-(

Dumm, vergesslich oder dreist?

Die gewählte Kategorie lässt erkennen, was wir vermuten...

Eben rief meine Kassiererin von der Kasse aus an und erklärte mir, dass eine Kundin behaupten würde, 5 Euro zu wenig an Wechselgeld bekommen zu haben. Und dabei war sie sich ganz sicher, drei Euro Kleingeld und einen 5-Euro-Schein aus der Kasse genommen und der Kundin in die Hand gedrückt zu haben.

So sah ich kurz die Videoaufzeichnung der vergangenen Minuten durch und sehr eindeutig war darauf zu sehen, wie die Kundin eine 10-Euro-Note hinhielt und schließlich etwas Kleingeld und einen Fünfer wiederbekam. Den Schein faltete sie relativ klein zusammen und steckte ihn in ihr Portemonnaie, das Kleingeld behielt sie in der Hand. Und mit diesem Kleingeld stand sie eine knappe Minute später wieder an der Kasse und reklamierte das Wechselgeld.

Daraufhin ging ich nach vorne, um die Angelegenheit mit der Kundin selber zu klären. Nachdem ich ihr freundlich sagte, dass sie tatsächlich einen 5-Euro-Schein bekommen hatte, versuchte sie, mir weiszumachen, dass das der Kassenbon gewesen wäre, was da den Besitzer gewechselt hatte. Und dass es ihr auch nicht um die fünf Euro ginge (Worum dann?), aber dass sie doch einfach nur eine korrekte Abwicklung hätte. Auch als ich ihr erneut versicherte, dass sie ihr Geld ordnungsmäß ausgezahlt bekommen hat, bliebt sie dabei: Sie hat keinen Fünf-Euro-Schein in der Tasche.

Dann zeigte ich kurz an die Ladendecke zu den Kameras und erklärte ihr, dass wir uns gerne zusammen die Videoaufzeichnung der vergangenen Minuten ansehen können und dass darauf sehr deutlich zu erkennen ist, was sie von meiner Kassiererin bekommen hat.

Plötzlich war's "egal" und sie nahm sich ihre Tasche und ging.

Eine Dose Red Bull in der Innnetasche

Seit heute findet hier der Kirchentag statt.

Eine Gruppe Heranwachsender der religiösen Opposition musste mal eben wieder zeigen, dass sie auch noch da sind. Inklusive der üblichen Beleidigungen. "Was willst du Wichser?"

Was tun, wenn das Hau...

Ein Mann wollte mehrere Schachteln Zigaretten klauen. Als ich ihn zur Rede stellte, wurde er laut und tat vollkommen empört. Das Aussprechen des Hausverbotes ignorierte er in der Form, dass er einfach dazwischenfluchte und rausging.

Wenn er jetzt wieder den Laden betreten sollte – ist das dann schon Hausfriedensbruch? Kann doch eigentlich nicht mein Problem sein, wenn der Typ das nicht hören wollte?

Ladendiebe dürfen schon gar nicht anschreiben

Eine Frau, gerade mal ein paar Monate älter als ich, fiel mir eben im Laden auf. Sie guckte hier, guckte da und wirkte so, wie Ladendiebe oft auf mich wirken. Und tatsächlich füllte sie irgendwann mehrere Gegenstände in ihren Rucksack, verschloss diesen und setzte ihn wieder auf den Rücken. Schließlich schnorrte sie von einer Kundin 50 Cent, von denen sie eine Flasche Saft kaufte.

Das Ausfüllen der Anzeige hätte ich mir auch sparen können. Bei der im Ausweis eingetragenen Adresse hatte sie sich vor einigen Monaten ab- und seit dem auch nicht wieder an einer neuen Anschrift angemeldet.

So weit nicht weiter erwähnenswert, aber dann hat die mich doch tatsächlich gefragt, ob sie hier "anschreiben" dürfte und die Artikel mitnimmt und später bezahlt. Ja, natürlich.

NICHT!

Auf was für Ideen kommen die Leute nur immer?!?

Wer klaut eigentlich was und warum?

Diese Frage ging mir vor ein paar Tagen durch den Kopf. Mir sind schließlich vier nennenswerte Gruppen eingefallen, in die ich meine "Bösewichte" einordnen kann:

Kinder:
Hin und wieder erwischen wir hier ja auch Kinder beim Diebstahl. Der verursachte Schaden hält sich bei dieser Gruppe eher in Grenzen, da (von Ausnahmen mal abgesehen), vor allem kleine Teile und in geringen Mengen verschwinden.
Die Gründe dafür würde ich nicht bei der klassischen Mutprobe suchen, sondern eher entweder im Taschengeldmangel oder dass die Eltern bestimmte Artikel nicht (oder nur in geringen Mengen) kaufen.

Alte Leute:
Noch seltener als Kinder erwischen wir Menschen im mehr oder weniger weit fortgeschrittenen Rentenalter. Oftmals handelt es sich dabei sogar um Stammkunden, vor allem auch Kundinnen, die einfach mit ihrer knappen Rente nicht klarkommen. Diese Leute stehlen in der Regel Lebensmittel quer durch das Sortiment. Der verursachte Schaden hält sich dabei auch noch in überschaubaren Grenzen.
Viele der Diebe, die "aus Langeweile", oder um etwas Aufmerksamkeit zu bekommen, stehlen, gehören übrigens auch in diese Gruppe.

Jugendliche und heranwachsende Ausländer:
"Ausländer" bezeichnet in diesem Fall vor allem Albaner, Libanesen, Araber und Türken. Einzeln sind sie harmlos. In Gruppen werden sie "mutig" und pöbeln und provozieren. Bevorzugtes Diebesgut: Süßwaren, Kaugummi, Schokolade und Ferrero-Artikel aus dem Kühlregal (Maxi King, Pingui). Die Schadenshöhe hält sich meist in Grenzen, aber das enorm hohe Gewaltpotential und die ständigen Provokationen sind einfach nur unerträglich.

Drogenabhängige:
Der typische Junk ist in den 60er-Jahren geboren und braucht Geld. Viel Geld. Drogen sind nämlich teuer. Darum klaut er möglichst viel von möglichst teurer Ware: Drogerieartikel, Kaffee, Spirituosen, Tabakwaren. Diese Artikel werden auf dem Schwarzmarkt entweder zu Geld gemacht oder direkt gegen den "Stoff" getauscht.
Die Schadenshöhe pro Diebstahl ist immens, denn die Waren verschwinden immer gleich Rucksack- oder Sprttaschenweise. Dazu kommt, dass das keine Einzelfälle sind, sondern dass diese Leute regelmäßig viel Geld brauchen und immer wieder klauen werden. Diese Leute können Läden tatsächlich in den wirtschaftlichen Ruin treiben und sind meiner Meinung nach die (wirtschaftlich) gefährlichste Gruppe an Ladendieben.

(Gleich vorweg: Irgendwelche rechten Kommentare lösche ich konsequent. Das hier ist eine Aufzählung meiner subjektiven Erfahrungen hier im Laden. Die Aussage ist nicht "alle Ausländer klauen". Genauso wenig wie "alle Kinder klauen" oder "alle Rentner klauen"!)