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Maria und Josef II

Der kleine Junge, der hier Anfang des Jahres Weihnachtslieder johlend durch den Laden lief ist mir gerade eben schon wieder aufgefallen. "Ihrkin dalein kohmed, okohmed all." tönte es eben grandios kakophonisch während des gesamten Einkaufs des Muttertieres.

Und es gibt Leute, die halten den Job hier für harmlos.

Too much information...

Eine Kundin war mit ihrem ca. 5-jährigem Sohn bei uns auf der Toilette. Auf dem Rückweg durch's Lager strahlte er mich an: "Ich hab' A-A gemacht."

Tolles Ding. :-O

Sie sprudelt

Ein Kunde wollte eine Flasche Cola umtauschen, weil dreißig Sekunden, nachdem er sie geöffnet hatte, immer noch CO2-Bläschen nach oben perlten.

Manche Leute haben Sorgen... :-O

Frau K. war schonmal im Blog

Eher zufällig habe ich eben entdeckt, dass eine alte Dame, die sich von uns beliefern lässt, vor rund drei Jahren schon einmal hier im Blog stand. Sie lässt sich immer noch von uns beliefern und ist mitlerweile nicht weniger wundersam.

Am Donnerstag rief sie an und wollte wissen ob sie wieder zur Lieferung am Freitag Waren bestellen könne. Ich bestätigte dies und auch, dass unser Bote nun nach seinem mehrwöchigen Urlaub wieder da sei. Da der Mitarbeiter aufgrund seiner Botentätigkeit keine gleichmäßigen Arbeitszeiten hat, empfahl ich der Kundin, gegen 12 Uhr am Freitag anzurufen. Das fand sie nicht so gut, da sie zu der Zeit einen Termin hatte und so einigten wir uns darauf, dass sie es schon um 10 Uhr probieren soll, wenn auch ohne Garantie. Sie wusste übrigens, dass sie mit mir telefoniert hatte, denn zum einen kennt sie mich seit Jahren persönlich, zum anderen hatte ich mich am Telefon klar zu erkennen gegeben.

Gestern um kurz nach 10 Uhr rief wieder sie an. Ich meldete mich und die gute Frau blökte los: "Ich habe gestern mit Ihrem Boten gesprochen und er hat mir zugesagt, dass er mich heute um 10 Uhr anruft. Ich warrrte!"
Es ist nicht weiter ungewöhnlich, dass unser Bote ausserhalb seiner Arbeitszeit hier Termine mit Lieferkunden vereinbart und so dachte ich mir nichts dabei. "Na, dann wird er sich schon noch melden. Er hat sich bestimmt nur ein paar Minuten verspätet und wird sie ganz sicher gleich anrufen. Er ist ja sehr zuverlässig."

Eine knappe halbe Stunde später kam mein Mitarbeiter. "Hast du nicht was vergessen?", fragte ich. Er sah mich mit Unschuldsmiene an: "Nicht, dass ich wüsste." "Frau K. hat angerufen und mir gesagt, dass sie dich gestern angerufen hat und dass ihr ausgemacht hättet, dass du sie heute um 10 Uhr zurückrufen würdest."

Nein, mit ihm hatte sie tatsächlich nicht telefoniert. Sie bezog sich nämlich auf das Gespräch mit mir. Aber ich bin nicht mein Angestellter. Und zugesagt hatte ich ihr auch nichts.

Man kann es einer alten Frau nun wirklich nicht übel nehmen, wenn sie etwas vergisst oder durcheinanderbekommt - aber warum mault sie uns deswegen an? :-|

Die Druckfrischen

Woran man auch merkt, dass wieder Ultimo ist?

Wir bekommen von den Kunden relativ viele druckfrische Banknoten, die sie gerade aus dem Automaten gezogen haben. Heben sich sehr angenehm ab von den zerknüllten, schweißdurchtränkten, bekritzelten Fetzen, die man sonst so zu sehen bekommt. :-)

Zigarettenschachteln

Ein typisches Beispiel für "Dumm gelaufen" war dieses Szenario an der Kasse:

Eine Kundin hat sich versehentlich drei Schachteln Zigaretten aus dem Automaten gezogen, wollte aber nur zwei haben. Sie warf die erste Schachtel auf das Förderband zu ihrem Einkauf, die zweite hielt sie in der Hand. Die dritte Packung blieb von der Kundin unbeachtet im Ausgabeschacht des Automaten liegen, was allerdings von einer Kollegin, die nicht kassierte, bemerkt wurde. Um zu helfen, nahm sie die dritte Schachtel und ließ sie mit einem Schwung, aber von der Kundin und der Kassiererin unbemerkt, über das Förderband rutschen, so dass sie neben den anderen Zigaretten liegenblieb.

Die Kundin sagte zur Kassiererin: "Ich habe zwei Schachteln Zigaretten." - und meinte damit die (vermeintlich) eine Packung auf dem Förderband und diejenige in ihrer Hand.

Die Kassiererin sah die beiden Schachteln auf dem Förderband liegen, hörte "zwei Schachteln", sah, dass offenbar alles in Ordnung war und kassierte folglich auch nur zwei Schachteln.

Nun müsste die Kundin, die ich nicht als Stammkundin bezeichnen würde, ehrlich genug sein, die nicht berechnete Packung wieder zurückzugeben...

SPAR(-Schild) in Japan

Blogleser André schreibt:
Moin Björn,

ich wohne zwar eigentlich in der Nachbarschafr, bin aber gerade auf Studienjahr in Japan. Genauer gesagt Toyohashi.

Nun wollte ich an einem der letzten Wochenende mal einen Tempel hier in der Nähe besuchen. nun ja das mit dem Tempel hat zwar nicht geklappt, dafür konnte ich immerhin diese beiden Schnappschüsse hier machen.

Gerne kannst du die beiden Bilder in deinem Blog verwenden, will aber gerne einen kleinen Gefallen daran knüpfen. Nichts großes. Es soll einfach nur dabei stehen das "André auch seine Freundin grüßen möchte" die leider daheim bleiben musste.
Da sie ebenfalls eine regelmäßige Blogleserin und Gelegenheitskäuferin bei dir ist würde sie sich sicher freuen das zu lesen.

Auch grüßen kannst du gerne Romana von mir mit der ich immerhin mal eine Schulbank gedrückt habe. :-)
Also sollen sich jetzt einfach mal Andrés Freundin, die daheim bleiben musste, und Romana, die mit André mal die Schulbank gedrückt hat, gegrüßt fühlen! (Hiermit offiziell ausgerichtet.)
Auf dem Foto steht übrigens folgendes:
mittig: "Der Wunsch einer jeden Hausfrau" oder "zu Diensten eines jedermanns Hausfrau" ... <- das letzte ist originaler klingt aber blöd.
unten: Eine ziemlich umständliche Adresse wie in Japan üblich. Ich kann sie Dir wenn du willst nochmal entziffern. Aber ist eigentlich uninteressant.
Den dazu passenden Laden hab ich übrigens nicht mehr gefunden...

Hier die ungefähren Koordinaten. Ganz sicher bin ich mir nicht, aber im Umkreis von wenigen Kilometern müsste der Ort Honnagashino liegen.
34°55'55.62"N
137°34'37.52"O


Mit freundlichen Grüßen nach Bremen,

André
P.S: Mein Absenderserver ajsg.de ist übrigens auch gleichzeitig mein Japanbericht. Kannst ja mal reinschauen. Ich weiß aber nicht, ob das Blog gut in deine Blogroll passt.




Nix los

Der seit ca. 4,5 Stunden anhaltende Dauerregen hat entsprechende Konsequenzen gehabt: Der Montag Morgen war so ruhig wie selten zuvor in der Vergangenheit.

Ich seh's positiv: So haben wir hier in der vergangenen Nacht immerhin eine ganze Menge geschafft.
Außerdem war die Musik sehr angenehm. Im ARD-Nachtprogramm lief WDR2 und so sah die letzte Stunde musikalisch aus:
04:26:37 The Cure - The love cats
04:21:55 Visage - Fade to grey
04:18:08 Whitney Houston - I wanna dance with somebody
04:15:47 Edith Piaf - Non, je ne regrette rien
04:11:40 Wir Sind Helden - Nur ein Wort
04:07:54 Ben's Brother - Let me out
04:03:33 Will Smith - Wild wild west
03:58:00 Sugababes - Change
03:55:04 Junior Senior - Move your feet
03:51:28 Pink Floyd - Another brick in the wall
03:47:40 Tom Jones / Mousse T. - Sexbomb
03:42:48 Sophie Ellis Bextor - Murder on the dancefloor
03:39:32 Survivor - Eye of the tiger
03:35:35 Jack Peñate - Have I been a fool
03:31:59 Wamdue Project - King of my castle
Damit ließ es sich gut aushalten. :-)

Eimer als Vase

Zwei junge Damen kamen an die Lagertür. In den Händen hielt einer der beiden einen der Blecheimer, die wir als Dekoration auf dem großen Kühlregal stehen haben. Während ich noch überlegte, welches Anliegen sie wohl haben würden, begannen sie zu erzählen: Sie wollten jemandem viele Blumen schenken, aber die passende Vase ist leider zerbrochen. Und dieser Eimer wäre ihre letzte Rettung.

Ich helfe ja wirklich gerne und so oft ich kann, aber in diesem Fall ging es einfach nicht. Die Eimer sind Dekoartikel für meinen Laden und ein Verkauf kommt nicht in Frage.

Süßzucker

Die Google-Suche half mir nicht weiter. Und auch sonst habe ich keinen blassen Schimmer, was die ältere Kundin eben mit "Süßzucker" gemeint haben könnte.

Ist das ein umgangssprachlicher oder regionaler Ausdruck für irgendeine Zuckerart oder Süßstoff? Weiß jemand mehr?

Ja, will der mich verarschen?

Ein Mann sprach mich an: Er hätte zwei leere Bierkisten in den Leergutautomaten gesteckt, aber nur eine wäre ihm gutgeschrieben worden. Tatsächlich: Auf dem ausgedruckten Bon stand tatsächlich nur eine Kiste drauf.

Komisch, dass auf dem Rollenband des Automaten nur eine Bierkiste stand.

Vegetarisches 2

Eine Kundin suchte Tofu-Produkte. Wir haben hier die unterschiedlichsten Tofu-Variationen im Sortiment. Vor allem von der Marke Taifun haben wir vom Naturtofu über Aufschnitt bis zu Bratstücken in etlichen Variation viele Artikel im Kühlregal stehen.

Im selben Regal stehen die besagten Produkte von Wheaty. Ich persönlich finde die Glutenprodukte geschmacklich deutlich besser und interesanter als Tofu. Letzterer hat einen für mich unangenehmen Eigengeschmack, dem ich nun rein gar nichts abgewinnen kann.

Die Kundin wollte aber unbedingt nur Produkte aus Tofu haben. Die anderen würden ihr nämlich zu sehr nach Fleisch schmecken. Andere wären ja froh darüber... :-)

Vegetarisches 1

Eine gute Stammkundin bezahlte bei mir an der Kasse eine Packung vegetarisches Gulasch der Marke Wheaty. Das Gulasch kenne ich nicht, aber das vegetarische Döner des selben Herstellers schmeckt wirklich lecker! Kross angebraten und mit Tzatziki und Fladenbrot schmeckt das Döner richtig genial und steht echtem Döner in nichts nach.

Während ich nun die Ware der Kundin abkassierte, gab ich ihr nebenbei den Tipp, doch auch mal das Döner zu probieren. Ich bin zwar kein Vegetarier und esse sogar sehr gerne Fleisch, versuche aber doch, wenig, bzw. selten Fleisch zu essen. Daher habe ich auch keine Berührungsängste vor den Fleischersatzprodukten.

Ihre trockene Antwort: "Ach, nun tu doch nicht so, als ob du Vegetarier wärst."
Pöh!

Hintergründe unbekannt...

Doch eher ungewöhnlich, wenn mitten in der Nacht ein Mann mit einem ca. 3jährigen Mädchen den Laden betritt und ihr einen Wochenvorrat großzügigen Vorrat an Pudding und anderen Süßwaren aus dem Kühlregal kauft...

Rockige Kaffeetafel

Bei "Jacob's Krönung" muss ich unweigerlich an die Happy-Family-Kaffeetafel aus der Fernsehwerbung denken. Sonnenschein, Festtagstafel auf der Veranda, weiße Tischdecken, das gute Porzellan und alle haben sich lieb.

Eben hier im Laden: Ein Mann wie ein Bär. Lederhose mit Fransen, Jacke im Military-Look aber voller Nieten und auf dem Kopf ein Piratenkopftuch, das die langen Haare knapp bedeckte.

Und im Einkaufswagen: Ein Sixpack Bier, eine Flasche Cola, einmal Jacob's Krönung und ein paar Flaschen gute Kaffeesahne. Das wollte irgendwie gar nicht zusammenpassen. :-)