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Cocktail-Rezepte

Ob ich Rezepte für Cocktails hätte, wollte der Kunde wissen.

Ich konnte spontan zwar nur verneinen, ihm aber dennoch helfen. Google und Laserdrucker sei Dank.

So macht man Kunden glücklich. Und Cranberrysaft und Pfirsichlikör für seinen anschließend ausgewählten "Sex on the Beach" konnte ich ihm auch verkaufen. :-)

Maria und Josef

Ein drei- bis vierjähriger Junge ging gerade weihnachtslieder singend johlend durch den Laden. Mariiiia und Joooosef, Ihr Kiiiinderlein kooooommet...

Das ist...


Das ist...


Das ist...

Psychoterror! :-O

Befehlston

Eine Gruppe von sechs Kindern im Alter von sechs bis acht Jahren stand bei mir an der Kasse und wollte einige Teile kaufen. Einige von ihnen, unter anderem derjenige, der mir das Geld gab, sagten nur wenig bis gar nichts.

Der größte Junge dafür umso mehr: "Fresse halten!", "Gib das Geld hin, du Arsch!", "Sieh zu!" und beim Rausgehen zu einem der anderen Kinder: Fick dich!", zumindest klang es so.

Ich staune nur noch.

Kopfkino

Gerade eben hatte ich einen Kunden an der Kasse.
2 Tüten Maggi Fix für Gulasch
2 Dosen Hundefutter
Ich habe den Gedanken schnell wieder verworfen. :-O

Jugendliche unter Nikotinentzug

Zwei Mädchen standen bei einer meiner Kassierererinnen an und wollten Zigaretten kaufen. Da nicht eindeutig zu erkennen war, ob die beiden schon volljährig waren oder nicht, ließ sich meine Mitarbeiterin von ihnen den Ausweis zeigen.
Einen Personalsausweis hatte keine der beiden mit. Stattdessen zückte eine einen Schülerausweis aus der Tasche. Nicht nur, dass die Dinger sowieso am heimischen PC recht leicht nachzumachen sind - zu allem Überfluss war das nicht gestempelte Foto auch noch mit Heftklammern befestigt. Alles in allem also definitiv kein akzeptabler Altersnachweis.

Es gab also keine Zigaretten, dafür allerdings böse Beschimpfungen für meine Kassiererin : Als "blöde Fo**e" bezeichneten die beiden Mädchen sie beim Herausgehen. Der gesetzlich auferlegte Zwangsentzug scheint echt hart zu sein... ;-)

Sadece acil aramalar

Ein türkischer Mann wollte eine Guthabenkarte für sein Handy kaufen. Das ist nicht weiter ungewöhnlich.

Seine Deutschkenntnisse waren eher bescheiden und so bat er uns, die Aufladung für ihn vorzunehmen, da er die Anleitung auf der Rückseite der Karte nicht lesen konnte. Auch das ist nicht weiter ungewöhnlich.

Die Tastensperre des Telefons war aktiviert. Die Hinweise, wie man sie entfernen konnten, standen zwar in türkischer Sprache auf dem Display, aber wer schon einmal ein Nokia-Gerät bedient hat, kommt auch so klar. Das war also auch nicht weiter problematisch.

Die komplette Menüführung im Handy war auf Türkisch. Auch das wäre nicht weiter problematisch gewesen, da man zum Aufladen des Guthabenkontos nur die auf der Karte angegebene Nummer anzurufen und dann den gesprochenen Anweisungen zu folgen braucht.

Jetzt aber fingen die Probleme an: Die Nummer ließ sich nicht wählen. Es stand die Meldung "Sadece acil aramalar" auf dem Display und da meine Türkischkenntnisse eher bescheiden sind, war mir deren Bedeutung zunächst vollkommen unklar. Der Kunde versuchte, uns klarzumachen, dass er die Guthabenkarte deshalb gekauft hätte um wieder telefonieren zu können und dass es deshalb wohl nicht möglich wäre, eine Telefonnummer anzurufen. Noch während ich mich bemühte, ihm zu erklären, dass die Nummer kostenlos ist, fiel mir ein, dass ich doch ein Türkisch-Deutsch-Wörterbuch im Büro liegen habe. Sicherlich nicht hundertprozentig richtig übersetzt, aber auf jedenfall zu verstehen war folgendes: "Sadece" - "lediglich", "acil" - "Leid", "aramalar" - "anrufen". Ich vermutete dahinter das türkische Pendant zu "Nur Notrufe möglich", ein sicheres Zeichen dafür, dass etwas mit der SIM-Karte nicht in Ordnung ist.

Wir bauten den Akku ab und entdeckten, dass der SIM-Kartenschacht nicht richtig geschlossen war. Die Karte war zwar eingesteckt, aber die Verriegelung nicht geschlossen. Okay, das konnte nicht funktionieren.

Dummerweise fiel dem guten Mann danach seine PIN nicht mehr ein und nach zwei Fehlversuchen haben wir abgebrochen und er ist nach Hause gegangen um dort nach der PIN und vorsichtshalber auch nach der PUK zu suchen.

Wir haben ihm das Angebot mit auf den Weg gegeben, ihm dennoch beim Aufladen der Karte zu helfen. Bin mal gespannt, ob er wiederkommt...

Handschuhsammlung

Die Fensterbank neben dem Leergutautomaten scheint sich geradezu dafür anzubieten, dass Kunden ihre Handschuhe darauf ablegen, während sie ihr Leergut in den Automaten stecken.

Im Laufe der letzten Tage hat sich dort eine kleine Sammlung gebildet. Drei verschiedene Einzelstücke liegen dort inzwischen... :-O


3 Kassen

Wir haben alle drei Kassen besetzt und die Kunden am Ende der Schlange lehnen bereits gemütlich am Rahmen der Lagertür. Das ist ca. 25 Meter weit von der Kasse entfern.

Die Warterei ist für die Kunden natürlich lästig, aber irgendwie lacht da doch das Kaufmannsherz.

Kistenkletterer

Wer haftet eigentlich, wenn eine Kundin, die nicht groß genug ist, einen Artikel im obersten Regal zu erreichen, auf eine Getränkekiste klettert, mit dieser umstürzt und sich ernsthaft verletzt?

Der "Worst Case" ist zwar gestern nicht eingetreten, aber ich hatte doch arge Bedenken, als ich die Kundin auf der umgedrehten, leeren Kiste balancieren sah und habe dann meine 1,85m genutzt, um ihr weiterzuhelfen.

Fuck you!

Ich war eben am Zeitungen packen, als ich mitbekam, dass meine Mitarbeiterin an der Kasse mit einer Kundin am diskutieren war. Die junge Dame war höchstens 16 Jahre alt, hatte keinen Ausweis dabei, hielt aber in der Hand eine Schachtel Zigaretten krampfhaft fest. Ein zusammengeknüllter 5-Euro-Schein lag auf dem Kassentisch.
Als ich dazu kam, war meine Mitarbeiterin gerade am Zug:

Nein, das mache ich nicht.

Woanders machen die das doch auch.

Wir aber nicht!

Ich brauche die Zigaretten aber unbedingt.

Nein, keine Chance.

Oh, BITTE. Ich habe SCHMACHT!

Mit einem klaren "Nein!" beendete meine Angestellte die Diskussion. Mit hasserfülltem Blick schleuderte das Mädchen die Schachtel über den Kassentisch hinweg in den Laden, griff sich ihr Geld und stampfte mit einem lauten "Fuck you!" davon.
An der Eingangstür drehte sie sich noch einmal um und spuckte auf unseren Fußboden, bevor sie an unseren Schaufenstern vorbeirauschte und uns dabei mit finsterer Miene beobachtete.

...zuuuuum Backen?

Eine Kollegin kam ins Büro, in dem ich mich gerade mit einem meiner Mitarbeiter befand. Auf dem Treppenabsatz stehend verkündte sie, dass ein Kunde gegarte Rote Bete suchen würde. weil er diese zum Backen benötigen würde.

Ohne uns anzusehen und ohne Absprache antworteten wir zeitgleich: "...zuuuuuum Backen?"

Rote Bete zum Backen?!? Gemüsekuchen? :-O

(Ich weiß, dass es Gemüsekuchen gibt. In der Vorweihnachtszeit denkt man aber im ersten Moment wohl immer an etwas andere Gebäckstücke... :-) )

Jede Woche

Frau Meiermüllerschulz rief an und wollte wissen, ob wir ihr heute Ware nach Hause liefern können.

Ich verneinte und nannte ihr, wie schon so oft in der Vergangenheit, unsere beiden Liefertage, Dienstag und Freitag. Spätestens nächste Woche weiß sie das alles aber schon nicht mehr...

Kohlrabi

Natürlich kann jeder Kunde so oft kommen, wie er will und auch das kaufen, was er möchte...

...aber irgendwie ist's schon auffällig, wenn der selbe Kunde in Laufe einer Nacht vier mal hierher kommt und bei jedem Einkauf ein paar Kohlrabiknollen mitnimmt. :-)

Vernünftige Männer

Im Vorbeigehen aufgeschnapper Gesprächsfetzen zwischen zwei jungen Damen:

Kundin 1: "Ob man hier auch Männer kaufen kann?"

Kundin 2: "Vernünftige Männer!"

(Sind aber leider nicht gelistet... :-) )

Bon

Eine Kunde, der sonst relativ viel einkauft und dafür nie einen Kassenbon mitnimmt und heute nur eine Flasche vom billigsten Bier kaufte, brauchte dafür unbedingt den Kassenbon. Ich war so überrascht, ich hätte ihn fast gefragt, ob er auch 'ne Quittung braucht. :-)