Damit hat der Getränkekühlschrank, der zuletzt aufgrund irgendeiner Fehlfunktion nicht mal mehr den Status Kühlschrank hatte, endgültig ausgedient. Momentan noch steht er hier auf dem Hof in der Müllecke. Idealerweise wird das Gerät in den nächsten Tagen mit den ganzen anderen Kühlmöbeln entsorgt, aber das steht noch nicht fest.
Immerhin war das Ding über elf Jahre hier im Einsatz. Elf Jahre im harten Supermarkt-Alltag. Das sind umgerechnet ca. 12.850 Jahre in einem Privathaushalt.
Auf dem Weg zur Normalität: Der dicke Pfeiler ist inzwischen sogar wieder grün gestrichen. Anschließend werde ich noch die Netzwerkdose für die Leitung der Temperaturüberwachung montieren. Der Termin ist mittlerweile auch erneut bestätigt, die beiden Kühlregale werden morgen planmäßig geliefert.
Diesen Strichcode auf einer Packung "Cosmea" Slipeinlagen haben wir selber entdeckt. Was genau die Kleiderpuppe und die Schuhe mit dem Produkt zu tun haben, wissen vermutlich höchstens die Verpackungsdesigner dieses Hygieneartikels.
Die neuesten verkaufspsychologischen Untersuchungen haben gezeigt, dass Wasch- und Putzmittel, vor allem aber auch Körperpflegeprodukte, an der Kasse deutlich besser als in jeder noch so aufwändig dekorierten Drogerieabteilung untergebracht sind. Der Effekt, den andere Mitmenschen auf das eigene Hygieneempfinden bewirken, sorgt für mehr Umsatz in diesen Warengruppen, als es jede noch so verlockende schokoladige Kassenquengelware jemals schaffen könnte. Auch Rewe, Globus und die beiden großen Discounter Aldi und Lidl sind schon dabei, ihre Ladenplanungen entsprechend abzuändern.
Bei uns hier im SPAR steht natürlich nicht die Umsatzmaximierung im Vordergrund. Hier war es einfach nur das einzige noch freie Regal, so dass die Putzmittel für die nächsten Wochen unmittelbar vor der Kasse zu finden sein werden.
Es gibt eine neue Planung in unserem Umbau: Den restlichen Inhalt des Wurstkühlregals werden wir in eines der morgen gelieferten Kühlregale umpacken und dann das alte Gerät schon mal außer Betrieb nehmen und von der Stromversorgung und dem Kältekreislauf abtrennen. Am Donnerstag wird das Ding dann abgebaut und schon mal entsorgt.
Dann haben wir wortwörtlich schon mal einen großen Teil hier raus. Das klappt auch während der Öffnungszeit, die Elemente sind nicht nennenswert sperriger (im Gegenteil sogar) als die beiden Elemente des alten Tiefkühlschrankes. Aber so muss das nicht auch noch nächste Woche Montag passiere und wir haben vorab schon mal wieder etwas mehr Platz zum arbeiten.
Auch wenn der (Lebensmittel-) Einzelhandel nicht gerade ein typischer "Frauenberuf" ist, so ist doch in den meisten Geschäften der Frauenanteil deutlich höher. Männer findet man eher weniger an der Kasse, sondern entweder für die groben Arbeiten (z.B. Getränke verräumen) oder als Marktleitung.
Und jetzt zu unserem Laden:
Wir haben momentan 22 Mitarbeiter in der Gastfeldstraße. Die Aufteilung ist dabei schon auffällig männerlastig: Nur sechs Frauen sind dabei, also nicht mal ein Drittel. Von diesen sechs sind ist die Hälfte gar nicht an der Kasse beschäftigt. Bleiben also nur drei Kassiererinnen bei uns. Eine Aushilfe, eine als Springer und eine in Teilzeit. Dazu kommt aber noch die Chefin meine geliebte Gattin, die ich bei den 22 Mitarbeitern eben gar nicht berücksichtigt hatte.
Die Chance, bei uns an der Kasse von einer Frau bedient zu werden, dürfte im Vergleich zu anderen Supermärkten aber dennoch erstaunlich gering sein. Vor allem im Bereich Nachmittag und Abend gibt es bei uns im Laden fast nur noch Herren.
Auf der Rückseite des Saftregals wird auch zukünftig der Wein (konventionell, Bio-Wein wird auf der anderen Seite in dem Gang untergebracht werden) stehen. Das, was wir hier gebaut haben, ist also tatsächlich mal kein Provisorium.
Einzig die Anordnung innerhalb des Weinregals wird sich noch ändern, damit mal wieder einzelne Herkunftsländer und Rebsorten vernünftig beieinander stehen. In einem früheren Entwurf meiner Planung hatte ich dort die Spirituosen vorgesehen und am Kopfregal, wo jetzt und zukünftig die Voelkel-Limonaden stehen werden, die Sirup-Sorten, die einen schönen Übergang von der einen zur anderen Warengruppe gebildet hätten. Aber das passte alles nicht so richtig und nun kommt dort der Wein hin, auch gut.
Ob da in der Packung mit Müllbeuteln wohl auch wirklich Müllbeutel sind?
Das muss vom kritischen Verbraucher natürlich dringend überprüft werden. Nicht, dass man zu Hause feststellt, versehentlich eine Packung dänische Butterkekse mitgenommen zu haben …
Inzwischen sind die neuen Artikel platziert und natürlich auch mit Schildern versehen. Ein Traum wird wahr, endlich haben wir die NOW!-Limos im Sortiment. Die sind nicht nur in guter Bio-Qualität, sondern auch noch wirklich lecker. Darunter die Viva-con-Agua-Variationen, nach denen immer wieder Kunden gefragt haben …
(Nebenbei bemerkt: Auf dem Bild seht ihr mal die Abteilung von schräg oben. Über der NOW!-Limo liegt ein "Dach" (einfach nur ein Fachboden, der aber nicht als Abstellfläche missbraucht werden soll), daneben nicht. Was denkt ihr, was stimmiger ist? Ich möchte auf jeden Fall überall die "Dachböden" haben, sieht irgendwie stimmiger aus.)
… und seit heute auch vier weitere Lammsbräu-Biersorten. Das könnte noch mehr werden, eine weitere passt da auf jeden Fall noch zwischen, aber erst mal sollten wir jetzt abwarten, wie sich das entwickelt. Auf jeden Fall haben auch danach immer wieder Kunden gefragt:
Wir wissen ja, dass die Leute Schilder (und Aufkleber) nicht lesen, aber aufgrund der beinahe inflationären Verwendung, nämlich vor jeder Lücke im Regal, habe ich da noch ein wenig Hoffnung. Und wenn nicht ist es zumindest gut, die eigenen Nerven zu beruhigen und wenigstens versucht zu haben, die Kunden vorzuwarnen:
Das sind übrigens wirklich Aufkleber, dazu aus simplem Etikettenpapier. Die würden sich nicht wieder (problemlos) Rückstandsfrei entfernen lassen, da die Regalschienen ohnehin demnächst komplett entsorgt werden, hat sich die Frage aber erledigt.
Auch für die große Baustelle in der 38. Kalenderwoche habe ich wieder ein Halteverbot hier vor dem Markt beantragt, denn für Anlieferung und Abtransport der ganzen Kühlanlagen werden hier ein oder mehrere große Fahrzeuge länger als nur ein paar Minuten vor dem Laden stehen müssen.
Wie schon für den Kassentisch, bei dem das Halteverbot letztendlich kaum nötig gewesen wäre, habe ich natürlich auch wieder eine Ausnahmegenehmigung beantragt, denn sonst dürfte niemand in dem offiziellen Halteverbot stehen und damit wäre die Aufstellung der Schilder recht unsinnig gewesen.
Heute soll noch "im Laufe des Nachmittags" der Elektriker kommen und die Zuleitungen unserer neuen Steckdosen für die beiden Kühlregale im vorderen Bereich des Ladens auf der großen Unterverteilung auflegen.
Das heißt, wir müssen zwischendurch noch mal ganz hinten in den Kriechkeller und die Strippen, die immer noch aufgerollt auf dem Kühlregal liegen, da durchfädeln. Ein Traumjob.
Nach meinem "DDR"-Beitrag kam mir der Gedanke, das man den Anblick in den Kühlregalen für Kunden etwas erträglicher machen könnte, in dem wir einfach alles zusammenschieben und nicht viele kleine, sondern quasi eine große "Lücke" haben. Muss jetzt einfach mal für sechs Tage klappen.