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Eine Rechnung

Eine Rechnung!
Sie haben mir doch tatsächlich eine Rechnung geschickt!

Für vier Kartons Ware, die ich gar nicht bekommen habe.

Liebe Leute von Bömo: Ich mag euch nicht mehr. Behaltet euer Zeugs komplett. Ich will keine Ware mehr von euch haben. Bye, bye!

Kein guter Tag heute für Bio-Lieferanten.

Kornkraftlos

Seit Samstag oder zumindest spätestens Montag warte ich auf meine (Erst-)Lieferung des Bio-Großhändlers Kornkraft. Gestern Nachmittag rief ich dort an und erkundigte mich, ob meine Bestellung möglicherweise verlorengegangen sein könnte. Man werde sich darum kümmern, hieß es.

Gerade eben habe ich einen gar nicht so erfreulichen Anruf von der Kornkraft-Geschäftsleitung bekommen. Man kann und wird mich nicht beliefern, da ich nunmal kein "Naturkost-Fachhandel" bin.
Wir wurden zwar von anderen Bio-Großhändlern als würdig empfohlen und sind bekannt für unser Engagement für ökologische Produke - aber ich betreibe nunmal primär nur einen bösen, konventionellen Supermarkt und darf eben keine alteingesessenen Bio-Produkte verkaufen. Sowas ist schließlich den kleinen Bio-Läden mit dem staubigen Holzregal-Image vorbehalten, in dem verbohrte überzeugte Kunden stolz ihren Fruchtriegel und Dinkelkörner zum selber mahlen kaufen. :-(
Wo kämen wir denn hin, wenn plötzlich neben einem hochwertigen Bioland-Produkt auch gleichzeitig ein völlig unökologisches, aber trotzdem beliebtes Produkt im Einkaufswagen liegen würde. Mit dem Motto "Leben und leben lassen" kommt eben nicht jeder klar...

Es hieß vor einigen Wochen bei der Begehung meines Marktes noch von Seiten des Kornkraft-Außendienstes, dass eine Belieferung gar kein Problem darstellen würde. Außerdem haben wir bei einer Besichtigung des Kornkraft-Betriebes ein Gespräch mitverfolgt, in dem einem Edeka-Einzelhändler aus dem Oldenburger Raum eine Belieferung zugesagt wurde. Schließlich wäre man ja auf Grund der Entwicklung des Bio-Marktes in Deutschland "inzwischen offener" für die Belieferung von geeigneten Supermärkten. Ahja. Wenn hier in Bremen irgendein Supermarkt "geeignet" ist, dann meiner. Alleine schon aufgrund der vielen ehrenamtlichen Arbeit rund um regionale und fair gehandelte Produkte.

Ich werde also nicht von denen beliefert werden. Und dafür habe ich also nun einen kompletten Tag geopfert, fast 100 Artikel bei uns im Warenwirtschaftssystem neu angelegt, stundenlang über den Ordersätzen gebrütet, telefoniert und mir ein Sortiment für meinen Laden ausgedacht. Super, echt. Ich bin begeistert.

Der Bitte, meine Ankündigung der Belieferung hier aus dem Blog zu entfernen, werde ich natürlich nicht nachkommen. Sollen ruhig alle lesen, wie manche Leute ihre Zusagen einhalten. Oder auch nicht. Ich stehe zu dem, was ich mache und veröffentliche meine Meinung und Geschäftsphilosophie hier offen und unverblümt. Wenn man etwas macht, sollte man dazu stehen. Konventionelle Einzelhändler still und heimlich zu beliefern, aber mich, der es publik gemacht hat, demonstrativ auszuschließen, finde ich mehr als feige ausgesprochen unfair.

WM-Zeugs

Über unseren Pressegroßhändler kann ich massenhaft WM-Fanartikel bekommen:

Goleo als großes Stofftier und als Plüsch-Anhänger, Spardosen, Caps, Buttons, Pins, Brillen und -Etuis, Fußbälle, T-Shirts und - wer hätte das gedacht - ein "WM-Handbuch". Zwar alles mit vollem Remissionsrecht - aber trotzdem nicht wirklich interessant für mich. Vielleicht auch deshalb, weil ich die Preise für derartige Fanartikel nicht ganz einsehe.

Die Bestellmenge

Vor einigen Wochen hatten wir vegetarische, tiefgefrorene Bratlinge bestellt. Die Lieferung am 17. Februar verweigerte ich allerdings, da wir von jedem Artikel zehn Stück ("Verpackungseinheiten" = VPE) und nicht zehn Kartons (á 10 VPE) bestellt hatten.

Nun rief mich der Geschäftsführer dieses Lieferanten an und hat mir ziemlich aufgebracht mitgeteilt, dass "die Aktion 100 Euro Fracht kostet, die wir nicht tragen werden". Nicht? Wer dann? Ich vielleicht? "Sie haben schließlich ordnungsgemäß bestellte Ware nicht angenommen."

Als ich ihm mitteilte, dass wir von jedem Artikel lediglich einen Karton haben wollten, entgegnete er, dass das ja völliger Blödsinn wäre, weil dort 60 Euro Frachtkosten hinzukommen würden. Außerdem würden alle Kunden grundsätzlich bei der Erstlieferung mindestens 30 Kartons erhalten müssen. Ich hätte sogar unterschrieben, dass das so ist. "Und nun?"

Ich bat ihn, mit den unterschriebenen Auftrag zuzufaxen.

Bei den vier bestellten Artikeln war im Feld "VPE" die Menge "10" eingetragen. Also 1 Karton. So, wie ich es in Erinnerung hatte.
Darunter der Text:
"1 Karton = 10 VPE"
Lieferung ab 30 Kartons (auch gemischt) frei Haus.
Unter 30 Kartons 22,- € Fracht.

Wer lesen kann ist klar im Vorteil.
Damit ist jetzt übrigens der Lieferant gemeint. ;-)

Das große Warten

Also langsam könnte mal der LKW unseres Hauptgetränkelieferanten hier vorfahren und seine Ware abwerfen. Wenn nämlich gleich alle Kollegen aus der Frühschicht Feierabend haben, wird's hier nämlich eng.

Freitag Nachmittag ist es hier im Laden sowieso eng. Dann noch zwischen den Kunden ein paar Paletten Getränke packen zu müssen ist eine Qual. Und zwar für alle Beteiligten.

Bio-Bestellung gefaxt

So, die erste Bestellung an Kornkraft ist gefaxt. Bis morgen schaffen sie es leider nicht, die Bestellung zusammenzustellen, aber ich hoffe, dass die Waren am Samstag oder ansonsten spätestens am Montag schon geliefert wird.

Es war natürlich sehr schwer, sich aus dem wahrhaft umfangreichen Katalog ein kleines Sortiment für drei Regalmeter zusammenzusuchen - aber mehr ist momentan von/für diesem/n Lieferanten nicht drin. So habe ich eine hoffentlich ansehnliche Auswahl von Schokolade bis Kartoffelchips, Antipasti bis Senf und Salatdressing, Kaffee und Brotaufstrich, Nudeln, Reis und sogar Wasch- und Putzmittel getroffen.

Kornkraft

Ich staune immer mehr über das umfangreiche Bio-Sortiment, auf das ich bei Kornkraft zugreifen kann.

Mein Platz hier reicht ja schon nichtmal für ein vernünftiges großzügig untergebrachtes konventionelles Sortiment. Alleine mit dem Angebot aus den Katalogen, die ich momentan in der Hand halte, ließe sich schon problemlos eine mehrere hundert Quadratmeter große Verkaufsfläche füllen.

Nur bei den Bio-Zahnbürsten bin ich noch skeptisch.

Neuer Bio-Lieferant

Momentan wühle ich mich gerade durch den Katalog eines Bio-Lieferanten, über den wir neben vielen Lebensmitteln auch Drogerieartikel bekommen können. Dieser Naturkost-Großhändler beliefert nicht jeden, sondern normalerweise ausschließlich den Bio-Fachhandel, weshalb eine Zusammenarbeit vor einigen Jahren noch nicht stattfinden konnte.
Inzwischen habe ich mir mit meinem umfangreichen Bio-Sortiment und dem sonstigen Engagement (z.B. FairTrade) einen entsprechend guten Ruf erworben. Mit den entsprechenden Referenzen (Dank an NKK und Bakenhus) habe ich nun erneut nachgefragt und wurde gerne als Kunde aufgenommen.

Schon vor Jahren haben mich nämlich Kunden nach Waschmittel von Sodasan gefragt, welches ich nun endlich anbieten kann.

Falscher Drucker

Werbeanruf einer Firma aus Hamburg, die mit "Toner, Tintenpatronen und Druckerzubehör" verkaufen wollte. Und zwar "um 20 % günstiger".

Für meinen Drucker hier in der Firma konnten sie mir keinen Preis für einzelne Toner nennen. Der Kyocera Mita FS-C 5016N fällt wohl nicht in die Kategorie verramschbare "Consumer-Massenware".

LKW-Modelle

Es gab jahrelang SPAR-Trucks im Maßstab 1:87. Wir Händler konnten sie kartonweise bestellen. Teilweise wurden sie verkauft, teilweise als Werbegeschenk weitergegegeben. Möglichkeiten gab es genug. Vor einigen Wochen habe ich wieder einmal 5 Kartons bestellt. Meine Idee war, sie in einer Aktion ab einem bestimmten Einkaufswert an die Kunden zu verteilen. (Diese Aktion ist noch in Planung. Ich werde natürlich rechtzeitig darüber berichten...)

Nun habe ich einen Anruf aus unserer SPAR-Großhandlung bekommen - mit der Bitte, ob ich einen Karton wieder entbehren könnte. Der Haken ist nämlich: Die Trucks werden inzwischen gar nicht mehr hergestellt und mein Bestand hier, immerhin gut dreistellige Stückzahlen, ist fast schon ein kleines Vermögen wert. ;-)

Bestätigung der Stallpflicht

Über unsere Großhandlung kam ein Faxvordruck, auf dem unser Eierlieferant bestätigen soll, dass er die seit gestern (wieder einmal) geltende Stallpflicht für Geflügel auch tatsächlich einhält.

Ich überlege noch, was ich wohl am sinnvollsten mit dieser Bestätigung anfangen könnte. Eigentlich fallen mir nur zwei Möglichkeiten für das Dokument ein: Entweder in irgendeinem Ordner abheften und darauf hoffen, dass man es nie wieder braucht oder ganz gezielt für alle Kunden sichtbar am Eierregal befestigen. Oder vielleicht vorsorglich abheften und eine Kopie der Bestätigung aufhängen?

Annahme verweigert

Wir hatten vor rund drei Wochen bei einem Vertreter tiefgefrorene, vegetarische Bio-Bratlinge bestellt. Er wollte uns auch gleich die Mindestbestellmenge von 30 Kartons schicken. Ansonsten kämen 22 Euro Versandkosten hinzu, was ja nicht sein müßte.

Zusammen mit dem verantwortlichen Mitarbeiter habe ich dann trotzdem nur vier Kartons bestellt, man möchte ja schließlich nicht die sprichwörtliche Katze im Sack kaufen und sich einen immensen Warenvorrat (ziemlich genau 1000€ Einkaufspreis!) ans Bein binden, der dazu nur ein paar Monate Haltbarkeitsdauer hat.

Den Spediteur habe ich eben jedenfalls wieder mit seiner Palette weggeschickt. Ich möchte wirklich keine 40 Kartons von den Bratlingen haben. Nachdem ich die Ware jetzt sogar gesehen habe möchte ich eigentlich am liebsten nicht einmal mehr die ursprünglich vereinbarten vier Kartons haben. Die tiefgefrorenen Bratlinge sind in Folie verpackt und haben eine wenig appetitliche, graue Farbe. Jedenfalls würde ich als Kunde für diese zwei unansehnlichen Scheiben nicht 3,29€ hinlegen.

Vertretertag

Heute ist wieder einer dieser Tage, an denen sich die Vertreter die Klinke in die Hand reichen.

Das war gerade Nr. 4

Warenrückruf

Per Fax kam der Hinweis, bestimmte Tiefkühl-Produkte aus dem Verkauf zu nehmen und zu vernichten.

Der Text auf dem Schreiben ist in der Form für mich neu und erinnert daran, sofern rechtlich tatsächlich in der Form notwendig, dass man als Einzelhändler wie so oft mit einem Bein im Knast steht:
In Kenntnis der Strafbarkeit der Abgabe einer falschen eidesstattlichen Versicherung versichere ich an Eides statt, dass ich das Produkt [...] mit der Anzahl von ___ Packungen vernichtet habe.
Was für ein Glück, dass ich hier diese Ware nicht einmal habe.