Drückt die Daumen, denn momentan gibt es noch eine 50:50-Chance dafür, dass das überhaupt noch mit den neuen Kassen vor Weihnachten klappt.
Ich wünsche es mir sehr. Trotz des Risikos, vier Tage vor Weihnachten ein neues Kassensystem hier im Markt zu installieren. Die Gefahr eines Ausfalls der alten Kassen ist bedeutend bedrohlicher.
Wenn ernsthafte Überlegungen, nämlich der Gedanke, ob sich der Fußboden in der Halle mit Estrich oder Gussasphalt auf ein brauchbares Niveau bringen lässt und wieviel Kubikmeter Material man dafür benötigt, auf meinen bekannten Spieltrieb stoßen, kommt sowas dabei heraus: Wir drehen die Hauptleitung auf und lassen einfach Wasser in die Halle laufen.
Erkenntnis mach mehreren Stunden: Um an jeder Stelle mindestens 2 Zentimeter Überdeckung zu bekommen, braucht man ziemlich genau 15 Kubikmeter Material. In der tiefsten Ecke ist die Schicht dann ca. 16cm(!), aber die Türen lassen sich trotzdem noch öffnen. Dafür ist der Fußboden in der Halle dann durchgängig waagerecht. Wenn DAS erledigt ist, kommen die Wände dran und dann könnten wir eigentlich mal anfangen, alles einzurichten. Aber das dauert noch ein Weilchen…
Weitere Erkenntnis der verrückten Aktion: Einer der Gullis in der Straße ist verstopft, aber das ist eigentlich nicht mein Problem. Normalerweise brauchen die ja auch keine 15.000 Liter Wasser innerhalb einer halben Stunde abzuführen.
Unser altes Kassen- und Warenwirtschaftssystem ahnt wohl, dass es in nichtmal zwei Wochen endgültig ausgetauscht werden soll. Das Querulantentum ändert daran nun aber überhaupt nichts und aufregen tue ich mich über Abstürze und sonstige Ungereimtheiten jetzt bestimmt auch nicht mehr.
Ein älterer Kunde suchte Labskaus in Dosen. Die beiden Sorten, die wir hier im Sortiment haben, zeigte ich ihm und erklärte auch ehrlich, dass ich die beiden nie probiert habe und darum nicht beurteilen kann, welches nun besser ist.
Den Satz "aussehen tun sie beide ekelig" habe ich mir dann verkniffen, wenngleich er schon auf der Zunge lang. Bei einem jüngeren Kunden hätte ich es vielleicht doch gesagt.
Nachdem vor über drei Jahren schonmal geplant war, die Kassen hier im Markt umzurüsten, machen wir nun zwangsläufig Nägel mit Köpfen.
Ich hatte die große Hoffnung, dass die alte Hardware noch bis zu unserem großen Umbau im Frühjahr 2013 durchhält, aber inzwischen glaube ich da nicht mehr dran. Immer häufiger haben wir Ausfälle. Nicht "kleine Probleme" mit der Warenwirtschaft, sondern die Kassen hängen sich einfach komplett auf und müssen neu gestartet werden. Das dauert durchaus mal fünf bis zehn Minuten und hat in den letzten Wochen schon so manchen Kunden veranlasst, seine Ware einfach im Laden stehenzulassen – ärgerlich und teuer.
Da ich inzwischen wirklich Angst habe, dass uns derartige Ausfälle zu den bevorstehenden Feiertagen das Genick brechen könnten, habe ich bei der Technik-Abteilung der Edeka ganz kleine Brötchen gebacken und beinahe schon gebettelt, ob es möglich ist, innerhalb von drei Wochen so ein System zu beschaffen und zu installieren.
Die Brötchen Kassen kommen am 18. Dezember. Ich bin darüber sehr, sehr froh und hoffe, dass nun nichts mehr dazwischenkommt. Nebenbei bemerkt ist das der erste konkrete Schritt in Richtung "blau", aber dazu später mehr.
Erlebnis von Luigi, der sich auch manchmal mit vollkommen verständnisfreien Kunden herumärgern muss:
Also manche Kunden könnte man einfach... argh...
Kunde: "Die Schlange ist total lang. Rufen Sie doch jemanden der noch eine Kasse aufmacht..."
Antwortmöglichkeit A: "Ich bin gerade zur Kasse gesprintet und habe mich fast auf die Fresse gelegt weil einer ihrer Kolleginnen ausprobieren wollte, ob die Schwerkraft auch für Ölflaschen gilt. Mal ganz ruhig..."
Antwortmöglichkeit B: "Der Laden ist zwölf Stunden geöffnet, beginnend ab neun Uhr morgen. Es zwingt sie keiner zur Mittagszeit einzukaufen. "
Antwortmöglichkeit C: "Wir sind seit sieben Uhr hier auf den Beinen und haben bisher nur das Pudding-Regal mit den Elfenneunzig Variationen nachgefüllt, von denen Sie nur zwei genommen haben: Vanille-Roibos und Holunderbachblüten-Mango. Meine Cheffin braucht auch mal eine Pause sonst klappt sie hier um. Und ich bezweifel stark dass Sie noch eine stabile Seitenlage in ihrem Armani-Anzug hinkriegen..."
Antwortmöglichkeit D: "Es würde wesentlich schneller gehen, wenn alle nicht mit 100-Scheinen oder Kreditkarte ihre paar Weintrauben bezahlen würden, so wie auch sie..."
Ich gehe nochmal alle Antwortmöglichkeiten durch, weiss wer mein Gehalt bezahlt. Dann lächle ich und kassiere ab und tue so freundlich wie möglich.
Ein freundliches "ist schon auf dem Weg" würde die Kunden vermutlich am ehesten besänftigen. Aber ich kenne solche Situationen auch und manchmal muss man sich echt zusammenreißen, nicht das zu sagen, was einem ganz vorne auf der Zungenspitze liegt. Vor allem dann, wenn man die Situation schon längst erkannt und Maßnahmen eingeleitet hat oder wenn sogar schon die zweite (dritte, vierte…) Kasse längst besetzt ist. Ich tröste mich dann immer damit, dass solche Kunden eher die Ausnahme und nicht repräsentativ für den Rest sind.
So, die Promocodes für "My Witness Cam" sind alle vergeben. Die richtige Lösung war 1637 Beiträge im Jahr 2011. Es hat auch niemand falsch gerechnet, aber leider konnte ich nicht alle Einsender berücksichtigen. Den Gewinnern wünsche ich viel Spaß mit der App. Vielen Dank für's Mitmachen und auch an Simon für die Gratisversionen. Gewonnen haben:
Antonio B.
Stephan
Joscha S.
Jan S.
Sergej F.
Viktor L.
Andreas S.
Thomas H.
Hendrik S.
Tobias R.
Ines B.
Mark W.
Michael N.
Stephan K.
Benjamin S.
Silvio G.
Warum ich das mache, weiß ich nicht, aber ich beobachte die Entwicklung vieler Dinge, die eigentlich schon erledigt sind. Zum Beispiel das leere Grundstück, dessen Kauf ich irgendwann mal während meiner Hallensuche ebenfalls in Erwägung gezogen hatte.
Der Makler hatte sich trotz mehrfacher Kontaktversuche meinerseits nie wieder bei mir gemeldet. Offenbar hatte man einen Käufer und somit war ich uninteressant geworden. Meine frustrierte Mail blieb natürlich ebenfalls unbeantwortet, aber dass er daraufhin nicht mehr mit mir reden wollte, war zu erwarten.
Mein Interesse an der Scholle war vor gut einem Jahr doch ziemlich groß und weil es fast unmittelbar an einer Strecke liegt, die ich sowieso öfter befahre, treibt mich die Neugierde alle paar Monate mal dazu, 200 Meter Umweg zu fahren und dort vorbeizusehen und zu gucken, was denn der neue Eigentümer dort treibt.
Sollte es tatsächlich einen neuen Besitzer geben, was ich dem kontaktscheuen Makler nicht gönnen würde, hat der es jedenfalls nicht sonderlich eilig, mit dem Gewerbegrundstück irgendetwas anzufangen: Bislang passierte dort nämlich schlicht und einfach gar nichts.
Ein Heranwachsender möchte einen falschen 50er wechseln. Als meine Kassiererin den Schein überprüft, reißt er ihr den aus der Hand und flüchtet. Haa, haa.
Seit rund zwei Wochen finden wir ständig im Laden kleine Flyer für eine Reihe an Theatervorstellungen. Überall liegen die Dinger: In den Regalen, auf der Ware, zwischen der Ware, auf den Kühltruhen usw.