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Huhu

"Huhu."

...

"Hiihu!"

...

"Haaallooo!"

...

DING, DONG!


Ah, sie hat die Leergutklingel gefunden. 8-)

ec-Zahlung nicht möglich

Die Kundin wollte partout nicht wahrhaben, daß ich ihr den Einkauf nicht mitgeben kann, solange die Waren nicht bezahlt sind. Natürlich liegt der Fehler an unserer Technik, so daß ich etwas entgegenkommender sein sollte. Und ich glaube ihr ja auch, daß die Karte ganz neu ist und daß da gestern erst Geld draufgekommen ist und daß das Konto gedeckt ist und daß sie bei Penny damit bezahlen konnte.

...und dann war da noch der geheime Fehlercode am Gerät, der besagt: "Kontodeckung nicht ausreichend."

Kaffee

Gespräch mit einer Kundin:

Der Melitta-Kaffee ist bei Schlecker gerade im Angebot für 2,99€ und bei Ihnen kostet der über 4 Euro!

Ja, das ist der normale Preis bei uns.

Aber da ist der um so viel günstiger...

Wenn wir den im Angebot haben, kostet der sogar nur 2,69€.

Irgendwie hörte man die Zahnräder bei ihr im Kopf rattern. Dann erwähnte sie nur noch, daß wir ja ansonsten ein tolles Angebot hätten und hat sich wieder mit ihrem Einkaufswagen in den Laden getrollt... ;-)

Überraschung

Eintrag wegen erheblicher Mißverständnisse neu formuliert:

Gerade war ein Stammkunde im Laden und hat für gut 120 Euro u.a. die Fleischtheke leergekauft. Was mich positiv überraschte, denn ich kenne diesen Kunden schon seit Jahren: Er gehört zu denjenigen Kunden, die als Alkoholiker nicht auf sich achten und schon mal etwas streng riechen. Wir haben ihn immer freundlich behandelt, wenngleich sich aufgrund seiner Duftnote niemand lange in seiner Nähe aufhalten konnte. Alle unsere Kassierer haben im Einführungslehrgang die Anweisung erhalten, auch betrunkene und zugekiffte Kunden anzulächeln. Denn oft sind wir die einzige Kontaktperson, die diese Menschen haben. Einige kommen mehmals täglich, um jedesmal nur eine Flasche Bier zu kaufen. Wahrscheinlich sehen sie außer uns nur noch ihren Fernseher.
Jetzt wollte er seinen Grill anschmeissen (schließlich fällt draußen der erste Schnee, das muß gefeiert werden... Grillparty bei minus 5 Grad. Hurrah! ;-))
Und wo kauft er das Fleisch? Bei uns und nicht beim Discounter. Man gönnt sich ja sonst nix. Party on!
Siehste, lohnt sich doch, nett zu seinen Mitmenschen zu sein :-)

Nachtrag:
In der Originalfassung klang der Eintrag so, als hätte ich "gnädigerweise einen alten Assipenner bei mir einkaufen lassen". Das ist natürlich nicht so gewesen. Ist mir beim schreiben aber gar nicht aufgefallen, daß das eventuell so wirken könnte, weil ich etwas völlig anderes bei meinen Worten gedacht habe. Der Kunde duzt mich übrigens und wir halten auch schon mal ein Schwätzchen.

Deo-Alarm

Eine Horde Halbstarker hat gerade unseren Laden belagert. Nachdem sie provozierend in die Kameras gewunken haben und sich ausgiebig im Deo-Regal bedienten (wozu kaufen, wenn man sich auch im Supermarkt umsonst einnebeln kann) und hier), haben wir sie einfach mal dazu motiviert, sich muy pronto zu verpissen das Geschäft bei Gelegenheit zu verlassen.

Reis

Unterhaltung zwischen einer Kundin und einer Mitarbeiterin:

Frolleinchen! Wo haben Sie denn Reis? Den Reis, wo steht der bei Ihnen?

Die Kollegin ging mit ihr zum entsprechenden Regal.

So, hier haben wir den Reis.

Ich suche welchen im Kochbeutel.

Im Kochbeutel? Kein Problem. Haben wir hier, hier und da oben...

Dann holen Sie mir einen von dem mit dem Nigger da runter.

Bitte?

Ich möchte eine Packung von dem Reis mit dem Nigger da drauf.

Also heutzutage ist Nigger ein ganz schlimmes Schimpfwort. Das sagt man einfach nicht mehr.

Ja...?

Wissen Sie, das ist ein "Farbiger" oder ein "Schwarzer". Oder nennen Sie ihn doch einfach Onkel Ben.

Ich habe das Gespräch leider nicht persönlich mitbekommen. Aber das Gesicht der Kundin hätte ich zu gerne gesehen...

Lange Schlange

Kleiner Gedankensplitter über Kundenverhalten...

Wer kennt das nicht? Man steht vor einer Kasse mitten in einer langen Schlange. Sobald eine weitere Kasse geöffnet wird, beginnt die Rangelei derjenigen, die am weitesten hinten in der selben Schlange standen: Mit Ellenbogen und Einkaufswagengeschubse wird versucht, einen der ersten Plätze in der neuen Reihe zu bekommen um möglichst schnell mit dem Einkauf fertig zu sein.
Bei uns im Geschäft hält sich dieses Verhalten zwischen den Kunden zum Glück in Grenzen, zumal ich sowieso stets darum bemüht bin, daß es erst gar keine langen Schlangen gibt. Das läßt sich leider auch nicht immer vermeiden. Manchmal ist es an der Kasse leer und im Geschäft tummeln sich dutzende Kunden. Plötzlich, wie durch ein magisches Zeichen signalisiert, beschließen alle auf einmal, zur Kasse zu gehen. Vielleicht ist es auch eine Art Gruppenzwang: Man sieht jemanden auf dem Weg zum CheckOut und denkt sich dann, daß es auch für einen selber Zeit wird, sein Geld loszuwerden. Ich weiß es nicht.

Aber zurück zum Thema:
Höflicher und rücksichtsvoller Umgang mit seinen Mitmenschen würde bewirken, daß man diejenigen sich an eine neue Kasse anstellen läßt, die vor einem selber stehen. In Ausnahmefällen, oft bei Bekannten, erlebt man dies öfter - bleibt aber dann doch eher die Ausnahme.

Wie würden wohl die Kunden reagieren, wenn man (-> die Kassiererin) in die Situation eingreifen und sie moderieren würde: "Sie standen vor dem Kunden. Die Frau mit dem Kinderwagen war hinter ihnen! Fragen sie doch mal, ob sie vorgehen möchte, denn sie hat ein quengelndes Kind im Wagen. Ansonsten kommt nach ihr dann der Herr mit dem Anzug..." Okay, das Beispiel ist nun etwas überspitzt dargestellt. Aber in der Art müßte man das wirklich mal versuchen.
Die Rangelei kennen die Kunden. Eine Moderation wäre neu. Neues ist grundsätzlich Böse.

Ich glaube, ich werde das bei Gelegenheit mal probieren. Vielleicht danken es mir ja die Kunden sogar. :-)

*PIEKS*

Mitarbeiter berichten, daß einer unserer älteren Kunden sie mit seiner Krücke Gehhilfe in den Rücken drückt, wenn er was von ihnen will.

Das soll der mal bei mir machen.

Besuch im Büro

Normalerweise habe ich ja kein Problem damit, wenn Leute ungefragt ins Lager kommen und plötzlich in meiner Bürotür stehen. Solange es sich dabei um Lieferanten, Vertreter, Mitarbeiter oder private Bekannte von mir handelt.

Wenn's ein angetrunkener Kunde ist, der mich unbedingt daran erinnern muß, seinen vor dem Laden angebundenen Flohtransporter Hund zu bewundern, sieht die Sache wiederum ganz anders aus.

Manche Leute bilden sich wirklich ein, daß sie sich als "guter Kunde" alles erlauben können...

Nachtrag: Um in mein Büro zu kommen, muß man eine Treppe hoch gehen. Es gibt sogar Lieferanten und Vertreter, die erst Mitarbeiter an der Lagertür nach mir fragen, bevor sie in meine relativ private Sphäre einbrechen. Auch ein Besuch im Pausenraum ist für Kunden ja nicht selbstverständlich. Schließlich bin ich oft genug im Laden, um mich direkt anzusprechen.

Kundengespräch

Moin, Herr Harste!

Moin.

Na, wieder fleißig?

Ja, wie immer...

Das ist aber auch ein naßkaltes Wetter draußen.

Oh, ja, fürchterlich.

...to be continued...

Ich weiß, daß ich etwas in der Art schon einmal geschrieben habe. Ja, und? Ich muß mir sowas fast täglich anhören. :-|

"Dankeschön."

Ich habe gerade einem kleinen Jungen gezeigt, wo die frische Hefe ist. Er sprach nicht gut Deutsch und hatte einen Zettel mit: "Hefe für Teig."
Womit ich nicht gerechnet hatte: Als er zur Kasse ging, lächelte er mich an und sagte "Dankeschön."

Das war wirklich diesen Eintrag wert!

Rettet dem Dativ

Kundin zu einer Bekannten: "Ich bin hier! Bei die Flaschen."

Autsch. :wall:

Annoying customer

Moin, Herr Harste!

Moin!

(...Mist, er hat mich gesehen...)

Glück gehabt, daß mich ein Kollege gerufen hat. Manche kommunikationswütigen älteren Menschen wird man einfach nicht wieder los, wenn sie sich einmal an einem festgequatscht haben.

Gekröntes Haupt

Ich bin noch ganz hin- und hergerissen von dieser bezaubernden Kundin, die gerade hier im Laden war.
Weiß der Geier, warum, aber sie hatte ein funkelndes Diadem auf dem Kopf. Aber auch ohne sah sie einfach unglaublich hübsch aus. Es gibt viele "schöne" Frauen, aber das war eine derjenigen, bei denen einem ganz warm ums Herz wird, wenn sie einen anlächeln.
Und dann dieser Kopfschmuck, bei dem wohl die Frage unbeantwortet bleiben wird, warum sie ihn überhaupt getragen hat...

Ich wollte sie erst fragen, ob ich ein Foto für's Blog machen darf. Und dann habe ich mich nicht getraut, sie anzusprechen... Seufz... :-(

Maler

Seit einigen Tagen kommt immer gegen Mittag ein Maler mit einem ausgedienten Farbeimer voller leerer Bierflaschen hier zur Leergutannahme. Regelmäßig lag der Eimer voller Kronkorken, Zigattenkippen und anderem Kleinzeugs, den ich immer - man ist ja aufmerksam - in den Müll gekippt habe. Der olle stieselige Maler hat das aber irgendwie gar nicht gepeilt. Oder vielleicht schon, aber dann hätte er ruhig mal wenigstens irgendetwas sagen können. Ich spare mir ab sofort die Mehrarbeit. Wetten, daß er das auch nicht merkt?

Aber die Idee mit dem Eimer ist witzig. Deckel zu und keiner schöpft Verdacht auf der Baustelle... 8-)