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Wo ist der Korb voller Farbe?

Vor einiger Zeit ist mir einer meiner roten "SPAR"-Einkaufskörbe aufgefallen, den irgendjemand mit weiter Farbe komplett im oberen Bereich übergepinselt hatte. Die Schriftzüge waren nicht mehr zu sehen und es sah allgemein hässlich aus. Ich ließ den Korb zunächst hier im Laden im Kreislauf und nahm mir vor, beizeiten darüber hier im Blog zu berichten und die Farbe dann nach Möglichkeit zu entfernen.

DAS hat sich jetzt wohl erledigt. So wie es aussieht ist der Korb nämlich verschwunden. Auch nach intensiver Suche habe ich ihn nicht mehr hier im Laden oder im Lager wiedergefunden.


Versuchter Sekundenkleberdiebstahl

Mit einer relativ neuen Kollegin unterhielt ich mich im Kassenbüro ober Ladendiebstahl und woran man mögliche Täter erkennt. Es ist schwer zu beschreiben, vor allem steckt sehr viel Erfahrung dahinter. Mit Sicherheit ist nunmal nicht zu sagen, dass eine Person mit bestimmten Merkmalen klauen wird. Aber bestimmte "Zielgruppen" haben oftmals gleiche Verhaltensmuster oder Erkennungszeichen und zumindest guckt man dann mal genauer hin. Das erklärte ich ihr auch so, parallel dazu guckten wir auf den Bildschirm der Videoanlage.

Da stand ein Mann im Gang mit Haushaltswaren/Schreibwaren und sah sich immer wieder nervös um. "Schau!", erklärte ich meiner Kollegin. "Der Typ könnte einfach nur unruhig sein oder vielleicht auf jemanden warten. Aber es könnte genauso gut sein, dass er auf reine Luft wartet, um etwas einstecken zu können." Dann nahm er etwas aus dem Regal, das ich in dem Winkel nicht genau identifizieren konnte, drehte sich um und machte die typische Bewegung, die viele Ladendiebe machen: Jacke hoch, irgendwas einstecken und hinterher die Klamotten wieder richten und glattziehen. Dann ging er mit leeren Händen in Richtung Kasse.

Als ich am Ausgang ankam, wollte der Mann sich gerade hinter den an der Kasse wartenden Kunden vorbeidrängen. Er war schon an der Kasse vorbei, als er mich entdeckte. Schnell drehte er sich wieder um und ging in den Laden zurück. Da hatte er plötzlich eine Packung teuren Sekundenkleber in der Hand und fuhr mich an, dass er ja "jeden Tag herkommen" würde und dass es eine Unverschämtheit wäre, ihm zu unterstellen, dass er den klauen wollte. Demonstrativ legte er den Kleber auf das Förderband der Kasse und bezahlte ihn schließlich auch.

Da ich meinem Gefühl in diesem Fall mehr vertraute als dem Mann, erteilte ich ihm trotzdem Hausverbot.

Auf der Videoaufzeichnung war übrigens deutlich zu sehen, wie er, nachdem er wieder in den Laden gegangen war, den Kleber mit dem Rücken zu mir wieder aus dem Hosenbund angelte. Bleibt die Frage, was er wohl "jeden Tag" so mitgehen lassen hat. :-|

SPAR-Markt + Postoffice in Port Charlotte

Jan hat mir geschrieben:
Hallo in Bremen!

Auf unserem letzten Schottland-Urlaub stolperten wir über diesen niedlichen Sparmarkt + Postoffice in Port Charlotte auf der Insel Islay (Wind, Schafe, Meer, Hügel, acht Whiskydestillerien :-) ) - da dachte ich, daß man ihn doch unmöglich der Weltöffentlichkeit vorenthalten kann!
Guter Gedanke, vielen Dank für das Foto. :-)


Kaputte Schlüssel

Inzwischen ist dieses Mini-Schlüsselbund schon über drei Jahre alt und war tagtäglich im Einsatz. Es handelt sich dabei um unseren "Schlüsselsatz" für den Leergutautomaten. Was auf dem Bild zu sehen ist? Nun: Zum einen ein abgebrochener Sicherheitschlüssel, zum anderen der sogenannte "Kodierstift", ein kurzgeschlossener Klinkenstecker, mit dem man bestimmte Funktionen des Automaten auslösen kann.
Die Klinke ist an der Verschraubung vor Ewigkeiten schon auseinandergefallen, der Schlüssel nun vom (im Alltag auch teilweise recht unpfleglichen) Dauergebrauch durchgebrochen. Wird Zeit für den zweiten Satz, der bislang sicher im Tresor ruhte. :-)


Was soll man sagen?

Eine Stammkundin hat in den letzten Jahren körperlich extrem abgebaut. Sie war immer eine große, kräftige Frau. Plötzlich war sie vollkommen verändert. Schleicht nur noch wie ein Gespenst durch den Laden, spricht kaum und ist völlig "neben sich". Was mag da wohl passiert sein? :-(

Ich könnte darüber jetzt einen langen traurigen Beitrag schreiben. Und dabei wollte ich doch etwas ganz anderes festhalten. Bei ihrer Suche nach einem bestimmten Brötchen hat sie ein paar andere mit bloßen Händen in den Schütten umsortiert und hinterher liegenlassen. Die angefassten Brötchen habe ich (so weit ich sie identifizieren konnte) rausgenommen und entsorgt. Gesagt habe ich nichts, da es wahrscheinlich beim nächsten Besuch schon wieder vergessen gewesen wäre.

Ach, scheiße sowas. Das tut echt weh, sowas mitzuerleben. :-(

Das neue Eierregal

Gerade mal vier Wochen ist es her, dass ich unseren Eierlieferanten um ein neues Regal gebeten hatte. Nun ist es endlich da: Etwas filigraner gebaut, helles Holz, etwas besser in die Ecke passend, heller, gerade Böden und mit Aluprofilen geschütze Kanten. An den Anblick müssen wir uns erstmal gewöhnen. Das andere Regal stand immerhin über zehn Jahre da herum. :-)


ME-VT-CT-MA-NY-DE-HI-OR

Nachtrag in Form eines Gastbeitrags von Marcus zur "Dose aus Singapur", die ich am 3. November gezeigt habe. Vielen Dank dafür, ich lasse das mal ohne weiteren Kommentar hier stehen:
Moin moin.

Als ich in den USA war, fiel mir auf, dass das Pfandsystem da sogar je nach Bundesstaat unterschiedlich ausfaellt.

"ME-VT-CT-MA-NY-DE-HI-OR" bezeichnet dabei die Bundesstaaten, in denen man fuer die Flasche 5 cents zurueckbekommt.

Macht in der Praxis da aber auch keiner, bzw. zum Teil schmeissen die Leute ihre leeren Flaschen in Kisten vor ihrem Haus,
wo diese dann von Obdachlosen mitgenommen und eingetauscht werden. Zumindest in der Region um Boston.

Das Geschenk zum Achtzigsten

Ihr Vater wird am Wochenende immerhin schon achtzig Jahre alt und zu diesem runden wie stattlichen Geburtstag soll es ein ganz besonderes Geschenk sein: Ein Präsentkorb voller Leckereien sollte es werden. Gerne.

Nun, meine Einstellung zu Präsentkörben ist, dass sie (vor allem) Dinge enthalten sollten, die man sich eben nicht mal eben zwischendurch gönnt. Also eher aussergewöhnliche oder besonders hochwertige und/oder exklusive Produkte.

Nicht so in diesem Fall. Die Kundin wollte vor allem Konserven haben: Pilze, Spargel, Mais, Pfirsiche, saure Gurken, eine Packung Zucker, etwas Tee, Kekse, zwei kleine Packungen Lebkuchen und zwei nicht sonderlich gute Flaschen Wein.

Wird natürlich auch gemacht. Aber doch irgendwie seltsam. :-|

PLUS-Einkaufswagen unter dem Straßenbaum

Am 17. August berichtete ich davon, dass ich immer wieder meine Einkaufswagen von einer bestimmten Stelle hier in einer der Seitenstraßen zum Laden zurückschiebe. Mit Street View habe ich mir den Ort eben auch mal angesehen. Und, wen wundert's, es steht ein Einkaufswagen unter besagtem Baum. Aber wenigstens keiner von meinen. :-P


Meine Läden in Google Street View

Was für eine Freude: Endlich sind die Bilder aus Bremen in Google Street View verfügbar. Natürlich musste ich mir zuerst ansehen, wie die beiden Läden aussehen. Dazu brauchte ich eigentlich gar nicht lange zu suchen, denn entliche Leser hatten mir schon die entsprechenden Links zugeschickt. Danke dafür. :-)

Hier der Markt in der Gastfeldstraße. Das Bild muss irgendwann zwischen Juni 2007 und Mitte Februar 2009 entstanden sein, denn wir hatten schon 24 Stunden geöffnet, aber ich hatte noch den auf weißem Papier gedruckten Hinweis auf die 24-Stunden-Öffnung im Fenster hängen.
Warum das Plakat mit den Gemüseangeboten und eines der anderen Aktions-Plakate allerdings unkenntlich gemacht worden sind, kann ich nicht sagen.



Apropos unkenntlich: Irgendein Volldepp hat doch tatsächlich veranlasst, dass das Gebäude Ecke Münchener Straße und Starnberger Straße in Bremen Findorff unkenntlich gemacht wird. Uhuuhuuuuuuuu, gut, dass das Gebäude jetzt nicht mehr zu sehen ist. Das hässliche Gemäuer hätte sowieso keinen interessiert. Jetzt wird die Privatsphäre aller Mieter so richtig geschützt, jawoll! Allen bösen Einbrechern hat da jemand aber ein richtig gemeines Schnippchen geschlagen...

Hier ist das Haus übrigens noch einmal in voller Pracht zu sehen.

Aber zumindest ist mein Laden im Erdgeschoss noch zu erkennen. Sonst hätte ich nämlich dafür gesorgt, dass die Verpixelung im unteren Bereich rausgenommen wird. :-|


Scho(c)kospinne

Kein schönes Foto, zumal ich es mit meiner Handykamera abfotografiert habe. Aber wenn man genau hinsieht, kann man Schoko-Ingwerstäbchen erkennen, die ich in einer Werbeunterlage für Weihnachtssüßwaren eines Bio-Lieferanten entdeckt habe.



Den Zettel hatte ich an meine Tastatur gesteckt und als ich nach längerer Abwesenheit flüchtig aus dem Augenwinkel hinschaute, hat mich fast der Schlag getroffen. Nicht, dass ich Angst vor Spinnen hätte. Aber wenn so eine fette Vogelspinne plötzlich unerwartet neben einem auf der Tastatur hockt. Nun... :-O


Bio nicht!

Zwei Kundinnen unterhielten sich vor dem Wurstregal und konnten sich offenbar nicht entscheiden, was sie nun kaufen sollen. Ein paar Gesprächsfetzen drangen zu mir ins Büro:
"Wie wäre es mit der hier?"

"Nein, das ist Bio! Bio will ich nicht."
Von dieser Einstellung habe ich ja hier schon häufiger berichtet. Ganz offensichtlich hat da eine ganze Branche ein Imageproblem.

MERIAN Bremen

1982 gab es das letzte MERIAN-Magazin, dass sich der Stadt Bremen gewidmet hat. Heute, also 28 Jahre später, gab es wieder eine Bremen-Ausgabe. Gestern schon wurde sie in allen Tageszeitungen angekündigt, heute Morgen kamen die Hefte endlich in den Handel – auch zu mir.



Die Erwähnung auf Seite 8 finde ich jedenfalls supernett und erfüllt mich schon mit einem gewissen Stolz. Auch wenn vielen die MERIAN-Hefte offenbar gar nicht kennen – meine erste Begegnung mit ihnen war irgendwann in meiner Kindheit. Für mich sind die Hefte eine Institution mit einem gewissen Wert und nicht nur "irgendein Heft". Vielen Dank, liebe Merian-Redaktion!



Jetzt wissen die Touris, wo sie einkaufen müssen. :-)

Der schöne Abend

Zwei Heranwachsende nahmen sich eine leere Kiste aus der Getränkeabteilung und versuchten, diese am Leergutautomaten zu versilbern. Vergeblich. Sie besaßen sogar noch die Dreistigkeit, mich im Vorbeigehen anzusprechen und mir mitzuteilen, dass der Automat die Annahme ihrer Kiste verweigern würde.

Ich bin in Feierabendstimmung und hatte keine Lust, auf die Polizei zu warten. Also klärte ich die beiden nur kurz darüber auf, was "Hausverbot" bedeutet und begleitete sie zum Ausgang. Dreht sich der eine beim Rausgehen um und wünscht mir tatsächlich noch einen "schönen Abend".

Ich habe keinen schönen Abend! Ihr Dumpfbacken habt mir den mit der Aktion nämlich verdorben!!!