Heute war mal wieder unser Container dran. Diesmal hätte ich mir sogar meinen Anhänger als Platzhalter (links gerade nicht mehr im Bild) gänzlich sparen können, denn genau rechts neben unserer Einfahrt haben Anwohner einen recht großzügigen Bereich mit Mülltonnen und Flatterband (vermutlich wegen eines Umzugs) abgesperrt.
Das war für uns diesmal sehr praktisch.
Normalerweise laufen meine Inventuren aufgrund der guten Vorbereitung stetig und wie ein Uhrwerk ab. Keiner ist gestresst, alles läuft relativ entspannt und wenn einer von euch die durchschnittliche Inventur in einem Filialbetrieb kennt, weiß er wohl, was das bedeutet.
Das liegt aber auch an der guten Vorbereitung: Ich organisiere mir eine ausreichende Anzahl an Helfern, die in den Tagen vor der Inventur schon eine ausführliche Einweisung inklusive Trainingsrunde bekommen. Jeder, der am Inventurtag hier mitzählt, kann das also in Theorie und Praxis und weiß, worauf es ankommt und wie die Abläufe sind. Dadurch passieren keine deutlich weniger Fehler und es wird Zeit gespart, was in der Summe die Nerven schont.
Aber gestern war irgendwie der Wurm drin.
Das fing damit an, dass insgesamt vier Leute nicht gekommen sind, also knapp ein Fünftel. Dazu kam, dass einige Leute in der Zeit vom Training bis zur Inventur anscheinend große Teile der Anweisungen wieder vergessen hatten und entsprechenden Murks ablieferten. Dazu kamen noch ein paar Kleinigkeiten, die aber nur noch das berühmte Tüpfelchen auf dem I waren.
Kurz: Die Inventur gestern hat mal keinen Spaß gemacht.
Einer der Läden im Umkreis des Marktes hat auf seine aus familiären Gründen abgeänderten Öffnungszeiten hingewiesen – und zwar mit einem ausgedruckten Zettel, der ungefragt mitten an die Tür meines Ladens in der Münchener Straße geklebt wurde.
Das ist nun aber
sehr ungeschickt, denn welcher Kunde liest schon, dass das der Hinweis an der Tür nicht von uns ist? (Und denkt evtl., dass unser Laden geschlossen hat?)
Wir sind eben nur die Deppen aus der zweiten Reihe.
Wir haben
ihn immer noch im Sortiment. Als die Kollegin mir eben diese Inventurliste in die Hand drückte, musste ich dennoch schmunzeln.
Die 59 Bereiche verteilen sich momentan folgendermaßen:
· 22 noch offen
· 14 in Arbeit
· 20 fertig
· 3 optionale Bereiche, falls die Listen nicht reichen
Um 14 Uhr wollte ich eigentlich mit allem durch sein.
14 von 18 Leuten sind da. Zwei haben sich abgemeldet, zwei sind ohne jegliche Meldung nicht erschienen. Die werden auch nicht mehr auftauchen, denke ich.
59 Bereiche sind insgesamt zu zählen. Davon sind:
· 35 noch offen
· 14 in Arbeit (logisch, sind ja 14 Helfer)
· 10 fertig
Ich bin optimistisch, dass wir am frühen Nachmittag fertig sind.
Die ersten sechs Leute (von geplanten 17) sind schon mal da und schon eifrig dabei, die Ware in den Regalen zu erfassen. Mal gucken, wann der Rest der Helferschaft kommt. Zeitfenster war "
zwischen 6 und 8 Uhr", damit nicht alle auf einmal hier stehen. Bislang klappt aber mit den anwesenden Leuten alles fehlerfrei und entspannt.
Möge das bis zum Ende der Inventur auch so bleiben.
Zwei Clickbait-Anzeigen nebeneinander. Ich bin dafür, noch acht Monate zu warten und sich auf die Tragödie entsprechend vorzubereiten.
Zwei kleine Jungs gaben etwas Leergut ab und betrachteten währenddessen interessiert die die
Pfandspendenbox.
Anschließend wandten sie ganz besorgt sich an eine Kollegin: "
Müssen wir das jetzt spenden? Wir haben doch nur so ein bisschen Taschengeld."
Die Kollegin konnte sie aber beruhigen.
Eine langjährige Kundin, vielleicht ein paar Jahre jünger als ich, stand auf der anderen Straßenseite und unterhielt sich sehr angeregt und lange mit zwei Männern. Der eine hat hier mal Bierdosen geklaut und deswegen Hausverbot (erstaunlicherweise ist dazu kein passender Eintrag zu finden, obwohl der Typ als damaliger Stammkunde eigentlich eine Erwähnung hier im Blog verdient haben müsste), der andere war der Kerl, der meinen Laden im Dezember 2009 mit gezogener Waffe
um mehrere hundert Euro erleichtert hatte.
Ich weiß nicht, ob
sie hier klauen würde. Täte mir persönlich Leid, da ich diese Frau schon fast so lange kenne, wie mein Laden existiert und wir uns zwar nie privat oder freundschaftlich, aber im Laden immer sympathisch und freundlich begegnet sind.
Andererseits kann man Menschen nun mal immer nur bis vor die Stirn gucken und die Tatsache, dass sie derartige Subjekte zu ihrem Bekannten- oder Freundeskreis zählt, gibt mir ganz gehörig zu denken.
Die meisten Inventurhelfer, die sich spontan entscheiden, doch nicht mitzumachen, kommen einfach am Inventurtag nicht her.
Bei dieser Inventur habe ich zum ersten Mal eine regelrechte Kündigung in schriftlicher Form bekommen. Sehr löblich.
Quer vor unserem Hof hängt jetzt eine dicke Kette mitsamt dem recycelten
Parken-Verboten-Schild von meiner Wand, das ohnehin immer ignoriert wurde.
Sollte erst mal Abhilfe schaffen, ist aber nicht wirklich alltagstauglich. Eine 16 Meter lange Kette einzuhängen erfordert nämlich schon einen gewissen Kraftaufwand, so dass die geplante Lösung mit einem Zaun und Tor dadurch nicht aufgehoben ist!
(Ganz akut ging es mir um den Freitag Nachmittag, der uns wöchentlich neu vor eine logistische Herausforderung auf dem Hof stellt.)
Wer auch immer bei
Schrozberger irgendwann mal auf die glorreiche Idee gekommen ist,
Zitronensaftkonzentrat mit in den Kakao zu mischen: "Danke" für nichts. Ich habe nämlich nach dem ersten Schluck den Rest angewidert weggeschüttet, weil ich dachte, dass der Kakao sauer ist. Gut, er hatte ja auch tatsächlich eine saure Note, aber eben mutwillig. Brrrrrrrrrr …