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Vergebliche Fahrt zum Planetarium

Gestern Abend hatten wir die spontane Idee, nach Hamburg ins Planetarium zu fahren. Leider hatte ich die Aneinanderreihung von Baustellen, auch als "A1" bekannt, etwas unterschätzt, so dass wir ein paar Minuten zu spät ankamen.

Uns als mögliche Kunden ignorierend wurde wenige Augenblicke nachdem wir im Foyer angekommen sogar schon unsere Tickets vorgezeigt hatten, die Anweisung gegeben, die Tür zum Vorführraum zu schließen. Wir durften also nicht mehr mit rein, alles Bitten half nicht. Dabei waren die Plätze sogar schon (online) bezahlt gewesen. Auch der Hinweis, dass wir nun extra aus Bremen angereist waren, löste die extrem arrogant wirkende Art und Weise der vier Mitarbeiter hinter dem Tresen in keiner Art und Weise. "Großzügigerweise" habe ich dann drei Gutscheine für den Eintrittspreis bekommen. Und dafür fährt man dann über 250km durch die Gegend. "Toller" erster Eindruck. Ich bin jedenfalls in keiner Weise motiviert, da noch einmal hinzufahren. Wer weiß, welche Überraschung einen dann erwartet.

Das war ein Musterbeispiel für superfreundlichen Umgang mit Kunden, liebe Mitarbeiter vom Planetarium Hamburg. Und das war Ironie.

Cola-Glasbuddeln

Die vielen Coca-Cola-Einweg-Glasflaschen aus der Zeit vor dem Einwegpfand hat der Kunde wiedergefunden, als er seinen Keller ausgemistet hat. Die Flaschen gibt es mittlerweile schon seit einigen Jahren nicht mehr auf dem Markt, die aufgedruckten Haltbarkeitsdaten hatten allesamt gemeinsam, dass sie auf 2002 endeten.

Er trug es aber zum Glück mit Fassung, das ich ihm dafür kein Pfand auszahlen konnte. :-)

Das Dingsbums aus buntem Kunststoff

"Guck mal, was ich tolles gebaut habe!", forderte mich ein sechs- oder siebenjähriger Junge auf und hielt mir ein buntes Dingsbums aus Legosteinen vor die Nase.

"Aha. Und was soll das sein?"

"Das ist ein... Keine Ahnung, wie das heißt."

Ahhhhja. :-O

(Aber immerhin: Es gibt doch tatsächlich noch Kinder, die mit "richtigen" Legosteinen spielen, also zum Beispiel mit Achter- und Viererblöcken in Quader- oder Stäbchenform. Ich dachte, der Trend ginge immer mehr in Richtung "Spezialteile", die man im Grunde nur für das jeweilige Objekt verwenden kann und die kaum anderweitig zu gebrauchen sind.)

Dichtmachen

Eine Kundin hat uns ganz besorgt angesprochen:
Stimmt es, dass Sie den Laden dichtmachen werden?

Was? Wie?

Ja, ich habe gehört, dass der Laden hier ganz geschlossen werden soll.

Also WENN, dann würden wir höchstens die Öffnungszeiten wieder zurückdrehen. Das wäre die einzige Einschränkung – aber selbst das ist nichtmal annähernd geplant.

Dann ist gut. Ich war schon total beunruhigt.

Nein, keine Sorge...
Wie kommen solche Gerüchte zustande?!? :-O

Birnenscherben

Im Vorbeigehen im Mülleimer beim Leergutautomaten eine ungeöffnete Packung Glühlampen entdeckt. Nanu..?

Ich griff danach und keine zwei Sekunden später lag die Packung wieder zwischen den alten Plastiktüten.

Die war wohl jemandem heruntergefallen...

Voucher

Ein Mann, der vermutlich nicht viel bis gar kein Deutsch sprach, wollte offenbar eine Guthabenkarte für sein Handy kaufen. "Voucher..?" erkundigte er sich, hielt mir 15 Euro vor die Nase und eine Hand als "Telefonhörer" an den Kopf.

Hat aber alles nicht geholfen, denn er konnte mir beim besten Willen nicht mitteilen, für welches Netz oder Anbieter er das Guthaben benötigt...

Ex-Klingen

Als ich vor ein paar Tagen berichtete, dass jemand fast den ganzen Regalbestand unserer Eigenmarken-Rasierer geklaut hatte, war das bis dahin ja nicht zum ersten Mal passiert. Die Dinger sind im Laufe der Zeit immer wieder mal verschwunden. Aber eigentlich sind die Handelsmarken diesbezüglich keine Aufregung wert, denn zum einen befinden sie sich preislich im unteren Segment und zweitens sind sie normalerweise bei Dieben eher weniger beliebt.

Den aktuellen Fund massenhaft leerer Packungen im Regal hat uns veranlasst, doch mal die Umsatzzahlen anzusehen. Überraschung: Wir verkaufen etwa eine Packung pro Monat. Wieviel wir davon bestellen, sage ich jetzt lieber nicht.

Okay: Bestellt haben. Wir lassen den Rest jetzt im Regal stehen, bis er abverkauft oder meinetwegen auch geklaut ist und dann fliegt die komplette Serie aus dem Sortiment.

Pünktlichkeit war seine Stärke

Vorhin mit einem ehemaligen Kollegen gechattet und dabei über Zeugnistexte geredet geschrieben. Dabei festgestellt, dass dieser fiktive Text in einem Zeugnis zwar, wie immer in Zeugnissen, gut klingt – aber alles andere als ein erstrebenswertes Zeugnis darstellt:
Wir haben ihn als sehr geselligen Kollegen kennengelernt, der sich stets für die Belange seiner Koleginnen einsetzte. Er bemühte sich stets, die ihm übertragenen Arbeiten durchzuführen. Pünktlichkeit war seine Stärke.
Immerhin: Auf die Uhr gucken konnte er.

Böse, bissig, gemeingefährlich

Ich habe hier im Blog ja nun schon häufiger erwähnt, dass Kunden im Inneren des Leergutautomaten mit einer versteckten Guillotine oder anderen Mord- und Folterinstrumenten rechnen.

Eigentlich nicht weiter erwähnenswert, aber ich muss immer wieder darüber schmunzeln, welche Panik vor allem Frauen haben, wenn sie auch nur ein paar Zentimeter in den Annahmeschacht fassen sollen. :-)

Keine Wurstabbildung

Als ich am Wurstregal vorbeiging, fiel mir eine Packung sofort auf. Jetzt neu von Zimbo: Keine Wurst? Kann doch nicht sein. Was ist da denn passiert? Sieht echt aus, als hätte da gerade jemand einen Teller weggenommen:



Die Erklärung war aber ganz einfach: Die Produktabbildung mitsamt Text und Zusatzinformationen befindet sich auf einem Aufkleber, der einfach auf die Standardpackung geklebt wird. In diesem Fall ist die Packung in der Produktion einfach "durchgerutscht" oder der Aufkleber stand möglicherweise an einer Ecke hoch und ist schließlich am Umkarton oder einer anderen Packung haften geblieben.


Jever Ice

Ein Mitarbeiter wollte eben zwei 6er-Träger Jever Pilsener ins Tiefkühlhaus stellen. Damit der anrufende Kunde in einer Stunde kaltes Bier hat.
Der Kunde kam nicht, die Gedanken waren woanders. Voila.

Und ich habe den Schaden.


Vivil

Mal eben schnell im Vorbeigehen eine Tüte Bonbons in die Jacke stecken und damit den Laden ohne zu bezahlen verlassen wollen.

So schnell kommt man zu einer Anzeige.

(Die Polizei hat ihn zwar nicht gleich mitgenommen, aber es klang so, als wenn sich auch solche "Kleinigkeiten" nicht besonders förderlich für seine nahe Zukunft auswirken würden.)

Selbst ist die Frau

Ein Pärchen wollte Leergut abgeben. Eine Flasche fiel ihnen zu Boden und zerlegte sich erwartungsgemäß in ein unterhaltsames Puzzle für die langen Winterabende.

Während er schonmal anfing, die Überlebenden des Unglücks in den Leergutautomaten zu stecken, guckte sie ins Lager und sah sich scheinbar hilfesuchend um.

Als sie sich zu mir drehte, fragte ich, ob sie einen Besen brauchen würde. Ihre Antwort:
"Ja, sollen wir das jetzt wegmachen?"

Neinein, braucht ihr nicht. Ich drücke unserem dressierten Affen gleich den Besen und eine Banane in die Hand und dann erledigt der das.

Nein, kein Problem. Mache ich gleich eben weg.
Sie haben's dann aber doch selber weggeräumt. :-)