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DDR-Kühlregal

So (oder noch leerer) haben sich die Westler klischeehaft früher wohl immer die Regale in den Läden der DDR vorgestellt: Leer oder zumindest voller Lücken. Unsere Kühlregale sind gerade auf dem besten Weg dahin, denn wenn wir am 16. September die gesamte Anlage außer Betrieb nehmen, werden wir kaum noch Lagerplatz für die kühlpflichtige Ware haben. Also trennen wir uns jetzt schon mal von den "unwichtigsten" und gefühlt überflüssigen Artikeln. (Wer braucht denn wirklich frische Konfitüre, Käse mit buntem Pfeffer oder Frischkäse mit Ananas? Eben.)


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Comments

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Schakaline on :

Sooo viel Ware in der Soffjetzone? Da würde die Schlange vor dem Laden ja bis zur Straßenbahnhaltestelle gehen :-P

Klodeckel on :

Ich war kurz nach Mauerfall in der Zone und wenn die solche Regale damals gehabt hätten, wäre Zonengabi aber wirklich im Glück gewesen - auch ohne Banane.

Nee, Björn, kein guter Vergleich. Da sah viiiieeel schlimmer aus bei den Ossis damals!

name on :

Stimmt. Ich erinnere mich noch gut - stundenlang anstehen für eine handvoll braune Bananen. Und das restliche Sortiment bestand hauptsächlich aus sauren Gurken und Essig. Kein Witz, war echt schockierend für mich als Wessi.

Percy on :

Gibt es ein Schild an den Kühlanlagen um die Kunden zu informieren, dass es ihren Ananaskäse nur vorübergehend nicht gibt?

Kriechkeller on :

Eben da gewesen - gibt es tatsächlich!
Sinngemäß: "Wir brauchen Platz für den Umbau, kommt aber alles wieder rein - versprochen!"

Ob das die Kunden jedoch lesen... :-P

Georg on :

In der DDR gab es Mangel weil die oberen Genossen lieber Gestattungsproduktion für den Westen betrieben um an Devisen zu kommen.Das wenige was bei der Gestattungsproduktion im eigenen Land blieb wurde dann in den Intershops und Delikatläden verkauft.
Dank dieser Produktionsart hatten wir dann günstige Lebensmittel,Kleidung,Möbel und Elektrogeräte z.B.von Quelle,Neckermann und Co

George on :

Mal wieder die bösen Wessis!

SB on :

u.A. deswegen, weil die DDR-Mark weich (nicht konvertibel) war.
Eine Ursache dafür war der [url=http://www.widdershausen.de/goldreserven.html]Raub der Goldschätze der Reichsbank zum Ende des WKII durch die US-Amerikaner[url], eine Andere, dass der Wertewesten den Osten bewusst klein und die Menschen arm/leidend hielt (u.A. durch Embargos), um regime changes zu befördern.
Also ja, die Wertewessis hatten neben der sozialistischen Misswirtschaft ihren soliden, ursächlichen Anteil daran.

alx on :

Soweit ich mich erinnern kann, das es bei uns in der HO zu Ostzeiten außer der Fleischtheke überhaupt kein Kühlregal...

SB on :

Ich halte mal mit dem Walmart dagegen:
https://img-9gag-fun.9cache.com/photo/aXvn70z_460s.jpg

Gibt auch noch Eines mit einem leeren Alk-Regal (sie füllen es angeblich nur 1x wöchentlich Montags auf und Sa ist es dann eben ratzeputzeleer): Das gab's nicht einmal in der Zone.

Walli on :

Das ist DER Walmart? Und dort beschäftigen die 2.000.000 Arbeitnehmer und machen 500.000.000.000 Dollar Umsatz? R-E-S-P-E-C-T ;-)

Amsel on :

Also ich bin ein echter Ossi. Und alles, was wir zum Überleben brauchten, gab es. Von Eier bis Milch, von Kohl bis Kartoffeln, von Schokolade bis Hering, Brot, Butter, alles da. Und den Rest gab es im Kleingarten, so sachen wie Stachel-, Erd- und Brombeeren, Äpfel, Kohlrabi, Möhren, Kirschen, Pflaumen uvm. Sicherlich hätte das ein oder andere noch da sein können, aber Bananen esse ich heute noch nicht. Aber muss man nicht auch sagen, das es heute viel zu viel gibt? 18 Sorten Käse, 13 verschiedene Hersteller mit Butter, 20 Sorten Brot usw. So wird viel zu viel weggeworfen.

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