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Der Preis am Regal und in der Kasse

Ein Kunde hat in der Vergangenheit mehrmals moniert, dass der Preis eines bestimmten Artikels nicht mit dem Preis auf dem Regaletikett übereinstimmt. Einmal auch in meiner Anwesenheit. Ich hatte mich auch darum gekümmert, aber offenbar ohne Erfolg. Der Kunde hat mich nämlich nun via E-Mail angeschrieben und mir seinen (verständlichen) Frust mitgeteilt.

Ich habe die Angelegenheit für längst erledigt gehalten und habe vorhin mal intensiver überprüft, wo das Problem liegt.

Nun: Kleine Ursache, große Wirkung.
Ich hatte immer nur das Regaletikett mit ins Büro genommen und anhand dessen den Preis in unserem Warenwirtschaftssystem überprüft. In diesem Fall habe ich wohl schlichtweg versäumt, die Artikelnummer auf den im Regal platzierten Produkten mit der auf dem Preisetikett abzugleichen. Die hatte sich nämlich geändert und so war der Preis des Artikels, der zu der auf dem Etikett abgedruckten Nummer gehörte zwar noch richtig im Warenwirtschaftssystem eingepflegt, der eigentliche Artikel mit der geänderten Nummer aber eben nicht.

Nun sollte aber alles endgültig wieder stimmen.

Umgeklebt

Mal gucken, was hier passiert ist: Jemand macht sich die Mühe und löst von einer Einwegbierflasche (25 Cent Pfand) das Etikett mit dem Pfandlogo ab. Danach nimmt er eine Mehrweg-Sprudelflasche (15 Cent Pfand) und löst von dieser enfalls das Etikett ab. Das Etikett vom Bier klebt er jetzt auf die Limoflasche und versucht sein Glück am Leergutautomaten. Im Idealfall hätte er somit ein Plus von zehn Cent gemacht, was in Relation zum vermutlich aufgewendeten Arbeitseinsatz doch eher bescheiden ist.

Geholfen hat's alles nichts, denn der Leergutautomat hat die Flasche ganz normal als Mehrwegflasche angenommen. :-)


Lesumer Wasser – Jetzt noch?!?

Sachen gibt's, die gibt's gar nicht...

"Lesumer" ist ein Mineralwasser aus einer Quelle aus dem Norden unserer Stadt. Trotz der Regionalität habe ich den Artikel nie hier im Sortiment gehabt. Zugegebenermaßen haben aber auch nur äußerst selten mal Kunden danach gefragt.
Die Firma Vilsa / Rodekohr, die das "Lesumer"-Wasser auch vertrieben hat, hat die Marke nun zum 1. April dieses Jahres sterben lassen.

Und nun bekomme ich von unserem Getränkegroßhandel zwei Kisten "Lesumer" geliefert. Nie bestellt habe ich die. Auch noch nie zuvor. Wenn das jetzt nicht nur ein blöder Zufall war, würde ich glatt unterstellen, dass die jetzt auf diese Weise ihr Lager räumen.
Egal, ich reklamiere das jetzt trotzdem nicht. Nach ein paar Stunden sind schon die ersten Flaschen verkauft und ich bin hundertprozentig sicher, dass die restlichen 19 Flaschen auch noch ihren Weg an die Kunden finden werden.


Die Wand mit den Graffiti

Mitte April hatte ich einen "SPAR-Markt" in Venedig vorgestellt. Damals spekulierten wir: "Das ist anscheinend die Rückansicht, auf der Vorderseite kan man wahrscheinlich direkt vom bei SPAR einkaufen."

Nun habe ich das Bild noch einmal von Oliver bekommen:
"Hallo Herr Harste,

keine Ahnung, ob das (siehe Attachment) etwas fuer Ihr Blog ist; es ist ja anscheinend kein Spar-Markt im engeren Sinne. Eigentlich habe ich keine Idee, was es ueberhaupt sein koennte. Das Foto entstand in den Hafenanlagen von Venedig. Moeglicherweise ist es ja die Rueckseite eines Lagerraums fuer den lokalen (De)Spar-Markt?
Die Idee mit dem Lagerraum halte ich für wahrscheinlicher als die Tatsache, dass es sich um die Rückseite eines Ladens handelt.

Aber noch viel wahrscheinlicher ist, dass einfach ein paar Sprayer die Wand mit den unterschiedlichsten Logos verziert haben.

Bei genauerer Betrachtung muss ich feststellen, dass das Wort "verziert" den Kern der Sache aber nicht so richtig trifft. :-)


Grünes Licht hinter dem Defekt-Schild

Der Leergutautomat ist derzeit defekt. Zumindest teilweise, die Mehrweg-Annahme ist ausgefallen und eingeworfene Flaschen würden die ganze Mechanik blockieren. Einwegflaschen nimmt und cruncht die Maschine problemlos.

Aber den Unterschied kann man leider nur den wenigsten Kunden klarmachen. Bevor ich ein Schild mit langem Text aufhänge, auf dem beschrieben wird, woran man eine Einwegflasche erkennt ("Ich habe keine Einwegflaschen! Die sind alle mit Pfand!"), mache ich es lieber so wie jetzt:


Rohrspatz

Ein Auslieferungsfahrer fluchte mitten im Laden laustark vor sich hin. Nicht ein einmaliger Kraftausdruck, sondern die ganze Zeit schimpfte er. Über seine Urlaubsvertretung, wie er auch Nachfragen erklärte.

Der Vertreter Die Vertretung hat das Regal wohl nicht so hinterlassen, wie es sein sollte. Lücken und Chaos beherrschten das Bild. Gut, den Frust kann ich verstehen.

Überschwemmung im Keller

Unerwünschtes Wasser tropft nicht nur hier in der Gastfeldstraße mit aller Regelmäßigkeit von der Decke. Jetzt hat es auch meinen kleineren Markt erwischt: Ein Wasserhahn war undicht und so lief am Wochenende langsam ein Rinnsal die Treppe herunter in den Keller, der sich langsam füllte. Zum Glück nicht bis oben hin und auch ohne weiteren Sachschaden zu hinterlassen.

Einzig die Arbeit, alles aufwischen zu müssen, war lästig.


Dosenöffner

Bevor jemand bei dem Titel an "Cat Content" denkt und nicht weiterliest: In diesem Beitrag geht es nicht um Haushaltsgegenstände und auch nicht um hungrige Miezekatzen.

Ein Mann mittleren Alters wollte von mir Champagner haben. Die Sorte war egal, am liebsten den günstigsten. Wichtig war nur, dass es eben echter Champagner war, damit "Champagner" auf der Flasche draufsteht.

Der Grund dafür nannte er mir sehr ehrlich und ich könnte mir vorstellen, dass er sich den Spruch verkniffen hätte, wenn ihn eine meiner Mitarbeiterinnen beraten hätten: "Das ist ein 1A-Dosenöffner. Die Weiber brauchen ja nur eine Flasche Schampus zu sehen und schon kannste mit denen alles machen."

Ich kann mich gerade nicht entscheiden, was ich schlimmer finden soll. Solche Kerle oder solche Weiber.

DAS sind Öffnungszeiten!

An meine neuen Öffnungszeiten haben sich viele inzwischen gewöhnt. Einige Kunden haben sich natürlich darüber beschwert, den meisten ist es ganz offensichtlich (und wie eigentlich zu erwarten war) egal. Vor allem kratzt es immer noch etwas an meinem Ego, nicht mehr "der" 24-Stunden-Supermarkt zu sein. Egal, daran werde ich mich schon noch gewöhnen (müssen)...

In anderen Gegenden nimmt man das mit den Öffnungszeiten nicht annähernd so genau. Dank an Kollegen Gregor, der mir dieses Fundstück von einer der Nordseeinseln hat zukommen lassen. :-)


SPAR-Tankstelle in Queensland

Hallo Björn,

hier auch ein Beitrag zum Thema Spar-Läden in anderen Ländern.

Dieser Laden gehört zu einer Tankstelle am Steve-Irwin-Way bei Beerwah in Queensland, Australien. Da musste ich doch gleich an den Shopblogger denken.

Viele Grüße
Uschi
Vielen Dank für das Foto.
Man könnte den Eindruck bekommen, dass die Betreiber Angst hatten, dass man das SPAR-Logo übersehen könnte. :-)


Abgelaufener Saft

Melanie hat mir folgende E-Mail geschickt:
Hallo Björn,

ich hoffe, die Frage, die ich dir stelle, wurde dir noch nicht allzu häufig gestellt. Ich würde mich sehr über einen Rat freuen.

Bei uns gibt es einen kleinen (eher winzigen) Laden im Bahnhof. Dort werden Zeitschriften, belegte Brötchen und Getränke verkauft. Vor drei Tagen habe ich mir einen Fruchtsaft gekauft und diesen auf meinem Weg zur Arbeit getrunken. Danach stellte ich fest, dass das Getränk ein Mindesthaltbarkeitsdatum hatte, das bereits volle zwei Monate in der Vergangenheit lag. Ich hatte Glück -bis auf leichte Magen-DArm Beschwerden hatte ich nichts. Nachmittags habe ich die Verkäuferin darauf aufmerksam gemacht, dass alle Getränke dieser Sorte abgelaufen seien. Sie entschuldigte sich und gab mir ein anderes Getränk gratis. Am nächsten Tag stellte ich fest, dass die gleichen bereits abgelaufenen Getränke immernoch im Kühlregal standen. Gäbe es rechtlich irgendeine Möglichkeit die Frau dazu zu bewegen, dass sie keine abgelaufenen Lebensmittel mehr verkauft? Kann ich mich irgendwo beschweren außer bei der Verkäuferin selbst? Ich habe mich sehr darüber geärgert, dass sie trotz meines Hinweises dieses Produkt weiter verkauft. Bleibt mir keine andere Wahl außer diesen Laden einfach nicht mehr zu betreten? Für eine Antwort wäre ich wirklich dankbar.
Du könntest dich natürlich, sofern die "Verkäuferin" nicht sowieso die Chefin des winzigen Ladens war, bei ihren Vorgesetzen beschwerden.

Rein rechtlich spricht nichts gegen den Verkauf der abgelaufenen Ware. Der Laden bewegt sich etwas auf's Glatteis, da er ab dem Zeitpunkt für die einwandfreie Qualität der Ware verantwortlich ist. Da hilft dann letztendlich wirklich nur, den Laden zu meiden.

Handelte es sich bei dem Saft um einen frischen Fruchtsaft oder um einen sterilisierten, der sowieso monate- bis jahrelang hält? Bei letzten würde es mich sehr wundern, wenn die Bauchschmerzen vom Konsum des Getränks entstanden sind. Da war dann vermutlich ein anderer Faktor beteiligt.

Wieder einer der Fälle, die aus der Ferne kaum zu beurteilen sind.

Cola-Gutschein aus Österreich

Charlie möchte wissen:
Moin Björn,

ich habe einen SPAR Gutschein in einer Zeitschrift aus Österreich entdeckt und wollte fragen, ob man ihn auch bei Dir einlösen kann!?!
Nein, leider nicht. Mit der SPAR in Österreich habe ich nichts zu tun und wenn ich mich an die dortige Zentrale für das Clearing eines Cola-Gutscheines wenden würde, bekäme ich wahrscheinlich den Spott der gesamten Zentrale zu spüren. :-)