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Puffende PET-Flaschen

Thomas wollte wissen:
Ich frage mich schon seit geraumer Zeit ob die Einwegflaschen nicht platzen wenn man sie in den Leergutautomaten steckt?
Ich meine da ist doch Luft drin. Und dann der geschlossene Deckel. Das müsste doch irgendwie bei jeder PET Einwegflasche mindestens ein Puffen geben.
Die Flaschen werden durch rotierende Stahlpaddel gegriffen und den Walzen des Crunchers zugeführt. Meistens ist das untere Ende der PET-Gebinde daher schon perforiert, bevor die Flasche weit genug zusammengequetscht ist.
Aber es kommt gar nicht mal so selten vor, dass die Flaschen tatsächlich aufplatzen. Und das tun sie ausgesprochen laut! Wenn man in dem Moment neben dem Automaten steht, erschreckt man sich mitunter gewaltig. Selbst meine Mitarbeiter und ich machen durchaus noch einen hektischen Satz zur Seite. :-)

Kakao und Scherben

"Entschuldigung, mir ist da ein kleines Malheur passiert. Eine Flasche Kakao ist im Kühlregal heruntergefallen und zerbrochen. Soll ich das wegmachen oder würden Sie das für mich tun? Und muss ich das jetzt bezahlen?", wäre die vorbildliche Aussage eines Kunden.

Natürlich muss niemand den Schaden bezahlen und wir machen den Saukram auch anstandslos selber für den Kunden weg.

Mir würd's ja schon reichen, wenn die Leute einfach nur kurz beim Marktpersonal Bescheid sagen würden und man nicht irgendwann nach Stunden zufällig auf die durchgeweichten und verklebten Kartons im Kühlregal trifft. :-|


Wer möchte einen Shopblogger-Spot produzieren?

Ich bekam vor ein paar Tagen diese E-Mail:
Hallo Björn,

ich bin begeisterter Shopblogger-Leser und komme heute auch mit einem "Geheimprojekt" auf Dich zu. Aber einem seriösen :-)

Wir (=Firma) starten Ende der Woche ein neues Produkt, bei dem man Gameserver stundenweise mieten kann (wenn man z.B. Counterstrike mit seinen Freunden spielen will). Die Besonderheit ist die Bezahlung: Man ruft eine Telefonnummer an, hört sich Werbung an und bekommt dafür Punkte gutgeschrieben, mit denen man die Server dann "bezahlen" kann.

Damit sich ein Auflade-Anruf zu Beginn nicht so leer anhört, brauchen wir Dummy-Werbespots, und jetzt kommst Du ins Spiel: Wenn Du Interesse hast (und glaubst, dass das für Dich nicht gänzlich an der Zielgruppe vorbeigeht), produziere doch irgend eine Form von Audio-Werbung für Deinen Blog oder Deinen Björn-Shop oder beides und schick es mir, wir binden es ein. Dauerhaft gratis, ohne Haken. Einfach nur, weil wir ohnehin Werbespots brauchen und weil ich Deinen Blog cool finde.

Bei Interesse kannst Du Dich ja melden.
Das ist doch ein nettes Angebot von Joern. Nur bin ich absolut nicht in der Lage, hier eine Art Shopblogger-"Werbespot" zu produzieren. Wenn irgendjemand Lust hat, einen Schnippsel zu basteln (Nur für das Blog, nicht den Onlineshop oder die beiden Läden hier in Bremen!), kann er sich also gerne austoben. Investiert nicht zu viel Zeit. Ist ja schließlich nur just for fun. ;-)

Gewürze zum Basar-Preis

Vor ein paar Tagen bekam ich ein kleines Päckchen mit einem 200g-Beutelchen Bio-Pfefferkörner. Ein Anschreiben lag nicht dabei, aber am Nachmittag bekam ich diese Mail:
Lieber Björn,

wir sind zwei Kleinunternehmer, die vor kurzem eine zugegeben etwas verrückte Idee hatten, die bestimmt interessant für Deine Leser ist.

Unter dem Motto „Mein Bio-Gewürz. Mein Preis“ bieten wir ausschließlich online unter www.gewuerz-kampagne.de sieben hochwertige Bio-Gewürze an – zum individuellen Preis!

Gibt´s nicht? Doch! So funktioniert es:

Wir versenden die gewünschten Gewürze an den Kunden. Dieser kann ohne Risiko zu Hause probieren und genießen. Jeder Kunde legt individuell seinen persönlichen Preis fest. Eben so viel, wie ihm unsere Gewürze wert sind. Der gewünschte Betrag zzgl. 4€ pauschal für den Versand wird dann überwiesen oder per PayPal innerhalb von 7 Tagen bezahlt.

Hat die Sache einen Haken? Nein.

Garantiert ohne Risiko! Garantiert Fair! Garantiert Biologisch!

Wir sind jung und wollen einfach mal etwas Neues ausprobieren. Wir sind überzeugt, dass unsere Kunden die hohe Qualität der Bio-Gewürze zu schätzen wissen. Ist ja irgendwie auch eine interessante Gesellschaftsstudie. Wir sind gespannt, ob das Konzept funktioniert.

Über einen Bericht im Shopblogger würden wir uns sehr freuen. Fragen, Wünsche Anregungen? Immer gerne!

Würzige Grüße,
Frank & Nils
So viel "Werbung" für 200 Gramm Pfeffer? Nun: Ich finde die Idee durchaus… –öhm– mutig. Die Kosten für den Versand müssen zwar auf jeden Fall bezahlt werden und selbst, wenn die bezahlten Beträge unter dem Marktdurchschnitt bleiben, dürfte noch ausreichend Marge hängenbleiben – aber ich gebe ernsthaft zu, dass ich für ein Glücksspielchen keine Lust und Nerven hätte.

Ich könnte mir jedenfalls sehr gut vorstellen, das spätestens dann, wenn es zur Gewohnheit wird, dass Kunden nur noch ein paar Cent für ein Tütchen mit Gewürzen überweisen, die Laune immer weiter verhagelt wird.

Trotzdem wünsche ich den beiden viel Glück. Vielleicht hilft ja dieser Beitrag etwas. ;-)

Klimatisierung für die Gastfeldstraße?

Ein wesentlicher Schritt ist getan: In dieser Woche noch bekomme ich ein Angebot von einem befreundeten Klimaanlagenbauer für eine große Anlage hier im Markt in der Gastfeldstraße.

Trotz der Investitions- und Stromkosten sehe ich auch dieser Anlage sehr positiv entgegen: Die Ware wird geschont, die restlichen Kühlgeräte können insgesamt mit weniger Last arbeiten und die Kunden (und Mitarbeiter) fühlen sich wohler und verweilen lieber im Laden.

Und letztendlich: Ich will eine haben. :-)

Zwei Anzeigen auf einen Streich

Einer meiner Mitarbeiter kam zu mir ins Büro und sah etwas irritiert aus: "Du solltest dir mal eben was auf dem Video angucken. Da sind zwei Jungs und die sagen, der Leergutautomat hätte ihren Bon nicht ausgedruckt."

Dass der Automat gar keinen Beleg ausdruckt, kommt hin und wieder mal vor. Die Ursache ist meistens schnell gefunden: Entweder das Papier ist alle oder hat sich im Druckwerk verheddert oder der Bon ist schlicht und einfach hinter die Abdeckung gerutscht.
In Erwartung einer schnellen Lösung ging ich mit meinem Mitarbeiter in Richtung Lager. Dort standen zwei Jugendliche, einer von ihnen schwenkte demonstrativ einen leeren "gelben Sack" in der Hand, und berichteten, dass sie vor ein paar Minuten 28 Einwegflaschen in den Automaten geworfen hätten. Das ließ sich ja zum Glück und Dank unserer installierten Videoaufzeichnung schnell und unauffällig überprüfen.
Tatsächlich haben sich die vergangenen Minuten folgendermaßen zugetragen: Das Duo hat den Laden betreten und ist auf einem Umweg in Richtung Getränkeabteilung getigert. Dort zog einer der Beiden besagten Wertstoffsack aus der Tasche und dann suchten sie meinen Mitarbeiter auf und erzählten ihm die Geschichte mit den angeblich abgegebenen Flaschen.

Da erst fiel mir auf, dass einer der beiden auch bei dem Betrugsversuch am Samstag Abend beteiligt war. Am Samstag hatte ich keine Lust auf Stress und hatte die beiden nur darauf aufmerksam gemacht, solche Dummheiten zukünftig zu unterlassen – doch nun habe ich mich gerade richtig verarscht gefühlt.
Leider hatte eben einer der beiden Fünfzehnjährigen rechtzeitig die Flucht ergriffen, als die Situation noch etwas unklar war und ist auch auf der Straße nicht mehr zu finden gewesen. Der andere war praktischerweise derjenige, der auch am Samstag Abend beteiligt war.

Die Polizei hat beide Videos (das von Samstag hatte ich glücklicherweise vorsichtshalber gesichert) haben wollen und weil ich ernsthaft sauer war, hat der Typ nun zwei Anzeigen von mir bekommen. Er hätte ja die Chance gehabt, aus dem ersten Vorfall glimpflich herauszukommen, aber wer nicht will…

Neue Front am Leergutautomaten

Nach rund 3,5 Jahren war die Kunststoff-Frontblende meines Leergutautomaten eingerissen und immer, wenn man mal etwas tiefer in den Annahmeschacht gefasst hat, hat sich die Haut am Oberarm in dem Riss verfangen.

Jetzt haben wir nicht nur eine neue Blende, sondern auch wieder eine ordentliche Beschriftung am Leergutautomaten. Nun steht dort nämlich endlich wieder auch der Name des Gerätes: UniCycle. Hatte man ja schon fast vergessen. :-)


DIE FRAGE!

Die Außendienstmitarbeiterin eines Lieferanten wartete im Lager vor der Bürotür auf einen Kollegen, der gerade noch telefonierte.

Einer meiner Mitarbeiter betrat währenddessen das Lager und stellte der Frau, als er sie entdeckte, eine direkte wie uncharmante Frage: "Sind Sie Kundin oder Ladendiebin?"

Ihre Reaktion… Naja, gut… Also… War ja vielleicht berechtigt. Aber ich finde, sie hätte es mit Humor nehmen sollen. :-)

SPAR-Markt auf Korsika

Carsten hat mir ein paar Fotos aus Korsika zukommen lassen und mir dazu folgende Mail geschrieben:
Hallo Shopblogger,
nachdem nun schon der zweite SPAR-Markt auf Korsika gezeigt wurde, rücke ich nun mit meinen Bildern vom SPAR in Calvi auf Korsika heraus. Das dritte Bild ist leider nichts geworden, so bleibt es also bei der vertrauensvoll gelagerten Ware inmitten der Fußgängerzone. Die zwischen den beiden Eingangstüren (nicht im Bild) aufgestellten Gemüsekisten enthielten allerlei regionales Gemüse, das nicht mehr sehr vertrauenerweckend ausschaute. Das mag daran gelegen haben, dass noch kurze Zeit zuvor die Sonne mit voller Wucht eine Bestrahlung vornahm.

Interessant fand ich die Tatsache, dass man hier einfach vertraut. Niemand führte Aufsicht, die Ständer waren von beiden Türen aus nicht einsehbar und im Grunde hätte jeder unehrliche "Kunde" sich jederzeit ohne Bezahlung bedienen können.

Ich stand dem Laden eine Weile gegenüber, weil meine Mitreisenden ein Schmuck- und Souvenirgeschäft längere Zeit belagerten. Niemand nahm sich einfach so die Waren. In Deutschland wohl undenkbar, oder?
Nicht nur denkbar, sondern durchaus gängige Praxis. Selbst bei mir hier steht (normalerweise, nicht jetzt bei Minustemperaturen) regelmäßig Gemüse vor der Tür. Allerdings doch deutlich einsehbarer als das Gemüse auf diesem Foto, das ja nun deutlich von der Tür entfernt steht. Ich glaube, wenn wir hier in Bremen eine Gemüseplatzierung an der Straßenecke unterbringen würden, wäre das Gemüse ganz schnell geklaut, die (wenigen übriggebliebenen) Kisten wären mit Müll aufgefüllt, das Regal wäre beschädigt und auf dem Gehweg davor würden alte Zeitungen und ein paar Hundehaufen liegen. :-|


Blau und für Stand

Klaus hat mir dieses Foto einer Shampooflasche zugeschickt. Er dachte sich wohl, dass eine blaue Flasche "for men" und vor allem "Für Stand" wohl durchaus schlüpfrig ist. Weiß nicht, ob er sich das so gedacht hatte, meine Fantasie reicht dazu jedenfalls. :-)
Hallo Björn,

mit großem Interesse lese ich von Zeit zu Zeit dein Blog, obwohl ich weder aus Bremen noch aus der Branche komme, und nur etwa einmal im Monat einen Supermarkt betrete.

Wenn es dann aber soweit ist, lege ich mir meistens einen größeren Vorrat an Körperpflegeprodukten zu.

Vom im anhängenden Bild abgebildeten Shampoo habe ich mir hoffnungsvoll gleich sechs Stück auf Lager gelegt.

Ich vermute das wäre, richtig beworben, auch ein ideales Produkt für deinen Versandhandel!

Allerdings muß der richtige Preispunkt gefunden werden. Ich vermute, entgegen der volkswirtschaftlichen Theorie ("Preis-Absatz-Funktion") dürfte die verkaufte Stückzahl bei 6.66 Euro noch wesentlich höher sein als bei den 69 Cent, die ich in meinem E…(?)-Markt bezahlt habe ...

Ich bin ich mir aber nicht sicher, ob die begehrte blaue Variante einzeln orderbar ist, oder nur im Sortiment mit den anderen Varianten geliefert wird.

Wenn Du möchtest, kannst Du das Produktphoto gleich zur Werbung in deinem Blog benutzen, ich habe es selbst geschossen und werde mich hüten, Ansprüche darauf geltend zu machen!
Schönes Wochenende. :-)


Bierkühlung 2.0

Steffen hat mir eben eine Mail mitsamt Foto geschickt:
Moin Björn,

Ich hab eben deine Aufforderung für dein Gewinnspiel gelesen und hoffe dir zumindest ein Schmunzeln abgewinnen zu können.
Das Bild ist zwar nicht direkt im Supermarkt, aber trotzdem eine witzige Geschichte. Draußen ist es heiß und unser Skymarkt hat leider kein gekühltes Bier. So hieß es kreativ werden und aus zwei Pack Eiswürfeln, einem Einkaufswagen und einem Kasten Bier eine Bierkühlung basteln.

Die Mitarbeiter im Supermarkt fanden es lustig und natürlich haben wir den Einkaufswagen wieder ordnungsgemäß zurückgebracht.
Ich muß aber zugeben, dass es nicht extra für dein Gewinnspiel entstanden ist, sondern während der WM 2010. Aber Schokolade passt ja eh nicht so gut zum Bier ;-)

P.S.: Der Kühleffekt war natürlich kaum vorhanden.
Aber wenigstens wart ihr kreativ. :-)


17 Euro Nebenverdienst

Mein Kassierer rief mich von der Kasse aus an und berichtete, dass dort zwei Jugendliche stehen würden, die einen etwas seltsamen Leergutbon einlösen wollten. Ich ging nach vorne, um mir selber ein Bild von der Situation machen zu können.

Die beiden etwa dreizehnjährigen Jungs hatten einen Leergutbon aus meinem Automaten in Höhe von 25 Cent dabei. Allerdings war auf dem Bon der Betrag und der Strichcode durchgestrichen, daneben stand "17,25€" und dann war da noch ein wirres Gekritzel zu sehen, das wohl eine Unterschrift darstellen sollte.

"Was soll das sein?", fragte ich die beiden.

Einer der Jungs berichtete, dass sie ziemlich viele Flaschen hatten, der Automat aber nur eine annehmen wollte und daher einer meiner Mitarbeiter die restlichen Flaschen von Hand angenommen hätte.

Mein Mitarbeiter und ich sahen uns abwechselnd an und schüttelten nur ungläubig die Köpfe. "Ihr kriegt jetzt die die 25 Cent und dann versucht ihr so einen Quatsch nicht nochmal!", ermahnte ich die beiden. Irgendwie war ich mir nicht sicher, ob ich mich über die Dreistigkeit ärgern oder über so viel Dummheit (oder Naivität?) amüsieren sollte.