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Nie fragen…

Eine Kundin hatte nur drei Artikel, die sie aber getrennt bezahlen wollte: "Ich soll das für jemanden mitbringen, darum brauche ich getrennte Kassenbons. Das ist ganz wichtig.

Artikel Nr. 1: Etwas Obst. Sie zückte eine ec-Karte und bezahlte die Äpfel bargeldlos.

Artikel Nr. 2: Putzlappen für 1,29€. Sie kramte in ihrer Tasche und stellte fest, dass sie nur einen Euro dabei hat. "Oh, dann bezahle ich das auch eben mit Karte", sagte sie und legte erneut die ec-Karte auf die Kleingeldablage der Kasse.

Artikel Nr. 3: Eine große Tafel Schokolade. Nachdem sie feststellte, dass auch dafür das Bargeld nicht ausreicht, zückte sie zum dritten Mal ihre ec-Karte.

NICHT MEINE!

Ich saß selber an der Kasse und eine ältere Kunden hatte einen mittelgroßen Einkauf auf das Förderband gestapelt. Nachdem ich fast alles über den Scanner gezogen hatte, fauchte sie mich fast panisch an: "Die Haferflocken gehören mir aber nicht mehr!!!"

Öhm, ja. Hätte ich auch nicht mit abgezogen, selbst wenn sie mich nicht ausdrücklich darüber aufgeklärt hätte, dass das nicht "ihre" sind. Da lag nämlich deutlich sichtbar ein Warentrenner zwischen ihren Sachen und besagten Flocken.

Rausnehmen

Ein Stammkunde, der sich pro Tag ca. 4-10 einzelne Dosen Billigbier kauft, forderte mich regelrecht dazu auf, das Pfand von den Dosen rauszunehmen. Es wäre echt lästig, jedes Mal 25 Cent mehr bezahlen zu müssen und dann die leeren Dosen auch immer wieder mit in den Laden zu schleppen.

Klasse Idee, darüber würden sich bestimmt auch noch ein paar andere Kunden freuen. Aber ich habe das mit dem Pfand hier ja nicht eingeführt, weil mir gerade nichts besseres eingefallen war. :-)

Warten

Ich kann's ja überhaupt nicht haben, wenn Kunden, während sie auf irgendetwas warten, das man für sie im Laden tut (z.B. irgendetwas aus dem Lager holen oder eine Reklamation bearbeiten), mit verschränkten Armen dastehen und einem das Gefühl vermitteln, eine niedere Arbeit zu verrichten, die dem "Herren" gefallen muss.

Betrug!!!

In das Kleingeldfach einer Kasse hatte sich eine türkische Münze verirrt. Die sehen zwar schon anders aus, vor allem sind die Farben (Ring/Kern) im Vergleich mit den Euro-Münzen ähnlicher Größe andersherum – aber im Eifer des Gefechts kann sowas natürlich trotzdem mal vorkommen. Das ist eigentlich auch kein Beinbruch, im Idealfall sagt man der Mitarbeiterin an der Kasse, dass sie einem "Falschgeld" gegeben hat und gut ist's.

Man kann sich natürlich auch zum Chef bringen lassen und seine eigene und fremde Lebenszeit dazu opfern, ausgiebig von "Betrug" zu reden und darüber, dass die Mitarbeiter an der Kasse inkompetent seien und vor allem besser geschult werden müssten und dass man generell "besser aufzupassen" habe…

Aber wenigstens hat die Kundin nicht auch noch damit gedroht, den Vorfall dem Gesundheitsamt zu melden. :-)

Neueröffnung ALDI

Hier ein paar Fotos, die Luis in einem Aldi-Markt kurz nach einer Neueröffnung aufgenommen hatte.

Auch wenn's mit Sicherheit vielen Kunden völlig egal ist, wie trist die Umgebung ihres Einkaufs aussieht – "Einkaufserlebnis" ist irgendwie etwas anderes. :-O




Kauf ich!

Ein Pärchen stand vor dem Regal mit den Walkers-Chips, beide guckten sich interessiert die kleinen Tütchen an.

Sie gruselte sich demonstrativ beim Durchlesen der Zutatenliste. Die Sachen sind fettig, voller Chemie, einfach nur ungesund und bäh und so weiter. Und was da alles drin sei, das können man doch nicht essen…

Er: Geil. Kauf' ich!

Dosen im Wagen

Ein Kunde, der auch nicht die Absicht hatte, mehr zu kaufen, nahm sich einen Einkaufswagen, stellte zwei Dosen Bier hinein, schob zur Kasse, bezahlte und stellte den Wagen wieder weg.

Ich blieb staunend in der Gemüseabteilung stehen.

Date

Eine Kundin sprach eine etwa gleichaltrige Mitarbeiterin an:
Habt ihr Rasierer?

Was brauchst du denn? Einwegrasierer oder Klingen für ein System? Oder gleich ein komplettes Set mit dem Apparat?

Ist mir egal. Ich brauche irgendwas. Ich habe gleich ein Date und wir wollen f*cken.
[sic!]

Karte dauert ihr zu lange

Eine ältere Kundin stand mit einem Einkaufswagen an der Kasse und war gerade dabei, ihre Waren auf das Förderband zu stapeln, als zwei Heranwachsende freundlich fragten, ob sie mit ihrem Sixpack Bier vor dürften. Sie durften, aber nur unter einer Bedingung: "Aber nicht mit Karte zahlen, das dauert mir zu lange!"

Die beiden bezahlten ihr Bier mit Bargeld.

Die Kundin bezahlte übrigens auch mit Bargeld. Vor allem mit einer größeren Menge Münzen, die sie mühsam aus ihren Taschen suchte und nicht weniger umständlich auf dem Kassentisch ausbreitete, sortierte und stapelte…

Will ich haben!

Vater und Sohn (ca. 4 Jahre) gingen durch den Laden. Die Eltern des Jungen sind Stammkunden in unserer vegetarischen / veganen Abteilung. Als sie an meiner Kühltruhe mit dem abgepackten Fleisch vorbeigingen, entwickelte sich in etwa der folgende Dialog zwischen Vater und Sohn, der auf den Inhalt der Fleischtruhe zeigte:
Waren das Tiere?

Ja.

Wurden die getötet?

Ja.

Warum werden die getötet?

Damit man sie essen kann. Aber das machen wir nicht.
Der Junge wurde still, guckte auf den Boden. Nach ein paar Augenblicken sah er hoch und strahlte seinen Vater an:
Will ich haben!
Papa blieb aber konsequent, auch wenn sein Nachwuchs bis zur Kasse noch sanft quengelte. :-)

Sesam

Ein Kunde suchte Sesam. Konventionelle Ware hätte ihm gereicht, allerdings konnte meine Mitarbeiterin ihm nur zwei Sorten Bio-Sesam anbieten. Der Kunde witzelte:
"Och, Schade. Keine Pestizide."

"Wenn es ihnen so wichtig ist, könnte ich ja die Tüte aufreißen und einmal kurz etwas Paral reinsprühen."

"Äh, ich bezahle die lieber erstmal. Danke."

Keine Paysafe-Karten

Ein Kunde wollte eine Paysafe-Karte kaufen. Als er erfuhr, dass wir die nicht haben, war er ziemlich enttäuscht, denn schließlich ist der Laden hier bei Paysafe als Verkaufsstelle angegeben.

Wie auch immer der Datensatz zustandegekommen ist:


Ja oder nein?

Ein Kunde beschwerte sich darüber, dass der Leergutautomat ihm zu wenig Dosen berechnet hätte. Es wären nur zwei auf seinen Bons drauf, erklärte er und ergänzte, dass er die Differenz auch ausgezahlt bekommen möchte.

Nachdem ich ihm erklärte, dass es für mich auf Grund der Videoaufzeichnung überhaupt kein Problem ist, genau herauszufinden, wie viele Dosen und Flaschen er in das Gerät gesteckt hat, sortierte er seine Bons neu, rechnete nochmal nach (oder tat zumindest so) und stellte dann erleichtert fest, dass es ja doch stimmen würde.

Trotz der Neugierde guckte ich nicht nochmal nach.