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Date

Eine Kundin sprach eine etwa gleichaltrige Mitarbeiterin an:
Habt ihr Rasierer?

Was brauchst du denn? Einwegrasierer oder Klingen für ein System? Oder gleich ein komplettes Set mit dem Apparat?

Ist mir egal. Ich brauche irgendwas. Ich habe gleich ein Date und wir wollen f*cken.
[sic!]

Karte dauert ihr zu lange

Eine ältere Kundin stand mit einem Einkaufswagen an der Kasse und war gerade dabei, ihre Waren auf das Förderband zu stapeln, als zwei Heranwachsende freundlich fragten, ob sie mit ihrem Sixpack Bier vor dürften. Sie durften, aber nur unter einer Bedingung: "Aber nicht mit Karte zahlen, das dauert mir zu lange!"

Die beiden bezahlten ihr Bier mit Bargeld.

Die Kundin bezahlte übrigens auch mit Bargeld. Vor allem mit einer größeren Menge Münzen, die sie mühsam aus ihren Taschen suchte und nicht weniger umständlich auf dem Kassentisch ausbreitete, sortierte und stapelte…

Will ich haben!

Vater und Sohn (ca. 4 Jahre) gingen durch den Laden. Die Eltern des Jungen sind Stammkunden in unserer vegetarischen / veganen Abteilung. Als sie an meiner Kühltruhe mit dem abgepackten Fleisch vorbeigingen, entwickelte sich in etwa der folgende Dialog zwischen Vater und Sohn, der auf den Inhalt der Fleischtruhe zeigte:
Waren das Tiere?

Ja.

Wurden die getötet?

Ja.

Warum werden die getötet?

Damit man sie essen kann. Aber das machen wir nicht.
Der Junge wurde still, guckte auf den Boden. Nach ein paar Augenblicken sah er hoch und strahlte seinen Vater an:
Will ich haben!
Papa blieb aber konsequent, auch wenn sein Nachwuchs bis zur Kasse noch sanft quengelte. :-)

Sesam

Ein Kunde suchte Sesam. Konventionelle Ware hätte ihm gereicht, allerdings konnte meine Mitarbeiterin ihm nur zwei Sorten Bio-Sesam anbieten. Der Kunde witzelte:
"Och, Schade. Keine Pestizide."

"Wenn es ihnen so wichtig ist, könnte ich ja die Tüte aufreißen und einmal kurz etwas Paral reinsprühen."

"Äh, ich bezahle die lieber erstmal. Danke."

Keine Paysafe-Karten

Ein Kunde wollte eine Paysafe-Karte kaufen. Als er erfuhr, dass wir die nicht haben, war er ziemlich enttäuscht, denn schließlich ist der Laden hier bei Paysafe als Verkaufsstelle angegeben.

Wie auch immer der Datensatz zustandegekommen ist:


Ja oder nein?

Ein Kunde beschwerte sich darüber, dass der Leergutautomat ihm zu wenig Dosen berechnet hätte. Es wären nur zwei auf seinen Bons drauf, erklärte er und ergänzte, dass er die Differenz auch ausgezahlt bekommen möchte.

Nachdem ich ihm erklärte, dass es für mich auf Grund der Videoaufzeichnung überhaupt kein Problem ist, genau herauszufinden, wie viele Dosen und Flaschen er in das Gerät gesteckt hat, sortierte er seine Bons neu, rechnete nochmal nach (oder tat zumindest so) und stellte dann erleichtert fest, dass es ja doch stimmen würde.

Trotz der Neugierde guckte ich nicht nochmal nach.

Scheißhauspapier

Eine ältere Kundin, ich schätze sie auf ca. 80 Jahre, kaufte ein. Begleitet wurde sie dabei von einem jüngeren Mann, der mit ihrem Wunsch "Klosettpapier" nicht viel anfangen konnte.

Sie grantelte: "Scheißhauspapier. Das kennste, oder?"

Böse: Getrocknete Cola

Hier ist nicht nur Cola ausgelaufen, sondern hier ist Cola ausgelaufen, hat sich unter den direkt auf dem Boden stehenden Kisten verteilt, wie man an dem Muster eindeutig erkennen kann, und ist dann angetrocknet.

Das sind die Momente, in denen Saubermachen zur Herausforderung mutiert. Ein Tipp dazu: Wasser drauf und erstmal eine ganze Weile einwirken lassen.


Die Dreijährigen

Drei Jugendliche zwischen 10 und 15 Jahren 2 und 4 Jahren wollten ein paar Getränke kaufen. Leider verwechselten sie den Laden hier mit ihrem Lieblingssandkasten. Süßigkeitentüten wurden hin und her geworfen, sie spielten Fußball mit einer Chipstüte, rannten hin und her durch alle Gänge, schrien herum und benahmen sich insgesamt nicht so, wie ich es auch nur halbwegs von Kunden erwarte.

Erziehung: Thema verfehlt.

Einen Verkäufer für dumm verkaufen?

Ein bestimmter Wein war ausnahmsweise mal ausverkauft. Wir haben von der Sorte immer relativ viel vorrätig und da ich die Bestellung in der Abteilung grundsätzlich eigenhändig mache, kenne ich die Zahlen und Bestände insgesamt ganz gut und wenn ich "ausnahmsweise mal ausverkauft" schreibe, meine ich das auch so.

Ausgerechnet während dieser Ausnahme beschwerte sich eine Kundin bei einer meiner Mitarbeiterinnen: "Immer ist der ausverkauft, wenn ich den mal haben möchte. Da müssen Sie mal mehr von bestellen. Ich habe keine Lust, immer vergeblich herzukommen."

Flunkerei für mehr Nachdruck, oder was? :-P

Warum aufregen?

Ein Artikel war mit einem aufgeklebten Preisschild versehen. In der Kasse war ein niedrigerer Preis hinterlegt, meine Mitarbeiterin hat das nach dem Scannen bemerkt, die Buchung storniert und den richtigen Preis manuell eingegeben. Die Kundin musste nicht einen Cent mehr bezahlen, als in der Auszeichnung des Artikels stand.

Dass sie sich trotzdem darüber aufregt, dass es eine Frechheit wäre, dass sie nun 40 Cent mehr für das Produkt bezahlen müsse, verstehe ich nicht.

Beschimpfungen

Eine Gruppe Halbstarker johlte an der Kasse herum, einer von ihnen wollte zwei Schachteln Zigaretten kaufen. Auf die Frage nach einem Ausweis, warf er meiner Mitarbeiterin lapidar einen Schülerausweis auf den Kassentisch. Hätte man ja vielleicht gerade noch akzeptieren können, wenn die Schüler einerseits einen anständigen Eindruck gemacht hätten und der Ausweis andererseits nicht durch etliche Änderungen (z.B. ein von Hand eingetragenes Geburtsdatum) einen alles andere als glaubwürdigen Eindruck gemacht hätte.

Da niemand von denen einen Personalausweis oder Führerschein hatte oder vorzeigen wollte, blieben die Zigaretten eben hier. Die Gruppe verließ den Laden, aber nicht ohne auf dem Weg zur Tür noch ausgiebig mit Beleidigungen um sich zu werfen. Die "rassistische Schlampe" war dabei dann die Krönung der ganzen Beschimpfungen…

Ehrlicher Flaschensammler

Ein ziemlich heruntergekommener Flaschensammler, den ich hier im Laden in den letzten Jahren zwar schonmal gesehen habe, der aber absolut kein regelmäßiger Kunde ist, kam auf mich zu und drückte mir einen Leergutbon in die Hand, die aufgedruckte Summe belief sich nur auf etwas über einen Euro. "Den hat jemand am Automaten hängen lassen, vielleicht meldet sich derjenige noch", sagte mir der Mann und ging los, um sein eigenes Leergut abzugeben.

Einer der Momente, in denen man staunend dasteht.

Dreimal nur Geld rausgeben

Seltsame Auffälligkeit an der Kasse, während ich gerade eine Kollegin zur Pi²-Pause ablöste: Drei Kunden hintereinander kauften nur eine Kleinigkeit, ein Getränk oder eine Tageszeitung, und bezahlten diese mit einem Leergutbon. In allen drei Fällen musste ich noch einen kleinen Betrag herausgeben.

Ist eigentlich nicht ungewöhnlich, aber derart gehäuft irgendwie schon auffällig. Endlich mal wieder Belanglosigkeiten aus dem Supermarktalltag hier im Blog. :-)