Skip to content

Komplett "Du" bei IKEA

Bei IKEA wird man als Kunde konsequent "geduzt". Mich persönlich stört es nicht, der Umgang hier im Laden ist nicht anders. Wir sind hier in der Firma untereinander komplett per Du und auch viele Kunden steigen da mit ein. Ich habe noch nie einen Laden gesehen, wo auch so viele Kunden das "Du" verwenden. Wie gesagt: Ich finde es toll.

Der Unterschied zu IKEA dürfte sein, dass ich für wichtige Schreiben (Arbeitsbescheinigungen, Abmahnungen, Kündigungen (letztere zum Glück nur sehr selten)) dennoch die förmliche "Sie"-Form wähle.
Ein Bekannter von mir hat bei IKEA gearbeitet, allerdings hat er die Probezeit leider nicht überstandenl. Die Gründe dafür spielen jetzt keine Rolle. Die Kündigung sieht so aus:
Hallo xxx,

hiermit kündigen wir Dein Arbeitsverhältnis fristgemäß in der Probezeit zum xx.xx.xxxx. [...]

Wir weisen Dich darauf hin, dass Du nach Kenntnis von der Beendigung Deines Arbeitsverhältnisses verpflichtet bist, Dich unverzüglich persönlich beim zuständigen Arbeitsamt zu melden, damit dort so schnell wie möglich...
Gut, das IKEA-Du soll Schweden vermitteln und nicht besondere Vertrautheit schaffen, aber genauso wirkt das nunmal hierzulande und entsprechend zynisch wirkt eine so formulierte Kündigung.

"Hey, Du, bist ja ein netter Kerl und wir haben uns ja alle ganz lieb. Aber Du musst jetzt trotzdem gehen." :-O

Geforderter Leergutautomat

Die tausende Dosen aus dem letzten Blogeintrag sind für einen Automaten doch nichts im Vergleich zu diesem Sammelsurium, das sich innerhalb weniger Woche in meinem Automaten angesammelt hat.

Gut, dass da mal die Deckel von den Flaschen und Gläsern abfallen und in der Maschinerie landen, ist relativ normal – interessanter ist die Frage, warum Leute dort leere Miniaturflaschen, Kugelschreiber, Taschentücher, Kassenbons und ein Apfelkerngehäuse hineinwerfen... :-O


Der gefühlte Wert der D-Mark

Zu D-Mark-Zeiten war "Silbergeld" wertvoll. Markstücke in allen Größen und auch schon die silbernen "50er" waren das, was man nicht lieblos in eine Flasche oder Spardose geworfen hat. Wenn man einige davon im Portemonnaie hatte, war das unterwegs meistens schon ein etwas beruhigenderes Gefühl.

Ich hatte eben ein Dutzend 50-Pfennig-Stücke in der Hand. Das Gefühl war komisch. Irgendwie aus dem Unbewussten heraus eine Art von "gefühlt wertvoll".

Auch wenn der Euro inzwischen Alltag und auch die Umrechnerei im Grunde gänzlich verschwunden ist – irgendwie sitzt die D-Mark noch tief in einem drin. Zumindest ich empfinde es so, dass die D-Mark-Münzen den eigentlich Wert des Geldes viel besser verkörperten als die Euro-Münzen.

Eigenverbrauch

Timo fragt:
Hallo Björn,

eine Frage, die schon lange in mir brennt:
Bezahlst du deine Waren, die du dir aus dem eigenen Regal nimmst eigentlich ordentlich an der Kasse oder - da es ohnehin dein Eigentum ist? Nimmst du dir einfach das, was du brauchst? Oder schreibst du dir selbst an?
Alle Mitarbeiter von mir müssen natürlich ihre Ware bezahlen und sich, wie in allen anderen Unternehmen auch, den Bon an die Ware heften. Manchmal würde ich gerne als gutes Beispiel vorangehen und ebenfalls alle Artikel, zumindest die, die ich direkt hier verbrauche, mit einem entsprechenden Kassenbon versehen lassen.

Das wäre aber wirtschaftlicher Unsinn, denn es gibt einen pauschalen Satz, der in der Bilanz als Eigenverbrauch berechnet wird. Würde ich diese Waren, die ja nun schon mit der Pauschale besteuert wurden, auch noch über die Kasse ziehen, müsste ich für den entstandenen Umsatz (bzw. weitgreifender: Für den letztendlich daraus resultierenden Gewinn) ja noch zusätzlich Steuern zahlen.

Darum nehme ich mir Dinge eben "einfach so" aus dem Laden. Egal, ob das Getränke zwischendurch sind oder der größere Vorrat für zu Hause.

Rosenkohl

Wir haben derzeit Rosenkohl im Angebot. Mit gemischten Gefühlen, obwohl der Preis gut ist. Dazu später mehr.

Ein Paar stand vor dem Aufbau und er begann zu schwärmen:
Hmm, Schatz, lass' uns doch mal wieder frischen Rosenkohl essen.
Sie konterte:
Nein! Glaubst du etwa, ich habe Lust, die ganze Scheiße zu schälen?
Ich glaube, das ist der wahre Grund, warum frischer Rosenkohl so extrem schlecht bei uns läuft. Darum bestellen wir ihn schon immer nur ganz vorsichtig und selbst dann kommt noch viel Ware um. Auch, wenn er mal im Angebot ist.

3 Kalender

Letzter Aufruf für die Zotter-Kalender: Drei Stück habe ich noch, zwei davon mit etwas ramponierter Verpackung. Dadurch sind sie zwar nicht schlechter, aber eher für den Eigengebrauch geeignet. Oder nur zusammengebaut zu verschenken. :-)

Genießt diese Kalender, es kann sein, dass es sie in dieser Form im nächsten Jahr nämlich nicht mehr geben wird. Selbst diesmal habe ich ja nur 2/3 der bestellten Menge der ohnehin limitierten Auflage bekommen. Und wie ja schon viele bemerkt haben, war die Pyramide auch auf der Zotter-Website nicht mehr zu finden...


Alle weg.

Leergutbetrug

Ein paar Teenies wollten am Leergutautomaten betrügen. Einer war der Meinung, unschuldig zu sein und hat den Polizisten gefragt:
"Kann ich gehen?"
Polizist: "Nein."
"Warum nicht?"
Polizist: "Na, mitgefangen, mitgehangen..."
"Hab ich schonmal gehört."
Polizist: "Bestimmt von der Polizei."
Der Blick des Jungen sprach Bände.

Alle drei stritten reihum ab, direkt an der Tat beteiligt gewesen zu sein. Etwas später fragte einer der Polizisten in die Runde: "Nun mal ehrlich, wer hatte die Idee dazu?" – in Sekundenbruchteilen und ohne zu zögern zeigte einer der drei auf seinen Freund. Der Mann mit den Sternen auf der Schulterklappe lachte: "Na, du bist aber schnell im verpfeifen..."

Was für Hirnakrobaten.

Nun sitz' ich hier und warte...

Krank werden kann immer mal jemand. Meistens findet sich dann Ersatz oder, wenn nicht, die Arbeit wird etwas hektischer.

Dumm gelaufen, wenn es meine Ablösung nach der Nachtschicht ist. Vor allem nach einem langen und anstrengenden Vortag. Eigentlich wollte ich nämlich schon längst schlafen...

Waschbecken im Automatengewand

Blogolade hat mir ein Foto eines Waschbeckens im Gehäuse eines Leergutautomaten zugeschickt. Gesehen hat sie die Konstruktion im "Globus" in Neustadt an der Weinstraße. Witzige Idee, das so zu verpacken. Danke für das Bild.

(Globus kennt man hier im Norden nicht, scheint aber generell recht voller guter Ideen (und damit entsprechend erfolgreich) und zu sein. Diesen Link hatte mir Manuel vor einiger Zeit mal zukommen lassen. Klar, sitzt das Unternehmen doch in seinem Heimatort.)


Gegessen und abgezogen

Wenn ein Kunde ein Brötchen aus der Schütte nimmt und noch im Laden aufisst, ist das dreist. Vor allem dann, wenn er an der Kasse nichts davon sagt. Das ist dann sogar schon Diebstahl.

Eigentlich schade, dass er gar nicht gemerkt hat, dass wir ihm die Semmel gleich ungefragt und ohne etwas zu sagen einfach an der Kasse mit abgezogen haben. Die Diskussion haben wir auf diese Weise zwar vermieden, aber sie wäre bestimmt interessant geworden.