Eine Kundin, die sich relativ regelmäßig von uns mit Ware beliefern lässt, fragt auch genauso regelmäßig nach der Handynummer meines Botens. Warum schreibt sie sich die Nummer nur nicht mal ins Adressbuch, statt spätestens alle zwei Wochen erneut danach zu fragen?
Argh, diese Geldzählmaschine ärgert mich
immer öfter. Mag die mich nicht mehr oder segnet sie bald das Zeitliche oder habe ich einfach gerade nur Pech mit knitterigen Banknoten?
(Für alle, die mit dem Bild nicht viel anfangen können: Mehrere 5-Euro-Scheine sind unter den Walzen durch einen dünnen Spalt in das Gehäuse des Gerätes gerutscht.)
Von
Larsen gibt es seit einer Weile einen Artikel, der sich "Fisch auf's Brot" nennt. Die kleinen 25g-Packungen sehen aus wie abgepackte Leberwürste, in Wirklichkeit besteht der Inhalt natürlich aus Fisch. Schade ist, dass sich der Artikel, den wir in vier Sorten hier haben, so gut wie gar nicht bis überhaupt nicht verkauft.
Mein persönliches Fazit war nämlich, dass der Aufstrich erstaunlich schmackhaft war. Aber vermutlich dürften die meisten Kunden tatsächlich aufgrund der doch für Fisch eher ungewöhnlichen Verpackung reichlich skeptisch sein.
Nicht ganz neu, aber doch gerade wieder zur Jahreszeit passend: Mit dem Weihnachtsbaum kann man sich
Zecken ins Wohnzimmer holen, die dann in der Wärme aktiv werden.
Oder: Praxisnaher Einstellungstest für angehende Verkäufer/innen, Packer/innen oder Einzelhändler/innen.
Und eines von Uwes legendären Schildern dazu.
Die dritte Zusendung kam von Alexander:
Es ist schon einige Jahre her, dass ich mich am Tag vor Heiligabend in einen großen Supermarkt gestürzt habe. Überall genervte Menschen und lange Schlangen an allen Kassen.
Von hinten bahnte sich ein Junge den Weg zu den Kassen und blieb artig hinter den Wartenden stehen. Von vorne aus der Schlange fauchte eine Frau, offensichtlich seine Mutter: "Komm hier her!". Sie hatte sich früh mit nur wenigen Artikeln in der Hand in die Schlange gestellt und wollte nun, dass sich ihr Sohn, der noch mit dem Einkaufswagen etwas besorgt hatte, zu ihr durchdrängelte.
Alle Wartenden wurden auf die Lage des Jungen aufmerksam. Er wusste genau, dass man sich nicht vordrängeln darf und er zögerte. Seine Mutter nun lauter: "Komm endlich hier her!". Er bahnte sich dann zögerlich mit rotem Kopf den Weg vorbei an den Wartenden und erntete mehr Mitleid als Aggressionen.
Als er dann endlich vorne bei seiner Mutter ankam, sagte die hinter ihr wartende Kundin so laut, so dass es alle hören konnten:" Sagen Sie mal: Haben Sie keine Augen im Kopf? Das hier ist die Schnellkasse für bis zu 10 Artikel!". Also musste sich die Mutter mitsamt Sohn und Einkaufswagen an das Ende einer anderen Kassenschlange stellen.
Ich habe wieder gesehen, dass man mit etwas Geduld und Rücksicht solchen Konfrontationen entgehen kann. Und nicht nur ich lächelte trotz des Stresses in weihnachtlicher Freude und das Warten war nur noch halb so schlimm.
Zusendung von Hendrik, der diesen kleinen SPAR in
Birmingham (genauer: dort im Chinatown, direkt hinter dem Bullring-Centre und der Fußgängerzone) entdeckt hat.
Das Angebot entspricht ungefähr den SevenEleven-Shops, bzw. einem Berliner Spätkauf, aber nicht gerade einem Vollsortimenter.
Vielen Dank für die Zusendung!
Die zweite Zusendung kam von Tim:
Nicht zwingend weihnachtlich, aber gestern kurz vor Ladenschluss genau so am Weinregal erlebt:
Kundin kommt mit randvollem Einkaufswagen um die Ecke, erblickt mich und liest mir folgendes von ihrem Einkaufszettel vor:
"Entschuldigung, ich suche >>Windallsack<< Riesling?"
Gedacht: Wtf? (O_o)
Gefragt: "Meinen sie vielleicht Vin d'Alsace?"
Treffer und versenkt
Du, da…
Der Kaffee, den du da auf dem Arm trägst…
Der gehört mir!
Aber ich bin in einem Punkt sicher:
Du kommst wieder, weil du dich sicher fühlst.
Und
dann erwische ich dich.
DU ARSCHLOCH!
Nachdem die ganze Werbung für die kommende Woche geplant war, und natürlich unter anderem Fensterplakate für profane Dinge wie Konfitüre, Frischkäse, Saft und Weizenkorn gedruckt waren, fiel uns auf, dass die nächste Woche ja schon die Woche unmittelbar vor Weihnachten ist.
Also doch etwas angemessenere Artikel ins Angebot. Kaffee und Rotkohl zum Beispiel. Heute Abend noch alles neu zu machen, war nun nicht geplant, aber da muss ich jetzt noch durch…
Wenn man in einem Restaurant mehrmals nach der Rechnung gefragt hat, aber niemand kommt zum Abkassieren, darf man einfach gehen. Aber wie sieht das in einem Einzelhandelsgeschäft aus. Dazu hatte Gregor folgende Frage:
Wie lange muss ich denn als Kunde warten, bis mir ein Supermarktangestellter durch seine Anwesenheit die Möglichkeit anbietet zu zahlen?
Heute habe ich mal wieder im örtlichen Penny 15 Minuten mutterseelenallein an der Kasse gestanden, weit und breit kein Mitarbeiter zu sehen. Kein Scherz.
Hätte ich meinen Wagen da rausgeschoben, kein Mensch hätte mich bemerkt.
Irgendwie würde ich mich da nicht direkt als Ladendieb sehen, ich möchte ja gerne bezahlen, kann aber nicht.
Wenn ich mein Auto unverschlossen abstelle und es wird gestohlen habe ich grob fahrlässig gehandelt und die Versicherung hustet mir was.
Wenn mir ein Markt keine Zahlungsmöglichkeit anbietet, was dann?
In einem Restaurant hat man bereits gegessen und das lässt sich auch nicht mehr folgenlos umkehren. In einem Supermarkt kommt schlicht und einfach kein Kaufvertrag zustande und so wäre es natürlich ganz klassischer Ladendiebstahl, die Sachen einfach mitzunehmen. Aber vielleicht sieht das ja der eine oder andere Leser anders. Was meint ihr dazu?
Eine Kollegin war gerade konzentriert damit beschäftigt, ein Regal aufzuräumen und die Bestellung der dort platzierten Produkte aufzuschreiben. Zwei Heranwachsende betraten den Laden und unterhielten sich. Während sie an meiner Mitarbeiterin vorbeigingen, äußerte einer der beiden etwa folgenden Satz:
Beim $mitbeweber wird man ja immer von jedem Mitarbeiter gegrüßt. Voll nervig finde ich das.
Als Konsequenz setzte meine Angestellte ihre Arbeit im Regal einfach fort und tat dabei so, als wenn sie die beiden jungen Männer ignorieren würde.
Hier wird man dagegen gar nicht gegrüßt.
Da mischte sich meine Kollegin ein:
Wolltest du doch auch gar nicht. Gerade eben hast du dich jedenfalls noch lautstark darüber beschwert.
Eine Reaktion gab es keine mehr. Die beiden hielten kurz inne und gingen dann nur noch grinsend weiter.
Die erste Zusendung kam von Anke:
Es ist November und überall stehen die Weihnachtssachen in den Gängen. Glänzende Kinderaugen betrachten Schokonikoläuse und Eltern erklären ihren Kindern, dass diese schönen Sachen nicht käuflich sind sondern vom Nikolaus, Weihnachtsmann oder Christkind abgeholt und den Kindern gebracht werden. Manche Kinder schauen traurig, andere gespannt und neugierig. Die Eltern sind erleichtert, wenn die Kinder die Geschichte schlucken.
Dazwischen ist ein älterer Herr, der die Haltbarkeitsdaten von Schokoladen überprüft und dann den gesamten Bestand dieser Schokoladensorte in den Wagen packt. Immerhin 6 Kartons. Er erzählt: "Die Schokolade ist so günstig und noch eine Weile haltbar. Im Februar fahren wir in ein Gefängnis und ein Kinderheim nach Rumänien und dort wollen wir den Kindern die Schokoladen schenken. Die kennen sowas gar nicht und bekommen auch nie was geschenkt. Für die ist das der Himmel auf Erden"
Ein älteres Ehepaar an der Kasse hörte das. Der Herr drückte dem anderen Herrn spontan 50€ in die Hand und fragte, was die Kinder sonst noch gebrauchen könnten. Seine Frau lud derweil die Einkäufe ein und drückte einem Mädchen, was mit ihren Eltern an der anderen Kasse stand, spontan eine Tüte Schokobonbons, die sie soeben gekauft hatte, in die Hand.
Der Herr mit den Schokoladenkartons wollte danach noch andere Geschäfte der Kette besuchen um weitere Kartons davon zu kaufen.