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Strichcode und Strichcode

Wenn falsche oder zumindest vermeintlich falsche Artikel geliefert werden, kann das mehrere Ursachen haben. Manchmal hat man einfach nur versehentlich im Tran das falsche Produkt bestellt. Das kann aber auch passieren, wenn Regaletiketten falsch gesteckt werden. Manchmal sind es auch Artikel, die als Nachfolger oder Ersatz für andere Produkte geliefert werden. Dann ist es so, dass in den Großlägern auch nur Menschen arbeiten und einfach mal ins falsche Fach oder zur falschen Palette greifen, wenn sie die Ware für den Kunden (also uns Einzelhändler) zusammenstellen.

… und dann gibt es noch die Fälle, die man gar nicht bemerkt und sogar hinterher im Grunde überhaupt nicht mehr auflösen kann. Es bleibt ein riesiges Fragezeichen und keiner kann einem helfen, eine Antwort auf die Frage zu finden, warum Artikel xyz da bestellt und geliefert wurde, obwohl man ihn doch ganz sicher gar nicht haben wollte.

Es war mir aber zum Glück aufgefallen. Bestellen wollte ich nämlich "Knorr Spagetteria Pomodoro-Mozzarella" – erwischt hatte ich mit dem Laserscanner unseres Bestellgerätes jedoch und beinahe unbemerkt den Strichcode der Packung gut&günstig-Spaghettigericht, die so im Fachboden unter der Spagetteria-Tüten lag, dass der seitlich angebrachte Strichcode nicht nur zu sehen war, sondern sich aus meiner Perspektive auch noch perfekt ausgerichtet unter/hinter dem Strichcode auf dem Knorr-Etikett tarnte. Das war schon ziemlich tückisch.


Papa-Haltung

Unsere Kleine wird größer und die Haltung am Schreibtisch sieht immer mehr nach mir aus. Nur dass ich gewöhnlich nicht mit MS Paint arbeite, sondern eher mit Texten hantiere. :-D



Getränkekiste mit Aufstiegshilfe

Auf der Internetseite der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft ist zu lesen, dass Leitern und Tritte eines der am häufigsten verwendeten Arbeitsmittel sind und dass die davon ausgehenden Gefahren häufig unterschätzt werden. Mehr als 90 % der Abstürze sind auf das Fehlverhalten der Benutzer zurückzuführen, darunter oft auch durch die Verwendung von ungeeigneten Aufstiegshilfen, wie z. B. Getränkekisten.

Gerade im Lebensmitteleinzelhandel, wo diese Kisten meistens reichlich vorhanden sind, bieten diese viel Potential für regelmäßige Um Unfälle. Ich spreche aus Erfahrung, dieser Vorfall aus dem vergangenen Jahr ging zwar glimpflich aus, aber es hätte auch deutlich schlimmer kommen können.

Damit die Zahl solcher Unfälle zukünftig verringert werden kann, haben namhafte Hersteller von Getränkekisten nun zusammen mit dem TÜV und der BGHW einen zertifizierten Brunnenkasten entwickelt, der nach und nach die alten blauen Rahmen ersetzen soll. Derzeit gibt es in der Testphase zwar nur den bundesweit vertriebenen blauen Rahmen für 12 x 1l-PET-Flaschen, der gefahrlos als Aufstiegshilfe verwendet werden kann. Rutschfestigkeit, Stand- und Kippsicherheit und der Schutz vor dem Durchtreten sind bei dem neuen Modell 120100_TL auf Herz und Nieren überprüft worden. Nach und nach sollen die braunen / grünen Brunnenkisten und anschließend vermutlich auch die wichtigsten Bierkisten folgen. Aufgrund der individuell geformten und bedruckten Kästen wird es da aber wohl noch eine Weile dauern, bis eine für alle Teilnehmer (und vor allem die Brauereien) zufriedenstellende Lösung gefunden werden kann.

Natürlich soll man auch diese Kisten nur mit stabilem Schuhwerk (und nicht z. B. mit hochhackigen Schuhen) betreten, aber das gilt ja nun generell für alle Leitern und Tritte. Dann aber sind diese Rahmen auch für schwergewichtige Mitarbeiter mit bis zu 150 kg Körpergewicht geeignet. Leiterhersteller hassen diesen Fortschritt vermutlich, aber es ging hier um die Sicherheit vieler tausend Verkäuferinnen und Verkäufer.



Für die Einhaltung der Prüftermine wurden nach langen Verhandlungen die Getränkegroßhändler verantwortlich gemacht. Dort werden die Rahmen nach Sichtung (manuell oder automatisch durch Scanner) der Prüfsiegel entweder dem Kreislauf wieder unmittelbar zugeführt oder bis zur Prüfung zwischengelagert. Entscheidet der Prüfer, dass die Sicherheit weiterhin gewährleistet ist, darf der Kasten wieder in den Kreislauf. Falls nicht, werden die Siegel entfernt. Dabei muss der Rahmen natürlich nicht vernichtet werden. Für den Transport von Getränkeflaschen kann er natürlich immer noch verwendet werden, bis er irgendwann aus anderen Gründen nicht mehr benutzt werden kann.



Wird die Kiste nicht als Tritt benutzt, kann sie gemäß ihrer ursprünglichen Bestimmung mit Flaschen gefüllt und über die Getränkelogistiker dem Mehrwegkreislauf wieder zugeführt werden. Sie müssen in den Läden auch nicht gebunkert werden, der Rollout der ersten 100.000 neuen Rahmen hat begonnen und über kurz oder lang werden sie überall zu finden sein.


Cola-Blindverkostung

Aus dem Kontext heraus kamen Kollege Gregor und ich während eines Gesprächs darauf, dass man durchaus normale Coca-Cola und die Light- bzw. Zero-Variationen am Geschmack unterscheiden kann. Zumindest warf ich die Behauptung in den Raum, dass ich dazu in der Lage bin.

Da wir hier in einem Supermarkt sitzen, war die Lösung ganz einfach: Drei Flaschen aus dem Kühlschrank holen, die Etiketten abreißen und stattdessen mit 1, 2 und 3 beschriften. Nacheinander brachte Gregor mit die Flaschen und ich kostete.

Nummer 1 schmeckte penetrant nach Süßstoff, aber sonst langweilig.

Nummer 2 war zuckersüß, das war einfach.

Nummer 3 hatte auch dieses Süßstoff-Aroma, nicht ganz so schlimm wie die erste, dafür war sie irgendwie unangenehm herb im Abgang.

Dreimal richtig geschmeckt. :-)


Das ist Kaugummi!

Von einem Vertreter habe ich eine Dose "Bubble Rubblez" (Kaugummigranulat) in der Sorte Tutti Frutti bekommen. Es gibt auch noch andere Geschmacksrichtungen, bei denen die Kaugummibrocken anders gefärbt sind, aber diesen rosa Krümeln kann man eine gewisse Ähnlichkeit zur Droge Crack nicht absprechen. :-P

(Ihr müsst die kauen, nicht rauchen. Die Zähne gehen aber langfristig trotzdem kaputt.)


GPS-Zickzack

Sämtliche Fahrten mit dem Rad logge ich seit Jahren mit der App Runtastic Adidas Running*. So hat man eine gute Übersicht über die gefahrenen Strecken und Leistungen und kann sich jede einzelne Fahrt noch einmal genau ansehen. Die täglichen Touren zur Firma sind eher unspektakulär, die (teilweise erheblich längeren) Variationen durchs Umland auf den Heimwegen schon eher.

Nun hatte ich nach dem Hinweg vergessen, die Aktivität zu beenden, was mir aber erst nach ca. zwei Stunden in der Firma auffiel, die ich vor allem bei mir im Büro (roter Pfeil) verbracht habe. Da hat wohl die Bebauung den GPS-Empfang leicht durcheinander gebracht, ich versichere jedenfalls, dass ich nicht zwischen der Moschee (das längliche Gebäude unten in der Mitte), der Kreuzung und den Hinterhöfen der Nachbarhäuser hin und her gependelt bin. :-D


*) Spart euch die Hinweise in den Kommentaren, dass Komoot oder Strava viel besser sind. Beides getestet, aber mit Runtastic (der Name wird wohl noch lange im Kopf hängen bleiben) bin ich einfach glücklicher.


5 Sterne von Mutti

Wir haben bei Google eine 5-Sterne-Bewertung bekommen. Vielen Dank dafür. Auch wenn es natürlich nicht die Kanzlerin war, die hier als Rezensentin am Werke war, zumindest gehe ich davon mit hundertprozentiger Sicherheit aus.

Bleibt die Frage, wer sich freiwillig so einen Nutzernamen verpasst? :-D


Wir "bekommen" einen neuen Leergutautomaten

Zum Betreff: Inzwischen haben wir ihn ja nun seit einem Monat. Aber vorher hatten wir den Kunden immer gesagt, wenn es mal wieder Stress mit der alten Maschine gab: "Wir bekommen ja bald einen neuen Automaten."

"Bekommen."

Das klang hinterher in meinen Ohren immer so, als wenn irgendjemand den Automaten hier netterweise abstellen würde. Dass so ein Gerät so viel kostet wie ein neuer Opel Astra mit halbwegs passabler Ausstattung, kam dabei nie so richtig rüber. Denjenigen Stammkunden, mit denen man über sowas reden konnte, habe ich aber durchaus immer mal gesagt, was man für so ein Gerät auf den Tisch legt. Unser Sivario 2020 soll nun aber auch wenigstens zehn Jahre halten. Also länger als ein Astra. :-)

"16 Dinge, die dir die Kassiererin nie sagen würde"

Gefunden auf unnuetzes.com, der Name ist übrigens ganz offensichtlich Programm: "16 Dinge, die dir die Kassiererin nie sagen würde." Dort sind 16 Punkte aufgeführt, von denen einige mehr als sonderbar sind:

1. Das Kleingeld-Zählen der Älteren
Ja, okay. Hält manchmal etwas auf. "Das mögen Kassiererinnen leider gar nicht" ist wohl eher eine sehr subjektive Einstellung.

2. Die Ware, die keiner will
"Die KassiererInnen können dich beruhigen, diese wird nicht weggeschmissen. "
WTF? Glaubte das etwas bis heute jemand?

3. Kunden sind sehr schnell genervt
… wenn es dauert. Das stimmt natürlich und ist wohl kein großes Geheimnis.

4. Der mysteriöse Supermarktrabatt
"Jeder denkt immer, die Mitarbeiter eines Supermarktes bekommen die Produkte geschenkt."
Nochmal WTF? Ernsthaft?

5. Kassenzettel ja oder nein?
Hat sich mit der Bonausgabepflicht ohnehin erledigt.

6. Dito.

7. Eierkontrolle
Absolut richtig: Der Blick in die Eier- (und sonstigen) Kartons ist Diebstahlsschutz.

8. Das Geheimversteck
Auch richtig. Dient dem Schutz vor Überfällen.

9. Kassierer-Stress
Bei wie vielen Differenzen es zu einem Gespräch oder anderen arbeitsrechtlichen Konsequenzen kommt, ist wohl von Unternehmen zu Unternehmen und von Chef zu Chef unterschiedlich. Im schlimmsten Fall bekommt man jedes Mal eine Abmahnung und riskiert dann auch irgendwann seinen Job.

10. Diebstahlsicherung
Der Hinweis mit dem Blick in die Tasche ist richtig.

11. Karte oder lieber Barzahlung?
Bei uns auch lieber Karte. Geht schneller und man muss später weniger zählen.

12. Dito

13. Kassen Detektive
Durch den Zusatz "teilweise" mag die Aussage stimmig werden, die Regel ist das eher nicht.

14. Probeeinkäufer
Testkäufe gibt es seit Jahrzehnten. Entweder wie bei uns, um Service und Qualität zu überprüfen, oder aber auch um die Ehrlichkeit und Aufmerksamkeit von Mitarbeitern herauszufinden.

15. Das Kassenband
Das stimmt.

Am besten fand ich aber den letzten Punkt:

16. Ordnung ist das halbe Leben
Die Kassierer hassen nichts mehr, als große Unordnung auf dem Kassenband. Deshalb am besten ein bisschen darauf schauen, dass man seine Produkte nah aneinander und weit vorne auf dem Kassenband anordnet.


Ernsthaft? Noch NIE habe ich mir darüber Gedanken gemacht und noch nie habe ich mitbekommen, dass irgendjemand anderes darüber nachgedacht hat. Was nervt ist, wenn jemand nur ein Teil hat und dieses dann ganz hinten auf das Band stellt. Aber was die "Ordnung" der darauf abgelegten Waren betrifft – die interessiert nun wirklich kein Schwein. Es gibt Kunden, die kippen ihren Einkaufskorb einfach auf dem Band aus. Und? Ob die Sachen nun in einem symmetrischen Raster stehen oder aussehen wie die Passagiere eines Linienbusses nach einer Vollbremsung ist dem- oder derjenigen an der Kasse wirklich voll-kom-men egal! :-)