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Mit Bewährung auf Klautour

Ein Typ wollte sich bei uns bereichern, indem er eine volle Getränkekiste aus dem Laden durch den Leergutautomaten zu schieben versuchte. Einige Tage vorher war er schon einmal hier im Laden und hatte seine viel zu langen Finger nach einigen Dosen Red Bull ausgestreckt.

Eine Kollegin winkte ab: "Ach, der … Kennen wir doch. Seine Daten haben wir ja und er sollte die Sache mit dem letzten Diebstahl doch mit seinem Bewährungshelfer besprechen, sagte der Polizist."

Wie, Bewährungshelfer? Der ist auf Bewährung draußen? Und dann rennt der frei herum und klaut sich durch die Läden und die einzige Konsequenz ist ein "er soll es besprechen"? Was läuft hier nur schief? :-(

18 Uhr zu Tisch

Anruf beim Kundendienst. Die Kollegin, die ich sprechen wollte, war "zu Tisch" und gerade nicht erreichbar. In der Mittagszeit habe ich diese Formulierung schon unzählige Male zu hören bekommen – in den Abendstunden aber noch nie.

Wenngleich natürlich auch Spät- und Nachtschichtler irgendwann mal was essen müssen und sich dafür sicherlich auch irgendwo an einen Tisch setzen. :-)

Nachbestellt: Thomy-Öl

Woohoooo! Fast sieben Monate haben wir hier nun gebraucht, um die Reste der halben Palette Thomy-Öl aus dem kleinen Markt in Findorff abzuverkaufen.

Nun habe ich das Produkt zum ersten Mal wieder nachbestellt. Aber natürlich im handlichen 12er-Karton und nicht wieder palettenweise. Ganz so masochistisch bin ich nun doch nicht veranlagt. :-)

Schnelle Schlange

Wie seit Monaten schon sind lange Warteschlangen bei uns relativ normal. Aufgrund der großen Abstände zwischen den einzelnen Kunden sehen die Schlangen jedoch länger aus, als sie (nach herkömmlichem Maßstab) eigentlich sind. Mit zwei offenen Hauptkassen geht es gewohnt schnell, aber dennoch kommt es durchaus leicht mal vor, dass die Schlange etwa 15 Meter in den Laden reicht und dann noch in eine der Regalreihen abknickt. So war es auch diesmal.

Ein Pärchen mit Kinderwagen kaufte ein. Als sie sich schließlich anstellten, hörte ich schon seine Stimme über die Regale. Den genauen Wortlaut habe ich nicht mehr im Kopf, aber es war eine missmutige Äußerung über die voraussichtlich bevorstehende Wartezeit. Ich beschloss vorsichtshalber, mal nachzusehen, ob auch wirklich beide Kassen besetzt sind. Dem war so. Der Mann war noch einmal in den Laden gegangen, um etwas zu holen, die Frau betrachtete gedankenverloren die Ware vor sich im Regal.

Ich versuchte es mit ein paar freundlichen Worten und sagte ihr, dass die lange Schlange aufgrund der großen Abstände viel schlimmer aussieht, als sie eigentlich ist. In dem Moment, es waren seit dem Anstellen erst etwa 30-40 Sekunden vergangen, waren die Leute vor ihr schon so weit vorgerückt, dass die letzten Wartenden hinter der Ecke verschwunden waren und sie erstaunt in den leeren Gang vor sich guckte.

So war dann auch der unmittelbare Beweis für meine Aussage geliefert. :-)

Gelber Streifen durch Karotte

Ich vermute, dass ein Stück einer Karotte auf dem Boden lag, die ein Kunde dann zielgenau mit dem Rad eines Einkaufswagens eingefangen und durch den Laden geschoben hat. Dabei hat sich die Wurzel auf den Fließen zerrieben und einen auffälligen orangegelben Streifen hinterlassen. Der Farbstoff in Möhren ist kräftig und hartnäckig und ich hatte schon die schlimmsten Befürchtungen – die zum Glück durch unsere Wischmaschine zerschlagen wurden. Von dem Streifen ist nichts mehr zu sehen. :-)

(Der dunkle Schatten rund um die Verfärbung ist nur etwas Feuchtigkeit, weil ich es zunächst (erfolglos) mit einem Wischmop versucht habe.)


Verdichtete Weihnachtsware

Gestern Vormittag haben wir unseren Aufbau mit den Weihnachtsartikeln mal gründlich überarbeitet und gewaltig verdichtet. Nachdem zu Spitzenzeiten in den letzten Wochen insgesamt fast 30 (!) Aufsteller gleichzeitig mit Jahresendnaschwerk dort und im Rest des Ladens verteilt standen, sind davon mittlerweile nur noch 18 Stück übrig, die auch allesamt auf der Aktionsfläche vor dem Brotregal stehen.

Da der Abverkauf nun von Tag zu Tag steigt, bin ich optimistisch, dass wir davon in den nächsten 14 Tagen noch eine ganze Menge verkaufen werden:


Sojasauce in mineralbrunnenähnlicher Flasche

Beim Vorbeigehen fiel mir auf, dass jemand eine Glas-Mineralwasserflasche in den Mülleimer vor dem Leergutautomaten geworfen hatte. War aber gar keine Wasserflasche, sondern eine aus Thailand, in der sich Sojasauce der Marke "Healthy Boy" befunden hat und die den hiesigen Glasflaschen zum Verwechseln ähnlich sieht: Die Form, die Noppen, die Reliefschrift in der Mitte – alles vorhanden. Ob das Design nur ein Zufall ist (was ein riesiger Zufall wäre!) oder ob da jemand die GdB-Flaschen mit den Noppen so inspirierend fand, dass die Form kopiert werden musste, kann ich natürlich nicht sagen. Vermuten würde ich dies jedoch schon. :-)


Einweghandschuhtiefkühlgemüsepackung

"Welcher Idiot hat es schon wieder nicht hinbekommen, gekühlte Produkte nicht wieder in die Tiefkühltruhe zurückzulegen?!". Demonstrativ atmete ich tief ein und wieder aus, während ich den Kopf schüttelte. Dann wollte ich die (vermutlich längst aufgetaute) Packung Tiefkühlgemüse aus dem Regal mit den Einweghandschuhen nehmen – und staunte nicht schlecht. In der Schachtel waren nämlich keinen grüne Bohnen, sondern Einweghandschuhe. Da haben die Packungen unserer Eigenmarke mal eben so ein neues, weniger schlichtes Design bekommen.

Mich so zu verwirren. :-P


Weißer Thun in Dosen

Auf der Suche nach interessanten Artikeln für unser Fischkonserven-Regal hatte ich in unserem Eigenmarken-Katalog kleine (115 g) Dosen mit weißem Thunfisch entdeckt. In dem dicken Buch stehen keine Preise / Preisempfehlungen, da die Ausgabe immer für ein Jahr gilt und sich da natürlich durchaus mal etwas ändern kann.

Hätte ich auf dem Schirm gehabt, dass mich da Dosen für knapp acht Euro erwarten, wäre ich wohl etwas zurückhaltender gewesen. Aber dennoch ist das für dieses Produkt wohl noch ein eher günstiger Kurs, online bekommt man weißen Thunfisch noch deutlich teurer. Warensicherungsetiketten sind drin und dann wollen wir mal abwarten, ob wir dafür Kunden haben.


Bloß kein Bio!

Eine Kundin frage mich nach Limettensaft. Da ich gerade in der Nähe unseres Voelkel-Regals stand, zeigte ich mit langem Arm auf deren Produkte und erklärte: "Hier haben wir schon mal einen Bio …"

Weiter kam ich nicht, denn beinahe schon reflexartig mutete ihr Ausruf bei der Nennung des Wortes "bio" an, dass sie den "nur zum Kochen" benötigen würde.

Abgerissener Desinfektionsmittelspender

Immerhin rund fünf Monate hatte der Desinfektionsmittelspender bei uns am Eingang durchgehalten. Da die Bleche für unsere Anlieferung darunter stehen*, ist immer wieder mal jemand gegen den Spender gestoßen und nun hatte sich die Kunststoffhalterung des Teils in zwei Teile zerlegt.

Da der Spender sein muss und es keinen besseren Platz für ihn gibt, hängt er jetzt mit neuer Halterung am alten Platz. Dafür haben die Bleche einen neuen Standort direkt neben der Eingangstür bekommen.


Würstchen in der Tasche

Ein Typ hat hier im Laden lange Finger gemacht und unter anderem Wiener Würstchen aus dem Kühlregal geklaut. Er hat dabei jedoch nicht die Packung als ganzes eingepackt, was ja der einfachste Weg gewesen wäre, sondern die Folie aufgerissen und die feuchten Würstchen lose in seine Jackentasche gestopft.

Sehr lecker.