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Weil ich dumm bin…

Ein fünzehnjähriger Junge steckte sich zwei Dosen eines Energydrinks in die Jackentasche und verließ den Laden, ohne diese zu bezahlen. Da meine Mitarbeiterin sichergehen wollte, dass er die beiden Dosen nicht nur aus dem Regal genommen, sondern auch tatsächlich eingesteckt hatte, guckten wir uns den Vorgang noch mal auf der Videoaufzeichnung an. In der Zwischenzeit waren der junge Mann und sein Begleiter bereits halb durch die nächste Seitenstraße. Da er wohl nicht damit gerechnet hatte, dass wir ihn verfolgen würden, rannte er entgegen unserer Erwartungen nicht weg.

So überholten wir die beiden, stellten uns ihnen unerwartet in den Weg und nutzen den Überraschungseffekt, dem Dieb die beiden noch ungeöffneten Dosen direkt aus der Hand zu nehmen. Er wollte protestieren, erzählte, dass er Dosen die bereits mitgebracht gehabt hätte, aber das entsprach natürlich nicht der Wahrheit. Brav folgte er uns in den Laden, wo wir schließlich seine Personalien aufnahmen.

Von uns hatte er die Chance, seine Eltern zu kontaktieren, was er aber nicht tun wollte. Da wir ihn aber auch nicht einfach so wieder laufen lassen wollten, riefen wir doch die Polizei an, die ihn die "volle Härte" des Gesetzes spüren ließ. War nicht ganz nett, aber vielleicht hatte es ja einen Lerneffekt für ihn, das komplette Programm von Befragung, Durchsuchung und einer kostenlosen Fahrt in einem silberblauen Mercedes zu erleben.

Vielleicht hat dieser "Schuss vor den Bug" ja geholfen.

Lustig fand ich noch folgenden Dialog zwischen einem der Beamten und dem Jugendlichen:
"Warum machst du so einen Scheiß?"

"Weil ich dumm bin?!"

T, T & T lungern in der Moschee hinterm Haus herum!

Überraschende Beobachtung, als wir am Samstag Abend nach Hause fahren wollten: Die drei Bagaluten lungern nicht nur in und vor meinem Laden herum, sondern sogar hinten auf dem Hof, resp. dem unmittelbar angrenzenden Grundstück der Moschee.

Wie vorhin schon Kommentator Jordi gschrieben hatte, werde ich wohl mal versuchen, dort irgendjemanden von der Leitung zu fassen zu bekommen. Wenn die drei Nervzwerge schon keinen Respekt vor uns oder der Polizei zeigen, dann vielleicht zumindest vor deren Alten aus den eigenen Kreisen.

T, T & T – live und in Farbe

Hier ein Video von den drei Idioten, das eine Kollegin vor einer Woche mit dem Handy gemacht hatte, um die möglicherweise eskalierende Situation zu dokumentieren. Man hört ja schon, wie provokant und aggressiv die drei Jungs sind.

Weil ich so eilig nach vorne gelaufen war, hielt ich noch meine geöffnete Getränkeflasche in der Hand. Kein Bier. Das war Limo.

Tick, Trick und Track – 2

Die möchtegern-halbstarken Chaoten von letzter Woche waren wieder im Laden. Als wir sie rauswerfen wollten, haben sie nur debil gegrinst und die üblichen frechen Sprüche geklopft. Habe sie dann stumpf rausgeschoben. Vor der Tür pöbelten und provozierten sie weiter, wie auch am vergangenen Samstag schon.

Diesmal habe ich die Polizei aber direkt über 110 gerufen und momentan erklären sich die beiden "Anführer" gerade den Beamten. Passieren wird ihnen nichts (auf welcher Basis auch, denn letztendlich haben sie uns nur durch ihr Verhalten genervt), aber vielleicht reicht die Begegnung mit der Polizei als Dämpfer, so dass sie hier zukünftig endgültig nicht mehr in den Laden kommen.

G&G vom ALDI

Ein junger Mann, der sich eine Flasche Iso-Getränk der Edeka-Eigenmarke "gut & günstig" eingesteckt hatte, blieb auch in Anwesenheit der Polizei und nach Sichtung der Videoaufzeichnung bei seiner Aussage, dass er dieses Produkt der Edeka-Eigenmarke "gut & günstig" nicht bei uns geklaut, sondern bei ALDI gekauft zu haben. Ich glaube, noch bevor es bei ALDI ein Produkte der Edeka-Eigenmarke "gut & günstig" gibt, tut sich am CERN ein schwarzes Loch auf. :-)

Ausführlicher Bericht dazu folgt noch auf Wunsch meines Azubis, der bei der ganzen Sache dabei war, aus seiner Feder.

Tick, Trick und Track

Drei Jungs im vielleicht frühen Teenageralter mit Schirmmütze, weshalb ein Kollege sie spontan Tick, Trick und Track taufte, hielten sich eine Weile im Laden auf. Sie fielen uns zwar schon durch ihre Erscheinung auf, gingen uns aber irgendwann vor allem deshalb auf den Keks, weil sie einerseits alles angrabbelten, andererseits die Sachen aber auch einfach wieder irgendwo in die Regale warfen. Darauf angesprochen hatte einer der Jungs uns zwei Erwachsenen gegenüber direkt eine große Klappe: "Was willsu? Isch war das nisch!!!"

Ich breitete die Arme aus, um das Trio aus dem Laden zu schieben, was einer der Möchtegern-Halbstarken zum Anlass nahm, die Fäuste in Drohgebärde (Hallo, von einem ca. 12-jährigen!?) zu erheben und mich herauszufordern, ihn doch zu schlagen. Hab ich natürlich nicht getan, auch die Provokation, uns als "Hurensöhne" zu bezeichnen, änderte daran nichts. Lautstark fluchend verließen die drei den Laden.

Keine fünf Minten später waren sie wieder drin. Es war sehr mühsam, sie aus dem Laden zu bekommen. Sehr, sehr mühsam. Mit extremen Drohgebärden haben sie sich mitten im Laden und vor allen Kunden vor uns aufgebaut. Mir sind noch nie ein paar "Kinder" begegnet, die dermaßen aggressiv wie frech waren. Sowas habe ich ernsthaft noch nie erlebt.

Sie lungerten dann noch eine Weile vor dem Laden herum und haben infantile "Witze" gemacht und vor allem Kunden daran gehindert, direkt in den Laden zu kommen. Ich habe dann einfach mal zwischendurch die Polizei angerufen, dass die sich mal kurz um die Bengel kümmert, aber, als hätten sie es gerochen, haben die drei Möchtegerns sich dann vom Acker gemacht.

Was für kleine Mistkröten. :-(

KLONK!

Wir saßen im Kassenbüro und erledigten notwendigen Papierkram, als ich plötzlich aus dem Laden ein Geräusch hörte, das wie eine im Regal umfallende Bierdose klang.

Da Dosen nicht einfach von alleine umfallen, guckte ich kurz auf den Monitor der Videoanlage und sah eine junge Frau, die sich recht hektisch rund ein Dutzend Bierdosen vom obersten Regalboden griff und diese in ihren beiden Umhängetaschen verschwinden ließ. Wir wollten gerade ganz schnell nach vorne laufen, als wir sahen, dass sie einen gefüllten Einkaufskorb in der linken Hand trug. Alles klar, das ist ein Alibi-Einkauf, die holen wir uns in aller Ruhe hinter der Kasse.

Dachten es noch und sahen dann, wie sie den Korb an der Kasse abstellte und direkt zum Ausgang ging. Damit hatten wir leider nicht gerechnet und so hatte die Diebin knapp 10 Sekunden Vorsprung, den wir auch nicht mehr aufholen konnten. Sie verlor zwar noch eine Tasche in der Seitenstraße und so bekamen wir immerhin sieben der Dosen wieder zurück, aber die junge Frau schaffte es offenbar erfolgreich, sich irgendwo in den Gärten zu verstecken.

Die anderen Dinge in der Tasche waren zwar nicht von uns, aber das dürfte neben ihrem Drogenbesteck zu einem großen Teil auch Diebesgut gewesen sein: Etliche Einweg-Feuerzeuge und einen neuen Regenschirm von einem Geschenkartikel-Kaufhaus aus der Innenstadt… Die Polizei hat die Sachen mal mitgenommen, um nach Fingerabdrücken suchen lassen.

Mal gucken, was daraus wird…

Depp besprüht unsere Wand neben dem Eingang

Ziemlich genau um 4 Uhr heute Morgen fuhr ein junger Mann, der eigentlich um die Uhrzeit noch zu Hause sein sollte, auf einem Damenfahrrad vor. Innerhalb weniger Sekunden besprühte er die Wand neben unserer Eingangstür mit vier Buchstaben, die darauf schließen lassen, dass seiner Meinung nach sämtliche Polizisten uneheliche Kinder sind.

Woher bekommen solche Leute eigentlich die Sprühfarben für einen Scheiß? Mir wären die zu teuer für so unnötige Schmierereien.



Abchecken oder unentschlossen gucken?

Wir beobachteten vom Kassenbüro aus eher zufällig auf den Monitoren der Videoüberwachung, wie ein südländisch- oder orientalischstämmiger Mann im Laden hin und her lief. Er pendelte dabei unter anderem zwischen den einschlägigen Warengruppen Alkohol, Kaffee und Körperpflegeprodukten hin und her, was die Sache für uns noch etwas verdächtiger machte. Zwischendurch wirkte er auf mich aber eher so, als wenn er nicht mit Diebstahlsabsicht "abchecken", sondern tatsächlich irgendetwas gezielt suchen würde.

Das war der Moment, an dem ich einen Kollegen bat, in den Laden zu gehen und den Mann einfach mal freundlich anzusprechen, ob er etwas suchen würde und Hilfe benötige. Machen wir öfter so. Wenn es tatsächlich ein potentieller Kunde ist, wird er sich über die Hilfe freuen. Bösewichte fühlen sich dadurch aber gestört und zumindest bilde ich mir ein, dass sie dann wissen (und in einschlägigen Kreisen dieses Wissen eventuell auch weiterreichen), dass wir hier aufmerksam sind.

Die wirklich freundliche Frage meines Mitarbeiters quittierte der Mann extrem gereizt, geradezu aggressiv. Er fuchtelte mit den Armen herum, machte Gesten und machte demonstrativ einmal die Jacke auf. Er habe nichts eingesteckt (hat ja auch keiner behauptet) und was wir überhaupt von ihm wollen würden (hat er überhaupt zugehört?). Unmittelbar darauf verließ er beleidigt (war klar…) den Laden und tat dabei so, als würden wir schlecht mit unseren guten Kunden umgehen.

Ich würd' sagen: Er hat doch nur abgecheckt.

Aufgerissene Flaschensicherung

In einem Fahrradkorb in der Seitenstraße fiel mir im Vorbeigehen dieses gewaltsam mit einem Werkzeug geöffnete Flaschenetikett aus meinem Laden auf. Ich gehe stark davon aus, dass es sich dabei um die Sicherung handelt, die an der Rumflasche hing, die der Dieb aus diesem Blogeintrag eingesteckt hatte.

Es handelt sich dabei nicht um das im Artikel über den Diebstahl verlinkte "zurechtgestutzte" Etikett. Also überprüfte ich natürlich zuerst, ob es wirklich keinen Alarm auslöst. Und dem war tatsächlich so. Ist mir zwar schleierhaft, wie eine Spule mit Ferritkern in einer Plastikkapsel kaputtgehen kann – aber dem ist in diesem Fall offenbar so.


Mit Krücken

Ein ziemlich heruntergekommener Typ betrat mit zwei Krücken Unterarmgehstützen den Laden. Einer Kollegin fiel er sofort auf, weswegen sie mich umgehend informierte. Der Typ ging zielstrebig in die Getränkeabteilung, steckte sich eine Dose Bier in den Hosenbund und bewegte sich in Richtung Kasse.

Irgendwie muss er auf dem Weg dorthin aber misstrauisch geworden sein, immerhin sind heute aufgrund der zu verräumenden Hauptlieferung relativ viele Mitarbeiter im Markt. So stellte er die Dose zwischen den Hygieneprodukten ins Regal, was ich aber schon gar nicht mehr mitbekommen hatte, da ich bereits am Ausgang auf ihn wartete.

Natürlich hinderte ich ihn am Ausgang daran, den Laden zu verlassen und forderte ihn auf, mir zu folgen. Das tat er widerwillig und mit Beschimpfungen um sich werfend. Er zeigte mir die Dose im Regal und ich klärte ihn darüber auf, dass "Ware im Hosenbund" schon ein vollendeter Diebstahl sei – Stichwort Gewahrsamsenklave.

Das wollte er alles gar nicht wahrhaben und erzählte uns die ganze Zeit seine Auslegung der Gesetzeslage, aber da er mir schon seinen Ausweis in die Hand gedrückt hatte, durchsuchte ich mal eben die Liste mit sämtlichen Diebstählen nach seinem Namen. Bingo: Am 21. Juni 2012 hatte er sich hier im Laden sechs Dosen "Jack Daniels & Cola" eingesteckt. Erstaunlich, dass darüber hier im Blog nichts zu lesen ist. Aber egal: Den Fall hatte ich damals selber bearbeitet und somit hatte ich ihm auch mit hundertprozentiger Sicherheit erklärt, dass hier Hausverbot auf Lebenszeit gilt.

Ergo: Eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch mit auf den Stapel. Kratzt ihn vermutlich so wenig, wie alles andere…

Kleine Flasche Rum

Ein Mann fiel uns an der Kasse auf, der meinem Mitarbeiter eine scheinbar unauffällige Frage nach billigem Bier stellte. Er stand dabei genau zwischen den Antennen der Warensicherungsanlage und löste keinen Alarm aus. Dennoch klingelten unsere kleinen, inneren Alarmglöckchen und so sahen wir uns die Videoaufzeichnung von seinem Besuch bei uns im Laden an. Wenig überraschend war, dass er tatsächlich was geklaut hat. Allerdings handelte es sich dabei um eine kleine Flasche "Pott"-Rum, die mit einem unserer Dauer-Sicherungsetiketten versehen war, das er sich mitsamt der Flasche in seine Jecke gesteckt hat. Wir liefen zwar noch raus und guckten, ob wir in Richtung Kreuzung oder in einer der Seitenstraßen jemanden mit einem dunkelgrünen Mantel entdecken konnten, aber er war in der Dunkelheit nicht mehr auszumachen.

Seit dem sind wir am grübeln. War an der Flasche dieses spezielle Etikett, das zwar keinen Alarm auslöst, aber doch immerhin noch als Abschreckung dienen sollte? Offenbar hatte der Typ überhaupt nicht auf die Bottle-Tags geachtet und so letztendlich einfach nur Glück gehabt.

Wir wissen es nicht. Aber vielleicht wird er ja noch einmal wiederkommen und dann, ja dann wird er eine Flasche mit funktionierender Sicherung einstecken.