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Handwerker im Branchenbuch

Wie pickt ihr einen Handwerker (oder alternativ sonstige Firmen) aus dem Branchenverzeichnis heraus? Wenn man keine Firma kennt, fange ich normalerweise oben bei "A" an und arbeite mich in alphabetischer Reihenfolge vor.

Manchmal fange ich auch hinten an und gehe von Z nach A durch das alphabetische Verzeichnis. Gut haben es die Firmen, die mit A, B, C oder auch mit X, Y oder Z anfangen.

Ganz ehrlich? Mauermann Müller hat da doch echt die A*schkarte, oder fängt jemand tatsächlich in der Mitte an oder pickt sich zufällige Einträge heraus?

Wildlachs für 25 Cent

Erst einige Zeit nach dem Kauf fiel einem meiner Mitarbeiter auf, dass auf seinem Kassenbon ein Artikel "Alaska Wildlachs" für 25 Cent zu finden ist.

Im Warenwirtschaftssystem habe ich den Lachs übrigens nicht gefunden. Was auch immer da passiert war oder immer noch passiert: Ich hoffe, dass wir nicht teuren Lachs für 25 Cent verschenken. Aber da ist inzwischen alles überprüft. Großes Rätselraten... :-O


12 monKEYs

So sieht übrigens eine Kassentastatur von Innen nach zehn Jahren intensivem Gebrauch ohne nennenswerte Reinigung aus.

Wem sich das auf dem Bild dargestellte Motiv nicht sofort erschließt, sollte sich eigentlich freuen und auch gar nicht weiter darüber nachdenken... ;-)


Soll auslaufen!

Gemeint war natürlich, dass wir den Artikel hier aus dem Sortiment verbannen wollen und ihn deshalb so lange nicht mehr nachbestellen, bis die verbliebenen Reste des Getränks auf ein sehr überschaubares Maß zusammengeschrumpelt sind.

Wer das nicht weiß, könnte die Info auch falsch verstehen: Die Flaschen sollen angeblich auslaufen und deshalb vorsichthalber nicht bestellt werden. Das wäre dann natürlich ein Fall für die Grauhof-Qualitätssicherung. :-D


Schockierend ehrlich

Ein Mann unterhielt sich mit einer Kollegin, da er ein bestimmtes Produkt suchte. Es waren allerdings vom Gewünschten nur noch zwei relativ teure Marken vorrätig, die Billigvariante der Eigenmarke war gerade ausverkaut. Er gab ehrlich zu, dass ihm die hochwertigeren Produte zu teuer sind.

"Das ist natürlich schade, dann müssten Sie es einfach mal hier beim Penny an der Ecke oder noch knapp 200 Meter weiter bei Netto probieren", sagte ihm meine Mitarbeiterin daraufhin.

Wir hatten den Mann zwar aufgrund seiner Erscheinung auch zunächst schon als "VP" (vedächtige Person) eingestuft, aber was er dann sagte. war schon schockierend ehrlich: "Da darf ich nicht mehr rein."

Keine Wünsche

Das folgende Bild hat mir Torsten zugemailt. Vielen Dank dafür.
Hallo Björn,

in der eigentlich wunschschwangeren Zeit vor dem Weihnachtsfeste entdeckte ich in einem Kaufland etwas, was wohl wirklich eine Panne oder/und ein Mangel bei der sonst üblichen Kundenorientierung im Einzelhandel ist.

Daher musste ich das einfach, im wahrsten Sinne des Worte, denn es war nur ein simples Fotohandy im Spiel, festhalten - und schicke es Dir nun zu und bin gespannt, wann&wo ich im Lebensmittelhandel (vielleicht schon wieder bei Kaufland) etwas ungewöhnliches und zu Deinem Blog passendes entdecken werde.
So eine "Notrufsäule" ist in großen Warenhäusern mit chronischer Personalknappheit (Überraschende Enthüllung von WikiLeaks: Die besten Verstecke der Baumarkt-Verkäufer während der Arbeitszeit werden aufgedeckt.) sicherlich keine allzu verkehrte Einrichtung.

Bei mir hier nicht wirklich lohnenswert. :-)


Eimer für Getränkereste – unsinniger Versuch!

Beim Aufräumen im Lager haben wir in einer Ecke noch einen alten Mülleimer mit Klappdeckel gefunden. Das Ding ist wasserdicht und nicht allzu groß und so hatte ich die spontane Idee, ihn direkt vor dem Leergutautomaten unterzubringen, damit Kunden irgendwelche Getränkereste aus ihren Flaschen dort hinein entsorgen können. Ein entsprechendes Hinweisschild dafür hätte ich in den nächsten Tagen noch gebastelt.

Ohne dieses Schild erkennen Kunden den Mülleimer als Mülleimer und stopfen – logisch – ihren Müll in den Eimer. Da kam mir wieder in den Sinn, dass Kunden prinzipiell keine Schilder und Hinweise lesen und wenn ich mir nun vorstelle, da jeden Abend ein Gemisch aus vermischten Getränkeresten und sonstigen festen Abfällen rausholen zu müssen...

Ich möchte den Gedanken nicht weiterdenken und verbanne den Behälter wieder in eine Ecke im Lager. :-O


Verdrömelt

Das war wohl noch zu früh am Morgen...

Ein Kunde trug einen relativ großen Rucksack auf dem Rücken und kaufte offenbar einige Dinge für sein Frühstück ein. Eine Flasche Kakao, zwei Brötchen, etwas Aufschnitt und eine Banane. Als er gerade auf dem Weg zur Kasse war, fiel ihm ein, dass er noch einmal am Kühlregal vorbeigucken wollte, drehte sich schlagartig um – und vergaß dabei wohl seinen "Anhang" auf dem Rücken.

Den Hinweis "Fahrzeug schwenkt aus" gibt es für Fußgänger und Supermarktkunden leider auch nicht und so stellte sich das unvorsichtige Lindt-Regal in seinen Weg und ein Großteil der Tafeln polterte zu Boden.

Man hat am frühen Morgen ja auch sonst nichts zu tun. :-O

SPAR-Markt in Chersonissos / Kreta

Hallo Björn,

direkt vom sonnigen Strand bekommst Du den Schnappschuss einer SPAR-Filiale auf Kreta im Städtchen Chersonissos.

Vielleicht kann der ja zu Deiner kleinen Sammlung beitragen, wenn Du den hier nicht eh schon in Deiner Liste hast.

Zu Erkennen ist leider nicht wirklich viel, denn ich saß am Steuer und rief meiner Frau nur zu: "
Ein SPAR-Markt, mach mal ein Foto für den Shopblogger!". Sie schaute verwirrt, knippste aber trotzdem.

Grüße von der sonnigen Insel Kreta

Sebastian
Vielen Dank dafür. :-)


Rückmeldung vom Babybel-"Dieb"

Nach meinem Blogeintrag vom 17. Januar ist die Sache mit dem Babybel noch weitergegangen. Das möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten:
Hallo Björn,

auch angeregt durch deine Worte bin ich gestern Nachmittag dann nochmal zum REWE marschiert, um mir die Geschäftsführerin / Marktleiterin zu schnappen.

Praktischerweise hängen ja mittlerweile überall diese lustigen Bildchen am Eingang, also musste ich mich nicht erst durchfragen.

Ich habe sie gebeten, sich ein paar Minuten Zeit für mich zu nehmen und wir sind in den Aufenthaltsraum gegangen, wo ich ihr die Situation geschildert habe.

Nach meiner Erzählung hat es ziemlich genau 4 Sekunden gedauert, bis eine fuchsteufelswilde 1,50m "große" Person den zwei Meter "Sicherheitsschrank" aus seinem Zimmerchen gezerrt hat, um ihn vollkommen zur Schnecke zu machen. War irgendwie ein befriedigender Anblick. ;-)

Er musste sich dann lang und breit bei mir entschuldigen und auch ihr hoch und heilig versprechen, dass so etwas nicht nochmal vorkommt.

Danach hat sie noch in meinem Beisein die Polizei angerufen um zu klären, wie die Anzeige sofort aus der Welt geschafft werden kann (wird wohl noch am selben Tag geschehen, wie mir versprochen wurde).

Ich bin jetzt um einen 50-Euro-Gutschein für einen REWE-Markt meiner Wahl und die Erfahrung, dass die Welt manchmal doch gerecht ist, reicher geworden.
So gab es sogar ein Happy End. :-)

Aus dem E-Mail-Eingang

Facebook an mich:
Hallo Björn,

wir haben eine Anfrage für eine dauerhafte Löschung deines Kontos erhalten. Dein Konto wurde von der Seite deaktiviert und wird innerhalb von 14 Tagen dauerhaft gelöscht.

Wenn du die dauerhafte Löschung deines Kontos nicht beantragt hast, melde dich bitte bei Facebook an, um diese Anfrage zurückzuziehen.
Yesssssss. :-)

(Nicht) allzeit bereit!

Ich bemühe mich ja immer sehr um möglichst viel Kommunikation mit meinen Onlineshopkunden. Manchmal hat trotzdem der eine oder andere eine Frage oder Bitte und ruft mich hier in der Firma an. Das ist nicht weiter problematisch, im Gegenteil sogar: Im persönlichen Gespräch kann man ohne Missverständnisse direkt alles klären.

Aber es gibt doch tatsächlich Leute, die glauben zu scheinen, dass ich den ganzen Tag hier im Administrationstool der Shopsoftware sitze und nur darauf warte, dass jemand anruft. Schon häufiger ist es passiert, dass ich mich am Telefon melde und mir dann gleich eine Stimme ihren Namen und eine Kunden- und eine Bestellnummer um die Ohren haut und ohne Unterbrechung mir schließlich auch noch den Grund des Anrufes erzählt.

Nicht, dass mich die Probleme nicht interessieren würden – aber ein bisschen Reaktionszeit brauche ich schon. :-O

Inventuranleitung – zu schwer?

Um bei der nächsten Inventur ein paar mehr Pannen zu vermeiden, habe ich die Anweisungen für die Inventurhelfer mal überarbeitet und um einige Punkte ergänzt. Das sind insgesamt relativ viele Infos, aber damit sollte es theoretisch sogar möglich sein, ohne zusätzliche Erklärungen die gezählten Mengen vernünftig niedrzuschreiben.

Die aufgeführten Anweisungen sind aber mehr als kleine Gedächtnisstütze gedacht. Im Vorfeld wird natürlich jeder Punkt genau erläutert.
1. Mit den Zählblättern sorgsam umgehen! Keine Blätter abreißen! Nur Falten und Knicken ist erlaubt.

2. Die genannte Reihenfolge ist absolut zu beachten! Sicherheitsvorschriften sind zu beachten!

3. Artikel mit dem gleichen Preis können und sollen zusammengefasst werden, wenn sie unmittelbar nebeneinander stehen.

4. Die Artikel UNTER der fetten Linie namentlich erfassen. Ebenso den jeweils ersten Artikel bei Sprüngen in andere Regale /-Böden. Bei allen anderen Artikeln reicht die Info Menge und Preis.

5. Sauber in Druckbuchstaben schreiben!

6. Nichts überschreiben. Falsche Zeilen komplett entwerten (durchstreichen) und eine neue Zeile benutzen. „Nachzügler“ getrennt erfassen, Zahlen niemals übermalen.

7. Bei Fehlartikeln nicht "nichts" eintragen. Lücken einfach überspringen. Keine Leerzeile lassen.

8 Die Inventur findet während der Öffnungszeit statt. Kunden werden bereits gezählte Artikel kaufen. Das passiert zwangsläufig und die bereits erfassten Mengen dürfen nicht korrigiert werden.

9. Alle Zeilen in den Listen verwenden. Keine Leerzeilen, keine Absätze!

10. Preise ohne "Euro"-Zeichen und Mengen ohne "mal" (x) schreiben.

11. Steht ein Artikel über zwei Fachböden in zwei Blöcken, so gilt das Regaletikett.

12. Nicht platzierte Artikel an Mitarbeiter geben.

13. Beschädigte Artikel (Aufgerissen, ausgelaufen, tropfend, schmierig, geöffnet, klebrig, zerbrochen...) oder mit abgelaufenem MHD aussondern und an Mitarbeiter geben!

14. Ware nach Zählvorgang sauber nach vorne ziehen, linksbündig am Preisetikett orientieren.
Na, wer traut sich am 14. Januar 2012? :-)