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Und Glasscherben?

Vor knapp einem Jahr (oha, so lange ist das schon wieder her..?) erwähnte ich die damals in den Medien recht präsente Thematik, dass Abfälle (und eben auch noch brauchbare Lebensmittel) in Supermarkt-Müllcontainern mit Chemikalien übergossen wurden, damit Containerern das Leben schwer gemacht wird.
Interessant war in dem Zusammenhang auch die Diskussion, ob man nun die Mitarbeiter der Supermärkte für eventuelle Folgen (z.B. Gesundheitsschäden) haftbar machen kann oder ob dieses Verhalten sogar schon mit dem Strafgesetzbuch in Konflikt kommen könnte.

Nun gab es ja schon häufiger Rückrufe aufgrund von Verunreinigungen von Produkten, zum Beispiel mit Glasstücken. Mitunter sollen diese aus dem Verkauf genommenen Packungen direkt vor Ort entsorgt werden. Also landen sie im Müllcontainer.

Und jetzt kommt die ach so theoretische, sich aber nach der alten Diskussion beinahe aufzwängende Frage: Was ist, wenn diese scheinbar "guten" Produkte jemand aus dem Container mitnimmt, verzehrt und sich (schwere) Verletzungen, ggf. sogar mit Todesfolge zuzieht?
Hätte man einen Warnhinweis dranhängen sollen? "Lebensgefahr!" – oder sollte nicht generell bei "Abfällen" (Inklusive "weggeworfene noch verzehrfähige Lebensmittel") genug viel Skepsis vorhanden sein?

Der Micro-Spion

In der letzten (oder sogar schon vorletzten?) Micky-Maus war ein kleiner "Micro-Spion", ein kleines Gerät, mit dem man ganz leise und ganz weit entfernte Geräusche und stimmen total laut und deutlich hören kann. Naja, vermutlich braucht man dafür die Fantasie eines Kindes.
Wie auch immer: Bei uns im Lager lag im Korb mit den alten Zeitungen auch so ein Magazin. Die Folie war aufgerissen und mein Spieltrieb sagte mir, dass ich unbedingt den Spion ausprobieren sollte. Erfolglos, das Dingens wollte einfach nicht funktionieren.

Später klärte mich eine Kollegin darüber auf, dass ein Kunde mit seinem Sohn so ein Heft umgetauscht hatte, weil das Spielzeug nicht funktionierte. Das kaputte hätte sie anschließend zu den anderen Remittenten gelegt.

Achso. Das erklärte einiges. :-)


Knete

Ein kleiner Junge, vielleicht fünf Jahre alt, kam an die Kasse und forderte von meinem Mitarbeiter: "Gib mir Knete!"

Was? Wie? Überfall? Der Zwerg?

Die anfängliche Verwirrung wich aber schon sehr bald, denn die Mutter des Kleinen kam dazu und erklärte, dass sie Spielknete für ihn suchen würden.

Spielknete... Nicht, dass er alle zusammenmischt und hinterher aus dem dunkelgrauen Matsch eine eine Handfeuerwaffe formt. :-)

Zu cool für diesen Laden

Luis hat mich gefragt, was ich von Premium-Cola halte.

Ich kenne die Premium-Cola schon seit einigen Jahren und finde die Idee dahinter sehr löblich. Eigentlich ein cooles Produkt. Besonders hinweisen möchte ich auf die sehr interessante Fotostrecke zur Produktion der Cola.

Leider wollte man mit dem coolen Produkt nur in ausgewählte Läden und dazu gehörte vor einigen Jahren nicht mein "außergewöhnlicher Supermarkt", wenngleich das Getränk hier gut reingepasst hätte. Dann eben nicht...

Drohen mit dem Inkassobüro

Eine Rechnung habe ich (nachweisbar) bezahlt. Die Bankverbindung und auch die angegebene Rechnungsnummer stimmten definitiv. Trotzdem habe ich nun eine Mahnung bekommen, in der auch gleich sehr direkt damit gedroht wird, die Angelegenheit an ein Inkassobüro zu übergeben.

Muss ich die Angelegenheit aufklären? Irgendwie habe ich keine Lust, mir nach dem Tonfall auch noch Mühe zu machen. Sollen die doch selber ihre Kontoauszüge überprüfen.

Stammkundedieb

"Ich habe das Deo bestellt, da bin ich hundertprozentig sicher!", erklärte mir eine Kollegin. "Das Regal ist aber komplett leer und die Ware ist doch gestern erst geliefert worden!"

Der Artikel war nicht nur bestellt, sondern auch geliefert worden, wie ein Blick auf den Lieferschein zeigte. Mist. Geklaut? Ich wälzte die Videoaufzeichnung und wurde schließlich am Vorabend fündig. Ein Mann, den ich nicht kannte, aber den zwei Kolleginnen sofort als Stammkunden aus den Abendstunden identifizierten, stopfte sich sämtliche Spraydosen in die Ärmel seiner dicken Daunenjacke.

Wer für den Eigenbedarf "Axe" klaut, hat es eigentlich auch nicht besser verdient. Aber vermutlich geht das Zeugs in irgendwelchen Kiosken oder Quickschops oder sogar auf einem Flohmarkt über den Tisch.

Ohmann, das ist so frustrierend. :-(

Aber die Videoaufzeichnung von dem Diebstahl sichere ich. Und wenn der Typ noch einmal wiederkommt, ist er fällig.

Voulez vouz...

Vor ein paar Tagen mit ein paar Kollegen und einer Kollegin im Gespräch gewesen. Es ging ganz unverfänglich (ehrlich!) um Fremdsprachenkenntnisse. Irgendwann meine die anwesende Dame, dass sie auf Französisch nur einen einzigen Satz könne, nämlich "Voulez-vous coucher avec moi?"

Für den Rest des Tages hatte ich dann als Ohrwurm einen gewissen Titel von Labelle im Kopf... :-)

E-Mail

Ich habe gerade eine E-Mail an unseren Lieferanten geschrieben:
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich verweise auf meinen Blogeintrag:
http://www.shopblogger.de/blog/archives/9961-Die-Kaffee-Verarschung.html

und in diesem Zusammenhang auf diesen Bericht:
http://www.mygadgetblog.de/index.php/verbraucherzentrale-warnt-vo-filterkaffee-mit-zuckerzusatz/

"Die Wettbewerbszentrale Hamburg hat gegen diese irreführende Kennzeichnung der Kaffeeröstereikette geklagt und in der ersten Instanz Recht bekommen. Allerdings hat Tchibo gegen das Urteil Berufung eingelegt."

Ich möchte hiermit anregen, dass diese Produkte auslistet werden.
Das ist Verbraucherverarschung in Reinform!
Bin mal auf die Reaktion gespannt...

Die Kaffee-Verarschung

Hier seht ihr zwei Packungen milden Onko-Kaffee. Ohooo, wird der eine oder andere jetzt denken, die eine Packung ist ja kleiner und die Beschriftung ist etwas anders. Da sind bestimmt keine 500 Gramm, sondern vielleicht nur noch 467 Gramm drin, dank der neuerdings freigegebenen Verpackungsgrößen.

Ganz falsch: Es sind tatsächlich sogar nur noch 440 Gramm Kaffee in der Packung. Das Gesamtgewicht der Packung beläuft sich zwar immer noch auf 500 Gramm, aber die restlichen 60 Gramm setzen sich aus 2/3 Maltodextrin und 1/3 Karamell zusammen.
Gerade die 40 Gramm Maltodextrin sind ein Hohn: Geschmacks- und quasi auch kostenneutral wurde so der (teure) Kaffee weggelassen. Es steht zwar nicht mehr "Kaffee" auf der Packung, aber den Unterschied werden die meisten Verbraucher wahrscheinlich gar nicht bemerken.

Bei gleichem Verkaufspreis hat Onko nun einen deutlich höheren Nutzen (sprich: Gewinn) an jeder Packung oder kann, und das ist eigentlich noch viel schlimmer, den Preis so weit senken, dass Kaffeehersteller, die diesen Unsinn nicht mitmachen und reinen Kaffee verkaufen, mit ihren Preisen in Bedrängnis kommen. Der Kunde vergleicht den Preis und selten den Inhalt. Dass das günstigerere Produkt auch weniger hochwertig ist, interessiert dabei häufig nicht!

Aber auch ohne an die Onko-Konkurrenten zu denken ist diese Vorgehensweise eine Frechheit und in meinen Augen eine größere Verbraucherverarschung, als wenn in der Packung tatsächlich einfach nur weniger Kaffee drin gewesen wäre.





(Dank an Christian Kühnke für den Hinweis!)

Links LXVIII

Taschenkontrolle im Supermarkt

Schlaglöcher zu verkaufen

Verbraucherzentrale hat offenes Ohr zum Thema GEZ

Konsum-Unlust hat zum Jahresbeginn durchgeschlagen

Selfscanning: Einfach selbst abkassieren

Nährwertprofile: Ablehnung der Süßwarenindustrie

Beardyman sitzt beatboxend an der Kasse (YouTube-Video)

Gentechnik ist längst auf dem Teller

Hygiene bedeutet nach EU-Norm, dass kein Europäer irgendetwas essen darf, aus dem ein Gourmet Genuss gewinnen könnte.

"SPAR"-App für's iPhone (Norwegisch)

15 Cent und 25 Cent

Eine ältere Kundin beklagte sich darüber, dass der Leergutautomat ihr für ihre Einwegflasche nur 15 und nicht 25 Cent ausgezahlt hat. "Der ist wohl irgendwie kaputt, da müssen Sie mal jemanden kommen lassen." belehrte sie mich.

Nein, der Automat ist nicht kaputt. Auch, wenn ich einige mechanische Dinge an diesem Gerät immer wieder kritisiere – an die reine Erkennung lasse ich nichts herankommen. Die ist sehr gut.

"Jaaa, ach, müssen wir wohl mal. Man kennt das ja, immer ist was mit der Technik." war meine Reaktion darauf.

War wohl die bessere Antwort. Es hat zugegebenermaßen schon in den Fingern gekitzelt, ihr die Wahrheit zu erklären. Aber ich fürchte, das hätte sie nicht weiter interessiert. So sie es denn überhaupt verstanden hätte.

Für die Neugierigen: Die Erkennung in meinem Automaten ist sozusagen "mehrschichtig". Zuerst wird das DPG-Einwegpfandlogo gesucht. Ist es vorhanden, ist die Sache eindeutig: 25 Cent gutschreiben.
Ist das Einwegpfandlogo nicht vorhanden (oder wie im oben beschriebenen Fall so weit beschdigt, dass es für die Maschine nicht mehr lesbar ist), versucht der Automat, die Form der Flasche anhand der Kontur zu erkennen. Passt die erkannte Kontur zu einem der gespeicherten Muster, wird der entsprechend hinterlegte Pfandbetrag gutgeschrieben. Ist kein Pfandlogo vorhanden und passt die Form auch nicht, wird die Flasche als "unbekannt" abgelehnt.
In diesem Fall hatte die Einwegflasche die Kontur einer mit 15 Cent bepfandeten Flasche und wurde aufgrund des Beschädigten DPF-Logos nunmal als eine solche erkannt und angenommen.

Aber erklär das mal einer Kundin... :-)
(...der ich natürlich hinterher die fehlenden 10 Cent manuell ausgezahlt habe.)

Staubdetektorfalle

Diese Behälter, die man in dieser oder ähnlicher Form in vielen Läden findet, sind sogenannte Detektorfallen für Lebensmittelmotten. "Detektorfallen" deswegen, weil sie nicht reichen, um bei einem Befall sämtliche Schädlinge einzufangen. Aber wenn man in dem (theoretisch) mit pheromonhaltigen Mitteln gefüllten Behältern viele und/oder häufiger Motten findet, weiß man, dass man ein ernsthaftes(*) Problem hat.

Diese beiden Fallen werden jedenfalls jetzt auch im Rahmen meiner Renovierung verschwinden. Das einzige, was sich im Laufe der Jahre darin gesammelt hat, ist Staub. Den haben wir, ich geb's ja zu. :-)

Ernsthaft ernsthaft. Mottenbefall ist mein absoluter Albtraum hier im Laden. Dann hätte ich lieber ein paar Schaben. Die sind zwar rein optisch "ekeliger", aber durchaus leichter zu bekämpfen. Zum Glück, klopfklopfklopf, haben wir mit beiden keine Probleme.


Von Freeware zu Shareware via Update

Wisst ihr, was gemein ist?

Wenn man irgendwann mal ein Freeware-Programm installiert hat, dieses nach zwei Jahren meldet, dass ein Update verfügbar ist und man sich nach dem Update ständig mit dem lästigen Hinweis herumschlagen muss, dass die Version abgelaufen ist und dass man die Shareware-Version für eine weitere Nutzung zu registrieren habe.

Nicht, dass ich ein Problem damit habe, für Software, die ich benutze, auch zu zahlen. Aber so ist's irgendwie hinterhältig. :-|

Klonk, plonk...

Erinnert sich noch jemand an den ersten Otto-Film und die Szene in der Rockerkneipe, in der Otto sich über die Art und Weise, wie ein Eskimo pinkelt, halb totlacht und dann erfahren muss, dass das ein "Scheißwitz" sei, "rassistisch" dazu?

Irgendwie musste ich daran unweigerlich denken, als ich eben auch mal musste und feststellte, dass jemand ein paar aufgerissene Beutel mit fertigen Einswürfeln in sämtliche Waschbecken und eben auch das Urinal auf dem Herrenklo entsorgt hat. :-)