Kundin: "
Haben Sie auch Geflügel ohne Dioxin?"
Was soll man darauf noch antworten?
Dieses dekorative Stillleben könnte man mit den Titel "
Die verhängnisvolle Begegnung von Festplatte und Papppresse" sehr treffend beschreiben...
"Wir sind alle betriebsblind und würden nicht sehen, wo Arbeit zu erledigen sei", belehrte uns ein Kunde, der an der Kasse sage und schreibe drei Minuten warten musste. Und das auch nur, weil es mit einem Kunden vor ihm ein Problem bei der Zahlung gab.
Schade, dass wir auf seine wertvollen Tipps nun zukünftig verzichten müssen. Er versprach drohte nämlich, nicht mehr wiederzukommen.
DAS ist doch mal eine Geschenkidee. Ich glaube, etwas anderes außer Geldbeträgen habe ich bislang noch nie auf einen unserer Einkaufsgutscheine geschrieben.
Eine Kundin vermisste einen bestimmten Artikel, den wir schon seit rund einem halben Jahr nicht mehr im Sortiment haben, da er nicht mehr hergestellt wird.
Die Frau nahm unsere Begründung aber nicht an und regte sich nur auf: "Ach, das ist bestimmt wegen dem Dioxin gerade."
Nee, nee, nee: Erst mit der Spitze eines Schlüssel das Feld auf der Guthabenkarte
aufrubbeln regelrecht wegrubbeln und sich dann noch beschweren, dass da gar nichts von der Aufladenummer zu erkennen ist...
Ein etwa zehnjähriges Mädchen kam mit ein paar Süßigkeiten in der Hand zur Kasse, an der gerade meine Mitarbeiterin aus Ghana saß. Da das Mädchen offensichtlich auch zumindest afrikanische Ursprünge hat, begrüßte meine Kassiererin sie in einer Sprache, die ich nicht verstand.
Die Kleine offenbar aber auch nicht. Sie sah meine Mitarbeiterin mit großen Augen an und sagte nichts. "
Sprichst du kein Sehwi?", erkundigte sich meine Angestellte bei ihr.
Das Mädchen sah sie an, sah auf den Boden, sah in die Runde, sah wieder meine Mitarbeiterin an und sagte schließlich: "
Nee, ich kann nur Deutsch."
Zu niedlich.
Ein junger Mann wollte eine Flasche Wodka und zwei Päckchen Zigaretten kaufen. Da er nicht annähernd so aussah, als wenn er mindestens 30 Jahre alt wäre (unsere optische Grenze, ab der wir auf die Ausweiskontrolle verzichten), erkundigte sich meine Kassiererin nach seinem Ausweis.
Völlig empört reagierte er:
Wie? Ausweis? Natürlich bin ich längst volljährig. So eine Frage ist ja wohl echt lächerlich.
"
Naja, antwortete meine Mitarbeiterin. "
Du siehst nunmal nicht gerade wie dreißig aus."
Völlig genervt hielt er seinen Ausweis hin.
Geburtsdatum: Oktober 1992.
Die Kundin dahinter hatte alles genau mitbekommen und war genauso belustigt wie meine Kollegin an der Kasse.
Kundin: "
Ich möchte Katze futtern."
Kollege: "
WTF?!?"
War dann aber alles doch ganz harmlos. Sie wollte nicht eine Katze futtern, sondern Katzenfutter.
Ein Kunde sprach eine meiner Mitarbeiterinnen an: "
Wir suchen Ratuht-Finn."
Da mischte sich seine Frau ein und korrigierte seinen Fehler in der Aussprache: "
Das heißt Raguh-Fenk!"
Genau.
Ich war in einem Gespräch mit einem Vertreter und so ist mir nur am Rande aufgefallen, dass ein Mann mindestens 15 Minuten durch den Laden irrte. Als er sich gerade in unsere Nähe begab, fragte ich ihn schließlich: "Kann ich Ihnen irgendwie helfen? Suchen Sie etwas Bestimmtes?"
Antwort: "Zigaretten."
Da konnte ich ihm helfen, denn die haben wir in großer Auswahl an der Kasse. Was mich mehr wundert ist, dass er die offenbar tatsächlich im ganzen Laden gesucht hat. Mir ist kein einziges Geschäft bekannt, in dem die Zigaretten irgendwo in den Regalen untergebracht sind.
Der Leergutautomat hatte ein technisches Problem und einer der Monteure war gerade dabei, alles wieder zu richten.
Die Tür des Gerätes stand offen, die Lampen leuchteten rot und aus der Entfernung war schon zu erkennen, dass die automatische Annahme nicht funktioniert.
Eine Kundin kam mit zwei Tüten voller Leergut in den Laden, passierte die Tiefkühltruhen (*) und wollte gerade in Richtung Lager einschlagen, als sie den Automaten entdeckte. Sie stutze kurz und drehte dann gleich wieder mit ihren Tüten um und ging.
Ich wüsste ja zu gerne, was in ihr vorgegangen ist. Hat sie wirklich gedacht, dass der Automat die einzige Möglichkeit ist, Leergut anzunehmen? Oder wollte sie uns nicht "belästigen"? Oder hatte sie Scheu, jemanden anzusprechen? Wer weiß das schon...
(*) Hmm, eine Tiefkühltruhe
passieren. Müsste man mal
Tom Dickson fragen, ob er sich da rantraut. Oder doch eher ein Fall für
SSI?
In aller Seelenruhe stopfte eine Kundin ein paar Tüten voller Abfälle in den großen Müllsack vor unserem Leergutautomaten. Kartoffelschalen, Küchentücher, Konservendosen, Teebeutel etc.
Geht's noch?!?
Es war wohl noch zu früh am Morgen und meine Kassiererin hat einer Kundin, die mit einem 20-Euro-Schein bezahlt hat, nur das Wechselgeld auf zehn Euro herausgegeben. Leider konnte sie sich nicht daran erinnern und sich Kunden auch mal täuschen können, haben wir die Differenz nicht einfach wieder ungeprüft herausgegeben.
Ein paar Minuten dauerte es, die noch relativ frische Kasse zu zählen und es waren auch tatsächlich zehn Euro zu viel darin.
Während der ganzen Zeit drängelte und meckerte die Kundin vor sich hin. Sie hätte keine Zeit, müsse dringend weiter und sie würde uns schon die Wahrheit sagen und wir sollten ihr doch das Geld geben, damit sie schnell los könne. In Eile war sie und ließ uns eine gewisse Hektik und den Missmut über die Warterei deutlich spüren.
Nachdem meine Mitarbeiterin ihr den Zehner mit einer freundlichen Entschuldigung ausgehändigt hatte, schob die Kundin ihren etwa halbvollen Einkaufswagen zum Packtisch und verstaute in aller Seelenruhe den gesamten Einkauf in ihren mitgebrachten Taschen...