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Der Milch-Ex-Press

Maik hatte mir dieses Foto des alten SPAR-"Milch-Express" geschickt, ein "rollender Frische-Markt", wie er von seinem Betreiber selber genannt wurde. Es gab vor ein paar Jahren mal einen schönen Artikel über den Milch-Express: Das ist zur Rarität geworden: Ein Supermarkt auf Rädern

Ende 2015 hatte Alfred Dattinger mit 70 Jahren den Job endgültig aufgegeben. Das Auto steht abgemeldet herum, eine Ära ist zu Ende. Schade irgendwie. Andererseits: Kann sich einer vorstellen, selber mit so einem Wagen herumzufahren? Wer würde so ein Projekt eigenverantwortlich fortsetzen wollen?


"Büro2" – wo hin?

Vor rund zehn Jahren hatten wir hier im Markt in der Gastfeldstraße ein ungenutztes Kühlhaus umgebaut: Fliesen wegstemmen, Dämmung ausbauen, Elektroinstallation, Innenausbau – fertig.

Und nun? Überlege ich, ob ich mit dem Büro woanders hinziehen kann. Wir haben zwar das winzige (<4qm!) Kassenbüro, aber das reicht gerade für die notwendigen Arbeiten rund um das Tagesgeschäft. Da da auch Mitarbeiter Zugang haben, ist das kein Ort, an den ich mich zum konzentrierten Arbeiten zurückziehen kann. Dazu möchte ich dort wichtige Dinge (angefangen bei allen Personalsachen) zwingend heraushalten. Das war ja auch der Grund, warum ich damals überhaupt ein eigenes Büro haben wollte…

In diesem Ladenplan seht ihr oben links einen abgetrennten länglichen Raum. Eigentlich sind das sogar zwei Räume: Ganz in der Ecke ist das Büro und davor der Raum, in dem wir die Brötchen backen.
Wer die Platzprobleme hier kennt, wird nachvollziehen können, dass ich diese Ecke gerne zur Verkaufsfläche hinzufügen würde. Das Büro müsste also umziehen und Brötchen backen möchte ich zukünftig gerne direkt im Verkaufsraum, so wie es auch jetzt schon in vielen anderen Supermärkten passiert.

Nur: Wo soll ich hin?

Nach Hause möchte und vor allem kann ich mit den Sachen nicht, weil das logistischer Unsinn wäre. Die Mitarbeiter sind hier und sämtliche Personalfragen müssen hier vor Ort geklärt werden können, ohne erst die entsprechende Mappe aus dem heimischen Büro zu holen. Und das war nur ein Beispiel von vielen.

Noch eine Ecke im Lager abtrennen, wie schon Ende 2005, als wir einen Lagerraum für hochpreisige Waren (u.a. Tabak und Alkohol) gebaut hatten? Dafür ist kein Platz, wir saufen jetzt schon ab auf der kleinen Fläche.

Eine Wohnung im Haus obendrüber? Alle vermietet und auch nicht zu verkaufen, dazu wäre eine komplette Wohnung auch ein bisschen zu viel des Guten.

Einen Wohncontainer auf den Hof stellen? Nein!

Nach vielen Überlegungen habe ich nun einen Kompromiss gefunden. Der Personalraum hier war mal sehr groß, vor rund 13 Jahren hatten wir ihn mit einer (improvisierten und nie richtig fertig gewordenen) Leichtbauwand etwa halbiert. Die abgetrennte Fläche dient als Lager für temporär nicht benötigtes Geraffel und sonstiges Zeugs hier aus der Firma. DAS kann auch in den Keller oder in die Halle, benötigt aber definitiv keinen eigenen, knapp 10qm großen Raum. Da werde ich wohl hinziehen, aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Ich möchte eine richtige Mauer mit vernünftiger Tür bauen, die Elektrik muss neu gelegt werden (dafür ist erstmal der neue Verteilerschrank im Keller nötig), Netzwerkkabel müssen da hin, alles muss renoviert werden usw.

Kurz: Viel Stoff für viele neue Blogeinträge. :-D

Ausgang vs. Kein Ausgang

Wie baut man eigentlich einen Notausgang in einen Laden, ohne dass man riskiert, dass einem dadurch die Bösewichte mit der Ware abhauen? Selbst bei einem Türalarm wären die Leute zwar nicht unauffällig verschwunden, aber trotzdem verschwunden…

Abgeklebte Ecke auf dem Kassendisplay

Kopfkratzend stand ich am Kassentisch und betrachtete den Monitor der Kasse, mit der meine Mitarbeiterin gerade arbeitete. "Warum hast du da einen Zettel dran kleben? Hat das irgendeinen Sinn?", fragte ich neugierig.

Die Antwort folgte prompt und ich gebe zu, dass ich das vermutlich niemals erraten hätte. In der Ecke wird die Uhrzeit angezeigt und mit dem Zettelchen hält sich diese Kollegin davon ab, ständig da draufzugucken, wodurch für sie nämlich die Zeit gefühlt gar nicht vergehen will.

Achso. :-D


Erfolgreicher Containertausch

JUHUU!!!

(Der Behälter steht inzwischen auch schon wieder geleert an Ort und Stelle. Da hatten wir echt ein bisschen Glück, dass da ein Auto mal zwei Meter weiter hinten geparkt hat. Es ist und bleibt ein Krampf…)


Wenn mal als Kunde…

…einfach mal die Klappe halten sollte. :-)

(Nein, bitte nicht. Langfristig schadet das natürlich allen!)

Eine Kundin sprach eine meiner Mitarbeiterinnen an und freute sich, dass ein Artikel aus unserem veganen Sortiment bei uns 1 Euro günstiger als beim Bio-Markt hier im Quartier sei. Ein Euro ist bei so einem Artikel natürlich schon ein beeindruckender Unterschied. Bei uns 2,69€, beim Biomarkt, der das Produkt möglicherweise sogar vom selben Lieferanten wie wir bekommt, 3,69€. Das erforderte Maßnahmen und so erkundigten wir uns nach dem aktuellen Einkaufspreis.

Verkaufen wir jetzt mit 3,39€

Immer noch günstiger als beim Fachmarkt und wir schleusen den Artikel nicht mehr nur durch. Das war nämlich brutto gerade so ein Nullsummenspiel.

Acht Cent! Acht! Schon immer!

Dieser Moment, wenn man mit einem Kunden (Kein Einkaufs-Noob, sondern jahrelanger (Bier-)Trinker!) ausführlich und langwierig darüber diskutieren muss, warum er für seine normalen Bierflaschen von unserem Automaten "nur" acht Cent bekommen würde… :-O

Neue Front für den Kühlschrank

Ich werde wohl für den neuen Kühlschrank eine komplett neue Front kaufen. Das alte Muster gibt es nicht mehr und bevor ich einen anderen Blauton nehme, der sich mit der bestehenden Farbe beißt, wird es wohl auf ein neutrales Dunkelgrau hinauslaufen.

Bis das so weit ist, bleibt der Kühlschrank außer Betrieb, da man die Tür gar nicht vernünftig öffnen kann.

Stromlinienförmig durchkonzipiert!

Gestern Abend haben wir für den Markt in der Neustadt in Googles Branchenbuch "MyBusiness" diese Bewertung bekommen:



Der Text geht eigentlich noch weiter, aber das ist die Vorschau, die ich in der E-Mail gesehen hatte. Wenn da nicht fünf Sterne davor stehen würden und ich auch den Rest des Bewertungstextes nicht gelesen hätte – ich schwöre, dass ich mich nicht entscheiden könnte, ob das nun eine ernsthaft positive oder einfach nur eine sehr ironisch formulierte Bewertung wäre. :-)

Nachtrag: Link zu MyBusiness entfernt. Das ist gar keine frei zugängliche Seite, aber über diesen Link müsstet ihr die Ergebnisse sehen können.

Links 369

Gepansche Lebensmittel: Fahndern vergeht zunehmend der Appetit

Eiscreme-Beschwerde: Supermarkt antwortet mit erfundenem Märchen

"Hilflos im Supermarkt" / Regionale Produkte

Prioritäten setzen: Bier angeschnallt, Kinder nicht

Ist es schädlich, den Joghurtdeckel abzulecken?

Ladendiebin verprügelt Verkäufer

Berliner Boom: Bio als Lebensgefühl der Hauptstadt

Man pours hot water over an apple – The result will disgust you!

Free Boehmi!

Einkaufen mit Laser-Show

Vegetarische Fertiggerichte in Dosen

Was mir vor ein paar Tagen eher zufällig augefallen ist: Seit einer Weile schon haben wir eine Auswahl an vegetarischen Dosen-Fertiggerichten hier im Laden stehen, deren fleischhaltigen Pendants man seit Jahrzehnten kennt.

Ob die wohl schmecken?


Verschwöööööööööööörerisch

Eine Kundin fasste mich am Arm an und zog mich etwas zur Seite. Sie hielt mir eine Packung Nudeln vor die Nase und sprach ganz leise, damit es ja niemand hört. Dann teilte sie mir mit, dass sie da ja "keine große Sache" draus machen will und dass ich doch bitte mal unbedingt da ein paar Sachen kontrollieren sollte, die wären nämlich schon vor über zwei Monaten abgelaufen.

Tatsächlich. Die laufen "Ende Januar 2017" ab, da besteht natürlich jetzt schon ein ganz dringender Handlungsbedarf. :-)

Aber wenigstens war es ihr hinterher selber unangenehm und sie hat nicht versucht, den Fehler bei jemandem anders zu suchen…

Decke? Decke??

Bezüglich der bereits angesprochenen Ausarbeitungen zu den Möglichkeiten, hier eine Rasterdecke einzuziehen soll ich Ende dieses Monats endlich eine Antwort bekommen.

Es ist leider manchmal etwas mühsam, mehrere Leute an einen Tisch zu bekommen. Besonders, wenn einer ein paar hundert Kilometer entfernt wohnt.