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Bressot oder Bresso?

Na, wem ist aufgefallen, dass der Käse aus dem letzten Beitrag, wenngleich er ursprünglich französisch klingen sollte, sich nicht mit dem "t" am Ende schreibt? Er heißt tatsächlich "Bresso".

Das war übrigens nicht immer so. Ich habe etwas recherchiert und bin dabei auf diesen Blogeintrag gestoßen, in dem es unter anderem heißt:
Ab 1982 wurde Bressot dann kommentarlos in Bresso umbenannt. Vermutlich hatte eine teure Marktforschungsstudie ergeben, dass 78% der Kunden ohne höhere Schulbildung nach deutscher Sitte das End-t aussprechen. Also hat man sich dann für Pseudo-Französisch entschieden, das auch die dummen Deutschen verstehen.
Oha, so lange heißt der schon "Bresso"? Gut, dann kann ich ihn mit Sicherheit nicht mehr als "Bressot" kennen. Wahrscheinlich habe ich ihn aus dem Sprachgefühl heraus auf meinem Werbeschild mit "t" geschrieben. Passiert übrigens nicht nur mir.

Zu den "dummen Deutschen": Französische Produktnamen haben es auf dem deutschen Markt offenbar generell schwer, zumindest ist das meine Erfahrung im Einzelhandel. Alles was über "Pernod" und "Baguette" hinausgeht, hat schlechte Karten. :-)

Druckplatte

Beim aufräumen in einem Nebenraum hier ist mir im wahrsten Sinne des Wortes eine Druckplatte aus Aluminium vor die Füße gefallen. Was sie leider nicht ohne Beschädigung überstanden hat. :-(

Die Platte stammt aus dem Jahr 2002 und stellt die Seite dar, auf der ein Artikel über mich, meinen Laden und Artikel aus Fairem Handel zu finden war. Ein Stammkunde hatte mir das Ding aus der Druckerei mitgebracht und ich habe mich damals sehr darüber gefreut. Auf der kleinen Kante hatte ich das Stück an die Seite eines Regals gehängt und da hing sie seit... Naja, Jahren eben.

Trotz des Knicks werde ich die Platte aber hier in Ehren halten. Sowas bekommt man ja nun auch nicht alle Tage. :-)



Hier ist der Artikel noch einmal in lesbarer Version.


Packerknoten

Vor etlichen Jahren, noch weit vor meiner Selbstständigkeit, hat mir mal ein Mitarbeiter unseres Pressegrossisten einen tollen Trick, also eine besondere Technik, gezeigt, wie man Zeitungen bündeln kann. Wie bündeln die meisten Leute ihre Zeitungen, z.B. für die Altpapiersammlung? Meistens wird ein viel zu langes Stück Band abgeschnitten, dann werden die Enden über Kreuz gelegt, das schwere Zeitungspaket wird überkopf gedreht und eventuell muss sogar noch eine zweite Person mithelfen und den Daumen auf den zukünftigen Knoten drücken. Kennt ihr alle, oder?

Diese Bündeltechnik liebe ich und vermittele sie hier möglichst vielen Mitarbeitern. Versuche es zumindest. Manche bekommen sie nach Jahren nicht hin. Eine ehemalige Mitarbeiterin, inzwischen Rentnerin, hatte die Technik durch reines Zusehen gelernt. Plötzlich konnte sie es...
Wenn ich die Methode jemandem zeigen möchte, beginne ich das Gespräch immer so: "Wetten, dass ich das Paket innerhalb von 30 Sekunden alleine mit so wenig Band wie gerade nötig so stramm zusammenbinden kann, dass man kaum noch einen Finger unter die Schnur schieben kann?" Normalerweise ernte ich darauf erstaunte Blicke und ungläubiges Kopfschütteln – und beweise in den folgenden 30 Sekunden stets das Gegenteil.

Der Vertreter des Zeitschriftenhandels ist mittlerweile längst in Rente, aber was ich von ihm gelernt habe, wird mich immer an ihn erinnern. :-)

Vor einiger Zeit habe ich beim eher zufälligen durchblättern irgendeines Kinder- oder Schulbuches die folgende Abbildung entdeckt:



"Packerknoten" heißt es dort und beschreibt exakt die Technik, die ich hier für meine Remittenden anwende. Leider bin ich bei der Suche im Web nicht weiter fündig geworden. Das, was dort als "Packerknoten" aufgeführt wird, beschreibt etwas völlig anderes. Falls aber Interesse besteht, mache ich mal mal ein Video daraus. :-)

Ich arbeite im Einzelhandel

Diesen Text an Anja mir zukommen lassen. Die genaue Quelle ist unbekannt, der Text ist auf etlichen Blogs und Fun-Seiten zu finden. Und jetzt auch hier... :-)

Ich arbeite im Einzelhandel.

Ich bin in der Lage, gleichzeitig 3 Kunden zu bedienen, an der Kasse 4 Fragen zu beantworten, Preise für 5 verschiedene Artikel aus dem Stegreif auswendig zu wissen, Bestellungen bei 6 verschiedenen Firmen zu tätigen und nehme 7 eingehende Telefongespräche an.

Ich spreche alle Sprachen mit allen Dialekten, kann jede Währung im Nu umrechnen, habe mit allen Bereichen dieser Abteilung zu tun, kenne jeden Artikel und weiß dessen Eigenschaften und wann er lieferbar ist.

Ich bin verantwortlich für die kleine Aufschrift auf der Verpackung, für defekte Produkte, dafür, dass die Firma nicht liefern kann, für unvollständige Beschreibungen und deren schlechte Übersetzung, die Reparaturdauer beim Hersteller, eventuelle spätere Mängel und natürlich auch für die ungünstigen Einkaufspreise.

Des Weiteren bin ich verantwortlich für das heutige Wetter, die unwürdigen Bedingungen Ihrer Anreise, die ollen Busse, U- und S-Bahnen. Die verstopften Straßen und die vollen Parkhäuser gehen ebenfalls auf meine Kappe, Sie dürfen mich gern dafür anschreien.

Ich habe magische Fähigkeiten und kann ausverkaufte Artikel herzaubern, außerdem bin ich in der Lage, die Ware zu Ihrem Wunschtermin vorrätig zu haben.

Ich kann die Wünsche meiner Kunden von Ihrer Stirn ablesen. Ich weiß auch, dass wenn Sie eine Rücklage für Freitag machen, Sie diese erst am Samstag abholen werden.

Ich lächle, bin mitfühlend und ersetze meinen Kunden den Psychiater. Ich bin Ihnen gerne beim Abbau Ihrer Aggressionen behilflich und ertrage mit voller Ruhe auch gern die schlimmsten Beschimpfungen und Bedrohungen.

Alkohol- und Knoblauchfahnen, sowie Schweißgeruch gehören zu meinen Lieblingsdüften, hauchen Sie mich ruhig nach Herzensluft an.

Ich ersetze die Hausinformationen, kann Drucker, Faxe und Fernseher reparieren, Stromkabel verlegen, Plakate drucken und das ganze Mobiliar selber schreinern; kann schauspielern, singen, tanzen, fliegen, mich unsichtbar machen und unter Wasser 30 Tage die Luft anhalten.

Ich kenne weder Sonn- noch Feiertage, arbeite gerne unentgeltlich bis in die späten Abendstunden und meine Familie ist mir eh’ unwichtig, denn persönliche Freizeit ist mir ein Graus. Die einzige Freude meines Daseins ist es, anderen selbstlos zu dienen.

Ich arbeite gerne im Einzelhandel!

Stangenspargel?

WARUM ich dieses Foto mal irgendwann gemacht habe, weiß ich nicht mehr. Fand's aber gerade in meinem Blogbilder-Verzeichnis wieder und musste schmunzeln. Hatte ich nicht erst vor drei Tagen Spangenstargel, ähh... Stangenspargel hier im Blog erwähnt? :-)

Aber, da ist der Beweis, das Zeugs heißt wirklich so. Und wie schon einige Kommentatoren richtig festgestellt hatten, gibt es auch "Spargelköpfe" und "Spargelabschnitte" und die ganzen Stangen werden eben als "Stangenspargel" verkauft.


Vorsorglich verpixelt!

Hah! Meine Privatsphäre ist geschützt. Meinen Laden erkennen SIE nicht auf den Fotos. Also: Google Street View kann kommen!



(Disclaimer: Ich bin übrigens ein großer Freund von Google Street View und halte die Argumente mit der "Privatsphäre" für absolut lächerlich. Ja, da wäre dann mein Haus zu sehen. Ja, sehen auch so schon täglich tausende Leute, die daran vorbeifahren. Und trotzdem weiß niemand, dass es MEIN Haus ist. Und wenn ich Einbrecher wäre, würde ich die Gegend persönlich auskundschaften. Das hilft nämlich weiter als ein paar möglicherweise veraltete Fotos.)

Beinahe auf die Fresse!

Ein Kollege war gerade privat hier im Laden und folglich auch in Zivilbekleidung. Plötzlich fiel uns ein Typ auf, der mit einer mit unbekanntem Inhalt prall gefüllten Tasche den Laden durch den Eingang verlassen hatte.

Reflexartig sprangen wir auf und rannten durch den Laden, hechteten über die Schranke und wurden vor der Tür mit einer völlig neuen Überraschung konfrontiert. Es war nunmal so, dass mein Mitarbeiter in Zivilbekleidung war und vor mir herrannte. Ein Kunde dachte nun wohl, dass ich hinter einem Ladendieb her bin und hätte ihn beinahe mit ein paar handfesten Argumenten in Form einer ausgestreckten Faust aufgehalten.

Ist aber zum Glück gut ausgegangen. :-)

Klebengeblieben

Ich habe den Abschlagsbeleg ("Kassenschnitt") eines ec-Terminals vermisst. Der lag mit hundertprozentiger Sicherheit zunächst noch auf dem Schreibtisch. Verflixt, ich brauche den doch für die saubere Abrechnung. Ich könnte natürlich beim Anbieter anrufen und mir die Zahlen durchgeben lassen, aber wenn der Zettel doch schon vorhanden war? Wo is der nur?!?

Eine knappe halbe Stunde durchsuchte ich sämtliche Kassenabrechnungen der letzten Tage. Hatte ich ihn vielleicht mit den normalen ec-Belegen irgendwo rangeheftet? Es war eine sehr mühsame Suche, denn die Belege unterscheiden sich kaum. Nachdem ich rund zweihundert Zettelchen überprüft hatte, war mein Kassenschnittbeleg immer noch nicht da.
Schließlich habe ich doch noch die Altpapiertonne durchgesehen, die unter dem Schreibtisch steht. Aber: Nüx. Das kann doch nicht angehen? Inzwischen hatte ich das komplette Büro auf den Kopf gestellt. Mit aller Logik KONNTE sich der Beleg nur irgendwo auf dem Schreibtisch, zwischen den Abrechnungen oder, Schwerkraft sei Dank, irgendwo im Bereich UNTER dem Schreibtisch befinden. Aber auf dem Fußboden und im Mülleimer hatte ich nachgesehen.

Sowas löst sich doch nicht in Luft auf?!?

Das nicht.

...bleibt aber gerne mal aufgrund der statischen Aufladung an der Unterseite einer herausnehmbaren Kunststoffschublade kleben, die man auf dem Schreibtisch stehen hatte.

Oooh... lympia

In meinem Einführungs-Überraschungs-Schokoladenpaket, das ich zu Beginn meiner Botschafter-"Tätigkeit" bekommen habe (und leider nicht mehr im Original verbloggen kann, da meine Mutter die ganze Schokolade im Eifer im Laden einsortiert hat), war unter anderem eine Tafel der Sorte "Olympia". Sie war allerdings etwas flacher und größer als die normalen Tafeln. "Vielleicht noch ein Exemplar der ersten Stunde", freute sich meine Mutter und nahm sie für den späteren Genuss mit nach Hause.



Der Genuss fiel allerdings Flach: In der Packung steckte keine Schokolade, sondern ein dünnes Notizbuch mit goldenem Umschlag. Das war mal eine witzige Überraschung. :-) (Wenngleich es im ersten Moment erstmal eine Enttäuschung für die aufgeregten Geschmacksnerven war...)


La Bamba und Apollinaris EW

Ein Pappkarton und eine leere Wasserflasche:



Was soll daran ungewöhnlich sein? Erstmal nichts. Ein Kunde wollte die grünen Flaschen als Leergut abgeben und nutzte den "La Bamba"-Pappkarton für den Transport. Ich staunte etwas und der Mann erklärte mir, dass er die Dinge beim Ausmisten seines Kellers gefunden hatte.

Glaubte ich sofort. :-)

Geld gab's übrigens keins für die Flaschen. Mineralwasserflaschen ohne Pfand... Das wäre heutzutage hierzulande ja undenkbar:




Das kann lange dauern...

Diese Werbung für eine Computerwerkstatt hing bis vor einiger Zeit an einer Werbetafel auf dem Parkplatz vom METRO-Großmarkt hier in bremen. Die Idee fand ich ganz witzig, das Foto habe ich vor ein paar Jahren schon geknipst. Und heute... Weiß doch kaum noch jemand, was Windows 98 überhaupt war. :-D