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Sicherungen

Was für ein Zufall: Ein Kunde hat gerade gefragt, wo er um diese Zeit wohl noch Sicherungen bekommen könnte.

Leider konnte ich ihm auch nicht helfen. Ich habe keine Sicherungen im Sortiment und sämtliche mir bekannten Läden, die welche haben, sind bereits seit über einer Stunde geschlossen.

Er sah zum Glück nicht so aus, als ob er eine Schmelzsicherung mit einem Stück draht flicken würde. :)

Lange nicht gesehen

Wenn einer klaut, dabei erwischt wird, sich glaubwürdig entschuldigt, daraufhin wieder in den Laden darf und dann aber mitsamt seinen Freunden wochenlang nicht mehr zu sehen ist - darf man dann an Zufall oder ein zutiefst schlechtes Gewissen glauben?

Ich rätsele noch.

Eeeeeeeeeeeeek!!!

Liebe Kinderwagen schiebenden Muttis: Man kann die Räder eines Buggys auch ölen und muss damit nicht allen Mitmenschen in der Umgebung Ohrenschmerzen verursachen! :O

Rollmöpse

Nach etwas längerer und recht umständlicher Suche entschied sich der alkoholisiert wirkende Mann in den frühen Morgenstunden für ein Glas Rollmöpse.

Passt, würde ich sagen.
:)

Zahlenkombination auf Batterien

Kundin: "Ich brauche Batterien."

Kollegin: "Welche Größe denn?"

Kundin: "Die haben doch immer so eine aufgedruckte Zahlenkombination. Ich brauche die Sorte null, neun, zwei, null, eins, null. Ich habe hier schon alles abgesucht, aber finde genau die hier nicht."




(Sie hatte sich das auf die Batterien aufgedruckte Haltbarkeitsdatum (09-2010) abgeschrieben... :) )

Zerstörte Illusion

Ein Stammkunde stellte fest: "Euer Leergutautomat ist aber freundlich. Da steht ja sogar auf den Bons 'Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag.'"

Ich sagte ihm, dass dies der Standardtext ist, den einer der Programmierer des Automatens dort mal untergebracht hat.

Der Kunde hat die Wahrheit verkraftet, denke ich. :)

Hallo!

Ein lautes, fragendes "Hallo?!?" dröhnte vom Eingang zu mir herüber. Der Tonfall bedeutete nichts Gutes und zögernd drehte ich mich um.

Und was war? Da stand einer, beachtete mich gar nicht und drückte sich lediglich sein Handy an den Kopf. :)

Beinahe normal

Ein Pärchen war eben hier im Laden. Vor dem Leergutautomaten haben sie sich fast gezofft. Beide hatten eine im Vorbeigehen deutlich spürbare Fahne. Sie lallte zwar noch nicht, redete aber schon mit lockerer Stimme und er konnte kaum geradeaus gehen und schwankte bei jeden Schritt.

Eine beinahe normale Szene hier.


Aber auch nur "beinahe normal", denn die beiden hatten noch ein ca. fünfjähriges Kind dabei.

Meistens sind sie besser drauf

Eben den ersten Kunden der Woche mit einem beherzten und eher spaßig gemeinten "Maaaahlzeit!" begrüßt und als Antwort finsteres Schweigen geerntet.

Meistens sind die Nachtkunden aber viel besser drauf. :O

3 und 1

Samstag Abend, 22:10 Uhr.

Vier männliche Kunden in sichtbarer Partylaune haben gerade drei Kisten Bier und ein Bund Suppengrün gekauft.
Nicht, dass ich niemandem nicht gönne, Suppengrün zu kaufen oder Suppe zu kochen oder was auch immer.

Aber es wirkte in diesem Fall doch sehr -öhm- skuril. :)

Erzürntes Pieken

Während ich eben in der Gemüseabteilung stand und die Bestellung für Montag vorbereitet habe, kam eine langjährige Stammkundin in den Laden. Ihr Name klingt fast schon wie aus einer Romanvorlage und passt hundertprozentig zu der typischen, karikierten alten Dame, die einem immer wieder ihre Lebensgeschichte erzählt. Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass sie es sogar schon einmal hier ins Blog geschafft hatte, jedoch finde ich den entsprechenden Beitrag gerade nicht wieder.

Sie stellte sich vor mich, wie begrüßten uns und sie begann zu erzählen, was sie doch für ein Pech hätte. Ihr Fernseher wäre kaputt und nun müsste er repariert werden und der, der ihn jetzt reparieren würde, wäre doch so nett und so günstig. Ein anderes Unternehmen, das sich mal ihren Fernseher angesehen hätte, wäre ja sooo teuer gewesen. Richtige Wucherer. Bei den letzten Worten stuppste sie ihren ausgestreckten Zeigefinger gegen meinen linken Oberarm.
Während sie sich weiter über den Radio- und Fernsehtechniker aufregte, stieß sie immer weiter und immer kräftiger mit ihrem Finger gegen meinen Arm. Der lange Fingernagel drückte sich spürbar durch meinen Hemdärmel. "Nur dafür, dass die hergekommen und den Ton wieder eingestellt haben, sollte ich 49 Euro bezahlen!", erfuhr ich unter Schmerzen. Ich ließ es erst geschehen, nutzte ihre erste Sprechpause aber, um meinen Arm zu reiben und ein demonstratives "Aua!" von mir zu geben. Da bemerkte sie wohl ihren Übereifer und entschuldigte sich.

Ich hatte zum Glück ein wichtiges Argument für die Flucht in der Hand: "Ich muss ganz schnell meine Gemüsebestellung senden!", sagte ich. Und verschwand.

Maria und Josef II

Der kleine Junge, der hier Anfang des Jahres Weihnachtslieder johlend durch den Laden lief ist mir gerade eben schon wieder aufgefallen. "Ihrkin dalein kohmed, okohmed all." tönte es eben grandios kakophonisch während des gesamten Einkaufs des Muttertieres.

Und es gibt Leute, die halten den Job hier für harmlos.

Too much information...

Eine Kundin war mit ihrem ca. 5-jährigem Sohn bei uns auf der Toilette. Auf dem Rückweg durch's Lager strahlte er mich an: "Ich hab' A-A gemacht."

Tolles Ding. :O

Sie sprudelt

Ein Kunde wollte eine Flasche Cola umtauschen, weil dreißig Sekunden, nachdem er sie geöffnet hatte, immer noch CO2-Bläschen nach oben perlten.

Manche Leute haben Sorgen... :O

Frau K. war schonmal im Blog

Eher zufällig habe ich eben entdeckt, dass eine alte Dame, die sich von uns beliefern lässt, vor rund drei Jahren schon einmal hier im Blog stand. Sie lässt sich immer noch von uns beliefern und ist mitlerweile nicht weniger wundersam.

Am Donnerstag rief sie an und wollte wissen ob sie wieder zur Lieferung am Freitag Waren bestellen könne. Ich bestätigte dies und auch, dass unser Bote nun nach seinem mehrwöchigen Urlaub wieder da sei. Da der Mitarbeiter aufgrund seiner Botentätigkeit keine gleichmäßigen Arbeitszeiten hat, empfahl ich der Kundin, gegen 12 Uhr am Freitag anzurufen. Das fand sie nicht so gut, da sie zu der Zeit einen Termin hatte und so einigten wir uns darauf, dass sie es schon um 10 Uhr probieren soll, wenn auch ohne Garantie. Sie wusste übrigens, dass sie mit mir telefoniert hatte, denn zum einen kennt sie mich seit Jahren persönlich, zum anderen hatte ich mich am Telefon klar zu erkennen gegeben.

Gestern um kurz nach 10 Uhr rief wieder sie an. Ich meldete mich und die gute Frau blökte los: "Ich habe gestern mit Ihrem Boten gesprochen und er hat mir zugesagt, dass er mich heute um 10 Uhr anruft. Ich warrrte!"
Es ist nicht weiter ungewöhnlich, dass unser Bote ausserhalb seiner Arbeitszeit hier Termine mit Lieferkunden vereinbart und so dachte ich mir nichts dabei. "Na, dann wird er sich schon noch melden. Er hat sich bestimmt nur ein paar Minuten verspätet und wird sie ganz sicher gleich anrufen. Er ist ja sehr zuverlässig."

Eine knappe halbe Stunde später kam mein Mitarbeiter. "Hast du nicht was vergessen?", fragte ich. Er sah mich mit Unschuldsmiene an: "Nicht, dass ich wüsste." "Frau K. hat angerufen und mir gesagt, dass sie dich gestern angerufen hat und dass ihr ausgemacht hättet, dass du sie heute um 10 Uhr zurückrufen würdest."

Nein, mit ihm hatte sie tatsächlich nicht telefoniert. Sie bezog sich nämlich auf das Gespräch mit mir. Aber ich bin nicht mein Angestellter. Und zugesagt hatte ich ihr auch nichts.

Man kann es einer alten Frau nun wirklich nicht übel nehmen, wenn sie etwas vergisst oder durcheinanderbekommt - aber warum mault sie uns deswegen an? :|