Über unsere Tiefkühlinsel mit dieser intensiven Beleuchtung kann ich mich einfach immer wieder freuen. Sieht sogar über die neue Kamera unserer Videoanlage cool aus.
Mein Mitarbeiter von der Kasse rief mich an und teilte mir mit, dass eine Kundin verschimmelten Lachs reklamieren würde, aber keinen Kassenbon dabei hat. "Ist okay", sagte ich. "Sie soll sich einfach eine neue Packung nehmen."
Wir legten auf und ich begann, darüber nachzudenken, welcher Lachs denn da verschimmelt sein könnte. Tiefgefrorener Fisch war wohl auszuschließen, aber auch Räucherlachs verschimmelt nur äußerst selten. Ich beschloss, mir die Ware mal persönlich anzusehen und ging nach vorne.
Tatsächlich: Auf dem Lachs prangte an einer Seite eine kleine Schimmelstelle. Aber noch etwas anderes fiel mir an der Verpackung auf:
"Der ist ja schon vor knapp zwei Wochen abgelaufen. Da kann es mal passieren, dass so ein Fisch mal verdirbt."
"Ach. Dabei haben wir den erst vor einer Woche gekauft."
"Liegt der auch schon so lange geöffnet bei Ihnen im Kühlschrank? Dann kann das nämlich schon passieren. Die Haltbarkeitsdaten gelten ja immer noch bei korrekter Lagerung in der originalverschlossenen Verpackung."
"Nein, nein, so alt ist der nicht. Den haben wir ja erst vor zwei oder drei Tagen hier gekauft." [Ach?!]
Wir gingen zum Kühlregal, in dem sich noch mehrere Packungen (eine einstellige Menge) dieses Produkts befanden – allesamt noch rund zwei Wochen haltbar.
Mein Gefühl sagte mir, dass der Fehler nicht bei uns lag, aber dennoch drückte ich der Frau eine neue Packung in die Hand und ließ sie damit aus dem Laden.
Das sind diese Momente, in denen man sich überlegt, lieber zwei Euro zu verschenken, oder unbedingt auf seinem (eventuell ja auch gar nicht vorhandenen Recht) zu beharren und einen Kunden (oder dann auch Ex-Kunden) unglücklich zu machen, bzw. direkt zu vergraulen.
Mal wieder so ein Gedankenexepriment: Supermarkt ohne Zigaretten?
Eine der klaugefährdetsten Waren in einem Supermarkt sind Tabakwaren, darunter vor allem Zigaretten. Die Artikel sind klein, leicht und teuer, auch nach der "Zigarettenwährung" noch ein beliebtes Tauschmittel und lassen sich ansonsten wunderbar unter der Hand verkaufen.
Für Händler ist das doppeltes Risiko, denn abgesehen davon, dass Zigaretten gerne geklaut werden, ist die Gewinnspanne bei Tabakwaren unerfreulich klein. Sind bringen zwar Kunden in den Laden – aber keinen bedeutenden Gewinn, der den Aufwand (beispielsweise die Anschaffung der Smokythek) und das Risiko von sich aus schon rechtfertigen würde. Aufgrund der kleinen Spanne ist der aufgedruckte Verkaufspreis auch nicht weit vom tatsächlichen Einkaufswert der Ware entfernt, so dass man sich nicht mal damit trösten kann, dass ja "nur der Einkaufswert" abhanden gekommen ist.
Aber was wäre, wenn wir gar keine Zigaretten mehr anbieten würden? Ich glaube, das würde nicht gut gehen. So lange Zigaretten legal gehandelt werden dürfen und konsumiert werden, werden Kunden sie wohl auch in den klassischen Verkaufsstellen erwarten. Sollte es mal Handelsbeschränkungen geben, so wie in Österreich, wäre das eine Sache – aber einfach nur so auf diesen wichtigen Kundenmagneten verzichten, mag man ja auch nicht tun.
Schreck beim Blick durch mein Bürofenster auf den Hof. Dort stehen noch die beiden Seitenwände von dem damals zertrümmerten Kühlregal. Die eine Seite ist mit einem Spiegel beklebt, der in Richtung Hof zeigt – und davor steht mein Anhänger, der durch den schräg stehenden Spiegel entsprechend geneigt dargestellt wurde.
Alles gut, alles in Ordnung. Aber im ersten Moment ging der Puls hoch:
Ich stand neben einem der Kopfregale unserer Getränkeabteilung und plötzlich fiel mir auf, dass eines unserer Preisschilder auf gestreiftem Papier gedruckt ist:
So weit, so irritierend. Als ich mir das Blatt näher ansehen wollte und danach griff, bekam meine Hand ebenfalls ein Streifenmuster:
Die Lösung war nicht ganz so schwierig zu finden: Die dunklen Streifen waren einfach nur das Schattenmuster eines Fachbodens unserer PureTech-Drahtetagen. Aufgrund unserer neuen LED-Röhren mit Klarglas ergeben sich bei den Schatten so erstaunlich scharfe Ränder:
Fundstück von Blogleser Florian im Wiglo-Wunderland-Markt in Goslar-Jerstedt. Nanu, ist die SPAR-Eigenmarke wieder von den Toten auferstanden? Nein, es ist, vermute ich jedenfalls mal ganz stark, ein aus Österreich importierter Artikel.
Warum die den allerdings für 1,49 Euro anbieten, wenn der Käse in Österreich schon deutlich über zwei Euro kostet, ist mir jedoch ein Rätsel, das wohl nur die "WiGlos" beantworten können. Sonderposten aus Gründen? Wer weiß das schon …
Vielen Dank für die Zusendung, die inzwischen schon mehrere Monate her ist. Der SPAR-Back-Emmentaler wird für den Schnäppchenpreis längst verkauft worden sein, spart euch also bitte den Weg dorthin, um nachzusehen.
Momentan überlege ich ja, ob wir vor unserer großen Lagertür zum Hof von innen noch ein Rollgitter installieren lassen, das außerhalb der Geschäftszeiten, also nachts, an den Wochenenden und an Feiertagen heruntergelassen wird.
Als Notausgang geht die Tür nämlich notwendigerweise nach außen auf und ist daher mechanisch nur sehr schwer vor Einbrüchen zu schützen. Wir haben zwar im Markt eine wirklich leistungsstarke Alarmanlage, aber heutzutage sind die Leute ja so dreist, die ziehen trotz einer laut jaulenden Sirene einfach ihr Ding durch und vertrauen darauf, dass sie vor dem Eintreffen der Polizei schon mit der Beute verschwunden sind.
Wie weit zulässig so eine Installation ist, weiß ich allerdings nicht. Prinzipiell müssen Notausgänge zwar immer frei sein, aber es gibt eben auch Ausnahmeregelungen für die Schließzeiten.
Zugeparkte Einfahrt kennen wir ja zur Genüge. Dass da aber so wenig Platz bleibt, dass man nicht mal mehr mit dem Fahrrad durchkommt, ohne absteigen und vorsichtig durch die Fahrzeuge schieben zu müssen, hatten wir bislang auch noch nicht …
Während Ines und ich mitten im Laden standen, fiel uns ein jugendlicher im jüngeren Teeniealter auf, der mit einer Dose Red Bull in der Hand nervös durch den Laden schlawenzelte.
Wir sahen uns an und wussten augenblicklich, dass wir beide ihm nicht trauen. Der Junge verschwand um eine Ecke, wir hörten den Deckel einer Tiefkühltruhe klappern und nach wenigen Sekunden kam er ohne die Dose wieder hervor. Hat er sie nun eingesteckt oder irgendwo abgestellt? Hat er sie vielleicht in die Kühltruhe gesteckt, damit er in ein paar Minuten eiskaltes Red Bull trinken kann? Wir wussten es nicht, mussten aber zumindest mal eben nachsehen. Diese Zeit reichte aus, dass der Junge aus dem Laden verschwinden konnte und auch zu viel Vorsprung für eine Verfolgung zu Fuß hatte.
Natürlich hat er die Dose eingesackt. Wir und unser Gefühl …
Hmm … Ob es wohl sinnvoll ist, an unsere (relativ) neuen Einkaufswagen Aufkleber oder Schilder anzubringen, auf denen unsere Kontaktdaten stehen und die Bitte zu finden ist, im Falle eines Auffinden des Wagen uns zu benachrichtigen?
Schilder liest ja eh niemand. Aber andererseits wäre es nicht viel Aufwand und könnte schlagartig über 100 Euro retten, so viel kostet so ein Teil nämlich.
Wie so oft geht der Dank für die Zusendung mal wieder an Blogleserin Susanne, die diesen Strichcode mit der holden Maid auf einer Packung "Chef Select to go"-Sandwich von Lidl entdeckt hat:
Meistens kommen unsere Eigenmarken-Mineralwasser-Einwegflaschen mit Schrumpffolie umwickelt zu uns, wie man es auch von den meisten anderen Getränken in Einwegflaschen kennt.
Manchmal, also leider wirklich nur ganz, ganz selten, werden die Flaschen auch ohne Folie, dafür mit einem stabilen Tragegriff, an dem die sechs Flaschen befestigt sind, geliefert. Finde ich zumindest aus Händlersicht bedeutend angenehmer, da nicht ständig diese blöde Folie in der Getränkeabteilung herumweht …
(Kleiner Seitenhieb an den Einkauf bei uns in der Großhandlung. Pieks, pieks!)