Wie seit Monaten schon sind lange Warteschlangen bei uns relativ normal. Aufgrund der großen Abstände zwischen den einzelnen Kunden sehen die Schlangen jedoch länger aus, als sie (nach herkömmlichem Maßstab) eigentlich sind. Mit zwei offenen Hauptkassen geht es gewohnt schnell, aber dennoch kommt es durchaus leicht mal vor, dass die Schlange etwa 15 Meter in den Laden reicht und dann noch in eine der Regalreihen abknickt. So war es auch diesmal.
Ein Pärchen mit Kinderwagen kaufte ein. Als sie sich schließlich anstellten, hörte ich schon seine Stimme über die Regale. Den genauen Wortlaut habe ich nicht mehr im Kopf, aber es war eine missmutige Äußerung über die voraussichtlich bevorstehende Wartezeit. Ich beschloss vorsichtshalber, mal nachzusehen, ob auch wirklich beide Kassen besetzt sind. Dem war so. Der Mann war noch einmal in den Laden gegangen, um etwas zu holen, die Frau betrachtete gedankenverloren die Ware vor sich im Regal.
Ich versuchte es mit ein paar freundlichen Worten und sagte ihr, dass die lange Schlange aufgrund der großen Abstände viel schlimmer aussieht, als sie eigentlich ist. In dem Moment, es waren seit dem Anstellen erst etwa 30-40 Sekunden vergangen, waren die Leute vor ihr schon so weit vorgerückt, dass die letzten Wartenden hinter der Ecke verschwunden waren und sie erstaunt in den leeren Gang vor sich guckte.
So war dann auch der unmittelbare Beweis für meine Aussage geliefert.
Ich vermute, dass ein Stück einer Karotte auf dem Boden lag, die ein Kunde dann zielgenau mit dem Rad eines Einkaufswagens eingefangen und durch den Laden geschoben hat. Dabei hat sich die Wurzel auf den Fließen zerrieben und einen auffälligen orangegelben Streifen hinterlassen. Der Farbstoff in Möhren ist kräftig und hartnäckig und ich hatte schon die schlimmsten Befürchtungen – die zum Glück durch unsere Wischmaschine zerschlagen wurden. Von dem Streifen ist nichts mehr zu sehen.
(Der dunkle Schatten rund um die Verfärbung ist nur etwas Feuchtigkeit, weil ich es zunächst (erfolglos) mit einem Wischmop versucht habe.)
Gestern Vormittag haben wir unseren Aufbau mit den Weihnachtsartikeln mal gründlich überarbeitet und gewaltig verdichtet. Nachdem zu Spitzenzeiten in den letzten Wochen insgesamt fast 30 (!) Aufsteller gleichzeitig mit Jahresendnaschwerk dort und im Rest des Ladens verteilt standen, sind davon mittlerweile nur noch 18 Stück übrig, die auch allesamt auf der Aktionsfläche vor dem Brotregal stehen.
Da der Abverkauf nun von Tag zu Tag steigt, bin ich optimistisch, dass wir davon in den nächsten 14 Tagen noch eine ganze Menge verkaufen werden:
Beim Vorbeigehen fiel mir auf, dass jemand eine Glas-Mineralwasserflasche in den Mülleimer vor dem Leergutautomaten geworfen hatte. War aber gar keine Wasserflasche, sondern eine aus Thailand, in der sich Sojasauce der Marke "Healthy Boy" befunden hat und die den hiesigen Glasflaschen zum Verwechseln ähnlich sieht: Die Form, die Noppen, die Reliefschrift in der Mitte – alles vorhanden. Ob das Design nur ein Zufall ist (was ein riesiger Zufall wäre!) oder ob da jemand die GdB-Flaschen mit den Noppen so inspirierend fand, dass die Form kopiert werden musste, kann ich natürlich nicht sagen. Vermuten würde ich dies jedoch schon.
Marc hat im spanischen Lidl-Sortiment Waffeln mit Cremefüllung entdeckt, in deren Strichcode man die Gitterstruktur der Waffeln wiederfindet. Vielen Dank für die Zusendung.
"Welcher Idiot hat es schon wieder nicht hinbekommen, gekühlte Produkte nicht wieder in die Tiefkühltruhe zurückzulegen?!". Demonstrativ atmete ich tief ein und wieder aus, während ich den Kopf schüttelte. Dann wollte ich die (vermutlich längst aufgetaute) Packung Tiefkühlgemüse aus dem Regal mit den Einweghandschuhen nehmen – und staunte nicht schlecht. In der Schachtel waren nämlich keinen grüne Bohnen, sondern Einweghandschuhe. Da haben die Packungen unserer Eigenmarke mal eben so ein neues, weniger schlichtes Design bekommen.
Auf der Suche nach interessanten Artikeln für unser Fischkonserven-Regal hatte ich in unserem Eigenmarken-Katalog kleine (115 g) Dosen mit weißem Thunfisch entdeckt. In dem dicken Buch stehen keine Preise / Preisempfehlungen, da die Ausgabe immer für ein Jahr gilt und sich da natürlich durchaus mal etwas ändern kann.
Hätte ich auf dem Schirm gehabt, dass mich da Dosen für knapp acht Euro erwarten, wäre ich wohl etwas zurückhaltender gewesen. Aber dennoch ist das für dieses Produkt wohl noch ein eher günstiger Kurs, online bekommt man weißen Thunfisch noch deutlich teurer. Warensicherungsetiketten sind drin und dann wollen wir mal abwarten, ob wir dafür Kunden haben.
Eine Kundin frage mich nach Limettensaft. Da ich gerade in der Nähe unseres Voelkel-Regals stand, zeigte ich mit langem Arm auf deren Produkte und erklärte: "Hier haben wir schon mal einen Bio …"
Weiter kam ich nicht, denn beinahe schon reflexartig mutete ihr Ausruf bei der Nennung des Wortes "bio" an, dass sie den "nur zum Kochen" benötigen würde.
Immerhin rund fünf Monate hatte der Desinfektionsmittelspender bei uns am Eingang durchgehalten. Da die Bleche für unsere Anlieferung darunter stehen*, ist immer wieder mal jemand gegen den Spender gestoßen und nun hatte sich die Kunststoffhalterung des Teils in zwei Teile zerlegt.
Da der Spender sein muss und es keinen besseren Platz für ihn gibt, hängt er jetzt mit neuer Halterung am alten Platz. Dafür haben die Bleche einen neuen Standort direkt neben der Eingangstür bekommen.
Ein Typ hat hier im Laden lange Finger gemacht und unter anderem Wiener Würstchen aus dem Kühlregal geklaut. Er hat dabei jedoch nicht die Packung als ganzes eingepackt, was ja der einfachste Weg gewesen wäre, sondern die Folie aufgerissen und die feuchten Würstchen lose in seine Jackentasche gestopft.
Bei Besuch des EDEKA-Marktes bei Hamburg fielen uns Aufsteller-Sockel aus Kunststoff auf, die ich spontan genial fand.
Wenn man irgendwas aufbauen möchte, mussten bislang immer entweder ausgediente Pappsockel anderer Displays herhalten oder man hat aus irgendwelchen Gemüsekisten einen Unterbau für die Ware improvisiert. Seit einer Weile können wir diese Sockel aus Pappe mit EDEKA-Aufdruck für ein paar Euro bestellen. Das sieht natürlich definitiv besser aus, aber ewig halten die Dinger auch nicht.
Zurück zu den schwarzen Sockeln vom Foto: Inzwischen weiß ich, wo wir die bestellen können. Es gibt sie in drei verschiedenen Höhen, mit Kufen (für einen Hubwagen) oder auch mit Rollen und es gibt etliche unterschiedliche Aufsätze, z.B. Körbe, Schütten, Regalfächer oder auch flache Wannen für Blumen.
Ich habe jetzt einfach mal eine kleine Auswahl an Material (hohe Sockel und verschiedene Aufsätze) bestellt, das ich für uns hier brauchbar halte. Bin gespannt.
Die Maurer haben für heute Schluss gemacht. Zwei Steinreihen fehlen noch in der Mauer, das fällt auf dem Foto auf dem ersten Blick fast nicht auf. Der Schatten vom Vorsprung endet genau auf Höhe der letzten Steinreihe (lins im Bild gut zu sehen), so dass es aussieht, als würden die oberen beiden Reihen im Dunkeln liegen. Tatsächlich sind da aber noch gar keine Klinker vorhanden.
Hier noch ist noch einmal die Ecke von heute Morgen zu sehen. Die Fugen wurden nachgearbeitet, nachdem der Mörtel etwas angezogen war, und nun sieht es richtig gut aus. Im Frühjahr könnte ich aber tatsächlich den Rest der Rampe mal ausgiebig mit einem Hochdruckreiniger bearbeiten. Schaden könnte es nicht.
Ganz neu in unserem Sortiment sind übrigens fünf Sorten Nudelsuppen von unserer Asien-Eigenmarke "Ming Chu". Um mal die EDEKA-Website zu zitieren: "Sie sind der Klassiker unter den asiatischen Lebensmitteln. […]"
Diese Nudelsuppen, auch von Maggi, Knorr, oder Mama bei uns verfügbar, laufen wirklich erstaunlich gut. Ist das was für euch? Und wenn ja: Nur als kleiner Snack zwischendurch oder als vollwertige Mahlzeit?